Helm pro und contra |
01.06.2007 13:12
Arno unregistriert
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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Original von Kalmit
| Zitat: |
Original von Arno
Ja. |
etwas knapp... Belege, Studien, Fakten?! Oder doch wieder nur "gesunder Menschenverstand" |
Hier.
Lesen - nicht polemisieren.
Leute, es ist doch klar, was jetzt passiert: Es gibt eine schlüssige, auf Fakten
beruhende Beweisführung, das der Freizeitradsport riskanter ist als normales
Radfahren, aber das ist für euch natürlich kein Hindernisgrund.
Die genannten Zahlen sind natürlich a) nicht relevant oder repräsentativ, b)
muss man natürlich auch erst noch alle alle alle Details hineinnehmen, c) ist
eine allgemeine Beweisführung, sofern es sich nur um Pro Helme handelt,
natürlich niemals allgemein gültig und außerdem d) muss man natürlich erst mal
den Begriff Freizeitradsport sowie den Begriff Risiko und außerdem den Begriff
xyz genau definieren, bevor ...
Zu Punkt a) sage ich jetzt noch was: es handelt sich um Daten des
Statistischen Bundesamtes, des Bundesministeriums für Verkehr und
um eine Langzeitstudie des Team Telekom/T-Mobile.
Leute, das ist doch ich spars mir - liefert bitte selber erstmal was mit Hand und Fuß ab.
Das fehlt noch.
Edit: ... ach und e) zur Not kann sich auch noch schnell ein bisschen persönlich auf den Schlips getreten fühlen, was eine lange nebensächliche Verhaltensdiskussion nach sich zieht - du bist schuld usw. ... damals ...
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 01.06.2007 14:12.
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01.06.2007 13:35
Kalmit unregistriert
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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Ich glaube, die Popcorn-Fraktion kommt so langsam wieder auf ihre Kosten...
| Zitat: |
Leute, es ist doch klar, was jetzt passiert: Es gibt eine schlüssige, auf Fakten
beruhende Beweisführung, das der Freizeitradsport riskanter ist als normales
Radfahren, aber das ist für euch natürlich kein Hindernisgrund. |
Natürlich nicht. Deshalb hab ich dich ja drauf hingewiesen, dass sich für den "Freizeitradsport" keine allgemeingültige Aussage finden lässt, weil "Freizeitradsport" bei jedem anders aussieht. Da wären wir dann wieder bei der individuellen Wahrnehmung... es soll sogar welche geben, die fahren mit Turnschuhen, Schlabbershorts und T-Shirt!
Ich sehe es eben grundsätzlich anders: Gefährliches, zu Unfällen neigendes Verhalten im Straßenverkehr hat eben sehr wenig etwas mit der gefahrenen Geschwindigkeit zu tun (die du als Hauptkriterium für das Risiko, auf den Kopf zu fallen anführst - was das Haupthindernis darstellt, mit dir eine weiterführende Diskussion zu führen). Das haben wir doch nämlich schon alles teils einvernehmlich ausdiskutiert: Es gibt Rennradfahrer, die fahren riskant - mit Helm oder Ohne. Es gibt Hollandradfahrer, die fahren riskant - mit Helm oder Ohne. Es gibt diese Art von Fahrradfahrern, die teufelsberg so schön aufgezählt hat... Wer da nun wirklich das objektiv größere Sturz/Verletzungsrisiko hat, da werden wir wohl aufgrund unverrückbarer Grundsätze nicht zueinander finden... im Prinzip ist es auch egal, weil eine Unterscheidung generell in der Helmpflichtfrage hirnrissig ist - entweder alle oder niemand!
Außerdem hatte ich das mit dem Gruppencharakter ja schon ausführlich angesprochen... Nur weil einige meinen, aufgrund sportlicher Ambitionen vermehrt Risiken einzugehen, kann man nicht auf die gesamte Gruppe als solche schließen - und daraus eine indirekte Helmpflicht konstuieren, die für andere Rowdys mit anderen Untersätzen nicht gilt.
Und nicht umsonst habe ich im anderen Thread sehr gereizt auf den Vorwurf reagiert, meine Fahrweise wäre unverantwortlich/unsicher, nur weil ich statt 28 mal 32 km/h im flachen fahre und an einzelnen Radfahrern grüßend vorbeifahre...
