Wert der ProTour Gesamtwertung |
03.10.2005 01:28
blaireau
Soigneur

Dabei seit: 22.07.2004
Herkunft: Zürich Fan von: Ottavio Bottecchia
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| RE: Wert der ProTour Gesamtwertung
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| Zitat: |
Original von ilKaiser
Abgesehen davon: Für mich ist und bleibt Tom Boonen der unterm Strich beste Fahrer der Saison, unabhängig von jeglichen Punktewertungen.. |
Exakt.
Warum nicht am Ende der Saison die Punkte so verteilen, dass DER Fahrer der Saison zum Gesamtsieger wird? Im Ernst: gerade weil die meisten spüren, wer DER Fahrer war, drum brauchen wir keine Wertung dafür. Boonen war's, DiLuca allenfalls Zweiter. Aber es gibt halt eine solche Wertung, und irgendein Sponsor versenkt auch noch ein wenig Geld dort hinein.
"And if a 6 turns out to be 9, I don't mind, I don't mind ..."
__________________ "I just dropped in to see what condition my condition was in"
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03.10.2005 04:12
badorties
Vuelta-Sieger

Dabei seit: 20.04.2003
Herkunft: Kassel Fan von: Radsport? und ungedopten Fahrern
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| RE: Wert der ProTour Gesamtwertung
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| Zitat: |
Original von ilKaiser
Die ProTour-Wertung macht in ihrer jetztigen Form unter Gesichtspunkten des Wettbewerbs keinen Sinn. Gerade, weil man nur als "kompletter" Fahrer Siegchancen hat, wird der Kandidatenkreis der Sieger drastisch verkleinert.
Die Weltrangliste war ein verblüffend überzeugender Nachweis über die Leistungen eines Fahrers über die ganze Saison - in allen Rennen! Der Weltcup war eine begehrte Trophäe für die neun wichtigsten Eintagesrennen (+Hamburg). Die ProTour-Wertung ist hingegen irgendwas dazwischen, nichts Halbes und nichts Ganzes.
Die UCI hatte sich vorgestellt, die Stars der Szene durch die ProTour zu mehr Renneinsätzen bewegen zu können. Was hat die ProTour-Wertung nun angerichtet? Die Wenigfahrer des Jahres erklimmen einige der vordersten Plätze. Eigentlich ist doch eine solche Wertung keinen Pfifferling wert, wenn aussichtsreiche Konkurrenten lieber in den Urlaub fahren, als um den Sieg mitzukämpfen.
...
Vorschlag: Man könnte innerhalb der ProTour noch eine geteilte Wertung für Eintagesrennen und Etappenrennen einführen. Und man muss zwingend etwas am Punktesystem ändern: mehr Punkte für Etappensiege, mehr mit Punkten bedachte Platzierungen bei Eintagesrennen, dafür aber auch mehr Punkteabstände zwischen Erst- und Zweitplatziertem. |
Das Posting hätte auch fast von mir sein können. Das Punktesystem hinkt und erschwert eine objektive Korrelation von Sprintern/Bergfahrern, Eintagesfahrern und GW-Spezis.
Darüberhinaus (und das zum hundertsten Mal) kann eine Punktewertung, die eine kontinuierliche Saisonleistung nicht belohnt, weil einige Rennen nicht mitgezählt werden, wohl kaum als zählende Rangliste angesehen werden, solange beide Rennserien nebeneinander existieren und lediglich die Ergebnisse miteinberechnet werden, die für die eigene Rennserie relevant sind.
Beispiel:
Dwars door Vlaanderen
Giro d'Italia
MTC als Pro-Tour-Fahrer wird genausowenig für seine gute Leistung bei DdV belohnt wie Rujano beim Giro.
Wenn beide Serien miteinander fahren, muß auch eine Bewertung beider Serien Grundlage für ein Bewertungssystem sein, um die Leistungen aller Fahrer in allen Rennen vergleichen zu können...Ob man das Ganze jetzt Weltcup oder Pro-Tour nennen mag: Eine Extra-Bewertung für die "Top-500" macht Sinn, die Pro-Tour macht Sinn (was Sponsorenaktivitäten anbetrifft) , eine gemeinsame Bewertung ist allerdings wünschenswert, wenn auch nicht erwünscht,..da beißt sich die Katze in den Schwanz...
__________________ tía Käthe
Ex-Tippspielsieger
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03.10.2005 07:44
ogkempf
Tippspielweltmeister

