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Cycling4Fans - Forum » Radsport » Die Profi-Szene » 11 Fragen » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen 11 Fragen
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25.05.2007 12:30

BigMig
Adjutant

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Dabei seit: 19.05.2003

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RE: 11 Fragen

@hessenpixel
Natürlich keine Angst vor zu direkt gestellten Fragen. Aber ich weis von Journalisten das man manchmal mehr aus einem Befragten heraus bekommt wenn man ihm nicht zu direkt die Pistole auf die Brust setzt. Das ist es manchmal schwierig deutliche Antworten zu geben, insbesondere wenn man mit den Leuten noch zusammenarbeiten muss und deren genaue Beteiligung nicht bekannt ist.
Was man aber vielleicht machen könnte wäre eine Nachfrage nach einzelnen Personen, z.B. Bjarne Riis als Teamchef eines Pro-Tour Teams einzufügen, falls Riis nachher gesteht.
Frage 12: Bjarne Riis hat umfassendes Doping gestanden und ist heute Teamchef einer Pro-Tour Mannschaft. Sind solche Leute in dieser Position wirklich noch haltbar? (Das sie es für ihn als sportliche Leiter noch sind ist durch Aldag und Holm ja klar)


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von BigMig: 25.05.2007 12:31.

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25.05.2007 12:35

Sunshine Thurau
Finisseur

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Dabei seit: 06.08.2006
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Fan von: TI-Raleigh, Rudi Altig

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Ich finde die Idee gut. Zeugt auch von Kompetenz der Fans.


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25.05.2007 13:32

BigMig
Adjutant

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Dabei seit: 19.05.2003

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So, ich bin nun über Pfingsten erstmal weg. Wenn ihr aber Lust habt fänd ich es super wenn wir das hier im namen von C4F wirklich auf den Weg bringen könnten. Bis dann!


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von BigMig: 25.05.2007 13:33.

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25.05.2007 13:35

donon
Anfänger

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Dabei seit: 16.06.2006
Herkunft: Heidelberg, Berlin, Zürich
Fan von: Maurice Garin, Octave Lapize

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Zitat:
Original von BigMig
Zitat:
Original von Inga
ich fand das schon deutlich - aus dem ard-ticker

Zabel tritt für den unter Druck geratenen Aldag ein: Auch er habe gedopt und nur deshalb damit schnell wieder aufgehört, weil er die Nebenwirkungen nicht vertragen habe. Seine Schuld sei aber genauso schwerwiegend wie die Aldags.


...


Dann nennen wir es nochmal konkretes nachfragen. Was wäre eben ohne die Nebenwirkungen gewesen. wenn die Antwort nur "ja, ich hätte weiter gedopt" lautet, ist das eben so. Es geht mir dabei auch ein bischen um das Bild das von Zabel nun teilweise gezeichnet wird. Wenn er Doping nur wegen den Nebenwirkungen eingestellt hat, ist das für mich alles andere als ehrenhaft.

@reifenpanne
Zusammenreimen kann man sich vieles. Da hätte es auch der ganzen Dopinggeständnisse garnicht erst bedurft. Das konnte man sich auch zusammenreimen.


Die Fragen und die Idee, sie als "offenen Brief" abzuschicken, finde ich klasse. Ich würde aber auch davon absehen aus moralisierenden Gründen rhetorische Fragen zu stellen. Aus zwei Gründen:
  • Das dient nicht der Aufklärung. Was-wäre-wenn-Fragen halte ich für müssig, wenn schon bei den tatsächlichen Sachfragen noch so viel interessantes offen bleibt (Zaubertrank). Ich vermute, solche Fragen werden so gesehen, wie sie funktional gestellt werden: Um den Interviewten in einer Ecke blosszustellen. Ich nehme an, das wird die Antwortbereitschaft der meisten rapide senken.
  • Das ändert auch nichts an der Zusammensetzung der Pro- und Contra-Lager. Meiner Meinung nach geht es nämlich gar nicht darum, die beiden Sportler blosszustellen, oder Stapleton, oder wen auch immer. Das primäre Ziel sollte doch Aufklärung sein. Und wenn die erfolgt, kann sich jeder selbst ein Bild machen. Da wird's immer welche geben, die die beiden weiterhin sympathisch fnden (Pepe Danquart) und andere, die sie auf den Tod nicht ausstehen können - so what?