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01.06.2007 13:48
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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| Zitat: |
Original von Arno
Leute, es ist doch klar, was jetzt passiert: Es gibt eine schlüssige, auf Fakten
beruhende Beweisführung, das der Freizeitradsport riskanter ist als normales
Radfahren, aber das ist für euch natürlich kein Hindernisgrund. |
nein, die gibt es nicht.
du stellst fakten zusammen, und ziehst daraus schlüsse.
die kritikpunkte sind kein gemecker oder rechthaberei, sondern sachlich vorgetragen.
du vergleichst zwei zahlen, die auf völlig verschiedener grundlage entstanden sind.
der teamarzt schreibt alle unfälle auf, aber wieviele von den harmloseren alleinunfällen von radfahrern landen in der polizeistatistik? waren deine beiden horrorcrashs überhaupt dabei? bei leichteren unfällen gibt es doch keinen grund, die polizei zu benachrichtigen.
dann sind die mitglieder eines teams nicht repräsentativ, die anzahl der fälle ist auch nicht besonders hoch. aber das ist noch das geringste "übel".
der von mir geschätzte faktor 25 renn-zu trainingsrisiko geht bei dir mit großzügigen 10 ein.
du kannst doch nicht etwas als beweisführung aufstellen, und wenn ich dir die schwächen und unwissenschaftlichkeit aufzeige, von rechthaberei sprechen (kannst du natürlich, ergibt jedoch keinen sinn außer bei deiner these bleiben zu wollen)
ich habe mehrfach dargelegt, wie man ernsthaft zahlen zur risikofaktoreneinschätzung kriegen könnte.
da es keine vorwärtsdaten geben wird, kann man ersatzweise daten von vielfahrern auswerten, also vereine, fahrradkuriere, rennradforenselberfahrer etc.
das ist alles sehr aufwändig, aber eben nötig, um sinnvolle aussagen zu treffen.
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01.06.2007 13:48
Arno unregistriert
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RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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| Zitat: |
Original von Kalmit
Natürlich nicht. Deshalb hab ich dich ja drauf hingewiesen, dass sich für den "Freizeitradsport" keine allgemeingültige Aussage finden lässt, weil "Freizeitradsport" bei jedem anders aussieht. Da wären wir dann wieder bei der individuellen Wahrnehmung... es soll sogar welche geben, die fahren mit Turnschuhen, Schlabbershorts und T-Shirt!
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Die bewußt unter Vermeidung individueller Wahrnehmung hergeleitete Aussage habe ich im Rahmen des geplanten Gazzetta-Artikels ( hier mein Beitrag) zur Quasi-Helmpflicht getätigt. Bei diesm Urteil geht es in erster Linie um Radfahrer, die radsportlich auftreten (Trikot), sich auch so verhalten (sehr schnell fahren) und ggf. bei Stürzen ohne Helm für ihren Schaden am Kopf selber aufkommen müssen.
Ich danke euch übrigens auch trotz jeder Menge Nebengeräusche sehr für eure tiefergehende Kritik, die zu der letzten Version geführt hat.
| Zitat: |
| Außerdem hatte ich das mit dem Gruppencharakter ja schon ausführlich angesprochen... Nur weil einige meinen, aufgrund sportlicher Ambitionen vermehrt Risiken einzugehen, kann man nicht auf die gesamte Gruppe als solche schließen - und daraus eine indirekte Helmpflicht konstuieren, die für andere Rowdys mit anderen Untersätzen nicht gilt. |
Ja hey - das ist doch ein total guter Ansatz gewesen, insbesondere die letzten Absätze, ich fand aber, Du musst das für die Gazzetta aber noch ein bisschen auf den Punkt bringen.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 01.06.2007 20:48.
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01.06.2007 14:05
Arno unregistriert
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RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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| Zitat: |
Original von teufelsberg
du vergleichst zwei zahlen, die auf völlig verschiedener grundlage entstanden sind.
der teamarzt schreibt alle unfälle auf, aber wieviele von den harmloseren alleinunfällen von radfahrern landen in der polizeistatistik? waren deine beiden horrorcrashs überhaupt dabei? bei leichteren unfällen gibt es doch keinen grund, die polizei zu benachrichtigen.
