Möglichkeiten den Radsport zu retten? |
02.07.2007 21:56
Arno unregistriert
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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Original von Cyclist
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Original von Arno
Alle Sponsoren müssten rechtlich bindend einen bestimmten Teil des veranschlagten Budgets, z.B. 10%, direkt in das System zahlen. Wäre dann immer noch eine vergleichsweise sehr günstige Marketingmaßnahme. |
Diese Regelung gibt es bereits, zwar nicht prozentual, sondern als fixe Summe, die meiner Meinung nach allerdings deutlich erhöht werden müsste. PT Teams müssen derzeit 30.000 Euro zahlen, Professional teams nur 5.000. Von der PT Teams haben bisher nur vier die Zahlung geleistet (sieher allg. Doping Thread). |
Nein, die Sponsoren selbst sollten das schon erledigen.
Und insbesondere in einer prozentualen Höhe des Budgets. Also große Sponsoren können auch mehr Geld zahlen und sie hätten auch ein direktes Interesse.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 02.07.2007 21:57.
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02.07.2007 22:18
Inga
Dictatress i.E.
Dabei seit: 28.12.2001
Herkunft: nordish by nature Fan von: radsportfans ;)
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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Original von blaireau
Den passenden Sender haben wir auch schon:
"Sportfernsehen - und was davon übrig blieb."
"Brüste und Gurkenhobel"
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/473/121315/
"Mit so sportlichen Themen wie Poker und Homeshopping verdient das DSF nach langer Krise wieder Geld - gelegentlich verirrt sich auch eine Bundesliga-Konserve ins Programm." |
prima.. und das von der sz, auf deren sportseite frauen praktisch nur unter folgenden überschriften vorkommen (und zwar nicht nur heute... ):
"spielerfrauen, der süße tod des fußballs"
"die schöne seite der formel 1"
"welches land hat die hübschesten fans"
gut - und frau krabbe - aber die ist ja blond, sonst wäre da auch kein bild von ihr...
__________________ "We gotta go to that crappy town where I'm a hero"
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Inga: 02.07.2007 22:19.
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03.07.2007 00:11
maniac
Lokomotive
Dabei seit: 07.05.2006
Herkunft: Hameln/Aerzen Fan von: mir doch egal... Hauptsache ein großer Kampf, fair und sauber...!
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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Um doping wirklich komplett zu verhindern wären maßnahmen nötig die einer Totalüberwachung der Sportler rund um die Uhr entsprechen.
Dieses ist nicht realisierbar und meineserachtens auch nicht erstrebenswert.
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03.07.2007 00:47
Arno unregistriert
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RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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Warum wäre das nicht erstrebenswert? Möchtest Du Dich belullern oder bescheißen lassen und Dir z.B. alljährlich im Sommer einen Pharma-Contest reinziehen? Wer will denn den Best-Gespritzten sehen?
Man kann die Dopingkontrollen erstmal einfach nur wirksam (Blutvolumentests, Blutbilder, Wachsumshormon, Tests kurz vor dem Start) und außerdem deutlich effektiver machen (Zielkontrollen). Das ist dann immer noch keine Total-Überwachung.
Jaksche hat auch beschrieben, wie es bei Trainingskontrollen abläuft ("als Bruder ausgeben"). Da muss es auch was für geben. Polizeiliche Ermittlung gegen Strippenzieher ist auch noch ein äußerst wichtiger Punkt.
Alles schon mal hier besprochen worden, aber das Hauptproblem ist einfach das zuwenige Geld im Dopingkontroll-System. Die Summen, de ich heute wieder gelesen habe sind doch Pille Palle. Irgendwie Größenordnung 100.000 und noch was für die Tour-Kontrollen, meine ich mich zu erinnern.
Ist doch ein Witz. Die Tour ist eines der fünf oder so größten Sportevents der Welt, mit einem Wahnsinns-Geld, das dort dranhängt und dann wird dort mit Kleckerbeträgen versucht, ein wenig Augenwischerei zu betreiben.
