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Zum Ende der Seite springen Saisonbilanz T-Mobile
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07.12.2005 16:56

Steamboat
Tour-Sieger

Dabei seit: 29.12.2001

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Saisonbilanz T-Mobile

Des Deutschen liebste Kind ist bekanntlich der Fußball. Alle schimpfen auf ihn, niemand will mit ihm was zu tun haben, aber am nächsten Samstag geht wieder jeder hin.

Der deutschen Radsportfans liebste Kind ist T-Mobile. Offiziell natürlich nicht. Da wird auf das Team in Magenta nur gewettert. Man sei höchstens für die deutsche Konkurrenz aus Gerolstein. T-Mobile sei viel zu unsympathisch und steril und so… Hört man genauer hin, kommt heraus, dass bei vielen der deutsche Radsport mit den aktuellen Ergebnissen von Jan Ullrich und Erik Zabel beginnt…

Von diesem Eindruck soll dieser Saisonrückblick nicht ganz befreit sein. Dafür geben die Konturen des Teams, ihre Ergebnisse und letztlich die ihre Zwistigkeiten zu viel her, um in diesem Text nur der Chronistenpflicht nachzukommen. Manches Resultat, das die Konkurrenz als zufrieden stellend und besser für sich beurteilen würden, muss unter dem Eindruck, dass die Fahrer von T-Mobile dieses erzielten seziert werden und gilt grundsätzlich als schlecht. Am Ende ist dann die Verwunderung umso größer, dass trotz aller Kritik die Ranglisten und Statistiken die Schwarzmalerei nicht stützen.

Dennoch beginnt der Bericht mit betrüblichen Nachrichten.

Seit der Kasache Alexandre Winokurow Paris-Nizza gewinnen konnte, ist das „Rennen zur Sonne“ im Fokus des Bonner Rennstalls. So wurde auch 2005 ein starker Auftakt erwartet. Aber wie im Vorjahr hatte das Team mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Ein ehemaliges Teammitglied sicherte sich den Sieg – Bobby Julich. Das nächste Highlight war Mailand-San Remo, hier belegte ein ehemaliges Mitglied des Teams den zweiten Platz – Danilo Hondo. Die Tour de Romandie wurde von Santiago Botero gewonnen, der Giro d´Italia ging an Paolo Savoldelli. Vor Jahresfrist fuhren beide noch für das Team in magenta-farbenen Jerseys. Auch der Australier Cadel Evans, in Schimpf und Schande vor der Saison entlassen, fuhr beachtliche Ergebnisse für seinen neuen Arbeitgeber ein.

Und Ostermontag war Aschermittwoch für die Verantwortlichen des Teams. Das Rennen „Rund um Köln“, bei dem sich traditionell eine große Radsportgemeinde vor dem Fernseher versammelt, sollte eigentlich zur Auseinandersetzung zwischen Hondo und Zabel werden. Beide Teams allerdings verkalkulierten sich, so dass beide nur noch um einen Platz sprinten durften, der für Betrachter und Sportler gleichsam belanglos sein sollte. Gewonnen hat David Kopp vom Team Wiesenhof vor seinem Kumpel Stefan Schumacher (Shimano). Beide sind ihres Zeichens Ex-Fahrer von T-Mobile und 2006 bei Gerolsteiner wieder vereint…

Derartige Ergebnisse lassen keine Glücksgefühle bei den Verantwortlichen entsthen. Also standen Zabel, Ullrich, Wino & Co gehörig unter Zugzwang. Zu dem sportlichen Druck kamen auch noch teaminterne Auseinandersetzungen, die z.T. offen, z.T. versteckt, meist nicht auf der sportlichen Ebene ausgetragen worden und schließlich in nachhaltigen Veränderungen zur kommenden Saison mündeten.

Die Kapitäne

Die schärfste Auseinandersetzung betraf die Teamaufstellung zur Tour de France, dem traditionellen Saisonhöhepunkt. Hierbei ergaben sich mehrere Duelle. Zum einen bemühten sich drei Fahrer um die Kapitänsrolle für die Gesamtwertung, zum anderen meldete Erik Zabel Ansprüche bezüglich der Punktwertung an. Während klar war, dass vom Dreigestirn Ullrich-Winokourow-Klöden bei normalen Verlauf der Tour im Zweifelsfall Ullrich der Kapitän sein würde, gab es um die Nominierung von Zabel mächtigen Wirbel.

Ullrich, der in der Öffentlichkeit meist dadurch auffällt, in konkreten Angelegenheiten sich nicht klar zu äußern, vertrat die Meinung, dass die neun besten Fahrer starten sollten. Klöden gab früh zu erkennen, dass eine Mannschaft ganz nach dem Gusto des Rundfahrtenkapitäns – und damit ohne Zabel – gebildet werden sollte. Ete gab zu verstehen, dass er teilnehmen wolle und dass es trotz der Wünsche der anderen möglich sei.

Jedoch hatte Zabel seine Bewerbung mit Argumenten versehen, die vor allen Dingen auf Ergebnisse basierten, die bereits länger zurücklagen. Aktuelle Erfolge konnte er bis zur Nominierung nur einen vorweisen, nämlich den Sieg beim Rennen „Rund um den Henninger Turm“, wo er – um einen Begriff aus dem Gebiet des Boxens zu nennen – gegen handverlesene Konkurrenz die Oberhand behielt. Gegen die wirklichen Herausforderer diese Saison – Petacchi, McEwen, Freire, Boonen etc. – hatte er bis zu diesem Zeitpunkt stets verloren. Auch beim Giro konnte er Podiumsplatzierungen erst dann vorweisen, als die Konkurrenz aus Australien bereits ausgestiegen war.

Letztlich ergab die Bekanntgabe des Kaders, dass alle aufgestellten Fahrer sich voll in den Diensten der Kapitäne stellen sollten – von denen hieß keiner Zabel. Der Sprinterstar machte aus seinem Herz keine Mördergrube und sprach später davon, dass diese Entscheidung auch ausschlaggebend war, dass er sich nach der Saison von T-Mobile verabschiedete.