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Wir reden hier von einem Risikobereich, in dem ein Helm nützen könnte. In der ersten Zahl ist das faktisch drin und in der zweiten per se.
| Zitat: |
dann sind die mitglieder eines teams nicht repräsentativ, die anzahl der fälle ist auch nicht besonders hoch. aber das ist noch das geringste "übel".
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Sie sind als Probe aus dem Peloton durchaus sehr repräsentativ im wahrsten Sinne des Wortes.
| Zitat: |
der von mir geschätzte faktor 25 renn-zu trainingsrisiko geht bei dir mit großzügigen 10 ein.
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Nein. Ich nehme den gesamten Wert Kilometerleistung inklusive Wettkampfkilometer und wende darauf nur die im Training vorgefallenen Unfälle an, um zu meiner Unfallrate zu kommen. Steht da.
| Zitat: |
du kannst doch nicht etwas als beweisführung aufstellen, und wenn ich dir die schwächen und unwissenschaftlichkeit aufzeige, von rechthaberei sprechen (kannst du natürlich, ergibt jedoch keinen sinn außer bei deiner these bleiben zu wollen)
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...
| Zitat: |
ich habe mehrfach dargelegt, wie man ernsthaft zahlen zur risikofaktoreneinschätzung kriegen könnte.
da es keine vorwärtsdaten geben wird, kann man ersatzweise daten von vielfahrern auswerten, also vereine, fahrradkuriere, rennradforenselberfahrer etc.
das ist alles sehr aufwändig, aber eben nötig, um sinnvolle aussagen zu treffen. |
Genau so etwas hast Du jetzt bekommen - und das Ergebnis gefällt Dir nicht.
Entschuldige bitte,
Arno
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 01.06.2007 17:17.
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01.06.2007 19:12
MiniMops
Finisseur

Dabei seit: 07.06.2003
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Sry ich komm aus dem Lachen nicht mehr raus, aber was bringt euch "Nichthelmtragern" eine Statistik, ein Bericht oder sonst eine wissenschaftliche Datenerhebung wenn ihr euch beim radeln auf eure uneinsichtige Rübe legt?...na na? Ihr könnt ja, während ihr wie in Zeitlupe euch in Richtung Asphalt bewegt, anfangen, mit selbigem zu diskutieren, dass das jetzt nicht weh tun darf oder womöglich noch eine schwere Verletzung nach sich zieht. weil das statistisch net sein kann...
Viel Spass dabei, wenn euch die Realität einholt.
....und Autofahren ist immer noch ungleich Radfahren.
__________________ Ich hatte eine schwere Kindheit...bin ohne Zähne auf die Welt gekommen! :tuet:
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01.06.2007 21:52
kuestentanne
Buten-Kieler

Dabei seit: 05.08.2002
Herkunft: Stockholm Fan von: THW KIEL
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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Na gut, dann nehmen wir mal die normalen Radfahrer. Omis mit Einkaufstaschen am Lenker, schlecht gewartete Räder, Fahren ohne Licht, besonders bei Studenten beliebt auch Fahren (fast) ohne Bremsen, dazu das allseits beliebte Fahren nach
Jede Ampel bei Rot, überwiegend gefährlicherer Stadtverkehr, Benutzen der gefährlichen Rad- und Fußwege. Fahren gegen die Fahrtrichtung, mit 30 Sachen durch die Fußgängerzone und die Liste läßt sich bestimmt noch fortsetzen, genauso wie die Liste, was Radsportler für einen Unsinn treiben.
Ich weiß nicht, ob man so weiter kommt, die Fahrer danach einzuteilen, ob sie zum Sport treiben oder zum Einkaufen, zum Friedhof oder von und zur Arbeit unterwegs sind. In beiden Gruppen werden die Leichtsinnigen öfters in Unfälle verwickelt sein als die Umsichtigen.
__________________ Love people, use things, the opposite never works!
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01.06.2007 22:34
Scorpio
ezezagun
Dabei seit: 06.11.2004
Herkunft: Clan = Masovian; Existenz z.Zt. = NRW Fan von: Euskaltel-Euskadi, Isfahan xx, VfL Bochum; Querdenken, Renitenz + Aufsässigkeit; Leben und Leben lassen, groovin´; alles andere ist PRIVAT !!!
