Selberfahrer in Gefahr? |
18.06.2007 10:06
peso
Ehemalige Bergziege

Dabei seit: 03.07.2004
Herkunft: Leipzig
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| RE: Selberfahrer in Gefahr?
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Original von Arno
Du wirst für eine zwingende, nicht spekulative Verbindung zwischen den Profizahlen und denen eines Hobbyfahrers vermutlich keine Zahlen bekommen.
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Ich dachte, ich hätte diese "Verbindung" vielleicht nur überlesen.
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Du hast natürlich viel mehr Praxis und fährst ländlicher. Dein Gesamtrisiko Sturz in aktiver Zeit könnte aber aufgrund der viel höheren Gesamtkilometerleistung und der sportlichen Ausrichtung wesentlich höher liegen.
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Das ist sicher richtig. Nur erscheint mir das wie eine Wahrheit aus der Binse. Natürlich steigt mein Gesamtrisiko mit der Anzahl der gefahrenen Kilometer und natürlich erhöht die Teilnahme an Rennen die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls deutlicher als dies eine gewöhnliche Ausfahrt auf dem platten Land tun würde. Allerdings liegt die Anzahl meiner Trainingskilometer 50x höher als die der Rennkilometer.
Daß es natürlich trotzdem ein reales Risiko gibt, in den wenigen Rennen einen Unfall zu erleiden, will ich nicht abstreiten.
| Zitat: |
| Interessant ist auch (wenn ich das fragen darf): Sind Deine Oma oder Dein Bruder schon mal gestürzt oder in einen Unfall verwickelt gewesen, und wenn, wie schwer? Wie schwer war Dein Sturz? |
Bei meiner Oma weiß ich es nicht. In den letzten 10 Jahren sicher nicht. Mein Bruder wurde in Hamburg tatsächlich von einem Rechtsabbieger übersehen. Die Folgen waren dabei ähnlich schmerzhaft und (dem Himmel sei Dank) harmlos wie bei meinem Rennunfall.
| Zitat: |
| ...daß der durchschnittliche deutsche Radfahrer, wenn er nur innerhalb durchschnittlicher Ortschaften führe, etwa 90 Jahre fahren müsste, um einen Unfall zu erleiden. Wohingegen Du schon gestürzt bist. |
Aber warum gerade mich für den Vergleich nehmen? ( Rhetorisch) Wieso nicht Trainingskollegen, die noch nie gestürzt sind. Oder warum den "durchschnittlichen Radfahrer"? Warum nicht jemanden, der schon 3x innerhalb von Ortschaften angefahren wurde?
Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb meines Radfahrerlebens einen Sturz zu erleiden, mag durchaus höher sein als bei meinen zivilradelnden Verwandten. Nur frage ich mich, wie die "sportliche Fahrweise" (Teilnahme an Rennen etc.) irgendwie vernünftig quantifizierbar in diese Kalkulation einfließen könnte.
Oder anders: Es stellt sich die Frage, welches Verhältnis eine "sinnvollere" Aussage über das Unfallrisiko macht: a) Sturz/km oder b) Sturz/Radfahrerleben.
Was in meinen Augen ganz davon abhängt, was man eigentlich bewerten möchte bzw. worin die Intention der Fragestellung (in diesem Fall der deinen) liegt.
__________________ "One is, after all, always a Frenchman"
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18.06.2007 13:38
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| Zitat: |
Original von Tempodiktat
| Zitat: |
Original von Michelin-Männchen
[...] Daraus kann ich nur schliessen, dass viele Unfälle oder Beinhahe-Unfälle nicht zwingend an den mangelnden Fähigkeiten der Radfahrer liegen (wie das gelegentlich gerne behauptet wird), sondern gerade an der Unachtsamkeit der Verkehrsteilnehmer, die um sich herum 1,5 t Stahl haben. |
Das sehe ich grundsätzlich ähnlich. Ich denke aber, dass es nicht immer nur die Arroganz des stärkeren Verkehrsteilnehmers ist, weshalb Autofahrer Fahrradfahrer übersehen.
