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Zum Ende der Seite springen Helmpflicht
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01.09.2006 14:04

joaquin
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Zitat:
Original von Kalmit
wenn er wieder mal nicht gegrüßt wird


In meinen Augen ein sehr wichtiges Argument gegen das Helmtragen. großes Grinsen

Blöde angepflaumt worden bin ich dafür in der Realität noch nie - das soll mal einer wagen! großes Grinsen


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01.09.2006 14:42

Michelin-Männchen
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Zitat:
Original von Kalmit
So - das war das Wort zum Sonntag... großes Grinsen

Wie war das mit dem Religionsverbot? Auf jeden Fall halte ich das http://www.forum.cycling4fans.com/images/avatars/avatar-3606.jpg schon mal für einen guten Anfang.




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01.09.2006 14:46

joaquin
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Gib es zu, dass dich deine Sandkasten-Kumpels früher immer "Lord Helmchen" genannt haben.

Und wir müssen dein Trauma jetzt ausbaden. niedergeschlagen


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01.09.2006 15:04

Michelin-Männchen
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Zitat:
Original von joaquin
Zitat:
Original von Kalmit
wenn er wieder mal nicht gegrüßt wird


In meinen Augen ein sehr wichtiges Argument gegen das Helmtragen. großes Grinsen

Blöde angepflaumt worden bin ich dafür in der Realität noch nie - das soll mal einer wagen! großes Grinsen

Dafür gibt es andere Gründe wie z.B. Tragen einer Jogginghose, keine Klick-Pedale, 3-fach-Kettenblatt etc.




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01.09.2006 15:41

teufelsberg
Legende der Landstrasse

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Herkunft: det ratste nie

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Zitat:
Original von joaquin
Zitat:
Original von Kalmit
wenn er wieder mal nicht gegrüßt wird


In meinen Augen ein sehr wichtiges Argument gegen das Helmtragen. großes Grinsen

Blöde angepflaumt worden bin ich dafür in der Realität noch nie - das soll mal einer wagen! großes Grinsen


es lebe das nordost-südwest-gefälle!



davob abgesehen, dieser thread dreht sich um eine mögliche helmpflicht, also doch bitte dabei bleiben. ansonsten gibt es ja noch ein paar helmthreads.


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02.09.2006 10:05

Kalmit
unregistriert
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Ältere

So - weiter geht's. @denkbär: Wir unterhielten uns ja darüber, ob die Omma mit der Gießkanne auf dem Weg zu Friedhof gefährdeter ist als der sportliche Rennradfahrer:

Ein dpa-Bericht in der Lokalzeitung PZ gestern bestätigt dies. Das statistische Bundesamt meldete, die Zahl von tödlichen Unfällen im Straßenverkehr sei weiter auf ein Rekordtief gesunken, einzig die Zahl getöteter Radfahrer sei weiter gestiegen (trotz oder wg. vermehrtem Helmtragen)?!

2005 wurden in Deutschland bei 78434 Unfällen insgesamt 575 Radfahrer getötet, davon waren 282 älter als 65 Jahre und 41 waren Kinder... Daher raten auch ADFC und VCD einen Helm zu tragen, besonders eben bei Kindern und Älteren - lehnen aber eine Helmpflicht ab. Darüberhinaus wird - was hier kaum angesprochen wird - auch mehr Geschwindigkeitsregulierungen z. B. in Wohngebieten und eine rücksichtsvollere Fahrweise von Autofahrern gefordert.

Eine Aussage, die ich nicht verstanden hab: "ein Fahrradhelm kann eine Kopfverletzung zu 80% verhindern"... was soll das heißen!? Dass ein Helm nur in 80% der Fälle wenn man auf den Kopf fällt überhaupt was bringt!?

Jedenfalls ist Radfahren was die reine Todesgefahr angeht nachweislich für Ältere Gelegenheitsradler sehr wohl viel gefährlicher als für sportliche Kilometerfresser auf dem Rennrad!

@joaquin: Also ich schon mehrfach - besonders am Rande von Radrennen in Deutschland ist es besonders schlimm, wenn Gruppen mit ihren Junioren da sind... Aber auch gelegentlich hört man genöle vom Straßenrand usw. Und wenn man unterwegs einen trifft und der mehr an dem Umstand das ein Helm fehlt anstatt an den Turnschuhen rumnölt... großes Grinsen Aber du fährst doch öfters RTF - gibt's da wirklich keine Kommentare - oder Helmpflicht!?


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Kalmit: 02.09.2006 10:37.

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02.09.2006 15:45

ursfoe
Adjutant

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RE: Ältere

Zitat:
Original von Kalmit
2005 wurden in Deutschland bei 78434 Unfällen insgesamt 575 Radfahrer getötet, davon waren 282 älter als 65 Jahre und 41 waren Kinder... Daher raten auch ADFC und VCD einen Helm zu tragen, besonders eben bei Kindern und Älteren - lehnen aber eine Helmpflicht ab. Darüberhinaus wird - was hier kaum angesprochen wird - auch mehr Geschwindigkeitsregulierungen z. B. in Wohngebieten und eine rücksichtsvollere Fahrweise von Autofahrern gefordert.