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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| Zitat: |
Original
.. die Fahrer danach einzuteilen ... zum Friedhof ...unterwegs sind. |
hoffe, das ist nicht buchstabengetreu zu verstehen
tschuuuldigung !!!
__________________ First and Last and Always
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02.06.2007 11:51
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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| Zitat: |
Original von Arno
Kuestentanne, die sind in der Herleitung schon alle komplett unter "Normales Radfahren" drin, sogar die verunfallten Freizeitradsportler! Trotzdem ist Profiradsport 50 mal gefährlicher und ähnlich auch der allgemeine Radsport. |
möglicherweise steigt ja deine überzeugheit, wenn du deine aussage ständig wiederhlst, substanz bekommt sie dadurch nicht.
hier findet man etwas mehr über die telekom-untersuchund, wenn auch nicht wirklich viel.
interessanterweise steht da
| Zitat: |
| 31 100 gefahrenen Jahres¬kilometern im Durchschnitt nur alle 36 900 Kilometer so stürzt, dass schwerwiegendere Verletzungen als Schürfwunden die Folge sind. Etwa 15 Prozent aller Stürze ereignen sich im Training |
jede siebte sturz ereignet sich im training, bei geschätzten 6000 rennkilometern kannst du ja mal das trainingssturzrisiko ermitteln.
und die gesamtzahl der trainingsstürze als datenbasis, vielleicht auch mal statistische grundbegriffe in erinnerung rufen.
und am wichtigsten: du kannst ja mal bei Dr. Carsten Temme anfragen, wie viele der unfälle in der polizeistatistik auftauchen.
natürlich kann man äpfel mit birnen vergleichen, aber nicht klafter und werst miteinander verrechnen, ohne berücksichtigung der einheiten.
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02.06.2007 11:53
Arno unregistriert
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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| Zitat: |
Original von kuestentanne
Ich weiß nicht, ob man so weiter kommt, die Fahrer danach einzuteilen, ob sie zum Sport treiben oder zum Einkaufen, zum Friedhof oder von und zur Arbeit unterwegs sind. |
Kuestentanne, die sind in der Herleitung schon alle komplett unter "Normales Radfahren" drin, sogar die verunfallten Freizeitradsportler! Trotzdem ist Profiradsport laut Herleitung deutlich gefährlicher und ähnlich auch der allgemeine Radsport.
Sorry übrigens für die Vertauschung der Postings, hatte während Du gepostet hast, mein letztes gelöscht, deswegen hier noch mal neu:
| Zitat: |
Original von kuestentanne
Ich tue mir schwer, aus Daten von Profiradsportlern herzuleiten, wie gefährdet Freizeitradsportler sind. Nehmen wir mal das Beispiel Ulle 2005 vor der Tour, als er durch die Heckscheibe flog (übrigens ohne Helm), weil er im Windschatten eines Autos fuhr.
Profis machen das öfters im Training und ich habe auch schon öfters davon gelesen, dass dabei was passiert ist.
Wieviele Hobbysportler machen so was unvernünftiges?
Ich jedenfalls nicht ... |
Hobbysportler machen jede Menge unvernünftige Sachen, auf die ein Profi nie käme, z.B. Ortsschildsprints im normalen Straßenverkehr. Oder ganz normal schnell mit 30-40km/h in eine Kreuzung fahren und davon ausgehen, daß das Auto einen schon sieht und die Vorfahrt achtet. Oder ganz normal schnell mit 30-40km/h in eine uneinsehbare Kurve fahren und davon ausgehen, da steht schon kein Traktor oder so - wie der Fahrer aus dem OLG-Urteil.
Es geht mir darum, daß sich Radsport und natürlich auch vieles im Freizeitradsport grundsätzlich in ganz anderen Risikobereichen als normales Radfahren bewegt. Profi- und Freizeitsport sind sicher graduell unterschiedlich und nicht jeder Fitnessfahrer heizt wie gesengte Sau um die Ecke - schon klar.
Im Grunde weiß jeder, der Radsport auch mal selber macht, daß es dabei nicht so zugeht wie beim normalen Radfahren oder Hobby- und Freizeitspazierenfahren.
