Helmpflicht |
21.08.2006 08:54
Michelin-Männchen
zensiert

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Niedersachsen Fan von: Fahrradhelmdiskussio
nen
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Mich wundert, dass deren Beitrag bisher noch nicht diskutiert worden ist. Ich habe die August-Ausgabe erst am WE erhalten (wg. Umzug). Die Tour zitiert aus Statistiken des Bundesverkehrsministeriums. Aus meiner Erinerung:
- Das Unfallrisiko von Fahrradfahrern ist etwa doppelt so hoch wie das von Fussgängern
- Kopfverletzungen liegen auf Platz 2 der Häufigkeit bei schweren Verletzungen. Platz 1 belegen die Gesichtsverletzungen (also doch einen Integralhelm)
- Die häufigste Unfallursache ist: "Ohne Fremdeinwirkung), gefolgt von "Kollision mit einem festen Gegenstand (Mauer etc.)", Kontakt mit anderen Verkehrsteilnehmern (z.B. Autos) ist deutlich seltener (Widerspruch zu Joaqins' These).
Auch der Helmtest an sich liest sich interessant. TOUR weist daraufhin, dass es keinen großen Unterschied macht, ob man aus stem Stand vom Rad auf den Kopf fällt oder bei 50 km Abfahrt.
Artikel und Test sind auf jeden Fall lesenswert, auch für Helmgegner.
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2002: 4750 / 48300 / ?
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21.08.2006 09:55
tom unregistriert
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| Zitat: |
Original von Michelin-Männchen
Auch der Helmtest an sich liest sich interessant. TOUR weist daraufhin, dass es keinen großen Unterschied macht, ob man aus stem Stand vom Rad auf den Kopf fällt oder bei 50 km Abfahrt. |
Du meinst 50 km/h, oder?
Na, jedenfalls kann ich mir das nicht so recht vorstellen. Beim Aufprall wird der Körper ja auch abgebremst. Die Motorradfahrer rutschen (bei Rennen) oft über die Fahrbahn, aber die tragen ja auch Anzüge. Brenzliger sieht es aus, wenn eine Rotationsbewegung dazukommt - bei hohen Geschwindigkeiten kaum zu kontrollieren und dann kann auch der Kopf mal aufschlagen - oder eher nicht?
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21.08.2006 09:58
Michelin-Männchen
zensiert