Interessant wäre es auch zu erfahren, in wieviele von den insgesamt 78434 Unfällen Personen über 65 Jahre verwickelt waren. Auch an was letzten Endes die 282 Todesfälle über 65 Jahren überhaupt gestorben sind. Letzendlich kann man nämlich aus dieser Statistik nur sagen, dass ältere Leute, wenn sie einen Unfall haben, ein höheres Risiko bestizen dabei zu sterben. Warum dieses Risiko höher ist ( bei vielen alten Menschen sind z.B. Operationen viel riskanter als bei Jüngeren) kann man aus dießer Statistik nicht schließen. Einen Beweiß für die Theorie, dass Ältere Radfahrer "Unfallanfälliger" sind als Jüngere ist damit sicher nicht geleistet.


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04.09.2006 05:50

denkbär
nie positiv verpestet

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Dabei seit: 13.07.2006

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RE: Ältere

Zitat:
Original von Kalmit
So - weiter geht's. @denkbär: Wir unterhielten uns ja darüber, ob die Omma mit der Gießkanne auf dem Weg zu Friedhof gefährdeter ist als der sportliche Rennradfahrer:

Ein dpa-Bericht in der Lokalzeitung PZ gestern bestätigt dies. Das statistische Bundesamt meldete, die Zahl von tödlichen Unfällen im Straßenverkehr sei weiter auf ein Rekordtief gesunken, einzig die Zahl getöteter Radfahrer sei weiter gestiegen (trotz oder wg. vermehrtem Helmtragen)?!


Soll das mit dem "wegen vermehrtem Helmtragen" jetzt irgendwie lustig sein? Hast du den Eindruck, dass Senioren vermehrt Helme tragen?

Ich vermute mal, dass der Bericht aus deiner Lokalzeitung auf dieser ddp-Meldung beruht.

Zitat:
Original von Kalmit
2005 wurden in Deutschland bei 78434 Unfällen insgesamt 575 Radfahrer getötet, davon waren 282 älter als 65 Jahre und 41 waren Kinder... Daher raten auch ADFC und VCD einen Helm zu tragen, besonders eben bei Kindern und Älteren - lehnen aber eine Helmpflicht ab.


Leider werden in solchen Meldungen in der Regel nach Lust und Laune ein paar isolierte Zahlen herausgepickt, um daraus dann Schlußfolgerungen zu ziehen. Ein vollständiges Bild, insbesondere über längerfristige Tendenzen, ergibt sich dabei zumeist eher nicht.

Zitat:
Original von Kalmit
Darüberhinaus wird - was hier kaum angesprochen wird - auch mehr Geschwindigkeitsregulierungen z. B. in Wohngebieten und eine rücksichtsvollere Fahrweise von Autofahrern gefordert.


Tempo 30km/h ist eine beliebte Forderung, die von den allermeisten Rennradlern in vielen Situationen (nicht nur bei Rückenwind oder leicht Bergab) locker und auch innerhalb von Ortschaften leicht überschritten wird.

Zitat:
Original von Kalmit
Eine Aussage, die ich nicht verstanden hab: "ein Fahrradhelm kann eine Kopfverletzung zu 80% verhindern"... was soll das heißen!? Dass ein Helm nur in 80% der Fälle wenn man auf den Kopf fällt überhaupt was bringt!?


Diese 80% geistern immer wieder durch die Berichte, und ich glaube die wenigsten, die das anführen wissen selbst was die wirklich bedeuten sollen (was sind dabei die 100% ?).

Zitat:
Original von Kalmit
Jedenfalls ist Radfahren was die reine Todesgefahr angeht nachweislich für Ältere Gelegenheitsradler sehr wohl viel gefährlicher als für sportliche Kilometerfresser auf dem Rennrad!


Hier verdrehst du leider mal wieder die Aussagen der Statistik mächtig in die Richtung, in der du sie gerne sehen möchtest, was nicht zuletzt darauf beruht, dass du dir einfach die Zahl herauspickst, die dir am besten in den Kram passt. Um das Thema Statistik in Bezug auf Radunfälle mal etwas solider anzugehen habe ich mir die Mühe gemacht die relevanten Zahlen in einer Tabelle (Anhang als PNG, PDF ist leider als Anhang hier im Forum nicht erlaubt) möglichst umfassend zusammen zu stellen. Dabei habe ich folgende Quellen genutzt:

1. "Verunglückte Senioren nach Art der Verkehrsbeteiligung" (pdf, ADAC)
2. "Verunglückte nach Art der Verkehrsbeteiligung" (pdf, ADAC)
3. "Unfallgeschehen im Straßenverkehr 2005" (pdf, Statistisches Bundesamt)

Letztere ist verlinkt auf der Seite von der auch folgende Zitate stammen:

Zitat:
Quelle: www.nationaler-radverkehrsplan.de

Der Anteil der bei Fahrradunfällen verunglückten Senioren betrug 14%. Dagegen war fast jeder zweite Getötete auf dem Fahrrad (49%) älter als 65 Jahre. Waren 20% der verunglückten Fußgänger ältere Menschen, so waren es bei den getöteten wiederum fast die Hälfte (49%).

[ ... ]
  • Die Unfallstatistik der genannten Altersgruppen muss vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gesehen werden. So hat die Zahl der Mitbürger über 65 Jahren in den letzten 20 Jahren um mehr als ein Drittel zugenommen (+ 34%), während die Zahl der Kinder unter 15 Jahren um 2,7%, die der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sogar um 27% abgenommen hat. Zugleich ist der Bevölkerungsanteil der Senioren in diesem Zeitraum von 15 auf 19% gestiegen, der Anteil der Kinder ist dagegen von 16 auf 14% und der Anteil der jungen Erwachsenen von 12 auf 8,2% gesunken.