Aber insbesondere den beiden Kollegen hier, teufelsberg und Kalmit - beide nicht unbedingt die Rennfahrer - hat hier das Erfahrungs-Wissen der Radsportler einfach nie gereicht: " ... zu individuell, nicht für die Allgemeinheit gültig, das kannst Du doch nicht von Dir auf andere schließen, Du kannst wahrscheinlich nicht gut genug für Deine Geschwindigkeit fahren" usw.
Wie man aber sieht, kann man für den Radsport, auch im Freizeitbereich, eine deutlich höhere Riskoeinschätzung als für normales Radfahren sehr wohl allgemein herleiten.
Dies noch mal an die Adresse der beiden: "... wissenschaftlichen Ansprüchen ..." genügt die Ausführung meiner Herleitung aus verschiedenen Gründen vielleicht nicht, aber sie ist einfachst nach zu vollziehen (wenn man nur über seinen ideologischen Tellerrand hinausblicken will) und außerdem trotz ihrer sehr vorsichtigen Kalkulation sehr deutlich.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 03.06.2007 22:32.
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02.06.2007 11:58
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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| Zitat: |
Original von Arno
Dies noch mal an die Adresse der beiden: "... wissenschaftlichen Ansprüchen ..." genügt die Ausführung meiner Herleitung aus verschiedenen Gründen vielleicht nicht, aber sie ist einfachst nach zu vollziehen (wenn man nur über seinen ideologischen Tellerrand hinausblicken will) und außerdem trotz ihrer sehr vorsichtigen Kalkulation sehr deutlich. |
was soll eigentlich immer das beitrags-gelösche-und-wieder-reinstellen?
einfachst, genau:
wie der melonenfalltest.
trotzdem gibt es in keine nachweisbare schutzwirkung in großen studien über alle radfahrer, in den usa stieg sogar die absolute anzahl kopfverletzungen, konnten wir gestern lesen, nach einführung von helmpflichten.
aber egal, hauptsache einfach.
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02.06.2007 20:56
Arno unregistriert
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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| Zitat: |
Original von teufelsberg
einfachst, genau: wie der melonenfalltest.
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Jetzt vergleichst Du aber wirklich Äpfel mit Birnen.
| Zitat: |
| trotzdem gibt es in keine nachweisbare schutzwirkung in großen studien über alle radfahrer, in den usa stieg sogar die absolute anzahl kopfverletzungen, konnten wir gestern lesen, nach einführung von helmpflichten. aber egal, hauptsache einfach. |
Was vom Verhältnis Helm pflicht/Kopfverletzung zu halten ist, hatten wir schon mal erledigt.
| Zitat: |
| aber egal, hauptsache einfach. |
teufelsberg, es geht um eine allgemein herzuleitende höhere Risikoeinschätzung für den Radsport.
Dies ist offensichtlich relativ einfach möglich, indem man die Unfallzahlen der repräsentativen Langzeiterhebung im Profiradsport mit den vom statistischen Bundesamt ermittelten Unfallzahlen allgemeines Radfahren abgleicht.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 03.06.2007 22:30.
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02.06.2007 21:46
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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hast du die anzahl der fälle mal ermittelt?
und gedanken über "repräsentativ" gemacht?
oder mal todeszahlen verglichen? da wärest du überrascht, mit deiner systematik.
wenn du nicht auf kritikpunkte in deiner herleitung eingehen willst, dann frag doch nicht danach.
die verschiedenen zahlen sagen nicht, dass die für deine interpretation geeignetere die aktuellere ist. (eine studie, die einen solchen sprung beinhaltete, könnte man ohnehin gleich verwerfen.)
sondern zeigt, dass die zahlen der unfälle nach irgendwelchen kriterien sortiert wurden, "schlimmer als schürfwunde" oder "knochenbruch und platzwunde".
der vergleich mit gemeldeten polizeilich erfassten unfällen kann nichts sinnvolles ergeben, weder einfachst noch kompliziert.
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03.06.2007 12:09
Arno unregistriert
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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Man kann es auch noch einfacher ausdrücken:
Warum Helm beim Freizeit-Radsport?