Das Gehirn prüft ständig die vielen auf es eindringenden Informationen auf ihre Relevanz hin und filtert scheinbar unwichtiges heraus. Sprich man nimmt nur wahr, was man für wichtig hält und das ist oft das wonach man sucht, bzw. womit man auch rechnet, und leider rechnen viele Autofahrer auf der Straße ausschließlich mit anderen Autos und nicht mit den selten auftretenden Zweiradfahrern. |
oder sie sind schlicht unaufmerksam und da schaffen andere autos es schneller in das bewusstsein als radfahrer.
sicher mit überschneidungen zu deiner vorhergehenden begründung.
aber mal zurück zu den fähigkeiten der radfahrer: ich ziehe aus meinen beinahe-unfällen mit autos den gegenteiligen schluß. gerade weil autofahrer (wie alle verkehrsteilnehmer) fehler machen, muß ich besonders aufmerksam sein, mein rad beherrschen und meine fahrweise anpassen.
wieso kommt es denn nicht zum unfall, wenn mir einer die vorfahrt nimmt? das ist doch nicht auschließlich und auch nicht vorwiegend glück, schicksal oder göttliche fügung, sondern ich rechne mit dem fehlverhalten und passe meine fahrweise an, bin aufmerksam an kreuzungen etc. und muss im falle schnell und sicher reagieren können.
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18.06.2007 13:45
Michelin-Männchen
zensiert

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Niedersachsen Fan von: Fahrradhelmdiskussio
nen
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Ich würde sagen, Ihr habt beide reicht (oder wir alle drei). Autofahrer werden vermutlich Radfahren gegenüber weniger Aufmerksamkeit entgegenbringen als anderen Autofahrern. Deshalb muss man als Radfahrer besonders auf Autofahrer im Stadtverkehr achten (an Kreuzungen, bei Fahrbahnvererengungen etc). Trotzdem kann es manchmal passieren, dass auch noch so viel Aufmerksamkeit nicht ausreicht. Man kann z.B. nicht vorhersehen, ob aus einer Parklücke plötzlich ein Auto herausschiesst.
Und damit das klar ist, nach Nieder Reifenberg fahre ich bestimmt nicht mehr mit 70 km/h ein, wenn entgegenkommend ein Auto auf der Linksabbigerspur steht und der Fahrer mich übersehen könnte. Soweit geht die Risikokompensation nicht.
__________________
2002: 4750 / 48300 / ?
2003: 4555 / 45125 / 22
2004: 1500 / 10160 / 7
2005: 2880 / 28210 / 19
2006: 1415 / 14000 / 11
2007: 3520 / 28750 / 15
2008: 6197 / 59940/ 31
2009: 2593 / 15620 / 9
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18.06.2007 14:33
Tempodiktat
Capitaine de la Route

Dabei seit: 10.07.2002
Herkunft: Stuttgart Fan von: Berg-, Sprint-, Rundfahr-, Klassiker- und Zeitfahrspezialisten
, sowie von edlen und nicht so edlen Helfern.
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Original von teufelsberg
oder sie sind schlicht unaufmerksam und da schaffen andere autos es schneller in das bewusstsein als radfahrer.
sicher mit überschneidungen zu deiner vorhergehenden begründung.
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Es ist auf jeden Fall ein Mix aus verschiedensten Gründen.
Aber gerade so eine Situation wie mm sie beschreibt, bei der er als Radfahrer ohne Tarnkleidung bei Tageslicht unter Beachtung aller Verkehrsregeln von vorne auf ein Auto zufährt und der Fahrer ihn schlicht übersieht, erklärt sich für mich nicht durch ein reines Konzentrationsloch.
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Original von teufelsberg
aber mal zurück zu den fähigkeiten der radfahrer: ich ziehe aus meinen beinahe-unfällen mit autos den gegenteiligen schluß. gerade weil autofahrer (wie alle verkehrsteilnehmer) fehler machen, muß ich besonders aufmerksam sein, mein rad beherrschen und meine fahrweise anpassen.[...] |
Dieses Verhalten kenne ich vom motorisierten Zweirad. Als schwächerer zweier potenzieller Unfallgegner lernt man mögliche Fehler anderer in die Bewertung der Verkehrssituation einzubeziehen.
__________________ Fly, you fools!
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18.06.2007 15:23
Arno unregistriert
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| RE: Selberfahrer in Gefahr?
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Original von peso
Oder anders: Es stellt sich die Frage, welches Verhältnis eine "sinnvollere" Aussage über das Unfallrisiko macht: a) Sturz/km oder b) Sturz/Radfahrerleben.
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Ist a nicht in b drin? Oder verstehe ich Dich jetzt miss?
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Original von peso
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Original von Arno
Du wirst für eine zwingende, nicht spekulative Verbindung zwischen den Profizahlen und denen eines Hobbyfahrers vermutlich keine Zahlen bekommen.
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Ich dachte, ich hätte diese "Verbindung" vielleicht nur überlesen.
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Hat jemand eine Idee, wie man einfach mal eine auf Radsport usw. spezialisierte Versicherung (aus dem TOUR-Artikel) nach Zahlen anschreiben könnte? Wahrscheinlich ist es als Privatmensch eher schwierig. Wer hat denn - oder wer könnte sinnvoll haben - beruflich mit solchen Sachen zu tun? Z.B. als Sportlehrer oder Sportstudent oder vielleicht was ganz anderes, wo ich nie daruf käme.