In der angehängten Tabelle findest du die Radfahr-Unfallzahlen für die Jahre 1980 (Gesamt auch ab 1978) bis 2005 aufgeschlüsselt nach Gesamtzahlen (alle Altersgruppen) und Senioren (ab 65 Jahren). Es werden jeweils die Zahlen der gemeldeten Unfälle den dabei Getöteten gegenübergestellt. Kursiv dargestellt sind die vom mir errechneten Verhältnisse: Getötete pro Unfall, (jeweils bezogen auf die Altersgruppen), Anteil der Senioren an der Zahl der Unfälle und schließlich der[/I] Anteil der Senioren an der Zahl der Getöteten[/I].

Dabei erscheint mir folgendes Bemerkenswert:

1. Die Gesamtzahl der gemeldeten Unfälle hat von 1978 zu 2005 von etwas über 50000 auf fast 80000 zugenommen.
Dies kann zum einen durch ein erhöhtes Radverkehrsaufkommen erklärt werden, andererseits könnte man auch annehmen, dass die Dunkelziffer nicht gemeldeter Unfälle gesunken ist.

2. Die Zahl der Toten ist im gleichen Zeitraum sehr deutlich von fast 1600 auf unter 600 zurückgegangen; also fast auf ein Drittel.
Es ist kaum anzunehmen, dass sich hierbei die Dunkelziffer verändert hat.

3. Der Anteil der Senioren an der Anzahl der Unfälle in 2005 liegt mit 13,6% etwas unter dem Bevölkerungsanteil von 19%, was mit einem geringeren Anteil am Radverkehrsaufkommen erklärt werden könnte.

4. Die Mortalität der Fahrradunfälle für Senioren ist seit 1980 von 9% auf 2,6% (2005) gefallen und liegt damit im Jahr 2005 niedriger als die Sterblichkeitsrate bezogen auf die Gesamtzahl aller Radunfallbeteiligten von 1978 (3,1%). Demgegenüber ist der gleiche Wert heute (2005) auf 0,7% gefallen.

Generell zeigen die Zahlen (wie ja auch von ursfoe angemerkt), dass der hohe Anteil von fast 50% Senioren an der Getöteten nicht an einer höheren Unfallwahrscheinlichkeit der älteren Menschen liegt, sondern einzig daran, dass die Folgen eines Unfalls für sie deutlich fataler ausfallen. Man sollte hier auch bedenken, dass der Anteil der über 65%igen die im Bett sterben auch höher ausfällt als bei der Gesamtbevölkerung, ohne dass nun jemand daraus schliessen würde, dass das Bett ein für Senioren überaus gefährlicher Ort wäre.


Zitat:
Original Kalmit
In der Realítät kann ein Helmloser Rennradler ja leider auch nicht jeder Konfrontation aus dem Wege gehen, wenn er wieder mal nicht gegrüßt wird, blöde Sprüche über sich ergehen lassen muss oder gleich richtig derb angepflaumt wird! Wir mögen vielleicht keine politische Helmpflicht haben - eine gesellschaftliche hat sich doch schon längst etabliert!


Oh je, na wenn ich Jogginghosenmonster mit Turnschuhen im Gegenverkehr sehe, ich glaube dann hängt es sehr stark davon ab, ob mich derjenige zuerst grüßt. Zurückgegrüßt wird bei mir immer, sogar eine Oma mit Gießkanne Augenzwinkern , aber ansonsten ist das ganze Gegrüße schon ein Thema für sich.

denkbär hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
Radunfallstatistik.png




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04.09.2006 09:47

Kalmit
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RE: Ältere

Moin denkbär!

Nein, es soll nicht lustig sein. Ich habe lediglich wie immer etwas ketzerisch eine Anmerkung Rtg. Risikokompensation bzw. geringer Wirkung von Radhelmen gemacht. Dabei kamen mir auch mehrere Studien in den Sinn, die gerade nach einer Einführung einer Helmpflicht feststellten, dass die Zahl von Unfällen mit tödlichem Ausgang oder Kopfverletzungen nicht wirklich zurückging.

Aus der Meldung habe ich rein gar nichts "herausgepickt", das waren die einzigen Zahlen, die dort in Bezug zu tödlichen Radunfällen genannt wurden. Warum sollte in diesem Punkt eine längerfristige Betrachtung Sinn ergeben?! Du behauptest, radfahren sei für Ältere ungefährlich - ich liefere Beispiele aus dem eigenen Umfeld und zitiere Statistiken. Nun wird wieder gemeckert, das sei nicht aussagekräftig, weil ja ältere eher sterben, weil sie körperlich nicht mehr fit sind.

Jedoch geht es bei unserer Frage nicht um "Chancengleichheit" von jung und alt, einen Radunfall oder Alltagssturz zu überleben, sondern generell darum, wer vom Tod eher bedroht ist. Und das sind nunmal die mit-der-Gießkanne-zum-Friedhof-Fahrerinnen, auch wenn sie insgesamt weniger stürzen - allerdings weil sie auch deutlich weniger fahren. Was die genannten demographischen Daten angehen - mit Demographie kenn ich mich schon ein wenig aus - und die genannten Zahlen von wegen 1/3 mehr >65er in den letzten 20 Jahren sind schlicht und ergreifend falsch...

Jedenfalls tust du dir irgendwie wieder schwer damit, mir zuzustimmen, dass Ältere grundsätzlich eine größere Gefahr laufen, bei einem Radunfall zu sterben als jüngere (kilometerfressende) Rennradfahrer...