Als Trost sicherte man Zabel jedoch zu, dass das Team bei den Deutschen Meisterschaften für ihn fahren würde. Auf dem sprinterfreundlichen Kurs verlief das Rennen bis zur Zielgeraden wunschgemäß. T-Mobile hatte ihren Kapitän das Feld bereitet. Aber Zabel war nicht in der Lage, dieses Geschenk anzunehmen. Der vermeintliche einzige Gegner, Robert Förster, aber auch Gerald Ciolek zogen vorbei. Der Youngster Ciolek siegte und sorgte dafür, dass für Ete nur der dritte Platz möglich war. Selbst gegen die nationale Konkurrenz konnte er nicht für klare Verhältnisse sorgen, womit wollte er denn dann gegen die ungleich stärkere Gegnerschaft bei der Tour bestehen? Im Nachhinein erwies es sich als richtig, Zabel nicht nominiert zu haben, sosehr auch der Respekt vor seinen Leistungen besteht. Aber auch ein Sportsmann wie er sollte eingestehen, dass er nicht mehr in der Lage ist, die Erfolge der Vergangenheit mühelos zu wiederholen.

Es lag an Ullrich, Klöden und Winokurow, das Beste aus der Situation zu machen. Ullrich trat an, um Armstrong endlich vor dessen Karriereende zu bezwingen. Schon früh wurde deutlich, dass auch 2005 Jan Ullrich am Texaner nicht vorbei kommen würde. Bereits beim Auftaktzeitfahren kam Armstrong an Ullrich vorbei, obwohl der Amerikaner eine Minute nach dem Deutschen gestartet war. Ullrich war durch einen Sturz gegen das Teamfahrzeug tags zuvor gehandicapt, so dass er diese Schmach über sich ergehen lassen musste. Ein gesunder Ullrich wäre sicherlich in der Lage gewesen, den Zeitverlust in erträglicheren Grenzen zu halten. Denn beim wesentlich schweren Zeitfahren in Saint-Etienne über eine längere Strecke von über 55 Kilometern büßte der Merdinger nur 23 Sekunden ein und beim nahezu topfebenen Auftakt über 19 Kilometer mehr als eine Minute. Zum Triumph über Armstrong hätte es vermutlich aber nicht gereicht.

Statt seiner schlüpfte vorübergehend beim Auftaktzeitfahren Winokurow in die Rolle des Herausforderers, weil er Etappendritter wurde. Allerdings hatte er schon über 50 Sekunden auf den Texaner verloren. Spätestens beim Aufstieg nach Courchevel tauschten die beiden T-Mobiler aber wieder ihre Rollen, als der Kasache überraschend früh reißen lassen musste und einiges an Zeit auf die Spitze verlor. Ullrich musste – wie üblich – auch früher als erwartet, den Texaner samt einiger Konkurrenten fahren lassen, konnte seinen Rückstand aber in überschaubaren Rahmen halten. Zwar schien Klöden zunächst noch Armstrong folgen zu können, aber er – der im Frühjahr seiner Form hinterher lief – opferte eigene Ambitionen und betätigte sich als Lokomotive für Ullrich. Allerdings schien Klöden trotz ansteigender Formkurve auch nicht in der Lage zu sein, ein ähnlich starkes Rennen wie im Vorjahr liefern zu können.

Man kann den Fahrern in Magenta nicht unterstellen, nicht alles probiert zu haben. Z.T. brachten sie Discovery Channel ordentlich in Bedrängnis. So gelang es dem Team, auf der achten Etappe von Pforzheim nach Gerardmer, den Texaner von seinen Helfern zu separieren. Bei dieser Etappe konnte sie ihre beabsichtigte Taktik zeigen, indem stets einer der drei Kapitäne Angriffe startete. Armstrong, der sich vornehmlich auf Ullrich konzentrierte, ließ Klöden schließlich gewähren, der mit Pieter Weening schließlich den Tagessieg aussprintete. Leider blieb ihm nur der zweite Platz, nachdem er dem Niederländer um die Winzigkeit von weniger als einem Zentimeter unterlag.

Im weiteren Verlauf konnte das T-Mobile-Team den Amerikaner noch einmal unter Zugzwang setzen, als sie auf dem weg nach Ax-3 Domaines ihn neuerlich von dessen Team isolierten. Aber auch die von Experten als stärkste Leistung bezeichnete Performance reichte nicht aus, Armstrong aus den Schuhen zu fahren, am Ende war der Texaner wieder der Bessere.

Es blieb T-Mobile nichts anderes übrig, als um Etappensiege, gute Einzelplatzierungen im Gesamtklassement und um den ersten Rang in der Mannschaftswertung zu kämpfen. Jan Ullrich blieb ein Etappensieg leider versagt. Er konnte sowieso in all den Jahren nur einmal einen Abschnitt gewinnen, seitdem Lance Armstrong das Tourgeschehen dominierte. Seine beste Platzierung bei der diesjährigen Austragung blieb der zweite Platz in Saint Etienne. Im Gesamtergebnis wurde er Dritter. Sein kasachischer Freund Wino wurde letztlich Fünfter, nachdem er zwei Etappen gewinnen konnte. Einen Sieg schaffte er in Paris. Dieser Sieg sicherte ihm seine Gesamtplatzierung und er düpierte Zabel, weil dem Unnaer der angestrebte Erfolg auf der Champs Elyssee bisher nicht gelang. Zudem gelangen Wino jeweils dritte Etappenplätze bei den zwei Zeitfahren der Tour. Einen Tagessieg erzielte überraschend Giuseppe Guerini, der im Gesamtklassement auf dem 20. Platz landete. Auch der Spanier Oscar Sevilla konnte Pro Tour Punkte verbuchen, als er trotz Helferdienste den 18. Rang der Gesamtwertung erreichte.

Die Mannschaft jedoch konnte – als Trostpflaster – die Teamwertung gewinnen. Praktisch jeder Fahrer trug zum Gelingen sein Scherflein bei. So sorgten u.a. Kessler und Guerini durch ihre Teilnahme an Fluchtgruppen in der letzten Woche dafür, dass man sich diesen Erfolg sicherte, aber auch Sevilla war eine wichtige Stütze. Ganz offensichtlich half er einem erschöpften Ullrich auf der 15. Etappe, als er ihn vor dem nahenden Rasmussen ins Ziel zog. Außerdem war der Spanier auch Teil einer Fluchtgruppe der Etappe von Pau nach Revel.