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Niedersachsen Fan von: Fahrradhelmdiskussio
nen
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| Zitat: |
Original von tom
| Zitat: |
Original von Michelin-Männchen
Auch der Helmtest an sich liest sich interessant. TOUR weist daraufhin, dass es keinen großen Unterschied macht, ob man aus stem Stand vom Rad auf den Kopf fällt oder bei 50 km Abfahrt. |
Du meinst 50 km/h, oder?
Na, jedenfalls kann ich mir das nicht so recht vorstellen. Beim Aufprall wird der Körper ja auch abgebremst. Die Motorradfahrer rutschen (bei Rennen) oft über die Fahrbahn, aber die tragen ja auch Anzüge. Brenzliger sieht es aus, wenn eine Rotationsbewegung dazukommt - bei hohen Geschwindigkeiten kaum zu kontrollieren und dann kann auch der Kopf mal aufschlagen - oder eher nicht?
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Ja, ich meinte km/h. Die glatte Oberfläche des Helms soll dafür sorgen, dass ein Aufprall aus dem Stand oder bei Fahrt, keinen Unterschied machen. Dass ein Helm nicht gegen Hautabschürfungen am Knie helfen kann, ist sogar mir als ausgesprochenem Helmbefürworter klar.
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21.08.2006 10:48
Kalmit unregistriert
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Um mich jetzt wieder als Verschwörungstheoretiker schuldig zu machen: Die Tour ist eine Zeitschrift, wird überwiegend von Werbung finanziert. U. a. auch von Helmherstellern. Sie schreibt daher natürlich überwiegend pro Helm, sonst würde sie ja auch eine ihrer eigenen Geldquellen in Frage stellen...
Ich hab das nicht im Detail gelesen, aber die Zusammenfassung, die du da bringst lässt doch einige Zweifel aufkommen: Warum ist radfahren doppelt so gefährlich - ist zu Fuß gehen also "gefährlich"? Was heißt doppelt!? 0,0002% und 0,0004%?
Das Kopfverletzungen die Hauptursache bei schweren Verletzungen sein sollen kann ich einfach mal als Lüge abtun... Was die Gesichtsverletzungen angeht: Dann viel Spaß mit Integralhelm. Oder ist euer Antlitz es euch nicht wert? Ist ein Schlüsselbeinbruch eine leichte Verletzung?!
Was die Unfallarten angeht widerspricht sich das auch: Wer mit einem Auto kollidiert oder vom LKW überrollt wird krepiert meist an inneren organischen Verletzungen. Welchen Rang haben die eigentlich!? 
Und warum wird Fremdeinwirken so niedrig gehalten? Wer fährt schon kopfvor bei ner Tour durch den Taunus gegen ne Wand?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Kalmit: 21.08.2006 10:51.
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21.08.2006 10:49
tom unregistriert
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| Zitat: |
Original von Michelin-Männchen
Die glatte Oberfläche des Helms soll dafür sorgen, dass ein Aufprall aus dem Stand oder bei Fahrt, keinen Unterschied machen. |
Stimmt, die Helme mit "Styropor-Oberfläche" waren bei Stürzen fatal, wo der Kopf dann seitlich herumgerissen wurde. Insofern ist die glatte Oberfläche unbedingt erforderlich.
Im allgemeinen scheinen mir aber Stürze bei 50 km/h kaum vergleichbar zu sein mit Stürzen aus dem Stand. Deine Bemerkung mit den Hautabschürfungen verstehe ich nicht. Meine Behauptung ist, dass Stürze von Radfahrern in aller Regel mit Überschlägen und wenig eleganten Rollen ablaufen, zumindest bei solch hohen Geschwindigkeiten. Und dann kriegt mitunter der Kopf Stöße ab, die eben allein durch diese Rotation entstehen.
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21.08.2006 10:54
tom unregistriert
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| Zitat: |
Original von Kalmit
Das Kopfverletzungen die Hauptursache bei schweren Verletzungen sein sollen kann ich einfach mal als Lüge abtun... |
Ja, welche Verletzungen denn sonst?! Allein die Wirbelsäule scheint mir ein plausibler Kandidat.
Richtet sich diese Verschwörungstheorie gegen die Helmindurstrie oder gegen andere User hier im Forum?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von tom: 21.08.2006 10:55.
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21.08.2006 12:04
Michelin-Männchen
zensiert

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Niedersachsen Fan von: Fahrradhelmdiskussio
nen
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Welche Quelle würdest Du den akzeptieren? Stiftung Wahrentest?
Ansonsten habe ich die Lektüre des Artikels empfohlen (nicht das reine Überfliegen), die Statistiken stammen vom BMVBS, nicht von der Tour. Natürlich kann man verschwörungstheoretisch auch dem BMVBS 'was unterstellen, überschreitet aber die 
.
5 min Suche auf der Homepage des Ministeriums haben mich im übrigen nicht fündig werden lassen. Wahrscheinlich hat die TOUR ein Interview im Ministerium geführt. Vielleicht schreibe ich mal einen Leserbrief an die TOUR und frage nach der exakten Quelle.
@Tom, meine eigne Sturz-Erfahrung ist, dass man auch auf Radhosen, Knien und Ellenbogen eher rutscht und nicht rotiert. Wie dem auch sei, die Helmüberhänge können natürlich bei einem Sturz eine Rolle spielen, das wird, wenn ich den TOUR-Artikel richtig verstanden habe, im Rahmen der SNEL nicht getestet.
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21.08.2006 13:28
Tempodiktat
Capitaine de la Route