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04.09.2006 09:55

Michelin-Männchen
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RE: Ältere

Guter und vor allen sachlicher Beitrag. Ich bin trotzdem gespannt, wer als erstes aus seinem Loch kommt und Dir entweder Zahlenverdreherei, Diskiminierung, Unwissenheit, Arroganz oder eine Mischung aus allem unterstellt (die Indizienführung dürfte hier aber schwer fallen).

Zum Grüßthema, bei meiner Runde (waren nur 65 km, bin Freizeitradler) haben ausnahmslos alle gegrüsst, Rennradler, Breitreifen, Treckingradler. Das muss am schlechten Wetter gelegen haben. Nicht-Helmträger sind mir im übrigen nicht aufgefallen. Daraus schliesse ich, dass entweder gestern keine auf der Strecke unterwegs waren oder von mir nicht also solche wahrgenommen werden.

Oh, sehe gerade, dass ich zu spät war, Kalmit hat schon reagiert.




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04.09.2006 11:00

tom
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RE: Ältere

Zitat:
Original von denkbär
[...]
Generell zeigen die Zahlen (wie ja auch von ursfoe angemerkt), dass der hohe Anteil von fast 50% Senioren an der Getöteten nicht an einer höheren Unfallwahrscheinlichkeit der älteren Menschen liegt, sondern einzig daran, dass die Folgen eines Unfalls für sie deutlich fataler ausfallen. Man sollte hier auch bedenken, dass der Anteil der über 65%igen die im Bett sterben auch höher ausfällt als bei der Gesamtbevölkerung, ohne dass nun jemand daraus schliessen würde, dass das Bett ein für Senioren überaus gefährlicher Ort wäre.
[...]


Ich möchte noch anmerken, dass wir es hier nur mit den angezeigten Unfällen zu tun haben. Ich habe zwei Stürze von Radlern miterlebt, wo ein Krankenwagen nicht aber die Polizei im Spiel war. Wenn solche Unfälle nicht irgendwie automatisch an die Polizei gemeldet werden, dann sind die in solchen Statistiken nicht drin.

Eigentlich ist die Unfallwahrscheinlichkeit nicht das Interessante, sondern allein das Risiko für schwere Verletzungen. Natürlich will ich in keinster Weise kritisieren, aus Unfallstatistiken gewisse Schlüsse zu ziehen, z.B. dass noch immer viel zu viele sterben, weil Verkehrsteilnehmer reichlich Alkohol getrunken hatten. Aber für die Helmpflicht-Diskussion scheinen mir die Daten aus Krankenhäusern und Arztpraxen aussagekräftiger.


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04.09.2006 13:38

Michelin-Männchen
zensiert

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Unbehelmte grüssen nicht

Mich hat gerade eben auf der Strasse ein unbehelmter Radkurier angefahren und mich danach zur Schnecke gemacht. Wäre er freundlicher gewesen, wenn er einen Helm getragen hätte?

Bevor sich wirklich jemand dafür interessiert, weder er noch ich haben sich ernsthaft verletzt, aber ich muss mich schon wundern, welches Risiko die Jungs gehen (kein Helm, keine Bremse - nur Starrnarbe, auch bei Stau schneller als 30 fahren etc.).




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04.09.2006 13:56

ursfoe
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RE: Unbehelmte grüssen nicht

Danke denkbär für deinen Beitrag, du hast gut mit Zahlen unterlegt was ich schon vermutet hatte.


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04.09.2006 16:37

denkbär
nie positiv verpestet

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Abnahme der Todeszahlen von 1978 zu 2005

Zitat:
Original von Kalmit

Nein, es soll nicht lustig sein. Ich habe lediglich wie immer etwas ketzerisch eine Anmerkung Rtg. Risikokompensation bzw. geringer Wirkung von Radhelmen gemacht.


Was genau die Art von unsachlicher Polemik ist, mit der diese Diskussion fortlaufend vergiftet wird. unglücklich

Zitat:
Original von Kalmit
Aus der Meldung habe ich rein gar nichts "herausgepickt", das waren die einzigen Zahlen, die dort in Bezug zu tödlichen Radunfällen genannt wurden.


Dann lies bitte nochmal genauer nach und du wirst feststellen, dass ich dir dies auch nicht unterstellt hatte. Ich hatte geschrieben:

Zitat:
Leider werden in solchen Meldungen in der Regel nach Lust und Laune ein paar isolierte Zahlen herausgepickt, um daraus dann Schlußfolgerungen zu ziehen. Ein vollständiges Bild, insbesondere über längerfristige Tendenzen, ergibt sich dabei zumeist eher nicht.


Was ich damit meine verdeutlicht das folgende Zitat:

Zitat:
Quelle: ddp-Meldung bei Yahoo

Radfahren wird gefährlicher
Donnerstag 17. August 2006, 12:39 Uhr

Berlin (ddp).
Fahrradfahren auf Deutschlands Straßen wird gefährlicher. «Das Risiko, als Radfahrer zu verunglücken, war 2005 wesentlich größer als im Jahr zuvor», lautet das Fazit des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden. Zuvor war die Zahl tödlich verletzter Radler bei Verkehrsunfällen von 925 im Jahr 1991 auf 475 im Jahr 2004 fast stetig zurückgegangen. Verkehrsexperten wollen zwar noch nicht von einer Trendumkehr sprechen. Doch die Meldungen über schwer verletzte und getötete Radfahrer häuften sich dramatisch, hieß es. Dies sei nicht allein darauf zurückzuführen, dass in den Städten heute mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind.