Ob der Erfolg in der Teamwertung mit Zabel auch geglückt wäre, sollte stark bezweifelt werden, da man sich vermutlich eher dem Stellen von Fluchtgruppen im Sinne von Zabel gewidmet hätte und die Siege von Guerini und Wino (in Paris) wären wohl dann auch eher nicht zustande gekommen. Trotz des erneut verpassten Gesamtsieges von Ullrich kann die Teilnahme an der Tour unter dem Strich als Erfolg angesehen werden.

Jan Ullrich startete aber auch bei weiteren Events der Pro Tour. Seinen Vorjahressieg bei der Tour de Suisse konnte er nicht wiederholen. Zwar verbuchte er den Erfolg im Zeitfahren, verfolgte aber, wie vorab angekündigt, nicht mit letzter Konsequenz den Titel verteidigen. Ob er dabei tatsächlich mit der sprichwörtlichen angezogenen Handbremse fuhr, muss allerdings etwas in Zweifel gezogen werden, da er bei seinen Zielankünften schon recht angestrengt wirkte. Er landete aber erneut – dieses Mal als Dritter – auf dem Podium.

Nach der Tour der France wollte er seine Sache bei der Deutschland-Tour besser machen. Aber wieder war es ein Amerikaner, der seine Pläne durchkreuzte. Auf dem Weg zum Rettenbachferner musste er die beiden Gerolsteiner Totschnig und Leipheimer ziehen lassen, wobei letzterer die Etappe für sich entschied. Bei der zweiten Bergetappe konnte dieser den Vorsprung gar ausbauen, weil Ullrich mit der nasskalten Witterung am Feldberg nicht zu Recht kam. Dass Ullrich sich am Folgetag das Einzelzeitfahren noch sicherte, reichte nicht mehr aus, um Leipheimer in der Gesamtwertung noch zu gefährden und er wurde Zweiter. Somit sammelte er so viel Pro Tour Punkte, dass er in der Endabrechnung den vierten Platz belegte. Er landete endlich einen Platz und einen Punkt vor Dauerkonkurrent Armstrong, weil Ullrich beim GP Ouest-Plouay den zehnten Platz belegen konnte und dadurch den entscheidenden Zähler ergatterte.

Sein kasachischer Freund Winokurow startete wie üblich früher in die Saison. Bereits bei Paris-Nizza machte er sich auf die Jagd nach Trophäen und Pro Tour Punkten. Leider blieb ihm das Glück wie schon im Vorjahr nicht hold. Abermals verpasste er den Anschluss an eine Ausreißergruppe und mehr als der 16. Gesamtplatz war nicht mehr möglich.

Mit größerem Erfolg startete bei der Dauphine Libere. Die Etappe auf den mysteriösen Mont Ventoux entschied er zu seinen Gunsten. Am Ende belegte er den 5. Platz bei dieser Rundfahrt. Zwar startete er auch noch bei der Deutschland-Tour, aber er war meilenweit von seiner Bestform entfernt und stieg aus. Bei der Polen-Rundfahrt wollte er es besser machen, startete aber aufgrund des fehlenden Einreisevisums erst gar nicht.

Größeren Erfolg konnte er allerdings bei einem Klassiker verbuchen. Beim vermutlich schwersten Eintagesrennen Lüttich-Bastogne-Lüttich sorgte er für den ersten Saisonsieg der Magenta-Fahrer. Zusammen mit Jens Voigt war er dem Hauptfeld entkommen und sicherte sich im Schlussspurt einen weiteren Meilenstein seiner Karriere. Beim Fleche Wallone konnte er allerdings nicht restlos überzeugen und wurde nur 12.

Wino verlässt nach vielen Jahren das Team. Er beschwerte sich, dass das Team bei der Tour auf seine Ambitionen zu wenig Rücksicht nahm und attackierte, obwohl er gerade einen Angriff lanciert hatte. Kritisch muss man diesbezüglich anmerken, dass der Kasache sich selber offenkundig etwas überschätzte. Schon bei der Etappe nach Courchevel musste er überraschend früh reißen lassen und stellte von dem Augenblick an keine Gefahr mehr für Armstrong dar. Eher scheint der Vorwurf berechtigt zu sein, dass er seine Interessen nicht restlos in den Dienst von Ullrich stellte. Wie dem auch sei, Winokurow ist jetzt in einem Alter und hat auch das Format, selber der alleinige Kapitän einer Mannschaft bei der Tour zu sein. Von daher ist sein Abgang nur zu verständlich und vom Sechsten der Pro Tour Rangliste auch folgerichtig nur zu begrüßen.

Andreas Klöden, der dritte Kapitän im Bunde, kam in der Saison lange Zeit nicht in die Gänge. Erst bei der Tour schien er seinen Leistungshöhepunkt erreicht zu haben. Leider stützte er – auf Platz zehn in der Gesamtwertung liegend – und musste das Rennen aufgeben. Dadurch wurde in der Pro Tour nur ein 155. Platz möglich.

Blieben jetzt noch die Analysen bezüglich der anderen Kapitäne des Teams. Da wäre zunächst Zabel als Sprinter des Teams, Andreas Klier und Steffen Wesemann für die Rennen in Flandern und in der Hölle des Nordens, Matthias Kessler für die Ardennen und Giro sowie Oscar Sevilla für die Vuelta.

Erik Zabel startete gehandicapt in die Saison. Ein Fersenbruch im Winter erlaubte ihm keine kontinuierliche Saisonvorbereitung. Unter diesem Eindruck ist seine geringe Ausbeute im März des Jahres zu verstehen. Zunächst kam er bei den sechs Sprintankünften bei Tirreno-Adriatico nicht zum Zuge und verpasste auch den Einzug unter die besten Zehn dieser Rundfahrt. Dann verfehlte er mit seinem 14. Platz bei seinem Lieblingsrennen „Mailand-San Remo“ um Längen sein erstes Saisonziel.

Aber im April bot er dann bei der Flandern-Rundfahrt eine Facette seines Leistungsvermögens an, die man ihm eigentlich so nicht zugetraut hatte. Man hatte taktisch auf ein Zusammenspiel von Klier und Wesemann bei dieser Fahrt gehofft. Da aber Wesemann frühzeitig ausfiel, übernahm Ete dessen Rolle. Am Ende belegte er den vierten Platz, nachdem er mehrfach attackierte und durch seine Fahrweise einen zweiten Rang von Klier ermöglichte.