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03.07.2007 01:09
maniac
Lokomotive
Dabei seit: 07.05.2006
Herkunft: Hameln/Aerzen Fan von: mir doch egal... Hauptsache ein großer Kampf, fair und sauber...!
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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das ganze läuft aber darauf hinaus...
ansonsten wäre doping nie 100% überwachbar...
oder denkst Du das wirklich alle Dopingmethoden heutzutage nachweisbar sind? Lange nicht!
im allgemeinen ist eine totalüberwachung nicht erstrebenswert...
achtung sehr gewagte these:
zuerst am bösen bösen doping sportler ausprobieren ob die Bevölkerung bei einer Totalüberwachung mitspielt...
lug, betrug & machtspiele... sind alltäglich in der gesellschaft.
doping gibt es schon solange es sportwettkämpfe gibt.
und im normalen beruf- & schulleben wird auch gedopt was das zeug hält. Sei es durch legale Medikamente oder durch illigale drogen!
ich denke das ganze ist nicht mehr zu bekämpfen, da das ganze wohl eher ein gesellschaftliches Problem ist.
Aber was tun?
Ich weiß es nicht!
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von maniac: 03.07.2007 01:13.
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03.07.2007 01:29
Arno unregistriert
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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| Zitat: |
Original von maniac
oder denkst Du das wirklich alle Dopingmethoden heutzutage nachweisbar sind? Lange nicht!
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Weiß ich nicht genau. Gendoping ist scheints noch nicht möglich.
Aber das heißt doch nicht, daß man nicht erstmal versuchen müsste, den größten Teil des jetzt noch nicht zu kontrollierenden Dopings unter Kontrolle zu kriegen, also Blutdoping, Wachstumshormon, Asthmamittel-Freifahrtschein usw.
| Zitat: |
| im allgemeinen ist eine totalüberwachung nicht erstrebenswert... |
Aber darum gehts doch garnicht, wer wollte primär totalüberwachen? Es gibt Sport, dieser Sport ist verseucht und genauso wie Schutzmaßnahmen a la Helmaufziehen bei Profirennen wg. erhöhtem Berufsrisiko sollte es eine Kontrolle der teilnehmenden Personen auf Doping oder solche Unterstützung geben.
Das ist so ähnlich wie bei besoffenen Schwarzarbeitern auf dem Bau. Wer wollte die haben? Und dort wird dann teilweise auch richtig kontrolliert.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 03.07.2007 01:32.
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03.07.2007 03:24
Maillot-Jaune
Adjutant

Dabei seit: 17.07.2006
Herkunft: Umkreis Stuttgart Fan von: Lance,Ulle,Klöden,A
.Schleck
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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Ganz einfache Antwort: Die ganzen Junkies sollen auf hörn sich mit dem ganzen Scheiß vollzustopfen !!!!
__________________ ,,Pain is temporary, quitting is forever"- Lance Armstrong
7-facher Tour de France Sieger !
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Maillot-Jaune: 03.07.2007 03:24.
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03.07.2007 08:26
conconi
dottore
Dabei seit: 26.02.2006
Herkunft: Ferrara Fan von: Filippo Simeoni
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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| Zitat: |
Original von Maillot-Jaune
Ganz einfache Antwort: Die ganzen Junkies sollen auf hörn sich mit dem ganzen Scheiß vollzustopfen !!!!
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Klingt nach einem durchdachten Plan! Ich nehme an morgen geht es los?
__________________ Alberto Contador ist der König der Hoffnung und das Symbol des neuen Radsports. Mit ihm beginnt eine neue Ära. Nach diesem Sieg sollte der Radsport wieder ein Sport ohne Verdächtigungen und ohne Chemie sein. - AS
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03.07.2007 08:51
blaireau
Soigneur

Dabei seit: 22.07.2004
Herkunft: Zürich Fan von: Ottavio Bottecchia
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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| Zitat: |
Original von Arno
Alles schon mal hier besprochen worden, aber das Hauptproblem ist einfach das zuwenige Geld im Dopingkontroll-System. |
Glaube ich nicht. Es gibt genug Berichte, wonach das Kontrollsystem Teil des Dopingsystems war (oder ist).