Dabei seit: 10.07.2002
Herkunft: Stuttgart Fan von: Berg-, Sprint-, Rundfahr-, Klassiker- und Zeitfahrspezialisten
, sowie von edlen und nicht so edlen Helfern.
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| Zitat: |
Original von Michelin-Männchen
Welche Quelle würdest Du den akzeptieren? Stiftung Wahrentest?
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Denen würde ich glauben, das steckt die Wahrheit ja förmlich im Namen 
!
__________________ Fly, you fools!
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21.08.2006 15:18
lemmi
Wasserträger
Dabei seit: 24.03.2004
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ich find die Diskusion so überflüßig, wer mit Helm fährt, fährt mit Helm und wer nicht soll es halt bleiben lassen.
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21.08.2006 16:54
denkbär
nie positiv verpestet

Dabei seit: 13.07.2006
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| Sturz bei den U.S. National Criterium Championships
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21.08.2006 17:57
Kalmit unregistriert
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| Zitat: |
Original von tom
Ja, welche Verletzungen denn sonst?! Allein die Wirbelsäule scheint mir ein plausibler Kandidat.
Richtet sich diese Verschwörungstheorie gegen die Helmindurstrie oder gegen andere User hier im Forum?
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Der zum radfahren scheinbar obligatorische Schlüsselbeinbruch, Rippen/Brustkorb, innere Verletzungen/Verbluten, Rückenwirbel, Wirbelsäule, Beinbrüche, Kniescheibensprengungen, massive Hand- und Fingerverletzungen, Armbrüche, Muskel-, Sehnenrisse usw. Ich vergegenwärtige immer meine bislang überschaubaren Stürze, sofern ich mich seit meiner Kindheit noch daran erinnern kann - und da war so ziemlich alles dabei - nur keine Kopflandungen...
Zur "Verschwörung": 
Das geht natürlich nicht gg. die lieben Mitmenschen, die gerne einen Helm aufhaben und anderen daher auch einen aufzwingen wollen... Ich habe lediglich meine Sicht dazu dargelegt: Dass eine Zeitschrift, die weiter von Helmfirmen Werbeanzeigen erhalten will sicher keine kritische Studie veröffentlicht, in der die Gefährlichkeit des Radfahrens oder der Helmnutzen allgemein negativ beurteilt wird. Das kann wohl keiner ernsthaft bestreiten, der nicht total naiv ist. Ich werd demnächst auch mal ein wenig selber nachforschen und mal sehen, wie stark die Umwächse der Helmindustrie in den letzten 10 Jahren gewachsen sind, was für ein Werbeaufwand betrieben wurde und wie der Helm durch PR in den Medien zum "Muss" stilisiert wurde!
Hab im tour-Forum auch letztens mal ganz interessiert einige Helm-Diskussionen durchgelesen...
@Checker: Da du mal wieder am ketzen bist - du hast offenbar immer noch nicht verstanden, was die Intention von Leuten wie mir ist: Wir sind nicht gegen Helme, wir finden, dass jeder der sich dadurch ein Plus an Sicherheit erhofft auch einen aufziehen und dafür ne Menge Geld ausgeben soll. Wir schätzen die Gefahr und das Risiko nunmal anders ein als Leute, denen radfahren ohne Helm zu gefährlich ist!
Ich mag einfach nicht andauernd für meine andere Sicht blöd angemacht werden (wie jetzt schon wieder)... 
Du und MM könnten sich an lemmi z. B. mal ein Beispiel nehmen...
@denkbär: wenn ich mir den Jungen vom oberen Bild - das wirklich sehr unnatürlich aussieht - so ansehe: Dann wird ihm gerade bei dem Ablauf des Sturzes der Helm gar nix nützen, weil er mitten aufs Gesicht knallt. Da kann ihm die zerberstende Sonnenbrille dann auch noch schön die Augen zerschneiden...
Und wer bestreitet denn, dass man mit dem Rad auch auf den Kopf stürzen kann? Es geht nur um die Häufigkeit, wie oft das vorkommt. Allein davon macht sich jeder einzelne ein Bild: Das Risiko ist so klein oder so groß. Du kannst auch theoretisch täglich als Fußgänger von den gefrorenen Inhalten einer Flugzeugbordtoilette erschlagen werden... aber weil du das Risiko für relativ gering erachtest sparst du dir den Helm. Übrigens: wieso tragen DTM-Rennfahrer einen Helm im Auto - und wir im Staßenverkehr nicht, obwohl Autofahrer nicht seltener auch schwere Kopfverletzungen erleiden?!
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Kalmit: 21.08.2006 18:12.
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21.08.2006 18:08
Michelin-Männchen
zensiert