Leider blieb ihm eine Wiederholung eines solchen Rennens eine Woche später bei Paris-Roubaix aufgrund eines Platten versagt, aber in der Zeit zwischen den beiden Monumenten erkämpfte er sich den neunten Platz bei Gent-Wevelgem. Seiner bevorzugten Beschäftigung, nämlich dem Erringen von Etappensiegen jagte er im Rahmen der Pro Tour vergeblich hinterher. Lediglich sechs Zweitplatzierungen (vier bei der Vuelta) und einer Drittplatzierung (bei der Vuelta) trug er in diesem Jahr davon. Vergleicht man seine Ergebnisse mit der Vergangenheit, muss man schon festhalten, dass er an Schnelligkeit eingebüßt hat und auf höchster Ebene nur noch bedingt konkurrenzfähig ist. Solcher Ergebnisse dienen nicht dazu, ihn gegen die Interessen anderer Fahrer bei der Tour durchzusetzen und zu nominieren, darüber darf kein Zweifel bestehen. Daran ändert auch ein Sieg bei dem Henninger-Rennen (s.o.) nichts.

Er sollte bei der WM in Madrid versuchen, die Goldmedaille heimzubringen, aber dieses Rennen verlief anders als erwartet. So drohte die Saison zu Ende zu gehen, ohne dass dem viermaligen Mailand-San Remo-Sieger nur ein einziger Sieg in der ersten Auflage der Pro Tour gelungen wäre.

Ein Hoffnungsschimmer stellte da das Rennen „Paris-Tours“ dar. Viele der Hauptkonkurrenten hatten dem Rennen nicht ihre Aufwartung gemacht, da das Rennen recht spät im Jahr hinter den Saisonhöhepunkten lag. Zabel, der meist abhängig von einer guten Teamarbeit war, hatte das Pech, bereits 25 Kilometern vor dem Ziel keinen Helfer mehr an seiner Seite zu haben.

Gerade diese Situation umschrieb einen typischen Eindruck dieser Saison: Zabel war mal wieder alleine gelassen worden. Aber der Routinier gab nicht auf. Er hatte ein wenig das Glück, dass es zu einem Massensprint in Tours kam, bei der er dann der Konkurrenz widerstehen konnte und in seinem letzten Rennen für T-Mobile tatsächlich noch einen großen Sieg feiern konnte. Mit diesem versöhnlichen Abschluss endete eine jahrelange Beziehung zwischen Zabel und dem Telekom/T-Mobile Team. Ete landete in der Pro Tour auf dem 22. Rang.

Künftig noch stärker in den Fokus soll dann Andreas Klier rücken. Er ist zwar nicht in der Lage, Zabel bei Sprintentscheidungen zu beerben oder zu vertreten, aber er gehört zu den Besten bei den belgischen Frühjahrsrennen. Leider vermasselte ein eifriger Motorradfahrer bei Gent-Wevelgem ihm den Erwerb weiterer Erfolge, da Klier verletzt aufgeben musste und bei Paris-Roubaix nicht zur Verfügung stand. Klier schöpfte für die Pro Tour aber durch einen zehnten Rang bei Tirreno-Adriatico und einen neunten Rang bei der Benelux-Rundfahrt noch einige Punkte ab und wurde 45.

Steffen Wesemann, der in der Saison am ehesten durch seinen Nationalitätenwechsel auf sich aufmerksam machte, musste seinen Erfolg bei Paris-Roubaix suchen. Aber wieder einmal hatte das Schicksal mit ihm kein Einsehen. Er konnte die entscheidende Attacke nicht mitgehen und versuchte vergeblich die Spitzengruppe bis zum Zielort noch zu stellen. Schließlich kam er mit einer größeren Verfolgungsgruppe ins Velodrom. Im abschließenden Sprint agierte er lustlos und demotiviert und musste sich mit dem 16. Platz als Noch-Deutscher begnügen.

Mehr Fortune bewies er als Neu-Schweizer bei Zürich-Metzgete als er vor den Augen seiner neuen Landsleute sein Fahrrad den 6. Rang steuerte. Bei der Straßen-WM wurde er 12. und in der Pro Tour 118.

In den Ardennen setzte T-Mobile neben Winokurow auf die Künste von Matthias Kessler. Nach einem dritten Platz beim Fleche Wallone und jeweils zwei sechsten Plätzen bei Lüttich-Bastogne-Lüttich und Amstel Gold Race 2004, hoffte man auf Seiten der Teamleitung, dass der Nürnberger nun eine erneute Steigerung gelingen würde. Aber es ist nicht alles im Radsport punktuell planbar. Nimmt man seine Ergebnisse aus den Ardennen aus diesem Jahr als Maßstab, dann stagnierte er in seiner Leistung oder er hat sogar ein bisschen an Leistungsvermögen verloren. Bei Lü-Ba-Lü wurde es der 12. Rang, beim Wallonischen Pfeil der 13. und in den Niederlanden gar nur der 22. Beim Giro durfte er auf eigene Rechnung fahren und verfehlte als 25. Gesamtklassement erneut Pro Tour Punkte. Letztlich schaffte er keinen und verfehlte den Einzug in der Pro Tour Gesamtwertung. Das muss man schon als Enttäuschung deklarieren.

Große Taten hatte man sich von Oscar Sevilla nicht erwartet. Er war aber mit den Ehren des Kapitäns bei der Vuelta ausgestattet worden. Es zeigte sich, dass er als Sechster der Gesamtwertung ein achtbares Ergebnis einfuhr. Allerdings war er nicht in der Lage, mit den Favoriten des Rennens zu konkurrieren, wenn diese dann einmal das Heft des Handelns in die Hand nahmen. Letztlich strich er in der Pro Tour Gesamtwertung den 60. Platz ein.

Bei anderen Rundfahrten gelang es ihm nicht mehr, sein Pro Tour Punktekonto freundlicher zu gestalten. Der 25. Rang in der Baskenland-Rundfahrt kann nicht als gelungen bezeichnet werden. Sein Landsmann Paco Lara verfehlte hingegen nur knapp den Einzug in die Top Ten der Volta A Catalunya.

Zwei weitere Fahrer tauchen aber in der Gesamtwertung der Pro Tour auf. Es muss vermerkt werden, dass Guerini durch seinen Etappensieg in Frankreich den 145. Rang belegte. Auf Platz 133 steht der Russe Sergej Ivanov. Durch den neunten Platz in Flandern und der zehnten Position bei der Benelux-Tour schaffte er zählbare Ergebnisse für die Pro Tour.