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Original von Tempodiktat
Es ist auf jeden Fall ein Mix aus verschiedensten Gründen.
Aber gerade so eine Situation wie mm sie beschreibt, bei der er als Radfahrer ohne Tarnkleidung bei Tageslicht unter Beachtung aller Verkehrsregeln von vorne auf ein Auto zufährt und der Fahrer ihn schlicht übersieht, erklärt sich für mich nicht durch ein reines Konzentrationsloch.
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Ich habe mal irgendwo von recht beleumundeter Stelle gelesen, es liegt hauptsächlich an der schmaleren Silhouette. Versuche mich gerade zu erinnern, wo das stand. Ich selber habe auch öfters schon den Eindruck gehabt, die KFZ schätzen die Geschwindigkeit von Radsportlern einfach zu niedrig ein, können sich nicht vorstellen, daß man da gerade mit 40 km/h unterwegs ist.
Was anderes: heute stand bei mir Kompensation an, es wurde ein 27er Schnitt, ich hatte eine völlig ruhige Strecke gewählt. Kaum andere Fahrzeuge.
Null Gefahr.
Außer: ich und mein Roß, das sonst auch mal alleine nach Hause findet, waren wegen der langsamen Geschwindigkeit wahrscheinlich heute so unkonzentriert und Hans-Guck-In-Die-Luft, daß ich zweimal ! fast im Graben gelandet wäre.
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18.06.2007 15:36
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

Dabei seit: 17.02.2003
Herkunft: Schwarzwald Fan von: Dölerich Hirnfidler, Eric Moussambani
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Original von teufelsberg
aber mal zurück zu den fähigkeiten der radfahrer: ich ziehe aus meinen beinahe-unfällen mit autos den gegenteiligen schluß. gerade weil autofahrer (wie alle verkehrsteilnehmer) fehler machen, muß ich besonders aufmerksam sein, mein rad beherrschen und meine fahrweise anpassen.
wieso kommt es denn nicht zum unfall, wenn mir einer die vorfahrt nimmt? das ist doch nicht auschließlich und auch nicht vorwiegend glück, schicksal oder göttliche fügung, sondern ich rechne mit dem fehlverhalten und passe meine fahrweise an, bin aufmerksam an kreuzungen etc. und muss im falle schnell und sicher reagieren können. |
Dem kann man wenig hinzufügen. Die 7000 km, die ich jedes Jahr auf dem Weg zu Arbeit, und damit zu 50% durch die Stadt zurücklege haben mich gelehrt, jeden nur denkbaren Fehler anderer Verkehrsteilnehmer einzukalkulieren. Ich fahr dabei übrigens sehr gerne auf Radwegen, die sind hier nämlich gut und es gibt viele davon. Zur Problematik mit den Rechtsabbiegern kann ich nur sagen, dass ich die Autos sehr viel früher und bewusster wahrnehme, als sie mich (ja, ich schau über die Schulter nach hinten links) und wer da abgeschossen wird, hätte es sehr wahrscheinlich selbst verhindern können.
Eine andere Situation ergab sich einmal auf einer abschüssigen Ortsdurchfahrt, bei der ich auf der Durchgangsstraße mit etwa 45-50km/h angerollt kam (Hände an den Bremsen) . Auto steht in Seitenstrasse rechts und will nach links abbiegen. Die Autofahrerin schaut mich an, sieht mich auch offensichtlich.....und fährt los
Zum Glück war es ein Kleinwagen und ich kurve hinten um das Heck, wär sie eine halbe Sekunde später losgefahren, hätte ich keine Chance gehabt....Derart irrationale Verhaltensweisen sind eben auch menschlich
Zum Thema wüde ich noch hinzufügen, das ich persönlich mich bei meinen Solo-Touren als ausgesprochen defensiven Fahrer und daher wenig gefährdet beschreiben würde. Vollgas gebe ich eigentlich nur den Berg hinauf
Völlig anders sieht das nun bei JM-Rennen aus. Da hatte ich zwar noch keinen Sturz, aber die Gefahr ist immens hoch, einfach weil sich die Gefahren in einem noch dazu unerfahrenen Fahrerfeld potenzieren. Wenn einer einen kleinen Fehler macht, legt es eben unter Umständen gleich 50 mit dazu.....