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25.05.2007 15:02

deutscher baske
Finisseur

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Dabei seit: 13.08.2006
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Daumen hoch!

brilliante idee. meine fragen (besonders an aldag zu 2003) sind alle drin. das könnte auch für die öffentlichkeit sehr interessant werden und zur aufklärung beitragen




__________________
zufrieden sein mit dem, was man hat - unzufrieden sein mit dem, was ist
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25.05.2007 15:07

conconi
dottore

Dabei seit: 26.02.2006
Herkunft: Ferrara
Fan von: Filippo Simeoni

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Ich finde die Fragen im großen und ganzen auch sehr stellenswert. Dass die Journaille auf das meiste nicht allein kommt lässt ja mal wieder tief blicken... da kann Cycling4Fans gerne Nachhilfe geben. smile




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Alberto Contador ist der König der Hoffnung und das Symbol des neuen Radsports. Mit ihm beginnt eine neue Ära. Nach diesem Sieg sollte der Radsport wieder ein Sport ohne Verdächtigungen und ohne Chemie sein. - AS
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25.05.2007 17:59

deutscher baske
Finisseur

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Dabei seit: 13.08.2006
Herkunft: Mönchengladbach
Fan von: Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Solidarität, Zufriedenheit, Natur

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Herr Aldag,...

habe noch eine fage an aldag:
...sie sagten sie haben zum doping gegriffen, weil es nicht nachgewiesen konnte und weil es alle machten. Woher wussten sie denn, dass es alle machen. Sie sagten doch im folgenden, dass es eine intime sache war und sie von anderen nichts wissen. Das widerspricht sich. Wie erklären sie das?




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25.05.2007 18:07

zabelfan
Giro-Sieger

Dabei seit: 20.10.2002
Herkunft: mal hier mal dort

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RE: Herr Aldag,...

Wenn ich das richtig in Erinnerung hab sagte er, dass es Gerüchte gab, dass es jeder nehmen würde.


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25.05.2007 23:16

ginger
Teamzeitfahrer

Dabei seit: 19.05.2007
Fan von: Burgi, KKdL, FDJeux, Cofidis, Bouygues, Milram

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RE: Herr Aldag,...

Ja, nach einer großen Landesrundfahrt 94 (glaub ich) saß er abgehängt mit 4 Leuten auf ner Mauer und fragte sich, was hier los ist. Da hat er laut eigener Aussage begriffen, dass sehr viele dopten.


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26.05.2007 12:10

Brägel
verheiratet

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Dabei seit: 25.02.2002
Herkunft: Worms, Rheinland-Pfalz
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RE: 11 Fragen

Ich finde die Fragen sehr interessant, sie sind durch aus berechtigt, man sollte aber investigative Journalisten, z.B. vom Spiegel sich mit diesem Thema beschäftigen lassen.
Dennoch kann man die Fragen mit einigen Phrasen beantworden.
Ich möchte darauf hinweisen, daß ich die Teamleitung von T-Mobile bzw. den Sponsor nicht verteidigen will und das die fiktiven Antworten nicht mit meiner eigenen meinung übereinstimmen.


Zitat:
Original von BigMig
Bei der Pressekonferenz des Team Telekoms/T-Mobile sollte mit der Vergangenheit aufgeräumt und um Vertrauen für die Zukunft geworben werden. Für mich blieben dabei folgende Fragen offen, bzw. sollten noch näher erläutert werden.

11 Fragen


Zitat:
Original von BigMig
1. Herr Stapleton, sie reden viel vom neuen Weg den T-Mobile einschlagen will. Vor der Saison wurde bekannt das ihr Team in Verhandlungen mit Alejandro Valverde (Piti?) stand, welcher immer wieder mit Dr. Fuentes in Verbindung gebracht wird und dessen Rolle im dem aktuellen Radsportskandal ungeklärt ist. Wie passt dieses zusammen?