T-Mobile kam in der Teamwertung der neuen Rennserie nicht über den 14. Rang hinaus. Dieses überrascht etwas, weil doch einige Podiumsplatzierungen erreicht werden konnten. Zählt man lediglich alle Einzelpunkte der Fahrer zusammen und vergleicht dieses Resultat mit den anderen Teams wurde ein 5. Platz erreicht. Auch anhand dieses Teams stellt sich der Aussagewert und die Effektivität der Pro Tour Teamrangliste in Frage. Wohl kaum eine Mannschaft wird der Versuchung erlegen, die Teamwertung zu Lasten einzelner Ergebnisse zum Hauptziel zu erklären. Schon gar nicht, wenn Einzelergebnisse so wenig mit den Mannschaftsresultaten im Einklang stehen.

Aus dem Team neben den genannten Fahrern konnte auch im Rahmen der Pro Tour noch einige andere Akteure Akzente setzen, ohne dass sich diese in Punkten ausdrücken lassen. So denkt man stellvertretend an den Neo Marcus Burghardt, der einige gute Etappenplatzierungen bei der Vuelta realisierte und immerhin 20. bei Gent-Wevelgem wurde, nachdem er auch bei der Flandern-Rundfahrt schon positiv aufgefallen war.

Outside Pro Tour

Siege außerhalb der Pro Tour stellten eine Rarität dar. Es wurde in der Saison keine Rundfahrt gewonnen und nur das Rennen „Rund um den Henninger Turm“ als Eintagesfahrt ging auf die Kappe eines T-Mobile-Fahrers. Wie erwähnt hieß der Sieger Erik Zabel.

Winokurow wurde kasachischer Meister im Straßenrennen. Ferner belegte er bei der Bayern-Rundfahrt (2.HC) den zweiten Platz. Im Rahmen dieser Rundfahrt schaffte Klöden seinen einzigen Saisonsieg.

Ebenfalls mit Landesmeisterehren und –trikot wurde der Russe Ivanov ausgezeichnet, der außerdem eine Etappe der Tour of Britain gewinnen konnte (2.1).

Im Rahmen der Tour of Luxemburg (2.HC) feierten gleiche zwei Profis des Teams Tageserfolge. So freute sich Eric Baumann über seinen einzigen Saisonsieg. Auch der Niederländer Bram Schmitz ging dort nicht leer aus.

Baumann konnte zusammen mit Wesemann und Klier bei der GP E3 Harelbeke (1.HC) glänzen, als die drei unter die ersten Zehn bei diesem Rennen kam. Baumann belegte den neunten Platz, während Wesemann der sechste Rang blieb und Klier nur Tom Boonen den Vortritt lassen musste.

Bemerkenswert ist sicherlich auch, dass keiner der beiden etatmäßigen Sprinter, Zabel und Olaf Pollack, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Pro Tour einen Etappensieg erzielen konnten. Neuankömmling Pollack hatte sicherlich das Pech, dass Zabel sich kurzentschlossen für den Giro anmeldete, so dass Pollack nicht der erste Sprinter des Teams war. Dennoch konnte er dessen Malaise nicht für sich nutzen, um beim Giro oder anderswo mit Sprinterfolgen aufzuwarten. Allerdings ereilte ihn das Verletzungspech, so dass er seine Saison früh beendet musste und seine Leistungen teilweise entschuldigt werden können.

Tops und Flops

Gewinner

• Andreas Klier: Der Wahl-Belgier gehört nach dieser Saison endgültig zu den Topleuten für die Frühjahresrennen. Sein zweiter Platz in Flandern ist aller Ehren wert und macht Appetit auf mehr.
• Alexander Winokurow: Ein Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich und Erfolge bei weiteren schweren Etappen dieses Jahres haben ihn wieder ein Stück näher an den Gipfel gebracht. Ob er nächstes Jahr in anderer Teamkluft den Olymp des Radsports besteigen kann, muss sich erst noch zeigen.
• Jan Ullrich: Vierter in der Pro Tour und drei Mal Podium bei Pro Tour Rundfahrten. Zwar konnte er das angestrebte Ziel mit dem Sieg über Armstrong erneut nicht erreichen, aber sein Jammern ist letztlich jammern auf höchstem Niveau.

Verlierer:
• Erik Zabel: Trotz des Sieges bei Paris-Tours und auch trotz guter Ergebnisse in Flandern und Frankfurt, den wichtigsten Kampf im Team hat er verloren. Erstmals war er nicht bei der Tour dabei. Ferner übersieht er die Erkenntnis, dass er an Sprintkraft im Vergleich zu den Vorjahren eingebüßt hat.
• Matthias Kessler: Ein Jahr in der Konsolidierung, wenn man es nett sagen möchte. Kein Saisonsieg und keine Punkte für die Pro Tour – das hatte man sich anders vorgestellt.
• Christian Werner: Er konnte sich das gesamte Jahr über nicht in Szene setzen und beendet viel zu früh seine Karriere.

Ausblick auf 2006

T-Mobile steht vor einer Saison des Umbruchs. Wie angekündigt verlassen Zabel und Winokurow das Team. Beide sind kaum zu ersetzen, da soll man sich nichts vormachen. Beiden gilt aber der Dank für die Leistungen der Vergangenheit und in der letzten Saison. Beiden möchte man den Erfolg wünschen, den sie sich an neuer Wirkungsstätte erhoffen.

Zabel wird dabei auf Petacchi treffen. Diese beiden waren bisher Konkurrenten und müssen fürchten, dass sie es nun im Team Milram hin und wieder auch sein werden, da beide offensichtlich sich auf die gleichen Saisonziele einigen Aber Zabel wies nach, dass er auch bei den Frühjahresrennen glänzen kann. Vielleicht schließt er dort an die gezeigten Leistungen an. Man möchte ihm wünschen, dass er selbst erkennt, wann es besser ist, vom Rad zu steigen und nicht darauf zu warten, dass man es ihm wegnimmt.

Winokurow ist ein Tausendsassa, dessen Ergebnisse in den Ardennen und Paris-Nizza dem Team künftig fehlen. Zudem fehlt nun auch eine Stütze für das Tourteam. Dass es mit einer Doppelspitze oder gar Dreifachspitze nicht effektiv funktioniert, hat die vergangene Saison bewiesen.