__________________ Go funk yourself
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18.06.2007 15:47
donon
Anfänger

Dabei seit: 16.06.2006
Herkunft: Heidelberg, Berlin, Zürich Fan von: Maurice Garin, Octave Lapize
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Original von Donishäusle
Eine andere Situation ergab sich einmal auf einer abschüssigen Ortsdurchfahrt, bei der ich auf der Durchgangsstraße mit etwa 45-50km/h angerollt kam (Hände an den Bremsen) . Auto steht in Seitenstrasse rechts und will nach links abbiegen. Die Autofahrerin schaut mich an, sieht mich auch offensichtlich.....und fährt los
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Genau das war auch mein einziger Unfall mit grösserem Materialschaden. Ich war 15, fuhr ca. 25-30 und dem Auto, das ohne zu blinken einfädelte, voll hinten drauf. Die Gabel war so zurückgebogen, dass das Rad nicht mehr am Rahmen vorbeikam. Na ja, der Fahrer ist dann ausgestiegen, hat sich vor mir aufgebaut, mir ne Standpauke gehalten wie nichts Gutes, und ist dann los - ihm war ja schliesslich nichts passiert - die Stossstange hatte das gut abgefedert. Ich hatte dann im Dezember, nach meinem Geburtstag, auch wieder Geld für ein Fahrrad.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von donon: 18.06.2007 15:49.
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18.06.2007 16:19
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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ich habe keine wirkliche rennerfahrung, es scheint mir aber nachvollziehbar, dass es erhebliche unterschiede in der gefährdung beim rennen oder sonstigen fahrten gibt.
mehr daten aus der studie von Dr. Carsten Temme, orthopädischer Mannschaftsarzt des T-Mobile-Teams, finden sich hier und hier.
| Zitat: |
Method: Prospective study of 25 cyclists of the professional Telekom team were observed over 5 years. Every injury or orthopedic problem causing an interruption of competition or training treated by a medical doctor was included, besides superficial skin lesions.
Results: 41 injuries and 39 overuse syndromes were observed. 78% happened during competition, 12% during training and 10% in spare time. Localisation : 14% head, 42% upper limb/shoulder, 24% throx, 20% lower limb |
| Zitat: |
| ein Radprofi bei 31 100 gefahrenen Jahreskilometern |
nicht perfekt, man muss etwas zurückrechnen, und die rennkilometer pro jahr schätzen, ich habe mal 6.000 angenommen, gegenvorschläge?
es ergeben sich 25*5*31.100=3.887.500 gefahrene kilometer,
davon 25*5*6.000=750 000 rennkilometer.
leider wird nur pauschal von verletzungen und überlastungssyndromen gesprochen, eine zuordnung zum rennen oder training ist bei letzteren eigentlich wenig sinnvoll.
nimmt man die prozentzahlen für die sturzverletzungen, bleiben 78*41/100=32 rennsturzverletzungen, und 12*41/100=5 trainingssturzverletzungen. (und vier sonstige, da wird wohl etes leitersturz drin sein)
oder pro sturz 750.000/32= 23.400 rennkilometer und 3 137 500 / 5 = 627 500 trainingskilometer.
ergo ergibt die studie ein 26-faches risiko schwerer sturzverletzungen beim rennen als beim training. (etwas anders als bei meiner letzten herleitung, da hatte ich die in der anderen quelle nicht angegeben leiterstürze nicht berücksichtigt)
für sinnvolle aussagen einzelner verletzungen sehe ich die fallzahlen als zu gering an, die gesamtkilometer geben jedoch schon einiges her.
die entscheidende zahl sind die 627.500 trainingskilometer pro schwererer sturz, jeder kann sich seine rennkilometer (23.400 zu 1)selber mit reinrechnen.
geht man von einem ähnlichen risiko beim trainierenden profi (samt ortsschildsprint, schnellen gruppenfahrten, kombi-training (ulle), höherer bergpassanteil etc.) wie beim nichtrennenfahrenden selberfahrer aus, bleibt ein recht geringes risiko für eine sturzverletzung "schlimmer als hautabschürfung".
nimmt man die überlastungen als gefährdungsrisiko radsport mit dazu, erhöht sich das risiko erheblich. allerdings bleibt es pro stunde wohl immer noch unter computerarbeit mit rückenproblemen und sehnenscheidenentzündungen und tennisarmen etc., die sonstigen folgen einer nichtbewegung mal ganz außer acht lassend.
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18.06.2007 16:45
peso
Ehemalige Bergziege

Dabei seit: 03.07.2004
Herkunft: Leipzig
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| RE: Selberfahrer in Gefahr?
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| Zitat: |
Original von Arno
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Original von peso
Oder anders: Es stellt sich die Frage, welches Verhältnis eine "sinnvollere" Aussage über das Unfallrisiko macht: a) Sturz/km oder b) Sturz/Radfahrerleben.