Das T-Mobile-Team spielte eine in der Vergangenheit mit seinen Fahrern eine führende Rolle bei der Tour de France. Nach dem wir uns von Ullrich aus bekannten Gründen getrennt hatten und sich abzeichnete, daß A. Klöden das Team verlassen würde, haben wir nach Alternativen gesucht.
Valverde hatte zum damaligen Zeitpunkt keinen neuen Vertrag.
Wir wußten zwar das es gegen ihn Verdächtigungen in der "Fuentes-Affaire" gab, doch waren diese zum damaligen Zeitpunkt sehr vage, ansonsten wäre er ja, wie andere Fahrer auch, von der Teilnahme an der TdF 2006 ausgeschlossen worden.
Es gab mit Valverde lose Gespräche über ein Engagement bei uns, zu konkreten Verhandlungen ist es nie gekommen.
Auch ein Fahrer wie Valverde hätte sich unserem neuen Anti-Doping-Programm unterwerfen müssen und entsprechende Klauseln im Vertrag gehabt.


Zitat:
Original von BigMig
2. Herr Aldag, wenn sie heute einen ihrer Sportler beim Doping erwischen würden und dieser würde ihnen sagen, „ich mache doch nur was du auch gemacht hast“, wie würden sie mit diesem umgehen?


Doping würde für diesen Sportler Konsequenzen gem. seines Vertrages haben. Was ich getan habe, war ein Fehler und bleibt ein Fehler.
Wir setzen uns dafür ein das unsere Fahrer nicht die gleichen Fehler machen wie u.a. ich sie gemacht habe.


Zitat:
Original von BigMig
3. Herr Zabel, sie haben uns dargelegt welche Angst sie vor einem positiven Dopingtest hatten, das EPO bei einem starke Nebenwirkungen zeigte und sie es nur kurz nahmen und uns eine rührende Geschichte um ihren Sohn erzählt. In einem Nebensatz erwähnten sie aber auch das sie über einen längeren Zeitraum den sog. Zaubertrank nahmen, ohne die genaue Zusammensetzung zu kennen. Über welchen Zeitraum nahmen sie diesen Trank? Und Hand aufs Herz, hätte EPO bei ihnen keine Nebenwirkungen gezeigt sondern leistungssteigernd wie bei den meisten anderen gewirkt, hätten sie es weitergenommen? Warum haben sie es als bereits damals erfolgreicher Radfahrer überhaupt genommen? Und (nur mal angenommen) wenn Jeff d`Hont sie über die Inhaltsstoffe des Zaubertranks aufgeklärt hätte und sie dann festgestellt hätten das dieser doch verbotene Präparate enthielt, d`Hont ihnen aber versichert hätte das die entsprechenden Inhaltsstoffe nicht nachweisbar sind, hätten sie den Trunk weiter genommen? Und überhaupt, wie kann man eigentlich Mittel nehmen von denen man nicht die blasseste Ahnung hat was drin ist?


Das sind gleich mehrere Fragen auf einmal, ich beginne mal mit dem "Zaubertrank" von Jeff de Hondt.
Ich wußte nicht welche Inhaltsstoffe dieser so genannte Zaubertrank enthielt. Wie ich bereits erwähnte, sagte uns Jeff, daß dieser Trank ungefährlich für uns ist.
Wenn ich gewußt hätte, welche Substanzen da enthalten sind, hätte ich ihn natürlich nicht konsumiert.
Ich habe den "Zaubertrank" zwischen 1994-95 probiert, ich war damals ein junger Profi, unsere Mannschaft stand wegen mangelnden Erfoglen unter Druck, es war unklar ob der Sponsor sich weiter engagiert.
Zum damaligen Zeitpunkt war ich schon seit Jahren Leistungssportler und gezwungen, Ärzten und Pflegern zu vertrauen.
Das ich de Hondt mit seinem Zaubertrank vertraut habe, war ein Fehler.
Im übrigen hat Jeff im "Spiegel" gesagt, daß die Fahrer über die Zusammensetzung des Zaubertranks nichts wußten.