Der durchschnittliche deutsche Radfahrer mit dreihundert Jahreskilometern hat das Risiko, etwa in tausend Jahren einen schweren und damit gemeldeten Radunfall zu erleiden. Mit einer sehr hoch angenommenen Dunkelziffer bei nur zehn Prozent gemeldeter Fälle wäre das ein Unfall alle hundert Jahre, außerhalb der Lebenszeit oder aktiven Radfahrzeit und sehr selten.
Der durchschnittliche Profiradfahrer erleidet einen schweren Radunfall laut der Erhebung hingegen etwa einmal im Jahr, ganz vorsichtig betrachtet alle zehn Jahre. Das ist innerhalb der Lebenszeit bzw. aktiven Zeit, also gar nicht selten, sondern sozusagen normal und mindestens zehn bis vielleicht tausend mal so gefährlich wie durchschnittliches Radfahren.
Jeder Freizeit-Radsportler, der sich annähernd so verhält wie ein Profiradfahrer, also sehr schnell oder riskant fährt, kommt währenddessen in realistische Gefahr, während seiner aktiven Zeit einen schweren Unfall zu erleiden. Wenn jemand oft für seine Verhältnisse sehr schnell und an der Grenze des Machbaren fährt, ist die Wahrscheinlichkeit sogar sehr hoch, sofort einen schweren Unfall zu erleiden.
Und so ein Unfall ist potentiell auch immer mit Kopfverletzungen verbunden ...
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03.06.2007 12:11
Arno unregistriert
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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... und hier noch mal eine eine gute Zusammenfassung zu dem Thema Quasi-Helmpflicht durch OLG-Urteil:
Rennradsportler brauchen Helm
Gesetzlich festgelegt ist das Tragen eines Fahrradhelmes in der Bundesrepublik Deutschland nicht. Im Schadenfall gehen immer mehr Gerichte aber bereits von einer Mitschuld des Fahrradfahrers aus, wenn er ohne Kopfschutz unterwegs ist.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat jetzt entschieden, dass speziell Radsportler mit Rennrädern auf einen Fahrradhelm nicht verzichten dürfen (Az: I - 1 U 182/06). Wird dies nicht beachtet, droht im Schadensfall eine Minderung oder gar eine Ablehnung der Schmerzensgeldansprüche aufgrund eigenen Mitverschuldens.
Im verhandelten Fall zog sich ein Rennradfahrer ohne Schutzhelm in einer Kurve schwere Kopfverletzungen zu, als er einem entgegenkommenden Traktorgespann durch eine Vollbremsung ausweichen musste und dabei zu Sturz kam. In der Vorinstanz waren jegliche Schmerzensgeldforderungen des Radfahrers abgewiesen worden, unter Hinweis auf die den Straßenverhältnissen unangemessen hohe Geschwindigkeit des Radfahrers.
Die Richter des OLG Düsseldorf wiesen dem Geschädigten nun nur eine Teilschuld wegen zu hoher Geschwindigkeit zu, erweiterten aber die Urteilsbegründung des Landgerichts in der Vorinstanz: Neben der erhöhten Geschwindigkeit mache eine sportliche Ausübung des Radfahrens die Nutzung eines Helms zwingend erforderlich.
Darauf, dass keine gesetzliche Helmpflicht besteht, komme es dabei nicht an. Bei dem Gebot, die eigenen Interessen zu wahren und dabei Sorgfalt walten zu lassen, handele es sich um eine Obliegenheit des Gläubigers, die nicht davon abhänge, dass er eine Rechtspflicht oder sogar eine sanktionsbewehrte Norm verletzt hat, so die Ausführungen des Gerichts.
Lediglich beim freizeitlichen Fahrradfahren könne man dagegen nicht von einer nötigen beziehungsweise zwingenden Helmpflicht sprechen. Dem geschädigten Radfahrer wurde im konkreten Fall daher nur ein um den Grad seines eigenen Mitverschuldens reduziertes Schmerzensgeld zugesprochen.