[ ... ]


Wie unsinnig diese Panikmache von wegen "Radfahren wird Gefährlicher" ist wird deutlich, wenn man sich die Entwicklung der Zahlen im Kontext betrachtet (siehe Anhang, rote Kurve). Die Zunahme 2004-2005 liegt durchaus in der Schwankungsbreite, welche man auch in früheren Jahren erlebt hat (z.B. 96/97 oder 87-89). Von 1997 bis 2002 gab es einen bescheidenen Abwärtstrend bei den Unfalltoten. 2003, der Jahrhundertsommer lag etwas darüber, wärend 2004 (verregnet) deutlich darunter lag. Alleine aus dem Anstieg von 2004 zu 2005 nun eine "dramatische Häufung" zu sehen, halte ich für sehr übertrieben, und viel zu kurzsichtig betrachtet.

Zitat:
Original von Kalmit
Warum sollte in diesem Punkt eine längerfristige Betrachtung Sinn ergeben?!


Weil in den längerfristigen Zahlen ein ganz deutlicher und statistisch einwandfrei signifikanter Trend zu erkennen ist. Vor 25 Jahre war die Anzahl der getöteten Radfahrer insgesamt um den Faktor 3 höher als heute (2004/2005), und das, obwohl wir in der Zwischenzeit nicht nur den Fahrrad-Boom Mitte der 80er Jahre (Stichwort Mountenbikes) und den Radsport-Boom Ende der 90er, sondern generell auch noch eine deutliche Aufwertung des Radfahrens in der Gesellschft erlebt haben.

Der Einwand von Tom bezüglich der Dunkelziffer nichtangezeigter Unfälle betrifft dabei lediglich die Gesamtzahl der Unfälle (bzw. auch Verletztenzahlen). Bei den Todesfällen halte ich die Anzahl der unangezeigten Unfälle für vernachlässigbar gering. Ein Unfall mit Todesfolge regelt sich nicht so einfach unauffällg, Tote kann man nicht so leicht unter den Teppich kehren.


Zitat:
Original von Kalmit
Du behauptest, radfahren sei für Ältere ungefährlich - ich liefere Beispiele aus dem eigenen Umfeld und zitiere Statistiken. Nun wird wieder gemeckert, das sei nicht aussagekräftig, weil ja ältere eher sterben, weil sie körperlich nicht mehr fit sind.


Du möchtest die Krankheitanfälligkeit älterer Menschen dazu mißbrauchen, um deine eigene Gefährdung gesund zu beten. Darum geht es dir hier aus meiner Sicht, und das finde ich nicht sinnvoll. Dagegen erlaube ich mir mich zur Wehr zu setzen, aber eigentlich will auf dem Thema "ältere Leut" nicht länger herumreiten..

Mich würde viel mehr interessieren, wie du dir die deutlich gesunkene Anzahl von Todesfällen bei Radfahrern über die letzten 25 Jahre erklärst. Leider habe ich für Deutschland keine brauchbaren Zahlen zur Entwicklung des Radverkehrsaufkommens über diesen Zeitraum gefunden. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass die Zahl von Radfahrern weder im Freizeitbereich, noch bei der Benutzung im Alltag in diesem Zeitraum abgenommen hätte (Ist zumindest mein persönlicher Eindruck über die letzten 25 Jahre). Diverse Fahrrad-Booms haben eher zum Gegenteil beigetragen. Trotzdem ist die Gesamtzahl der Toten auf einen Bruchteil (ca. 1/3) gesunken.

Meine mögliche Erklärungen wären:

1. Die Radfahrer sind generell vernünftiger geworden. (Darwin-Effekt?).

2. Erhöhung der aktiven Sicherheit.
Die Fahrradtechnik (z.B. bessere Bremsen) scheint mir dabei aber eher unplausibel, da solche Effekte leicht durch geändertes Risikoverhalten (z.B. höhere Bergabgeschwindigkeiten) kompensiert werden. Ich glaube nicht, dass die +1000 Toten von 1978 gegenüber 2005 alle aufgrund von technischen Mängeln zustandegekommen sind. Was die aktive Sicherheit angeht würde ich eher die deutlich verbesserte Radwegeinfrastruktur, insbesondere im Umfeld stark befahrener gefährlicher Bundesstrassen, als Grund in Erwägung ziehen

3. Die passive Sicherheit durch das Tragen von Helmen.
Ja ja ja hoppereiter


___________________________________________

Anhang: Diagramm der Unfallzahlen und Anzahlen der Todesfälle. Die Todesfälle (dunkel- und hellrot) sind 1:1 skaliert. Die Gesamtunfalzahlen sind so skaliert, dass sie im zusammen mit den Getöteten zu betrachten sind: Die Gesamtunfallzahl bezüglich allen Altersgruppen (dunkelblau) ist 1:100 skaliert und bezogen auf die Senioren (hellblau) ist das Verhältnis 1:10 gewählt.

denkbär hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
Radunfallstatistik-Diagramm.png




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04.09.2006 17:24

Kalmit
unregistriert
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RE: Abnahme der Todeszahlen von 1978 zu 2005

Hi denkbär!

Zur Polemik: Okay - hast Recht, aber irgendwie geht das auch nicht ohne... Aber ich bin ja nicht der einzige - außerdem will ich es ja so auch ein wenig auflockern, gelingt mir leider nicht immer... Augenzwinkern

Zur yahoo-Meldung: In Ordnung - wir sind glaube ich einer Meinung dass es nichts bringt, Radfahren generell als "gefährlich" einzustufen, weil es Menschen vom radfahren abhält, was wir beide nicht wollen. Aber es entspricht nicht dem, was du und andere hier oftmals schreiben: Nämlich das radfahren derart gefährlich ist, dass man unbedingt einen Helm dafür braucht.