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Ist a nicht in b drin? Oder verstehe ich Dich jetzt miss?
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Ja, natürlich, aber es ist ein Perspektivunterschied, auf den du mich doch hattest hinweisen wollen, mit der Bemerkung, daß ich ja schon gestürzt sei, dem durchschnittlichen Radfahrer dies innerhalb seines Radlerlebens wohl nicht passiere? Und die Einsicht, daß jemand mit mehr Radfahrkilometern eine für seine Lebenszeit höhere Unfallgefahr hat, erscheint mir als recht banal.
Aber vielleicht mißverstehe ich dich hier?
__________________ "One is, after all, always a Frenchman"
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von peso: 18.06.2007 16:45.
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18.06.2007 16:46
Arno unregistriert
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Hm, wie war das noch? Ich glaube, wenn man die Rennkilometer bei den Profis rausrechnet, kommt man auf eine ungefähr genau so große Zahl Stürze pro Kilometer bei Profis und Normalos.
Man könnte das Ganze also auch so interpretieren: Während Radsportler in ihrer aktiven Zeit leicht Zigtausende km fahren und daher einer höheren Unfallwahrscheinlichkeit ausgesetzt sind, schafft ein normaler Radfahrer in seinem Leben das bei Weitem nicht und hat deshalb auch eine entsprechend geringe Unfallwahrscheinlichkeit.
Oder liege ich da jetzt falsch?
Wenn man jetzt die Rennen und ähnliches mit betrachtet, ist die Situation natürlich anders.
| Zitat: |
Original von peso
Ja, natürlich, aber es ist ein Perspektivunterschied, auf den du mich doch hattest hinweisen wollen, mit der Bemerkung, daß ich ja schon gestürzt sei, dem durchschnittlichen Radfahrer dies innerhalb seines Radlerlebens wohl nicht passiere? |
Das hatte jetzt eigentlich nur damit zu tun, daß Du gerade in dem gleichen Beitrag von Dir ein Sturz beschriebst. War sozusagen Zufall, wollte jetzt daran keinen durchschnittlichen Radsportler festmachen, oder so.
| Zitat: |
| Und die Einsicht, daß jemand mit mehr Radfahrkilometern eine für seine Lebenszeit höhere Unfallgefahr hat, erscheint mir als recht banal. |
Die Fragestellung scheint auch zu sein, inwieweit maßgeblich Radsport bzw. die Art des Sports ein höheres Risiko beinhaltet. Ich denke, daß sich die höhere Geschwindigkeit z.B. nicht nur in mehr gefahrenen Kilometern manifestiert, sondern auch in einer bestimmten Weise das Risiko direkt beeinflusst.
Beispiele wären interessant.
Ein Gedanke: jemand, der schnell fahren kann und das auch trainiert und auch viel Zeit da rein steckt, hat vielleicht auch Ziele, bzw. eine erhöhtes Interesse an: Fahren mit/gegen andere, RTF, Rennen usw. mit dann erhöhtem Risiko.
Aber das wäre zumindest, was Zahlen anbelangt, der totale Spekulatius.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 19.06.2007 00:22.
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18.06.2007 17:00
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| Zitat: |
Original von Arno
Hm, wie war das noch? Ich glaube, wenn man die Rennkilometer bei den Profis rausrechnet, kommt man auf eine ungefähr genau so große Zahl Stürze pro Kilometer bei Profis und Normalos.
Man könnte das Ganze also auch so interpretieren: Während Radsportler in ihrer aktiven Zeit leicht Zigtausende km fahren und daher einer höheren Unfallwahrscheinlichkeit ausgesetzt sind, schafft ein normaler Radfahrer in seinem Leben das bei Weitem nicht und hat deshalb auch eine entsprechend geringe Unfallwahrscheinlichkeit.
Oder liege ich da jetzt falsch? |
nein (wobei es noch auf die definition von unfallwahrscheinlichkeit ankommt).
nur was soll denn die aussage, dass jemand, der 300km je 50 jahre, also 15.000 kilometer, fährt, eine niedrigere gesamtunfallwahrscheinlichkeit hat als jemand, der 600.000 km fährt?
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18.06.2007 17:43
kuestentanne
Buten-Kieler

Dabei seit: 05.08.2002
Herkunft: Stockholm Fan von: THW KIEL
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Es sind ein paar systematische Fehler drin.
Zum einen haben wir eine recht homogene Gruppe der Radprofis, die genau beobachtet wurde, also sehr gutes Zahlenmaterial. Das vergleichen wir mit der abstrakten Gruppe des Bundesbürgers, eine sehr heterogene Gruppe, schlecht beobachtet. Über die tatsächlichen Unfallzahlen können wir nur mutmaßen.