Quelle: Rad Sport Club Moers 1978 e.V., Link auf Seite
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03.06.2007 18:33
Kalmit unregistriert
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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So - hatte leider noch keine Zeit, alles zu lesen - nur zu deiner letzten schon geschätzten ca. 9. abgewandelten Zusammenfassung des Urteils (die natürlich deine Sichtweise stützt - nach anderen Sichtweisen suchst du ja wohl kaum...) nochmal: Die kannst du persönlich ja schön und schlüssig halten - dass sie objektiv betrachtet nichts taugt, hab ich dir ja schon erklärt, als ich dich gefragt hab, was "Freizeit-Radsport" eigentlich ist - und du mir noch nicht erklärt hast, wie ich eigentlich einzuordnen bin - "Rennfahrer" offensichtlich nicht - trotz "Renn"rad. Und warum jeder x-beliebige Radfahrer offenbar (geht man nach diesen Argumentationen) generell viel sicherer und vorsichtiger unterwegs ist (und daher ein generell niedrigeres Verletzungsrisiko haben soll) als einer, der auf einen Rennrad sitzt - dies habe ich aus deinen Ableitungen bislang auch nicht wirklich in Erfahrung bringen können...
Daher auch die Frage, ob es eine so große Rolle spielt, ob man 20-30-40 km/h fährt... in logischer Konsequenz müsstest du dann 30 km/h für Autos innerhalb und 50 km/h (oder noch weniger) außerhalb geschlossener Ortschaften fordern - weil dies die Unfallwahrscheinlichkeit bzw. deren Auswirkungen auf die Gesundheit fundamental senken würde... aber als Autofahrer wirst du das genausowenig wollen wie einen Helm im Auto! Nunja, mehr vermutlich morgen!
Zu Minimops: Du amüsierst mich sehr, aber diese Reaktionen verwundern mich nicht im geringsten... 
- aber glaube von mir aus ruhig weiter an deinen ultimativen Lebensretter und lege dich weiterhin andauernd auf die Rübe und erzähle ja überall, wie gefährlich radfahrern (ohne Helm) doch ist, damit ja keiner auf die Idee kommt, mit Rad statt mit Auto zu fahren... Im übrigen leben auch Fußgänger sehr gefährlich und ein Helm wäre da auch sicherlich irgendwann mal hilfreich, gab's ja heute wieder so ne Meldung in den Nachrichten... aber nein, das wollen wir ja auch nicht...
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03.06.2007 19:18
Michelin-Männchen
zensiert

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Niedersachsen Fan von: Fahrradhelmdiskussio
nen
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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Kalmit, kennst Du eigentlich Michael Kohlhaas? Solltest Du dereinst mal einen Unfall mit Kopfverletzung erleiden (was Gott verhüten möge) und dann noch in der Lage sein, zu klagen, wünsche ich Dir viel Spass. Unabhängig davon, ob Arno das Urteil interpretiert oder einfach nur aus dem Text zitiert, jede Versicherung, die etwas auf sich hält, wird sich bei Streitfällen auf dieses Urteil berufen und dann musst Du beweisen, dass Du, obwohl Du mit einem Rennrad unterwegs warst, obwohl Du dokumentiert hast, dass Du Jahr für Jahr mehr als 10k km zurücklegst, diese eine Fahrt nur eine Freizeitfahrt gewesen ist. Viel Spass.
Dagegen sind 50 Eur für einen Helm vermutlich das kleinere Übel.
__________________
2002: 4750 / 48300 / ?
2003: 4555 / 45125 / 22
2004: 1500 / 10160 / 7
2005: 2880 / 28210 / 19
2006: 1415 / 14000 / 11
2007: 3520 / 28750 / 15
2008: 6197 / 59940/ 31
2009: 2593 / 15620 / 9
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03.06.2007 23:26
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren
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| Zitat: |
Original von Arno
Man kann es auch noch einfacher ausdrücken |
geht es dir um sachliche argumentation, oder suggestion?
nach deiner begründung lebt ein autofahrer mit 100.000 km im jahr 1omal so gefährlich wie einer mit 10.000 km, gar 1000.000 mal so gefährlich wie einer mit einem autokilometer pro jahr.
eine sinnvolle aussage?
welche konsequenz für autohelme wäre zu ziehen?
hast du denn mal deine systematik auf todesfälle angewandt?
oder soll ich es tun?
oder willst du gar nicht wissen, ob deine argumentation stichhaltig ist?
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