Echte Trainingskontrollen, echte Ziellinienkontrollen, Mitwirkung der Konkurrenten am Kontrollsystem würden bei gleichem Geld ein viel effizienteres System schaffen.
Zudem könnten die Einführung von (weichen) Suspendierungen bei irregulären Hormon- und anderen Profilen allerhand bewirken.
Ich bin sicher, man könnte Doping stark vermindenr, wenn man wollte, und zwar bei im weserntlichen gleichem Geld.
__________________ "I just dropped in to see what condition my condition was in"
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03.07.2007 08:54
conconi
dottore
Dabei seit: 26.02.2006
Herkunft: Ferrara Fan von: Filippo Simeoni
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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| Zitat: |
Original von blaireau
Glaube ich nicht. Es gibt genug Berichte, wonach das Kontrollsystem Teil des Dopingsystems war (oder ist). |
Eindeutig: Ist.
Jaksche: Radsport ohne Doping ist nur gerecht, wenn wirklich niemand mehr dopt. Mir hat ein Fahrer erzählt, dass es wegen der Trainingskontrollen Deals geben soll zwischen ein paar Mannschaften und dem Weltradsportverband. Da muss man annehmen, dass es kein generelles Umdenken gibt. Das hat mir dieser Fahrer stolz erzählt.
__________________ Alberto Contador ist der König der Hoffnung und das Symbol des neuen Radsports. Mit ihm beginnt eine neue Ära. Nach diesem Sieg sollte der Radsport wieder ein Sport ohne Verdächtigungen und ohne Chemie sein. - AS
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03.07.2007 09:23
blaireau
Soigneur

Dabei seit: 22.07.2004
Herkunft: Zürich Fan von: Ottavio Bottecchia
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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| Zitat: |
Original von conconi
Jaksche: Radsport ohne Doping ist nur gerecht, wenn wirklich niemand mehr dopt. Mir hat ein Fahrer erzählt, dass es wegen der Trainingskontrollen Deals geben soll zwischen ein paar Mannschaften und dem Weltradsportverband. Da muss man annehmen, dass es kein generelles Umdenken gibt. Das hat mir dieser Fahrer stolz erzählt. |
Das sind die brisanten Aussagen. Dass (fast) alle dopen, und dass die Teamleitungen das wussten, das ist als Sache ein alter Hut.
Ich kann's nur wiederholen: die Konkurrenten müssen (in geeigneter Form) in die Kontrollen gegenseitig einbezogen werden, wie im Wettbewerbsrecht.
__________________ "I just dropped in to see what condition my condition was in"
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03.07.2007 09:52
chay05
Bergziege
Dabei seit: 16.06.2005
Herkunft: bärlin
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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| Zitat: |
Original von blaireau
| Zitat: |
Original von conconi
Jaksche: Radsport ohne Doping ist nur gerecht, wenn wirklich niemand mehr dopt. Mir hat ein Fahrer erzählt, dass es wegen der Trainingskontrollen Deals geben soll zwischen ein paar Mannschaften und dem Weltradsportverband. Da muss man annehmen, dass es kein generelles Umdenken gibt. Das hat mir dieser Fahrer stolz erzählt. |
Das sind die brisanten Aussagen. Dass (fast) alle dopen, und dass die Teamleitungen das wussten, das ist als Sache ein alter Hut.
Ich kann's nur wiederholen: die Konkurrenten müssen (in geeigneter Form) in die Kontrollen gegenseitig einbezogen werden, wie im Wettbewerbsrecht. |
und du hast zum wiederholten Male Recht. Funktioniert allerdings nur unter der Bedingung, dass relevante Teile des Pelotons sauber unterwegs sind. Sonst hats keinen, der den anderen mal überprüfen lassen will.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von chay05: 03.07.2007 09:52.