Arno nimmt an, dass sie um den Faktor 10 höher ist, eher weniger, ich dagegen nehme eher eine höhere Zahl an. Letztlich bleibt es eine Unbekannte, man kann es einfach nicht verifizieren. Ich hab mal überlegt, wieviele Radunfälle mir bekannt sind und wieviele davon bei der Polizei registriert wurden. Dabei komme ich auf ein Verhältnis von 1 zu 25. Natürlich ist der Stichprobenumfang viel zu gering, als dass ich das als tatsächliches Verhältnis auf die Bundesrepublik ansehen könnte.
Warum homogen? Die Radfahrer spulen ein ähnlich Programm ab, ähnliche Kilometerleistung unter ähnlichen Bedingungen.
Beim Bundesbürger sieht es da ganz anders aus, unterschiedliche Räder, unterschiedliche Bedingungen (Großstad - Land) und vor allen, unterschiedliche Kilometerleistung. So wie Arno rechnet von 0 bis 40 000 km alles dabei.
So kann man nicht rechnen.
Auf jeden Fall müssen die Gar nicht Fahrer raus, da diese sich ja gar keinem Risiko aussetzen, beim Radfahren zu verunfallen. Zumindest, was die Berechnung auf die Lebenszeit betrifft.
km/Unfall
Kilometerleistung Bundesbürger gesamt: 300 km * 80 000 000 = 24 000 000 000
80 000 gemeldete Unfälle
macht 300 000 km/Unfall
Nun kommt die Dunkelziffer ins Spiel, die meiner Meinung zwischen 10 und 20 liegen dürfte
dann sind es 15 000 bis 30 000 km/Unfall.
Dafür bräuchte man nach Arno zwischen 50 und 100 Jahre.
Bei Verkehrserhebungen kommen meist Zahlen zwischen 15 und 20% Radfahrer am Verkehrsaufkommen raus.
Es gibt geschätzte 60 000 000 Räder in Deutschland. Die meisten, die ein Rad haben, haben tatsächlich mehr als eins, dann haben wir noch Leute mit Rad, die es aber nicht benutzen. Wieviel Leute bringen also real die Kilometerleistung und setzen sich wirklich einem Unfallrisiko aus?
Keine Ahnung.
Wenn wir optimistisch von der Hälfte ausgehen, landen wir schon bei 25 bis 50 Jahren pro Unfall. Sind es nur ein Viertel, dann sind wir schon bei 13 bis 25 Jahren.
Daher bin ich der Meinung, dass die km/Unfall die entscheidene Zahl ist für die Risikoabwägung.
__________________ Love people, use things, the opposite never works!
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18.06.2007 18:32
Arno unregistriert
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| Zitat: |
Original von kuestentanne
Beim Bundesbürger sieht es da ganz anders aus, unterschiedliche Räder, unterschiedliche Bedingungen (Großstad - Land) und vor allen, unterschiedliche Kilometerleistung. So wie Arno rechnet von 0 bis 40 000 km alles dabei.
So kann man nicht rechnen.
Auf jeden Fall müssen die Gar nicht Fahrer raus, da diese sich ja gar keinem Risiko aussetzen, beim Radfahren zu verunfallen. Zumindest, was die Berechnung auf die Lebenszeit betrifft.
...
Bei Verkehrserhebungen kommen meist Zahlen zwischen 15 und 20% Radfahrer am Verkehrsaufkommen raus.
Es gibt geschätzte 60 000 000 Räder in Deutschland. Die meisten, die ein Rad haben, haben tatsächlich mehr als eins, dann haben wir noch Leute mit Rad, die es aber nicht benutzen. Wieviel Leute bringen also real die Kilometerleistung und setzen sich wirklich einem Unfallrisiko aus?
Keine Ahnung.
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Du meinst ohne Babies usw.?
Die Formulierung des Bundesverkehrsministeriums " In Deutschland werden gegenwärtig 9 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das sind im Jahresdurchschnitt rund 300 Kilometer pro Einwohner." lässt diese Betrachtung außen vor. [ Quelle]
Es handelt sich um einen durchschnittlichen Radfahrer. (Der ist auch ziemlich homogen. ;P ) Und somit eine durchschnittliche Gefährdung normaler Radfahrer.
Du kommst ohne die Einbeziehung des Lebenszeitfaktors bzw. des Aktive-Zeit-Faktors nicht auf eine vernünftige Risikoeinschätzung, denn man kann nur begrenzt Radfahren.
Was ist mit Dir? Wieviel Kilometer bist Du im Leben schon gefahren und gedenkst das noch zu tun? Und wie ist Deine persönliche Einschätzung Gefährlichkeit Radsport abseits der Zahlenbeispiele?
Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 18.06.2007 21:23.
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18.06.2007 21:02
Arno unregistriert
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| Zitat: |
Original von teufelsberg
nur was soll denn die aussage, dass jemand, der 300km je 50 jahre, also 15.000 kilometer, fährt, eine niedrigere gesamtunfallwahrscheinlichkeit hat als jemand, der 600.000 km fährt? |
Das wäre, wie peso formuliert, "eine Weisheit aus der Binse". Hieße auch, daß jemand wie Fahrer X aus meinem Beispiel mit 30 x 5000 Kilometer (150000) ein höheres Risiko hätte.
Ich vermute aber, neben Rennen und ähnlichem (was jetzt in Deiner Überlegung extra nicht drin ist), auch ein Risiko, das der Sportart an sich zugehört, wenn man sie z.B. auch beim Training schon mal mit einer gewissen Würze ausführt.
Zahlen gibt es dafür vermutlich nicht. Das kann man vielleicht auf der Ebene persönliche Einschätzung aktiver Radsportler herausfinden.
Aber irgendeinen Grund muss es doch dafür geben, daß laut dem TOUR-Artikel die normalen Versicherungen sich da sehr zurückhalten. ("Für Freizeit-Sportler, die nicht im deutschen Vereinswesen aufgehen, ist die Versicherungslage, gelinde gesagt, dramatisch.").
Es gibt da wohl diesen gängigen Passus in den Versicherungsbedingungen "Erzielen von Höchstgeschwindigkeit". Wer kennt sich damit aus? (mit den Versicherungen 
)
Was habt Ihr für Erfahrungen mit Versicherungen? Ich jetzt habe keine bezüglich Radsport.
Ich werde mich jetzt erstmal in die selbstgemachte Allioli "hineinlegen" - was meint Ihr, inweit man sich damit in eine Gefährdung begibt. Geschäftliches Risiko? Beim Radsport: man kann nix mehr sehen, weil alle vor einem fahren wollen?
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18.06.2007 23:06
diamant
Lokomotive

Dabei seit: 24.05.2006
Herkunft: Leipzig Fan von: J.U., L.A., "Die Simpsons"
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| RE: Selberfahrer in Gefahr?
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| Zitat: |
Original von Arno
Dein Gesamtrisiko Sturz in aktiver Zeit könnte aber aufgrund der viel höheren Gesamtkilometerleistung und der sportlichen Ausrichtung wesentlich höher liegen.
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Irgendwo glaube ich mal gelesen haben, daß die Wahrscheinlichkeit, als Radfahrer einen Unfall zu erleiden, überraschenderweise weitgehend unabhängig(!) von der Kilometerleistung ist. Zumindest wenn man RTFs/Rennen ausblendet. So ganz unlogisch erscheint das mir auch nicht; kann doch der Vielfahrer das (scheinbar) höhere Risiko aufgrund der Mehr-Kilometer durch seine Erfahrung kompensieren.
| Zitat: |
Original von Arno
In "Zweiradunfälle im Straßenverkehr 2005" (Statistisches Bundesamt) findet sich, daß Unfälle hauptsächlich, mit ca. 90%, innerhalb geschlossener Ortschaften auftreten.
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Dabei bitte auch bedenken, daß vermutlich in der Stadt mehr Fahrten stattfinden als außerorts, und dort vermehrt "unerfahrene" Radfahrer rumfahren.
__________________ Homer: "Ich trinke nie wieder Bier."
Verkäufer: "Bier, Bier..."
Homer: "Ich nehm 10!"
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18.06.2007 23:13
Arno unregistriert
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| RE: Selberfahrer in Gefahr?
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| Zitat: |
Original von diamant
So ganz unlogisch erscheint das mir auch nicht; kann doch der Vielfahrer das (scheinbar) höhere Risiko aufgrund der Mehr-Kilometer durch seine Erfahrung kompensieren. |
Da hast Du völlig recht. Deswegen vermute ich auch, daß Hobby-Fahrer aufgrund ihrer geringeren Fahrpraxis teilweise gefährdeter sind als Profis.
"Unfälle hauptsächlich, mit ca. 90%, innerhalb geschlossener Ortschaften":
| Zitat: |
| Dabei bitte auch bedenken, daß vermutlich in der Stadt mehr Fahrten stattfinden als außerorts, und dort vermehrt "unerfahrene" Radfahrer rumfahren. |
Das Hauptproblem ist hier wohl das KFZ, das kann man glaube ich, dem Bericht zum Nationalen Radverkehrsplan des Verkehrsminiteriums entnehmen. Werde ich mal nachschauen und hier verlinken.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 18.06.2007 23:14.