Ich will auch nicht missverstanden werden, wenn ich anmerke, dass die Zahl getöteter Älterer Radfahrer beinah 50% ausmacht - das könnte nämlich auf den ein oder anderen älteren so wirken, dass radfahren hundsgefährlich sei - was ich ja so eigentlich vehement bestreite! Ich finde es sehr wohl toll, wenn ich auf meinen Touren auch mal einer Seniorengruppe begegne - meine Großeltern wären gesundheitlich wohl nicht so angeschlagen, wenn sie wenigstens ab und zu mal rad gefahren wären. Aber das ist ne andre Baustelle.

Mein grundsätzlicher Einwand galt nunmal deiner Aussage, Ältere seien grundsätzlich weit weniger gefährdet als wir Rennradfahrer mit x-tausenden an Kilometern jährlich. Dann wirst du leider auch wieder polemisch, wenn du mir unterstellst, ich würde die "Krankheitsanfälligkeit" älterer Menschen "missbrauchen" - Krankheitsanfälligkeit hat damit nun auch wirklich nix zu tun.

Es wird desöfteren diskutiert, ab einem gewissen Alter Menschen den Führerschein wegzunehmen oder ärztliche Untersuchungen zur Pflicht werden zu lassen - aus den gleichen Gründen, weshalb auch relativ viele ätere Menschen auf dem Rad Unfälle bauen, die dann natürlich eher tödlich ausgehen: Nämlich wg. dem natürlichen nachlassen der körperlichen und geistigen Fähigkeiten, sich im Verkehr zurechtzufinden. Meinen Oppa würde ich aus reinem Verantwortungsgefühl heute nicht mehr mit dem Fahrrad oder dem Motorrad (da hat er noch nen Führerschein und prahlt, wie toll er noch fahren könne, obwohl er seit 40 Jahren auf keinem mehr gesessen hat) auf die Straßen lassen! Auch als Fußgänger haben ja alte Menschen schon ein hohes Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden. Und ich merke nochmal an, dass 92% aller Getöteten bei Haushaltsunfällen >65 sind - was aber nicht dazu führt, dass nun alle Rentner nur noch mit Helmen zu Hause rumlaufen! Augenzwinkern

Letzlich wollte ich damit auch ausdrücken, welche unterschiedliche Risikoeinschätzung ein jeder haben kann - die entgegen jeder Tatsache auch völlig falsch sein kann. Z. B. auch mit der von Natur aus angeborenen Angst, Nachts bei Nebelschwaden allein durch nen Wald zu laufen... Augenzwinkern Dabei ist es nicht unsicherer als Tagsüber, eher umgekehrt!

Ich habe mich mit den von dir genannten Zahlen zu den gesunkenen Todeszahlen im Straßenverkehr generell und in Bezug auf das Radfahren nicht wirklich befasst, glaube dir aber, dass die Zahlen in den letzten Jahren (stark) gesunken sind! Gründe könnte ich mir viele vorstellen - wobei ich mich da jetzt in die Gruppe der Nicht-Sport-Fahrer reindenken muss; viele sind mit den von dir genannten identisch!

- vermehrte Einrichtung von 30er-Zonen oder Spielstraßen, allgemeine Fortentwicklung von Verkehrskonzepten
- verbesserter Ausbau von Radwegen außerorts - was ich innerorts nicht überall gelten lasse, halte viele Radwege innerorts für viel gefährlicher als die Straße!
- rücksichtsvollere Fahrweise von Autofahrern - was auch durch viele Kampagnen - oder durch anhebung der Strafmaße erreicht wurde.
- Verbesserte Schulung von kleinen Kindern im Straßenverkehr als Fußgänger UND Radfahrer (gabs früher glaub ich kaum bis gar nicht)!
- Auch der technische Fortschritt hat seinen Anteil daran, besonders wenn ich mir den MTB-Bereich betrachte...
- Durchaus haben auch einzelne Menschen einem Helm etwas zu verdanken!
- uswusf.

Als Anmerkung: Irgendwo lief gestern in einer Serie ein Gespräch über's Fallschirmspringen - und auch da musste einer sich vieler anderer erwehren, die diesen Sport für saugefährlich halten - obwohl es eigentlich unbegründet ist. Ebenso die alte Geschichte, die oft in Comedy-Serien verewigt wird: Ehemann Ende 40 kauft im Rausch des 2. Frühlings ein Motorrad, die Frau ist dagegen, weil zu "gefährlich"... großes Grinsen

Radfahren ist nicht gefährlich; nicht gefährlicher als ein Waldspaziergang - es ist gesund und macht Spaß - und das Risiko, dabei tödlich zu verunglücken ist generell sehr, sehr gering! Weshalb jeder selbst überlegen soll, ob er seinen Kopf zusätzlich mit einem Helm bedecken will - oder eben nicht!


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04.09.2006 18:18

Michelin-Männchen
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RE: Abnahme der Todeszahlen von 1978 zu 2005

Zitat:
Original von Kalmit
Radfahren ist nicht gefährlich; nicht gefährlicher als ein Waldspaziergang - es ist gesund und macht Spaß - und das Risiko, dabei tödlich zu verunglücken ist generell sehr, sehr gering! Weshalb jeder selbst überlegen soll, ob er seinen Kopf zusätzlich mit einem Helm bedecken will - oder eben nicht!