Fehlen wird auch Rolf Aldag. Eine Persönlichkeit wie er ist für ein Team lebensnotwendig, weil er mit großer Tatkraft sich für die Ziele des Teams ins Zeug legte. Aldag hat seine Karriere beendet. Ebenfalls nicht mehr dabei sind Jan Schaffrath und Tobias Steinhauser sowie Christian Werner.

Neuverpflichtungen auf höchstem Niveau wurden für das Team schwierig, da viele Fahrer, die diese Saison auffielen, bereits das Trikot in Magenta getragen haben und sicherlich keinen Bedarf haben, erneut für T-Mobile zu fahren.

Dennoch lotste man den Zeitfahrweltmeister Michael Rogers zum Team. Der Australier bringt einen hoffnungsvollen Deutschen mit. Sein Name ist Patrick Sinkewitz. Beide haben Stärken bei Rundfahrten. Zudem weiß Sinkewitz auch in den Ardennen zu gefallen. Dass beide bei der Tour de France nicht in Erscheinung traten, ist größtenteils mit dem Mangel an Unterstützung ihres Teams Quick Step zu erklären, das sie nach Bekanntgabe des Wechsels sprichwörtlich fallen ließ.

Der Gewinner der Polen-Rundfahrt, Kim Kirchen, kommt und bringt Leonardo Bernucci mit. Auch Kirchen hat gezeigt, dass ihm die Ardennen liegen. Mit Zeitfahrqualitäten ausgestattet kommt Serhiy Honchar zum T-Mobile Team. Er hat Jörg Ludewig im Schlepptau, der sicherlich durch seine mannschaftsdienliche Fahrweise Vorteile mit sich bringt. Zudem hat man auch Eddy Mazzoleni an Land gezogen, der bei den GTs in die Rolle des Edeldomestiken schlüpfen soll.

Aufsehen erregte die Verpflichtung von Linus Gerdemann, den T-Mobile von CSC loseiste. Gerdemann hatte angekündigt, 2007 sowieso zum Ullrich-Team zu wechseln. Deren Manager Riis gab daraufhin Gerdemann umgehend frei, weil sich ein weiterer Aufbau dieses Talents aus der Sicht von CSC nicht lohnt. Eine namhafte Verstärkung im nationalen Rahmen stellte die Verpflichtung von Thomas Ziegler dar.

Auch 2006 wird Jan Ullrich versuchen, die Tour de France zu gewinnen. Sowohl dort wie auch schon beim Giro trifft er auf den Italiener Ivan Basso, der bei der Tour 2005 vor ihm landete und besonders im Gebirge auch stärker war. Von daher ist Basso m.E. der Favorit für das Rennen in Frankreich. Aber auch Valverde, Winokurow und Leipheimer müssen bei der Grand Boucle beachtet werden. Auch bei der Deutschland-Tour sollte Jan Ullrich auf Sieg fahren, da ein Erfolg in der Heimat sicherlich erstrebenswert ist. Vielleicht nützt es ihm, dass sein Betreuer Rudy Pevenage endlich wieder im Teamfahrzeug sitzen wird. Die Spannungssituation zwischen ihm und Walter Godefroot hat die Lage belastet und kaum für bessere Leistungen der Sportler gesorgt.

Weiterhin hat das Team einige Asse bei den Frühjahrsklassikern und in den Ardennen im Ärmel. Schwierigkeiten wird es bei den flachen Klassikern und den Sprintankünften bei Rundfahrten geben, da dort der überragende Fahrer nun endgültig fehlt.

Eines sollte man T-Mobile aber nahe legen. Es ist bei den Fans nicht gut angekommen, dass das Team bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt und bei der Niedersachsen-Rundfahrt durch Abwesenheit glänzte. Sicherlich hat T-Mobile auch in anderen Teilen von Europa Verpflichtungen, aber diese Abstinenz wurde dem Team als Arroganz ausgelegt. Deswegen möge ein Schwerpunkt in der Planung auch auf einheimische Rennen gelegt werden. Es gilt, verlorenes Terrain wieder gut zu machen.

Weitere Infos auf der Teamseite: http://www.cycling4fans.de/?id=1631




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o.T.
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07.12.2005 20:11

steffi
Legende der Feld- und Waldwege

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Herkunft: "Tief im Westen..."

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Daumen hoch! RE: Saisonbilanz T-Mobile

mein Kommentar:
Jippieh!!! Jippieh!!! Jippieh!!!

direkt am Anfang geht es schon gut los großes Grinsen Gut gemacht




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07.12.2005 20:24

Steamboat
Tour-Sieger

Dabei seit: 29.12.2001

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danke sehr...


jetzt bleiben noch fünf Berichte übrig.




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o.T.
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07.12.2005 20:36

kuestentanne
Buten-Kieler

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Herkunft: Stockholm
Fan von: THW KIEL

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RE: Saisonbilanz T-Mobile

Klasse Gut gemacht

Nur der Mont Ventoux ist mystisch, nicht mysteriös Augenzwinkern




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Love people, use things, the opposite never works!
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07.12.2005 20:41

Steamboat
Tour-Sieger

Dabei seit: 29.12.2001

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RE: Saisonbilanz T-Mobile

Zitat:
Original von kuestentanne
Klasse Gut gemacht

Nur der Mont Ventoux ist mystisch, nicht mysteriös Augenzwinkern


Das passiert leider manchmal im Eifer des Gefechts....

Danke




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o.T.
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08.12.2005 07:51

ThomasOH
Teamzeitfahrer

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Dabei seit: 02.02.2004
Herkunft: Ostholstein
Fan von: Je länger, desto besser!

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RE: Saisonbilanz T-Mobile

Super Lektüre und ein besonderes Kompliment für die neutrale Kommentierung.

Sauber Steamboat Gut gemacht




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www.nordcup-radmarathon.de

... nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
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08.12.2005 09:39

Steamboat
Tour-Sieger

Dabei seit: 29.12.2001

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RE: Saisonbilanz T-Mobile

Zitat:
Original von ThomasOH
Super Lektüre und ein besonderes Kompliment für die neutrale Kommentierung.

Sauber Steamboat Gut gemacht



Danke Thomas.

Ich hatte zwar versucht, neutral zu bleiben, war mir aber gerade in Bezug auf Zabel gar nicht so sicher, dass es so auch rübergekommen ist.