Zum Thema EPO möchte ich folgendes sagen:
Ja, ich habe EPO 1996 probiert.Ich habe aus bekannten Gründen von einem weiteren EPO-Konsum Abstand genommen.
Ob ich weiter EPO konsumiert hätte, wenn es nicht zu Nebenwirkungen gekommen wäre, kann ich Ihnen nicht sagen.
Wir waren damals Gefangene des Systems und ich kann nur das einräumen, was ich auch getan habe.



Zitat:
Original von BigMig
4. Herr Stapleton, sie haben oft darauf hingewiesen wie alt, bzw. jung ihre Fahrer sind. Trotzdem haben einige von denen bereits mit so berüchtigten Medizinern wie Luigi Cecchini zusammen gearbeitet. Mit Axel Merckx haben sie obendrein einen Fahrer in ihr Team geholt der ein Kunde von Michele Ferrari war, der gewissermaßen als Lehrmeister von Cecchini gilt. Finden sie nicht auch, dass das zumindest etwas komisch aussieht?


Uns ist bekannt, daß einige unserer Fahrer mit Cecchini bzw. Ferrari zusammengearbeitet haben. Dies geschah teilweise auf Empfehlung ihrer damaligen Arbeitgeber. Alle Fahrer unseres Teams, mußten sich vertraglich verpflichten, nur mit von uns ausgewählten medizinischen Personal zusammen zu arbeiten.
Alle Fahrer die bei uns sind, haben vorbehaltlos entsprechende Verträge unterschrieben.
Dies gilt natürlich auch für Axel Merckx, der im übrigen ein untadeliger Fahrer ist.


Zitat:
Original von BigMig
5. Herr Aldag, als eines ihrer größten Rennen galt ihre großartige Flucht mit dem Dopingsünder Richard Virenque bei der Tour 2003. Klären sie uns auf, 2003 nahmen sie keine Dopingpräparate mehr, Jahre zuvor konnten sie ohne EPO nicht mithalten, und wie auch die jüngeren Entwicklungen zeigen ist der Dopingsumpf doch keineswegs vereppt, nur die Mittel sind heute vielleicht andere. Wie kam es zu dieser Leistung? Fuhr da wirklich ein sauberer Rolf Aldag das Rennen seines Lebens? Wie ist überhaupt mal ihre ganz konkrete Einschätzung. Was ist bei einer großen Rundfahrt ohne medizinische Hilfe möglich und was nicht?


Ich habe erwartet daß sie diese Frage stellen. Diese 12.7.2003 war selbstverständlich ein Höhepunkt in meiner Karierre.
Ich war damals u.a. mit Virenque sehr früh in einer Fluchtgruppe und profitierte davon, daß sich das Peloton für die nächste Etappe nach Alpe d`Huez schonte und auch wegen der Hitze keine echte Verfolgungsarbeit leistete.
Ich habe damals so lange wie möglich versucht, an Richard dran zu bleiben Dies ist mir auch gelungen da ich einen guten Tag hatte.
Virenque gelang es dann doch, mich abzuschütteln und die Etappe zu gewinnen. Die Favoriten in der ersten Verfolgergruppe kamen ca. 90 sec. nach mir ins Ziel. Hier sehen sie wie knapp die Entscheidung war und das ich einen weiteren Berg vermutlich nicht überlebt hätte.
Im übrigen habe ich bei dieser Aktion viel Kraft gelassen, denn auf der folgenden Etappe nach Alpe d`Huez kam ich mit über 40 Minuten Rückstand auf den Etappensieger Mayo ins Ziel.
Wenn ich damals noch EPO konsumiert hätte wäre mir der Anstieg nach Alpe d`Huez leichter gefallen.
Man muß bei großen Rundfahrten stehts intensiv medizinisch betreut werden um z.B. die Ernährung abzustimmen, damit Mangelerscheinungen vermieden werden.
Wenn sie dies nicht tun, ist z.B. die TdF nach einer Woche zu Ende.