Kannst Du Dich noch daran erinnern, wieviel besser die Bremsen bei Deinem neuen Rad wirkten bzw. um wieviel sich der Bremsweg beim Umstieg auf das neue Rad verkürzte? Hat das Dein Fahrverhalten auf Abfahrten beeinflusst?

@denkbär: Ich vermute, der stärkste Treiber für den Rückgang der tödlich verunglückten Radfahrer liegt in der Berücksichtigung der Radfahrer bei der Verkehrswegeplanung. Wenn ich als Kind bzw. Jugendlicher mit dem Rad in die Stadt gefahren bin, führte der Weg 10 km auf einer stark befahrenen Bundesstrasse, heutzutage sind 8 km davon Radweg. Die Sicherheit hat sich damit für Radfahrer auf dieser Strecke massiv erhöht.

Zitat:
Original von Kalmit
- Durchaus haben auch einzelne Menschen einem Helm etwas zu verdanken!

Gut gemacht Vermutlich sind es mehr als 10. Die Frage ist nur, wieviele von den 1000 seit 1978. Wenn es 100 sind, ein Helm ca 50 Eur kostet (teurere Helme sind Luxus) und wir ca 20 Mio (grobe Schätzung) aktive Radfahrer in Dland haben, wäre das 10 Mio Eur pro Toten. Ökonomisch gesprochen, könnte man dann sicherlich über die Sinnhaftigkeit einer Helmpflicht nachdenken.

Nehmen wir andererseits die Zahl aus dem TOUR-Artikel (2 Tote auf 1 Mio km). Kalmit fährt im Schnitt 10t km pro Jahr, was einer durchschnittlichen Mortalitätsrate von 2% entspräche. Das halte ich für einnen jungen gesunden Mann in den 20ern für druchaus hoch. Ich persönlich denke deshalb gerne darüber nach, wie ich dieses Risiko senken kann (z.B. Helm tragen, weniger fahren, defensiver fahren, gefährliche Strecken meiden etc.).




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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Michelin-Männchen: 04.09.2006 21:17.

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04.09.2006 20:35

denkbär
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RE: Abnahme der Todeszahlen von 1978 zu 2005

Zitat:
Original von Kalmit
Ich will auch nicht missverstanden werden, wenn ich anmerke, dass die Zahl getöteter Älterer Radfahrer beinah 50% ausmacht - das könnte nämlich auf den ein oder anderen älteren so wirken, dass radfahren hundsgefährlich sei - was ich ja so eigentlich vehement bestreite!


Was denn nun? Meinst du nun, dass diese 50% etwas über die Gefährdung älterer Radfahrer aussagen, oder willst du mit der Zahl einfach nur drumm rumm reden ohne etwas damit zu sagen?

Zitat:
Original von Kalmit
Mein grundsätzlicher Einwand galt nunmal deiner Aussage, Ältere seien grundsätzlich weit weniger gefährdet als wir Rennradfahrer mit x-tausenden an Kilometern jährlich. Dann wirst du leider auch wieder polemisch, wenn du mir unterstellst, ich würde die "Krankheitsanfälligkeit" älterer Menschen "missbrauchen" - Krankheitsanfälligkeit hat damit nun auch wirklich nix zu tun.


Es geht um dein Gesundbeten (Kleinreden deines eigenen Risikos, in dem du das der Senioren ohne Argumente dramatisierst), und nicht um die Krankheit älterer Leute. Das ältere Leute bei einem vergleichbaren Unfall ein höheres Verletzungsrisiko eingehen bestreitet doch niemand. Ich sage nur, dass je älter die Leute werden, umso risikoscheuer auch ihre Fahrweise wird, oder hast du schon mal eine Oma mit der Gießkanne mit 50km/h eine Abfahrt runterbrettern gesehen, was ja noch nicht mal die Hälfte der von dir angeblich erreichten V-Max ausmachen würde (oder habe ich das im "Heutige Radtour" falsch gelesen?).


Zitat:
Original von Kalmit
Ich habe mich mit den von dir genannten Zahlen zu den gesunkenen Todeszahlen im Straßenverkehr generell und in Bezug auf das Radfahren nicht wirklich befasst, glaube dir aber, dass die Zahlen in den letzten Jahren (stark) gesunken sind! [...]


Am Diagramm kannst du leicht ablesen, dass es nicht erst die letzten Jahre so ist, sondern dass ein langfristiger Trend dahinter steckt.


Zitat:
Original von Kalmit
Radfahren ist nicht gefährlich; nicht gefährlicher als ein Waldspaziergang - es ist gesund und macht Spaß - und das Risiko, dabei tödlich zu verunglücken ist generell sehr, sehr gering! Weshalb jeder selbst überlegen soll, ob er seinen Kopf zusätzlich mit einem Helm bedecken will - oder eben nicht!


Spazierenfahren auf Feldwegen ist aber doch etwas gänzlich anderes, als mit 108,6 km/h einen Berg hinunter zu rasen, oder? Auch wenn so was nicht öfter vorkommt, aber für mich gilt auch und gerade beim Radfahren die Risikoeinschätzung, dass die Gefahr mit der gefahrenen Geschwindigkeit überproportional zunimmt. Was übrigens auch auf das gelaufene Tempo von Waldspaziergängern zutrifft Augenzwinkern


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05.09.2006 07:13

Kalmit
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RE: Abnahme der Todeszahlen von 1978 zu 2005

@denkbär: Das mit den 108 km/h bibbernd bei Regen und 11°C war eine bewusste deutliche übertreibung auf eine Stichelei eines uns allen bekannten Users! Augenzwinkern Merkwürdig, dass diese Ironie bestimmten Leuten entgeht - oder entgehen will. Ich hätte wohl 176 km/h schreiben müssen!