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o.T.
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08.12.2005 09:48

steffi
Legende der Feld- und Waldwege

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RE: Saisonbilanz T-Mobile

Zitat:
Original von Steamboat
[..., war mir aber gerade in Bezug auf Zabel gar nicht so sicher, dass es so auch rübergekommen ist.

bist du m.E. auch nicht vollständig Augenzwinkern
aber du bist ja auch keine Maschine
jeder Resümeeist Augenzwinkern lässt was von sich einfließen, das ist gut und richtig,
ein Zabelfan hätte auch eine Tendenz hineingebracht, halt nur eine andere




__________________
.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von steffi: 08.12.2005 09:50.

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08.12.2005 10:32

karteikarte
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RE: Saisonbilanz T-Mobile

Zitat:
Original von steffi

bist du m.E. auch nicht vollständig Augenzwinkern
Gut gemacht


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von karteikarte: 08.12.2005 10:32.

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08.12.2005 10:35

Steamboat
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RE: Saisonbilanz T-Mobile

Zitat:
Original von karteikarte
Zitat:
Original von steffi

bist du m.E. auch nicht vollständig Augenzwinkern
Gut gemacht


Ich hatte nur 30.000 Zeichen zur Verfügung. da muss man auch mal an Infos selektieren




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o.T.
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08.12.2005 10:51

atreiju
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Tja, ich würde einen Gewinner und einen Verlierer genau deswegen austauschen, Zabel und Ullrich...

Ullrich, weil er trotz einer der besten Vorbereitungen aller Zeiten, einem nur auf ihn ausgerichteten Team und vollmundigen Ankündigungen nicht den Hauch einer Chance hatte, Lance zu schlagen und bei der Deutschlandtour, die auf ihn zugeschnitten war, hätte gewinnen müssen bei seinen Fähigkeiten, außer bei den 3 Rundfahrten hat er dieses Jahr quasi nichts gezeigt. Daher für mich ein Verlierer...

Zwar hat Zabel sicher über weite Strecken der Saison nicht überzeugt, aber ich denke, dass die Auswirkungen seiner Verletzung hier gerne unterschätzt werden, zudem ihm häufig die Unterstützung fehlte. Und ganz zum Schluss hat er sich halt im Stile eines ganz großen Champions verabschiedet, als keiner mehr mit ihm rechnete. Und genau dies unterscheidet ihn und seine Karriere von Ullrichs, Zabel hat über die Jahre fast immer das Gebracht, was er leisten konnte und von ihm erwartet wurde.

Man merkt schon deutlich, dass du eher Pro-Ulle und Anti-Zabel bist, auch in deinen Bemerkungen über das Tour-Team und die Aussage, dass mit Zabel die Etappensiege wohl nicht zustande gekommen wären, was ich für unsinnig und nicht belegbar halte. Mir fehlt auch etwas Kritik an den Aussagen und dem Verhalten von Klöden innerhalb des Teams, vielleicht mit ein Grund, warum beide, Zabel und Wino jetzt weg sind.




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08.12.2005 10:52

Checker
Bart

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Guten Morgen! Hatten wir die Diskussion nicht schon zwölfundelfzig Mal?


edit: ich habe die Bilanz jetzt mal vollständig durchgelesen und finde, dass Steamboat sehr fair und unvoreingenommen geschrieben hat. Auch den Fersenbruch Zabels führt er als Grund für schwächere Leistungen an. Hat atreiju bestimmt bloss überlesen... Augenzwinkern




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Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)
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08.12.2005 11:05

Steamboat
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Atreiju

Ich hätte zu T-Mobile sicherlich noch einiges schreiben können. Dann wäre ich durchaus auf die Aussagen von Klöden eingegangen. Gerade die in Bezug auf Wino fand ich alles andere als richtig.

Ich lasse mich nicht so gerne in Pro Ulle und Anti Zabel dividieren. Ich denke aber, dass Zabel die wichtigen Dinge der Saison verloren hat. Dazu zählt ganz besonders sein Verhalten in Bezug auf die Nominierung zur Tour. Mir fiel auf, dass fast alle seiner Fürsprecher auf Zabels Leistungen in der Vergangenheit verwiesen. Aber die Erfolge der Gegenwart (und da kann man das Jahr 2004 einschließen) fanden kaum Würdigung.

Als echter Sportsmann hätte man dann auch mal erwartet, dass von ihm dann ein Rückzug zu einem weit weniger brisanten Zeitpunkt erfolgt wäre. So spielte er die beleidigte Leberwurst.

Mich hat es auch sehr gefreut, dass er bei Paris-Tours noch einmal so ein Ding raushaut. Wirklich.

Nur man kann nicht seine gesamte Saison unter dem Fokus sehen, dass er eine Verletzung hatte. Die ausgebliebenen Erfolge im Verlaufe der Saison wurden dann wieder mit anderen Dingen erklärt.

Ullrich nun zum Verlierer zu stempeln, geht mir zu weit. Dass er sein Saisonziel nicht erreicht hat, ist richtig. Hierfür gibt es eine deutliche Erklärung, die sich anhand von Zahlen teilweise belegen lassen.

Natürlich steckt ein wenig Hypothese hinter der Behauptung, dass bei Zabels Anwesenheit, Guerini und Wino ihre Etappen nicht gewonnen hätten. Die Vergangenheit hat sehr deutlich gezeigt, dass das Team stets für Zabel dann entstandene Löcher zufahren musste, um ihm zu Punkten bzw. zum Etappensieg (ganz besonders in Paris) zu verhelfen. Mir fehlt wirklich die Fantasie anzunehmen, dass es 2005 anders verlaufen wäre.




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o.T.
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08.12.2005 11:13

xxGinesxx
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Nicht zu vergessen, dass Zabel den Haussler aus dem WM-Team gemoppelt hat... Jetzt weiß ich, glaube ich...

und @ atreiju: Warum Armstrong nicht zu schlagen war, wissen wir ja jetzt... http://boardy.de/images/smilies/kicher.gif http://boardy.de/images/smilies/kicher.gif http://boardy.de/images/smilies/kicher.gif

@ Steamboat: Gut gemacht, wie immer. beifall


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08.12.2005 11:30

atreiju
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Fan von: kann man noch Fan von sein ???

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Zitat:
Original von Steamboat
Atreiju

Ich hätte zu T-Mobile sicherlich noch einiges schreiben können. Dann wäre ich durchaus auf die Aussagen von Klöden eingegangen. Gerade die in Bezug auf Wino fand ich alles andere als richtig.