Zitat:
Original von BigMig
6. Herr Stapleton, Herr Frommert, die Deutsche Telekom ist ein Großsponsor des deutschen Sports, was sehr gut ist. Sie haben breite Unterstützung im Kampf gegen Doping gefordert. Leider ist aber die NADA wie zuletzt häufig gehört völlig unterfinanziert. Wird die Deutsche Telekom, bzw. das T-Mobile Team hier helfen?


Derzeit zahlen wir mit anderen Partnern einen jährlichen Betrag von xxx Euro an die NADA.
Es ist richtig, daß die NADA stärker unterstützt werden muß.
Wir sind nicht der einzige Sponsor im Sport, fragen sie doch z.B. mal bei Fußballsponsoren nach, ob diese die NADA unterstützen.
Der Radsport ist nicht die einige Sportart, welche ein Doping-Problem hat.
Dringend notwendig ist auch die Unterstützung der Politik, z.B. durch ein Anti-Doping-Gesetz.



Zitat:
Original von BigMig
7. Herr Zabel, sie fahren noch. Herr Aldag, sie sind bis vor kurzem noch gefahren und sind noch immer sehr nah am Radsport. Klären sie uns auf, was ist momentan, analog des damaligen aufkommen von EPO, Gesprächsthema in Sachen Doping im Feld? Hatten sie jemals in den letzten Jahren wie auch immer aussehende Konakte in Sachen Doping, z.B. der Praxis des Blutdoping? Herr Aldag und Herr Stapleton, sie sprachen von nicht hinreichenden Kontrollen. Inwieweit würden sie sagen das Kontrollsystem von T-Mobile ist hinreichend? Wenn ja, wäre dieses Modell auf den gesamten Radsport übertragbar?


Doping ist eine sehr persönliche Sache, über die wenig im Feld geredet wird. Es gibt natürlich immer Gerüchte, da diese aber sehr vage sind, möchte ich dazu nichts sagen.
Wir bei T-Mobile haben in Zusammenarbeit mit der xxx-Klinik in Bayreuth ein Kontrollsystem entwickelt, bei der u.a. DNA-Proben aller Fahrer entnommen und ständig Messungen des Blutvolumens vorgenommen werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist dieses Kontrollsystem vorbildlich, für Neuerungen sind wir selbstverständlich dankbar.
Wir rufen alle Teams auf unserer Praxis zu folgen.



Zitat:
Original von BigMig
8. Herr Aldag, wie war es eigentlich bei dem ganzen Doping um ihr Gewissen bestellt? Wie denken sie heute über ihre damalige Einstellung? Hatten sie Herr Aldag und auch sie Herr Zabel vor dem Spiegelartikel schon einmal darüber nachgedacht auszupacken? Sie haben beide auch finanziell vom Radsport und dem eigenen Doping, bzw. dem Doping der Kollegen stark profitiert. Wären sie bereit, einen Teil dieses Geldes z.B. der NADA zur Verfügung zu stellen?


Ich hatte damals schon ein schlechtes Gewissen, Doping war damals falsch und es ist auch heute falsch. Wir waren damals Gefangene dieses Systems, ich glaube daß damals flächendeckendes EPO-Doping die Regel war.
Gemeinsam mit Erik habe ich am 30.4. vor dem Rennen am Henninger Turm über eine Stellungnahme wegen dieser Problematik geredet.
Wir konnten nicht länger mit unserer Doping-Vergangenheit leben und wollten uns der Öffentlichkeit offenbaren.
Wegen einer finanziellen Zuwendung an die NADA werden wir mit anderen Fahrern reden um mit diesen gemeinsam einen Beitrag zur Unterstützung an die NADA zu leisten.
Ich rufe hier nochmals andere Sponsoren im Sport auf, auch die Arbeit der NADA zu unterstützen, so wie es die Deutsche Telekom seit jahren tut.


Zitat:
Original von BigMig
9. Herr Zabel, sie haben vor einigen Jahren in einem Prozeß gegen Prof. Franke ausgesagt. Haben sie diesem heute irgendwas zu sagen?


Ich werde mich demnächst mit dieser Problematik beschäftigen und mich ggfs. mit Prof. Franke in Verbindung setzen.