Zu den alten Leuten: Du hast mich missverstanden oder willst mich weiterhin bewusst missverstehen - du hast die Aussage gebracht, Alte wären weniger gefährdet als Rennradfahrer - ich sehe dies als totale Falscheinschätzung eines persönlichen Lebensrisikos an, kann jeder nachlesen. Und habe versucht, anhand von Daten und Statistiken dies zu belegen! Damit hat mein persönliches Risiko, dass ich mir gesundbeten müsste nichts mit zu tun, ich habe ein gutes Gewissen und brauch mir nicht einzureden, ich würde einen hochriskanten Sport zu treiben - das mindert doch den Spaß daran. Mehr gehe ich jetzt auch nicht mehr drauf ein.

Was ich aus deinen ganzen Posts herauslese: Für dich ist also die Geschwindigkeit offensichtlich der Hauptgrund für tödliche Unfälle oder allgemein der ultimative Faktor für die Gefährdung von Radfahrern - und ob das nun wieder stimmt ist wieder so ne Sache. Auf Autobahnabschnitten mit Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es meines Wissens nach auch öfters Unfälle mit Toten als auf unlimitierten...

Hier wurde doch auch erwähnt, dass die Geschwindigkeit beim Sturz auf den Kopf unerheblich ist, ein Fall aus dem Stand in der Regel gleich starke Verletzungen verursacht - abgesehen von den Drehbeschleunigungen, wenn man mit dem Helm auf dem Boden kleben bleibt!

So - ich fahr jetzt in den Schwarzwald!


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05.09.2006 09:20

Michelin-Männchen
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RE: Abnahme der Todeszahlen von 1978 zu 2005

Zitat:
Original von Kalmit
Zu den alten Leuten: Du hast mich missverstanden oder willst mich weiterhin bewusst missverstehen - du hast die Aussage gebracht, Alte wären weniger gefährdet als Rennradfahrer - ich sehe dies als totale Falscheinschätzung eines persönlichen Lebensrisikos an, kann jeder nachlesen. Und habe versucht, anhand von Daten und Statistiken dies zu belegen!

Nochmal ein Hinweis auf die Statistik, wieder aus der TOUR, bei 10tkm pro Jahr ist Dein statistisches Risiko eines tödlichen Unfalls 2%.

Zitat:
Original von Kalmit
Was ich aus deinen ganzen Posts herauslese: Für dich ist also die Geschwindigkeit offensichtlich der Hauptgrund für tödliche Unfälle oder allgemein der ultimative Faktor für die Gefährdung von Radfahrern - und ob das nun wieder stimmt ist wieder so ne Sache. Auf Autobahnabschnitten mit Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es meines Wissens nach auch öfters Unfälle mit Toten als auf unlimitierten...

Ursache und Wirkung sind in jenem Beispiel in die richtige Reihenfolge zu bringen. Weil ein bestimmter Autobahnabschnitt gefährlich ist (z.B. auffällige Häufung von Unfällen), wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung dient unter anderem dazu, die Folgen des am bestimmten Autobahnabschnitts erhöhten Unfallrisikos zu senken.
Die Analogie zum Thema dieses Threads? Käme es in Zukunft zu einer auffälligen Häufung von Fahrradunfällen mit Kopfverletzung, erhöht das die Wahrscheinlichkeit der Einführung einer Helmpflicht. Warum? Eine allgemeine Helmpflicht ist leichter umzusetzen und zu überwachen als eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Radfahrer (wenn diese überhaupt etwas bringt), für den Staat billiger als die flächendeckende Versorgung von Radwegen oder ein Tempolimit auf Strassen, auf denen es gemischten Verkehr gibt.

Zitat:
Original von Kalmit
Hier wurde doch auch erwähnt, dass die Geschwindigkeit beim Sturz auf den Kopf unerheblich ist, ein Fall aus dem Stand in der Regel gleich starke Verletzungen verursacht - abgesehen von den Drehbeschleunigungen, wenn man mit dem Helm auf dem Boden kleben bleibt!

Das hat glaube ich der uns allen bekannte User im Zusammenhang mit den Testkriterien der Tour berichtet. Zwischen 0 und 50 km/h wird die Aufprallgeschwindigkeit des Kopfes durch die Fallgeschwindigkeit dominiert, Drehbeschleunigungen sind bei modernen Helmen aufgrund der glatten Oberfläche kein Problem. Ein Helm gleitet eher besser über den Asphalt als ein behaarter oder unbehaarter Schädel.




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06.09.2006 11:43

teufelsberg
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RE: Abnahme der Todeszahlen von 1978 zu 2005

hier ist ja interessantes zu lesen.


ein langjähriger vielfahrer ist sehr wahrscheinlich tot.


senioren fahren nur ein drittel weniger als nichtsenioren, wenn ihr unfallrisiko gleich hoch sein soll.


beides doch sehr abenteuerlich.
dass radwegebenutzung die sicherheit erhöht, hält sich tatsächlich immer noch als argument. wieso eigentlich? sind studien, die das gegenteil beweisen und auch wissenschaftlioch nicht angezweifelt werden, von idioten durchgeführt?
(wirklich keine lust, lange zu suchen, etwas gibt es hier.)

abnahme der toten radfahrer, eine gegenthese: zunehmende verkehrsdichte verlangsamt die geschwindigkeit und erhöht die notwendige aufmerksamkeit bei den autofahrern.


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