Ich lasse mich nicht so gerne in Pro Ulle und Anti Zabel dividieren. Ich denke aber, dass Zabel die wichtigen Dinge der Saison verloren hat. Dazu zählt ganz besonders sein Verhalten in Bezug auf die Nominierung zur Tour. Mir fiel auf, dass fast alle seiner Fürsprecher auf Zabels Leistungen in der Vergangenheit verwiesen. Aber die Erfolge der Gegenwart (und da kann man das Jahr 2004 einschließen) fanden kaum Würdigung.

Als echter Sportsmann hätte man dann auch mal erwartet, dass von ihm dann ein Rückzug zu einem weit weniger brisanten Zeitpunkt erfolgt wäre. So spielte er die beleidigte Leberwurst.

Mich hat es auch sehr gefreut, dass er bei Paris-Tours noch einmal so ein Ding raushaut. Wirklich.

Nur man kann nicht seine gesamte Saison unter dem Fokus sehen, dass er eine Verletzung hatte. Die ausgebliebenen Erfolge im Verlaufe der Saison wurden dann wieder mit anderen Dingen erklärt.

Ullrich nun zum Verlierer zu stempeln, geht mir zu weit. Dass er sein Saisonziel nicht erreicht hat, ist richtig. Hierfür gibt es eine deutliche Erklärung, die sich anhand von Zahlen teilweise belegen lassen.

Natürlich steckt ein wenig Hypothese hinter der Behauptung, dass bei Zabels Anwesenheit, Guerini und Wino ihre Etappen nicht gewonnen hätten. Die Vergangenheit hat sehr deutlich gezeigt, dass das Team stets für Zabel dann entstandene Löcher zufahren musste, um ihm zu Punkten bzw. zum Etappensieg (ganz besonders in Paris) zu verhelfen. Mir fehlt wirklich die Fantasie anzunehmen, dass es 2005 anders verlaufen wäre.


Nun, ich kann die Verbitterung Zabels schon verstehen, um es mal ganz überspitzt zu formulieren, auch der Leistungshöhepunkt des Kapitäns liegt schon fast ein Jahrzehnt zurück und seitdem konnte er bei T-Mobile nie wieder wirklich um den Sieg kämpfen...dagegen hat Zabel in dieser Zeit mehrfaach für das Team die Kohlen aus dem Feuer geholt und schlechter als Ulles Schwager in Spe, der sicher nicht aus Qualitätsgründen dabei war, ist Zabel selbst 2005 sicher nicht gewesen.
Und angesichts der Vorgeschichte, beginnend beim Mobbing von Klöden und endend in der viel zu spät gefassten endgültigen Entscheidung, kann ich auch seine Reaktion verstehen.

Auch sehe ich den Sturz nicht wirklich als Ursache für Ulles Niederlage und es ist für mich einfach auch typisch und bezeichnend, dass ihm so etwas passiert und ich glaube nicht, dass er wirklich so extrem dadurch behindert wurde. Aber das sind Diskussionen, die wir nicht hier führen müssen. Ich sehe halt Zabel nicht als Verlierer und Ullrich nicht als Gewinner, denn bei seinem Können und Ansprüchen hätte er eine der Rundfahrten gewinnen müssen.

Im übrigen finde ich deine Zusammenfassungen klasse und bewundere dich dafür, wieviel Arbeit und Akribie du dort hineinsteckst.




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08.12.2005 11:34

MrsFlax
.

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cool

Zitat:
Original von atreiju
Zwar hat Zabel sicher über weite Strecken der Saison nicht überzeugt, aber ich denke, dass die Auswirkungen seiner Verletzung hier gerne unterschätzt werden.


Zitat:
Original von atreiju
Auch sehe ich den Sturz nicht wirklich als Ursache für Ulles Niederlage und es ist für mich einfach auch typisch und bezeichnend, dass ihm so etwas passiert und ich glaube nicht, dass er wirklich so extrem dadurch behindert wurde.


nun ja - man kann sich halt alles so hinbiegen, wie es einem gefällt Trink brüderle, trink *hicks*


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08.12.2005 12:30

Checker
Bart

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Zitat:
Original von atreiju
Aber das sind Diskussionen, die wir nicht hier führen müssen.


Das sehe ich genauso, siehe oben. Deshalb frage ich mich, warum du sie trotzdem führst...




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08.12.2005 12:33

Steamboat
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Zitat:
Original von Checker
Zitat:
Original von atreiju
Aber das sind Diskussionen, die wir nicht hier führen müssen.


Das sehe ich genauso, siehe oben. Deshalb frage ich mich, warum du sie trotzdem führst...


Lass mal.

1.) Ich finde es schön, wenn meine Texte zur Diskussion anregen. Hier verfasse ich ja nun größtenteils meine Ansichten, die auch in die Gazzetta kommen, da ist klar, dass nicht jeder meine Meinung vertritt.

2.) Atreiju hat klar eingeräumt, dass er hier in diesem Thread nicht weiter diskutieren möchte. Von daher lassen wir das alles mal so stehen. Ich finde es absolut okay.




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o.T.
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08.12.2005 12:35

karteikarte
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Hören wir doch ganz auf mit dem Diskutieren.


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08.12.2005 14:39

teufelsberg
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Original von MrsFlax
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Original von atreiju
Zwar hat Zabel sicher über weite Strecken der Saison nicht überzeugt, aber ich denke, dass die Auswirkungen seiner Verletzung hier gerne unterschätzt werden.


Zitat:
Original von atreiju
Auch sehe ich den Sturz nicht wirklich als Ursache für Ulles Niederlage und es ist für mich einfach auch typisch und bezeichnend, dass ihm so etwas passiert und ich glaube nicht, dass er wirklich so extrem dadurch behindert wurde.


nun ja - man kann sich halt alles so hinbiegen, wie es einem gefällt Trink brüderle, trink *hicks*


du kannst ja nur nicht verwinden, dass dein nachweislich amphetaminschmeißender ulle selbst damit den saubersten radfahrer aller zeiten nicht gefährden konnte. wütend zunge rausstreckend


oh, doch etwas off topic.
guter bericht, persönlcih hätte ich ete auch etwas positiver beschrieben; verstehe nicht ganz, wieso deshalb ulle negativer gesehen werden sollte.


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