Zitat:
Original von BigMig
10. Herr Zabel, laut ihrer eigenen Aussage sind sie sich ja bewusst und haben betont jahrelang von dem Doping der Kollegen profitiert zu haben. In der Zeit in der sie selber kein Doping mehr betrieben haben, wieviel wussten sie über die Dopingpraxis von Rolf Aldag und anderen Fahrern? Wie standen sie dazu?


Über konkrete Dopingpraxis ist mir nichts bekannt, ich fühle mich aber dennoch für diese Fahrer mitverantwortlich, da sie für mich gefahren sind. Wenn sie so wollen bin ich mitschuldig und schäme mich dafür.

Zitat:
Original von BigMig
11. Herr Stapleton, glauben sie wirklich das ein kompletter Neuanfang im Radsport möglich ist, solange in verantwortlichen Positionen Leute sitzen die in der Vergangenheit aktiv Doping betrieben, gedeckt oder gar gefördert haben? Ist diese Kraft zur Selbstreinigung und Selbstleuterung überhaupt dar? Und wäre aus ihrer Sicht überhaupt ein anderer Weg möglich?


Unser DS, Rolf Aldag hat sich offensiv zum Doping geäußert, daneben ist er ein hervoragender Fachmann im professionellen Radsport.
Er hat als Fahrer Dopingmittel genommen, als DS hat er bislang einen untadeligen Ruf. Rolf weiß, worum es geht.
Ob ein DS, der früher seinen Fahrern die Einnahme von Dopingmitteln empfahl, jetzt noch in dieser Position tätig sein kann, ist eine andere Frage. Hier ist die UCI usw. gefordert.
Der Radsport steht am Scheideweg, wenn jetzt nicht gehandelt wird, stehen wir auf einer Stufe mit Sportarten wie diverse Kraftsportarten.
Das T-Mobile-Team kann allein dieses Problem nicht lösen.





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26.05.2007 12:20

hessenpixel
Routinier

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RE: 11 Fragen

[quote]Original von Brägel
Ich finde die Fragen sehr interessant, sie sind durch aus berechtigt, man sollte aber investigative Journalisten, z.B. vom Spiegel sich mit diesem Thema beschäftigen lassen. [quote]


Darum geht es meiner Meinung gar nicht. Ich denke mal, dass gerade die Forumsteilnehmer von c4f mit einer solchen Frageaktion zeigen können, dass es neben den Journalismus auch die kritische Position der Fans gibt. Selbstverständlich werden investigative Journalisten noch eine Menge heraus bekommen und es werden bestimmt auch noch Köpfe bei T-Mobile rollen (Ich denke, dass Aldag nicht haltbar sein wird). Aber genau deshalb sollten wir als Fans uns dazu auch äußern und so ganz unbedeutend, ist c4f nun auch wieder nicht.

Einfach mitr Selbstwußtsein rangehen und das Thema offensiv angehen ist unsere einzige Chance




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26.05.2007 12:43

teufelsberg
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RE: 11 Fragen

Zitat:
Original von hessenpixel
Zitat:
Original von Brägel
Ich finde die Fragen sehr interessant, sie sind durch aus berechtigt, man sollte aber investigative Journalisten, z.B. vom Spiegel sich mit diesem Thema beschäftigen lassen.



Darum geht es meiner Meinung gar nicht. Ich denke mal, dass gerade die Forumsteilnehmer von c4f mit einer solchen Frageaktion zeigen können, dass es neben den Journalismus auch die kritische Position der Fans gibt. Selbstverständlich werden investigative Journalisten noch eine Menge heraus bekommen und es werden bestimmt auch noch Köpfe bei T-Mobile rollen (Ich denke, dass Aldag nicht haltbar sein wird). Aber genau deshalb sollten wir als Fans uns dazu auch äußern und so ganz unbedeutend, ist c4f nun auch wieder nicht.

Einfach mitr Selbstwußtsein rangehen und das Thema offensiv angehen ist unsere einzige Chance


ja. eine kritisch-distanzierte, änderungsorientierte fan-position kann in dieser phase durchaus auf offene ohren stoßen.

zumal konstruktiv kritisches, direktes nachfragen nun gar nichts mit investigation zu tun hat.