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03.07.2007 10:08
conconi
dottore
Dabei seit: 26.02.2006
Herkunft: Ferrara Fan von: Filippo Simeoni
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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Och, Armstrong hatte doch auch Lust der UCI seine Gedanken zu Mayo und Co. per Email mitzuteilen - als er noch fuhr.
__________________ Alberto Contador ist der König der Hoffnung und das Symbol des neuen Radsports. Mit ihm beginnt eine neue Ära. Nach diesem Sieg sollte der Radsport wieder ein Sport ohne Verdächtigungen und ohne Chemie sein. - AS
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03.07.2007 10:20
blaireau
Soigneur

Dabei seit: 22.07.2004
Herkunft: Zürich Fan von: Ottavio Bottecchia
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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| Zitat: |
Original von chay05
Funktioniert allerdings nur unter der Bedingung, dass relevante Teile des Pelotons sauber unterwegs sind. Sonst hats keinen, der den anderen mal überprüfen lassen will. |
Es reicht an sich, wenn Teile des Pelotons saber unterwegs sein *wollen*. Zudem erhöhen sich die Chancen des Zwei-/Dritt-/Viertbesten, wenn der leistungsstabilisierende Faktor des Dopings beim Ersten und seinen Helfern vermindert wird oder ganz wegfällt.
Diese so wirksame, rethorische Einlullstrategie des "Uns sind die Hände gebunden, das kostet soviel, der Doper ist immer ein Schritt voraus", die zu beenden wäre wichtiger Schritt.
"Sie können sich gar nicht vorstellen, was wirksame Grenzkontrollen kosten, sagt der Grenzer, der den Zigarettenschmuggler-Spezi gerade durchwinkt".
__________________ "I just dropped in to see what condition my condition was in"
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03.07.2007 11:06
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

Dabei seit: 17.02.2003
Herkunft: Schwarzwald Fan von: Dölerich Hirnfidler, Eric Moussambani
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| RE: Möglichkeiten den Radsport zu retten?
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| Zitat: |
Original von blaireau
| Zitat: |
Original von Arno
Alles schon mal hier besprochen worden, aber das Hauptproblem ist einfach das zuwenige Geld im Dopingkontroll-System. |
Echte Trainingskontrollen, echte Ziellinienkontrollen, Mitwirkung der Konkurrenten am Kontrollsystem würden bei gleichem Geld ein viel effizienteres System schaffen.
Zudem könnten die Einführung von (weichen) Suspendierungen bei irregulären Hormon- und anderen Profilen allerhand bewirken.
Ich bin sicher, man könnte Doping stark vermindenr, wenn man wollte, und zwar bei im weserntlichen gleichem Geld. |
Dem würde ich zustimmen. Allerdings sehe ich schon noch Probleme bei den "weichen" Suspendierungen, ich bin genug Mediziner (kein Arzt übrigens, btw.), um zu wissen, dass diese Parameter sehr stark schwanken können. Allein schon wegen unterschiedlicher Messmethoden, Geräte, usw. Mir sind zum Beispiel persönlich (nicht meine 
) Hb-Werte, die jedes Mal unter genau den gleichen Umständen erhoben wurden, (im Rahmen einer beruflichen Einstellungsuntersuchung) die zwischen 17,1 und 12g/dl (+/- 13%!!!) Hb differierten, bekannt. Diese Profile müssten also individuell und engmaschig kontrolliert werden, das würde dann auch wieder teuer.
Zielkontrollen, Bestrafung ganzer Teams statt einzelner Fahrer und gegenseitiges Triggern von Kontrollen wären vielversprechende Möglichkeiten.