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18.06.2007 23:15
diamant
Lokomotive

Dabei seit: 24.05.2006
Herkunft: Leipzig Fan von: J.U., L.A., "Die Simpsons"
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| Zitat: |
Original von Michelin-Männchen
Selberfahrer sind immer in Gefahr, keine Frage.
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Vermutlich ist man bei so ziemlich jeder Tätigkeit mehr oder weniger "in Gefahr" 
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| Zitat: |
Original von Michelin-Männchen
Ich persönlich schätze die Gefahr eines Unfalls im Stadtverkehr deutlich höher ein als auf einer Landstrasse, die Folgen eines Unfalls auf der Landstrasse jedoch dramatischer als in der Stadt. |
Beim ersten kann ich nur zustimmen.
Beim zweiten:
Du meinst sowas wie die Quote
"Schwerverletzte pro Unfall"
ist außerorts höher als innerorts?
Wär ich mir jetzt nicht so sicher, ob das allgemein(!) gültig ist...
__________________ Homer: "Ich trinke nie wieder Bier."
Verkäufer: "Bier, Bier..."
Homer: "Ich nehm 10!"
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18.06.2007 23:16
Arno unregistriert
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Doch ist es sogar. Habe ich gerade noch in dem genannten PDF gelesen. Ich such mal danach.
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18.06.2007 23:29
diamant
Lokomotive

Dabei seit: 24.05.2006
Herkunft: Leipzig Fan von: J.U., L.A., "Die Simpsons"
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| RE: Selberfahrer in Gefahr?
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| Zitat: |
Original von Arno
| Zitat: |
Original von diamant
So ganz unlogisch erscheint das mir auch nicht; kann doch der Vielfahrer das (scheinbar) höhere Risiko aufgrund der Mehr-Kilometer durch seine Erfahrung kompensieren. |
Da hast Du völlig recht. Deswegen vermute ich auch, daß Hobby-Fahrer aufgrund ihrer geringeren Fahrpraxis teilweise gefährdeter sind als Profis.
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So ähnlich war es gemeint, wenn auch nicht genauso 
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Ich war eher in etwa auf folgendes aus:
Die Wahrscheinlichkeit für
"Oma Krause mit ihren 300 Jahreskilometern verunfallt innerhalb eines Jahres"
ist in etwa gleich groß wie die Wahrscheinlichkeit für
"erfahrener Hobby- und Alltagsfahrer mit seinen 6000 Jahreskilometern verunfallt innerhalb eines Jahres".
(Bitte nicht die Zahlen wortwörtlich nehmen, dienen nur der Veranschaulichung.)
Ob Hobbyfahrer im normalen Training/Verkehr (ich meine jetzt nicht Rennen/RTF) so viel gefährdeter sind als Profis, wage ich zu bezweifeln. Auch als Hobbyfahrer entwickelt man mit der Zeit ein gutes Gespür für spezielle potentielle Gefahrensituationen. Vielleicht sogar mehr als der Profi, da der doch oft "komfortable" Trainingsbedingungen vorfindet. Oder müssen die sich auch erst vor jeder Ausfahrt durch den Stadtverkehr quälen?
__________________ Homer: "Ich trinke nie wieder Bier."
Verkäufer: "Bier, Bier..."
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19.06.2007 00:08
Arno unregistriert
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| RE: Selberfahrer in Gefahr?
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| Zitat: |
Original von diamant
Die Wahrscheinlichkeit für "Oma Krause mit ihren 300 Jahreskilometern verunfallt innerhalb eines Jahres" ist in etwa gleich groß wie die Wahrscheinlichkeit für "erfahrener Hobby- und Alltagsfahrer mit seinen 6000 Jahreskilometern verunfallt innerhalb eines Jahres".
(Bitte nicht die Zahlen wortwörtlich nehmen, dienen nur der Veranschaulichung.) |
Nein, das ist mit ziemlicher Sicherheit falsch. Habe gerade das oben genannte PDF wiedergefunden.
Dort ist im Gegensatz zu der von mir eingangs angenommenen 10 mal so hohen Dunkelziffer von nicht gemeldeten Unfällen von einer Dunkelziffer von 1,5 - 2 mal so hoch die Rede.
Das würde bedeuten, unsere virtuellle durchschnittliche Oma Krause muss etwa 500 Jahre fahren um einen Unfall zu erleiden. So alt wird aber auch keine noch so rüstige Oma nicht.
Das ist so dermaßen eine andere Größenordnung als die von mir aus Nur-Trainings-Kilometer-Zahlen aus der Profi-Studie ...
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