Cyclingnews hat sogar schon ne Startliste ...
http://www.cyclingnews.com/road/2005/apr...5/?id=startlist
Für die Weltcupführende und Titelverteidigerin Oenone Wood wird das hier die härteste Prüfung. Im letzten Jahr konnte sie sich nur mit Mühe im Feld (so 20 Fahrerinnen) halten und am Ende immerhin noch eine akzeptable Platzierung herausfahren. DIe Nürnberger haben mit der Vorjahreszweiten Trixi Worrack, der solche Rennen natürlich eher liegen, eine der Favoritinnen dabei, zumal Zoulfia Zabirova definitiv nicht in der Überform des Vorjahres (sie gewann Flandern, nachdem sie zuvor Primavera abgeschossen hatte) und die Vorjahresdritte, Leontien Zijlaard ins Management gewechselt ist.
Eine besondere Rolle kommt der Verlegung der Bahn-WM vom Herbst ins Frühjahr zu. Die Bahnfahrerinnen haben einerseits eine tolle Form, andererseits natürlich auch einiges an Substanz in Kalifornien gelassen. Kate Bates und Olga Slyoussareva sind beide jeweils im Scratch, Punkterennen und der Verfolgung gestartet (und haben ordentlich Medallien gesammelt), mal schauen, was bei einer solchen Belastung im Vorfeld möglich ist.
Neben Van Bemmelen, die mit der kompletten Aussie-Squad, der Neuseeland-Siegerin Suzanne de Goede, der im Vorjahr sehr stark fahrenden Theresa Senff und Josephine Groenveld dabei sind, könnte insbesondere Vlaanderen dem Rennen den Stempel aufdrücken. Evy van Damme und Sharon van Dromme auf dem Kurs abzuschütteln dürfte nur schwer möglich sein. Die Frage ist aber, ob Hanka Kupfernagel und Anita Valen halbwegs fit an den Start gehen können.
Auch Karin Thürig hat mit der Bahn-WM einen der Saisonhöhepunkte ihres Multi-Disziplinen-Plans bereits hinter sich. Bei Univega dürfte aber ohnehin Priska Doppmann die Sieganwärterin sein, der sich auch Edwige Pitel unterzuordnen hat.
Nicole Cooke, die wohl nur durch die gute Teamarbeit der Nürnberger vom Weltcupsieg in Mailand abgehalten werden konnte, gibt ihre Flandern-Premiere, aber ein so selektiver Kurs dürfte ihren Fähigkeiten entsprechen. Rochelle Gilmore mag zwar kein Pflaster, aber das hindert sie nicht daran, ein hohes Tempo mitgehen zu können, was erst recht für Anna Zugno gilt.
Bei den Flachlandfreunden teilen sich Chantal Beltmann und Loes Gunnewijk die Leader-Rolle. Loes dürfte dank ihrer Endschnelligkeit nach dem harten Rennen in einer kleineren Gruppe sogar Siegchancen haben.
Nobili haben neben der schon angesprochenen Olga Slyoussareva natürlich auch noch Joanne Kiesanowski dabei, der letztes Jahr ein ähnliches Schicksal wie Oenone Wood beschieden war: alle Körner auf den flämischen Straßen gelassen und nichts mehr übrig für den Sprint. Aber die Neuseeländerin hat in vielerlei Hinsicht eine Entwicklung durchgemacht seit letztem Jahr, man kann gespannt sein. Und selbst wenn die Sprinterinnen versagen, ist mit Modesta Vsesniauskaite eine Kandidatin dabei.
Buitenpoort, tja, mit Susanne Ljungskog, Tanja Hennes, Linda Serup, Amber Neben, Lada Kozlikova und Mirjam Melchers müsste unter normalen Umständen eigentlich ein Podiumsplatz Pflicht sein. Mirjam schien in Mailand schon fast wieder auf der Höhe zu sein, da darf man gespannt sein. Aber das Team ist derart stark, hier kann wirklich jede das Podium erreichen.
Zoulfia Zabirova wäre die Topfavoritin, aber im Moment macht Nicole Brändli fast den stärkeren Eindruck. Da wird man sich bei Bigla etwas einfallen lassen müssen.
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"Haben Sie heute schon gedopt?"
"Nein. - Noch nicht. - Muss ich?"