__________________ Go funk yourself
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03.07.2007 12:27
Piti unregistriert
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Über eines sollte man sich in der Diskussion klar sein: Es gibt immer Möglichkeiten zu dopen, die nach dem Stand der Wissenschaft nicht nachgewiesen werden können. Heutzutage, wo sich die Methoden von der Pharmako- zur Biologie verschoben haben, mehr denn je. Die Methoden sind teilweise so teuer, dass sie nur für Spitzenverdiener oder bei organisiertem Doping zur Verfügung stehen. Mehr/verschärfte Kontrollen schaffen in einer solchen Situation nicht mehr, sondern weniger Gerechtigkeit, da neben ein paar vorwiegend Fahrer auffliegen, die sich das HighEnd-Programm nicht leisten können/wollen oder die nicht das Glück haben, in ihrer Mannschaft umfassend professionell betreut zu werden.
Doping als Straftat zu kriminalisieren und mit den Möglichkeiten der Kriminalistik zu verfolgen, wäre eine durchaus erfolgversprechende Methode, aber da im Sport auch immer nationale Interessen auf dem Spiel stehen, gehört die globale Umsetzung ins Reich der Utopie.
Profisport ist Showgeschäft. Der wesentliche Unterschied zu den Circusspielen der Antike ist, dass keiner der Akteure gewungen ist, mitzumachen. Vor diesem Hintergrund wäre es logisch, konsequent und vor allem ehrlich, Doping freizugeben. Wer mit den Konsequenzen, die seine Berufswahl mit sich bringt, nicht zurechtkommt, dem steht es wie in allen anderen Bereichen der Wirtschaft frei, sich eine andere Beschäftigung zu suchen. Allerdings wäre bei der Legalisierung von vornherein klar, was den potentiellen Profi erwartet, im Gegensatz zu heute, wo teilweise erst nach der Berufswahl Druck vom Geldgeber ausgeübt wird, sich etwas reinzupfeifen, wenn man weiter seinem Beruf als Sportler nachgehen will.
Sicher wird es Tote geben. Aber es sind Erwachsene, die ihre eigene Entscheidung getroffen haben. Warum muss die Gesellschaft in die Pflicht genommen werden, Selbstmörder vor ihrem Ehrgeiz zu schützen? Wer überwacht, dass Musiker ihre Songs ohne lebensverkürzende Drogen schreiben? Wo bleibt die Künstler-WADA?
Und zuletzt - was verliert der "Fan" bei Dopingfreigabe, ausser der Illusion vom nicht nur körperlich, sondern auch moralisch überlegenen TV-Helden? Mitfiebern mit den Favoriten, Fachsimpelei, Sportwetten, fragwürdige Tippspiele, die den Menschen zum Rennpferd degradieren ... alles weiterhin möglich.
Mir macht der durch und durch verlogene und den Zuschauer für dumm verkaufende Profisport heute keinen Spass mehr. Das einzig Unterhaltsame am Radsport ist für mich noch die unendliche Doping-Soap. Auch eine Art von Show, und wahrhaft keine schlechte.
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03.07.2007 12:49
Sprintstar
Kulturpessimist

Dabei seit: 06.08.2006
Herkunft: Leer (Ostfriesland)/Müns
ter (Westfalen) Fan von: Konstantin Gropper und Lars Boom
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Original von Piti
Über eines sollte man sich in der Diskussion klar sein: Es gibt immer Möglichkeiten zu dopen, die nach dem Stand der Wissenschaft nicht nachgewiesen werden können. Heutzutage, wo sich die Methoden von der Pharmako- zur Biologie verschoben haben, mehr denn je. Die Methoden sind teilweise so teuer, dass sie nur für Spitzenverdiener oder bei organisiertem Doping zur Verfügung stehen. Mehr/verschärfte Kontrollen schaffen in einer solchen Situation nicht mehr, sondern weniger Gerechtigkeit, da neben ein paar vorwiegend Fahrer auffliegen, die sich das HighEnd-Programm nicht leisten können/wollen oder die nicht das Glück haben, in ihrer Mannschaft umfassend professionell betreut zu werden.