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Niedersachsen Fan von: Fahrradhelmdiskussio
nen
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| Zitat: |
Original von Kalmit
Ich mag einfach nicht andauernd für meine andere Sicht blöd angemacht werden (wie jetzt schon wieder)...
Du und MM könnten sich an lemmi z. B. mal ein Beispiel nehmen... |
Wir können gerne auszählen, wie oft Du mich in diesem Thread anmachst, und wie oft ich Dich anmache.
Zur Verschwörungstheorie der TOUR. Dort gibt es häufig genug kritische Tests, die Hersteller zu Nachbesserungen zwingen (Felgentests, Lenkertests, Helmtests etc.). Ein Carbongabeltest von TOUR, bei dem namhafte Hersteller für ihre schlechte Produktqualität kritisiert worden sind, hat massgeblich dazu beigetragen, dass man inzwischen Vollcarbongabeln einbauen kann, während das in der Anfangszeit (so um 2000) ein echtes Risikobauteil war. Insofern kann ich keine ausgeprägte Hersteller-Hörigkeit feststellen. Z.B. gewinnen in der TOUR regelmäßig die imagelosen und vergleichsweise günstigen Versandräder alle Tests (z.B. Canyon), während die sogenannten Profiausstatter entweder gar nicht getestet werden (z.B. Colnago), oder eher mäßig abschneiden (z.B.Pinarello oder Time, siehe auch den Test der TdF-Teamräder aus der Ausgabe Juli 2006). Daher mein Tip: TOUR lesen und sich dann ein Urteil bilden. Gerade der Helm-Artikel ist, abgesehen von den Photos, sehr ausgewogen.
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2002: 4750 / 48300 / ?
2003: 4555 / 45125 / 22
2004: 1500 / 10160 / 7
2005: 2880 / 28210 / 19
2006: 1415 / 14000 / 11
2007: 3520 / 28750 / 15
2008: 6197 / 59940/ 31
2009: 2593 / 15620 / 9
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21.08.2006 18:23
Checker
Bart

Dabei seit: 03.01.2002
Herkunft: Osten Fan von: Bands mit schönem Namen ;)
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| Zitat: |
Original von Kalmit
@Checker: Da du mal wieder am ketzen bist - du hast offenbar immer noch nicht verstanden, was die Intention von Leuten wie mir ist |
Hihi - lustig, wie du vorschriftsmäßig anspringst 
. Deine Intention im aktuellen Fall habe ich durchaus verstanden:
Anti-Helm-Statistik: cool, kann ich als Argument verwenden!
Pro-Helm-Statistik: Lüge!
__________________ Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Checker: 21.08.2006 18:23.
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21.08.2006 19:45
Tiefflieger
Teamzeitfahrer