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Oegstgeest Fan von: Studenten
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| RE: Wert der ProTour Gesamtwertung
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| Zitat: |
Original von blaireau
In den 70ern gab's den Super Prestige Pernod, dann den Weltcup, heute die Pro-Tour.
Ehrlich - wen interessiert's? Der Radsport besteht aus Einzelrennen. Ich glaube, 80% des Feldes würden den Pro-Tour-Sieg locker gegen eine einzige Liège-Bastogne-Liège, ein einziges Milano-San Remo, eine einziges Paris-Roubaix usw. tauschen. Wie seht ihr das? |
Die SP lag vor meiner Zeit, aber alles was ich darüber gelesen habe hat mir verraten, dass sie von den Fahrern nicht angenommen wurde. Beim Weltcup war es zunächst genauo, aber dort hat sich (bei Museeuw ist es mir zum ersten Mal aufgefallen) mit der Zeit ein echter Wille gebildet diese Wertung zu gewinnen.
Ich denke, dass man mit Fug und Recht behaupten kann, dass 2004 der Weltcup wirklich schon eine interessante, in den Medien viel beachtete und von den Fahrern umkämpfte Wertung war.
Dazu hatte man die Weltrangliste, über die man denken kann was man will, aber sie hat immerhin Cunego dazu verleitet am Saisonende noch ein paar Rennen dranzuhängen. Scheint also auch funktioniert zu haben.
Jetzt hat man diese beiden funktionierenden Systeme verquickt und das Ergebnis ist, das man wieder dort startet, wo man vor 15 Jahren schon mal gestartet ist. Außer, dass die Medien inzwischen schon Interesse an der neuen Wertung haben, vermutlich aus heimweh nach den alten Systemen....
| Zitat: |
Original von ilKaiser
Vorschlag: Man könnte innerhalb der ProTour noch eine geteilte Wertung für Eintagesrennen und Etappenrennen einführen. |
Meiner Meinung nach haben wir mit der PT, der EPCT, der NPCT, der AsPCT, der AfPCT, der SPCT und der OPCT schon genug Ranglistenwirrwarrr.....
__________________ Radsport ist Scheiße - und nichts wird besser!
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03.10.2005 11:49
tusberg
Degenkolbler

Dabei seit: 13.05.2005
Herkunft: Degenkolbhausen Fan von: John Degenkolb
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| RE: Wert der ProTour Gesamtwertung
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ich fand die Weltrangliste besser!
__________________ Radsport war Scheiße - bis John Degenkolb kam und 29. wurde!
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03.10.2005 17:18
rider unregistriert
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| RE: Wert der ProTour Gesamtwertung
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Original von ogkempf
Die SP lag vor meiner Zeit, aber alles was ich darüber gelesen habe hat mir verraten, dass sie von den Fahrern nicht angenommen wurde. |
Das liegt eher daran, dass die, die über die Jahreswertung geschrieben haben (egal, ob SP, Weltcup oder Pro-Tour-GW), die Bedeutung dieser Wertung nicht verstanden oder aus welchen Gründen auch immer nicht geschätzt haben.
Bei den Fahrern sieht das anders aus. Ein Ferdi Kübler ist neben dem TdF-Sieg, dem WM-Titel und den vielen Klassikern durchaus auch auf die gewonnen Jahreswertungen stolz. Und dies alles liegt schon über 50 Jahre zurück.
Ähnlich wird's wohl auch einem Sean Kelly ergehen und in ein paar Jahren auch einem Di Luca oder Bettini, so er dann mal die Jahreswertung gewinnen wird.
Dass ein Ulrich trotz guter Möglichkeiten auf einen Protour-Podestplatz nicht mehr weitergemacht hat, kann man einerseits verstehen - im Radsport zählen halt vor allem die Siege. Andererseits kann man seine Haltung auch grundsätzlich kritisieren. Er scheint nicht richtig gerne Rennen zu fahren. Anders kann ich mir nicht erklären, warum er sich die Rennen von Zürich und der Lombardei hat entgehen lassen. Mit seinen Fähigkeiten wäre er mit der entsprechenden Vorbereitung in der Lage gewesen, auch nach einer harten Sommersaison als einer der Hauptfavoriten anzutreten. Und bis zum nächsten Sommer ist von Ende Oktober genügend Zeit, sich zu erholen und die Form neu aufzubauen. Aber wahrscheinlich fährt er lieber durch den November- und Dezembernebel Grundlage und beklagt sich im Januar über chronische Erkältungen...
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