Doping als Straftat zu kriminalisieren und mit den Möglichkeiten der Kriminalistik zu verfolgen, wäre eine durchaus erfolgversprechende Methode, aber da im Sport auch immer nationale Interessen auf dem Spiel stehen, gehört die globale Umsetzung ins Reich der Utopie.
Profisport ist Showgeschäft. Der wesentliche Unterschied zu den Circusspielen der Antike ist, dass keiner der Akteure gewungen ist, mitzumachen. Vor diesem Hintergrund wäre es logisch, konsequent und vor allem ehrlich, Doping freizugeben. Wer mit den Konsequenzen, die seine Berufswahl mit sich bringt, nicht zurechtkommt, dem steht es wie in allen anderen Bereichen der Wirtschaft frei, sich eine andere Beschäftigung zu suchen. Allerdings wäre bei der Legalisierung von vornherein klar, was den potentiellen Profi erwartet, im Gegensatz zu heute, wo teilweise erst nach der Berufswahl Druck vom Geldgeber ausgeübt wird, sich etwas reinzupfeifen, wenn man weiter seinem Beruf als Sportler nachgehen will.
Sicher wird es Tote geben. Aber es sind Erwachsene, die ihre eigene Entscheidung getroffen haben. Warum muss die Gesellschaft in die Pflicht genommen werden, Selbstmörder vor ihrem Ehrgeiz zu schützen? Wer überwacht, dass Musiker ihre Songs ohne lebensverkürzende Drogen schreiben? Wo bleibt die Künstler-WADA?
Und zuletzt - was verliert der "Fan" bei Dopingfreigabe, ausser der Illusion vom nicht nur körperlich, sondern auch moralisch überlegenen TV-Helden? Mitfiebern mit den Favoriten, Fachsimpelei, Sportwetten, fragwürdige Tippspiele, die den Menschen zum Rennpferd degradieren ... alles weiterhin möglich.
Mir macht der durch und durch verlogene und den Zuschauer für dumm verkaufende Profisport heute keinen Spass mehr. Das einzig Unterhaltsame am Radsport ist für mich noch die unendliche Doping-Soap. Auch eine Art von Show, und wahrhaft keine schlechte.
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*unterschreib* (*undmichnachlangerAbstinenzzurückmeld*), besonders das fettierte... Profisport ist halt das, was es ist, nur Show. Und diese Show wird wohl auch weitergehen, nicht nur im Radsport. Bestes Beispiel war der Hoyzerskandal im Fussball. Wenn man da als "Fan" dieser Sportart wirklich noch an die Glaubwürdigkeit dieser Sportart (die ja selbst von vielen Fans als "grösste Show" der Welt bezeichnet wird) geglaubt hatte... Nunja, wie dem auch sei, Fussball is weiterhin die mit riiiieeesen Abstand beliebteste Sportart hierzulande und IMO gilt der Satz mit der Show ausnahmslos für ALLE Profisportarten, sei es der (bestimmt nicht saubere) Fussball, sei es der Radsport, die Leichtathletik und das Schwimmen mit den sich ständig verbessernden Weltrekorden (Stichwort M. Phelps 
) oder sei es das Tennis oder Handball oder whatever??? Nachgeholfen wird irgendwie immer, wenns nicht medizinisch ist, dann anderweitig...
Wat solls, es is ja nicht sooo, dass man das alles nicht irgendwie schon immer wusste....
__________________ The idea is good but the world isn't ready yet!
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03.07.2007 12:57
Inga
Dictatress i.E.
Dabei seit: 28.12.2001
Herkunft: nordish by nature Fan von: radsportfans ;)
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versteh ich nicht. Euch stört also nur, dass die leute euch anlügen?
lieber dopingfreigabe und früher oder später zu erwartende tote - nur damit ihr nicht mehr angelogen werdet?
und das guckt ihr euch dann an? weil tote dann (endlich) ganz offen mit zur unterhaltung gehören dürfen?
interessant
__________________ "We gotta go to that crappy town where I'm a hero"
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