Dabei seit: 28.04.2006
Herkunft: Lübeck/Kiel
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| Zitat: |
Original von Kalmit
Übrigens: wieso tragen DTM-Rennfahrer einen Helm im Auto - und wir im Staßenverkehr nicht, obwohl Autofahrer nicht seltener auch schwere Kopfverletzungen erleiden?! |
Weil die Rennen fahren? So mit 100 um die Kurve? Überholmanöver mit 220? Abbremsen aus 230 auf 50 runter auf knapp 100m?
Solltest du das beim Autofahren auch tun, dann kann ich dir auch beim Autofahren einen Helm nur dringend empfehlen.
Und so, wie wir anderen (und du bestimmt auch) beim Autofahren eher "zivil" unterwegs sind im Gegensatz zur DTM kann amn eben halt auch einen gewissen Unterschied zwischen "Einkaufen fahren mit dem Holland-Rad" und "Fahren mit dem Rennrad" machen, der den einen oder anderen zum Helmtragen animiert.
HAJO
__________________ "Lakkiluuk noch mal, du sollst nicht leben wie ein Rantanplan!"
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21.08.2006 22:36
denkbär
nie positiv verpestet

Dabei seit: 13.07.2006
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| Helmpflichtfrage differenzieren
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| Zitat: |
Original von Tiefflieger
Und so, wie wir anderen (und du bestimmt auch) beim Autofahren eher "zivil" unterwegs sind im Gegensatz zur DTM kann man eben halt auch einen gewissen Unterschied zwischen "Einkaufen fahren mit dem Holland-Rad" und "Fahren mit dem Rennrad" machen, der den einen oder anderen zum Helmtragen animiert.
HAJO |
Siehe obige Bilder von Tina Pic bei den U.S. National Criterium Championships. Sowas passiert beim üblichen Gebrauch eines Holland-Rads eher selten.
Drumm sollten wir in diesem Thread generell differenzieren in welchem Kontext man die fragliche Helmpflicht betrachtet.
1. Radrennen
Für Rennveranstaltungen mit Amateuren ist die Pflicht einen Kopfschutz zu tragen ja auch schon deutlich älter, als es überhaupt Helme im heutigen Sinne gibt. Ich erinnere nur an die Sturzringe:
http://www.cycling4fans.de/typo3temp/pics/41100a8b8e.jpg
2. Breitensportveranstaltungen mit Rennrädern
Auch im Bereich der RTF und anderer Breitensportveranstaltungen, an denen viele Rennradfahrer teilnehmen macht es meiner Meinung nach Sinn eine Helmpflicht zu fordern.
3. Organisierte Trainingsveranstaltungen
Zum Beispiel bei Vereinstraining findet man oft eine vergleichbare Gefahrenlage durch dichtes Auffahren in Gruppen, die meines Erachtens auch dort eine Helmpflicht rechtfertigt. Ich erinnere in dem Zusammenhang nur an den Thread mit der "Kampflinie". Dort war es zum Glück nur zu einem Sachschaden gekommen. Falls so etwas jedoch zu ernsthaften Kopfverletzungen führt, sieht die Haftungs und Verantwortungsfrage schon weitaus kritischer aus.
4. Privates Training im Alleingang
Beim individuellen Training mit dem Rennrad fällt der gemeinschaftliche Aspekt der gegenseitigen Verantwortung größtenteils weg. Ausserdem greift hier eine Pflicht schon weitaus tiefer in die persönliche Feiheit ein, als bei Veranstaltungen, auf deren Teilnahme man bei Nichtakzeptanz der Helmpflicht auch verzichten kann. Ausserdem ist dieser Fall nur schwer vom nächsten (Alltagsradler) zu trennen.
5. Alltagsradfahrer
Ich denke hier zum Beispiel an eine alte Oma, die mit der Gießkanne auf dem Gepäckträger regelmäßig zum Friedhof fährt. Für all diese Alltagsradfahrer eine generelle Helmpflicht einzuführen würde einen großen Eingriff in die Gewohnheiten und in die Freiheit von sehr vielen Leuten bedeuten. Andererseits stimme ich nicht mit Kalmit überein, dass gerade diese Gelegenheitsradfahrer stärker gefährdet sein sollen.
PS. Beim betrachten der Bilder von Tina Pic ist mir aufgefallen, dass ihre Pedale anscheinend sehr spät (oder gar nicht?) die Schuhe freigegeben haben, was sicherlich auch erheblich zur gefährlichen Fluglage (kopfvoraus) beigetragen hat.
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