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26.05.2007 13:02

Brägel
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RE: 11 Fragen

Zitat:
Original von hessenpixel

Darum geht es meiner Meinung gar nicht. Ich denke mal, dass gerade die Forumsteilnehmer von c4f mit einer solchen Frageaktion zeigen können, dass es neben den Journalismus auch die kritische Position der Fans gibt. Selbstverständlich werden investigative Journalisten noch eine Menge heraus bekommen und es werden bestimmt auch noch Köpfe bei T-Mobile rollen (Ich denke, dass Aldag nicht haltbar sein wird). Aber genau deshalb sollten wir als Fans uns dazu auch äußern und so ganz unbedeutend, ist c4f nun auch wieder nicht.

Einfach mitr Selbstwußtsein rangehen und das Thema offensiv angehen ist unsere einzige Chance


Ich halte Aldag ebenfalls für nicht mehr haltbar.
Das wäre so wie wenn ein Kassierer einer Bank, der jahrelang Gelder unterschlagen hat, plötzlich Fillialleiter wird.

Versteh mich nicht falsch, man kann kritische Nachfragen von Fans eher ignorieren (mit Phrasen beantworten) als die Nachfragen eines angesehenen Nachrichtenmagazins.

Vor allem, was z.B. Zabel tatsächlich zum damaligen "Franke-Prozess" zu sagen hat, würde mich brennend interessieren.




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26.05.2007 13:06

hessenpixel
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RE: 11 Fragen

Zitat:
Original von Brägel


Ich halte Aldag ebenfalls für nicht mehr haltbar.
Das wäre so wie wenn ein Kassierer einer Bank, der jahrelang Gelder unterschlagen hat, plötzlich Fillialleiter wird.

Versteh mich nicht falsch, man kann kritische Nachfragen von Fans eher ignorieren (mit Phrasen beantworten) als die Nachfragen eines angesehenen Nachrichtenmagazins.

Vor allem, was z.B. Zabel tatsächlich zum damaligen "Franke-Prozess" zu sagen hat, würde mich brennend interessieren.



Ich denke auch, dass genau diese Frage an Zabel mit aufgenommen werden müsste




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26.05.2007 14:45

donon
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RE: 11 Fragen

Ist doch von Anfang an drin:

9. Herr Zabel, sie haben vor einigen Jahren in einem Prozeß gegen Prof.
Franke ausgesagt. Haben sie diesem heute irgendwas zu sagen?


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26.05.2007 16:17

Inga
Dictatress i.E.

Dabei seit: 28.12.2001
Herkunft: nordish by nature
Fan von: radsportfans ;)

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ich weiß nicht wirklich, ob die detailfragen was bringen (außer der gewissheit, dass sie noch größere lügner und heuchler sind, sofern sie das antworten, was viele hier wohl erwarten zahnlos )
was bringt uns das?

warum nicht auf die fragen konzentrieren, die die jüngste vergangenheit betraf und vor allem die zukunft? darum geht es doch, oder?

- warum sollten wir jetzt glauben, dass es anders läuft. Was tun sie konkret (keine ausreden "mit verstärkten kontrollen" erwünscht), was man auch nachvollziehen kann?

- was gibt es sonst für maßnahmen? wenn es sie gibt, sind die so transparent, dass die öffentlichkeit dran teilnemen kann? wenn ja, wie können wir dran teilnehmen?

- warum gibt es nicht einmal jetzt unter den anderen aktiven fahrern eine gruppe (oder einzelne), die gemeinsam (oder alleine) aufsteht und laut und öffentlich bekennt und in diskussion tritt: "wir aber nicht, wir sind sauber, aus den und den gründen (dass sie das nicht beweisen können, ist klar), wir haben aus den fehlern der anderen gelernt etc."
- wird konkret gegen die "omerta" im eigenen team gekämpft?

- was schließen sie aus äußerungen wie jetzt von di luca

uswuswusw.

keine ahnung




__________________
"We gotta go to that crappy town where I'm a hero"

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Inga: 26.05.2007 16:18.

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