Ernährungsthread |
16.11.2002 12:30
Coastfreak
Weltmeister
Dabei seit: 22.04.2002
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lasst uns hier Erfahrungen mit bestimmten Lebensmitteln austauschen..Ich habe was interessantes und auch gut verständliches zum Thema Ernährung für Sportler im Netz gefunden
| Zitat: |
Eiweiß
Eiweiß wird in der Fachsprache "Proteine" genannt. Proteine bedeutet übersetzt: das Erste, das Wichtigste.
Ohne Eiweiß kein Leben!
Eiweiß, sagt man, mach stark. - Warum?
Die Proteine erfüllen zwei Aufgaben:
neues Material für die Muskulatur aufbauen (anabolischer Ablauf)
altes Material der Muskulatur abbauen (katabolischer Ablauf)
Bei Sportler trifft man hier auf einen solchen verstärkten Vorgang. Beim (Aufbau-)Training gibt es den anabolischen Effekt. Beim Wettkampf (z.B. beim Marathon) gibt es dann den katabolischen Effekt. Eiweiß befindet sich im ganzen Körper des Menschen, nämlich in den Muskeln, in der Haut, usw... Proteine haben somit auch in irgendeiner Weise mit vielen Dingen im Körper eines Menschen zu tun, wie z.B. der Blutfarbstoff, Enzyme, Überträgerstoffe im Nervensystem, usw... Proteine kommen z.B. in Käse, Brot, Fisch und Nudeln vor.
Man empfiehlt eine tägliche Proteinzufuhr in Höhe von ca. 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Für Sportler empfehlt man ca. 1,2 bis 1,4 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Letztendlich braucht der Leistungssportler zum Muskelaufbautraining einen erhöhten Proteinbedarf. Im Kraftsport kann der Proteinbedarf auf bis zu 1,7 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht steigen.
Für Ausdauersportler darf aber dennoch nicht auf eine Erhöhung der Proteine verzichtet werden. Im Gegenteil. Bei einem Marathon z.B. erhöht sich der Kraftaufwand so sehr, dass die empfohlene Proteinenzufuhr bei 1,2 bis 1,4 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht liegt. Dadurch, dass die meisten Athleten ohnehin mehr Energie ihrem Körper zuführen, nämlich Kohlenhydrate, spart sich der Körper zunächst Proteine. Es ist also so, dass Kohlenhydrate einen proteinsparenden Effekt haben. Es ist für den Ausdauersportler deshalb keine übertriebene Proteinzufuhr nötig.
Eiweiß von pflanzlichen Lebensmittel sind zu bevorzugen, da sie...
...weniger Fett enthalten.
...gleichzeitig viel Kohlenhydrate enthalten.
...bei weniger tierische Proteine eine hochwertigere Eiweißmischung entstehen lassen.
In welcher Nahrung gibt es jedoch das beste und hochwertigste Eiweiß für den Ausdauersportler? In...
...Nudeln,
...Kartoffeln,
...Reis,
...Vollkornbrot,
...Ei,
...Milch,
...Bohnen,
...Mais und
...Fisch.
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind der wichtigste Energiestoff für Ausdauersportler. Die Kohlenhydrate können die entstandene Energie am besten zur Verfügung stellen. Dadurch entsteht folglich ein geringstmöglicher Rest an Energie, der übrig bleibt und für mehrere Tage (ca. 5 Tage) gespeichert werden kann. Somit ist zunächst diese Energiequelle am ökologischsten von allen. Die Energie der Kohlenhydrate ist bevorzugte Quelle für alle körperlichen und geistigen Leistungen.
Der einzige Nachteil der Kohlenhydrate ist, dass es sich nur begrenzt im Körper speichern lässt. Diese Speicherform nennt sich Glykogen. Als Ausdauersportler hat man deshalb dafür zu sorgen, dass der Glykogenspeicher ausreichend aufgefüllt ist. Ist dies nicht der Fall, und die vorhandene Energie der Kohlenhydrate ist aufgebraucht, greift der Körper automatisch auf die Energie der Fette zurück.
Fett
...Daraus folgt, dass Fett auch eine Energiequelle ist. Nun, worin besteht jetzt der Unterschied beider Energiequellen?
Zunächst ist die Speicherkapazität der Kohlenhydrate begrenzt. Bei Fett ist dies nicht der Fall. Fett ist nahezu unbegrenzt speicherbar. Weiterhin gibt Kohlenhydrate eine deutlich leistungsfähigere Energie dem Körper ab, besonders für die Muskeln und dem Gehirn. Fett ist somit eine Energiequelle, die im großen Mengen verfügbar ist. Jetzt denkt sich wohl jeder, warum man dann nicht immer Höchstleistungen erzielen kann, wenn schon eine Energiequelle jederzeit vorhanden ist. Hier muss man ganz klar auf die Höhe der Belastungsintensität hinweisen. Man könnte theoretisch mit der Energiequelle Fett locker stundenlang laufen. Jedoch haben wir Menschen auch Muskeln, die bei allen Ausdauersportarten gefordert werden. Hier gibt Fett ein sehr schlechtes Bild ab. Statt Energie für die Muskulatur bereitzustellen, wird sie für Herz und Kreislauf zur Verfügung gestellt.
In der Praxis passiert dann folgendes:
Nach 1½ Stunden Laufen bemerkt der körperliche Organismus, dass die Energiequelle "Kohlenhydrate" aufgebraucht ist. Schon nach weiteren 30 Minuten erhält der Körper die Nachricht, dass nun auch der Glykogenspeicher aufgebraucht ist. In diesem Moment schaltet der Körper nun auf Fettverbrennung um. Die Energiequelle Fett kann jetzt nicht ausreichend Energie für die Muskulatur zuführen. Der Muskulatur fehlt wichtige Energie, um funktionsfähig zu bleiben. Die Muskelfasern hören auf, sich im richtigen Moment zusammenzuziehen. Es entsteht der Muskelkrampf. Bei einem Marathonlauf kann es aufgrund dessen, bei hauptsächlich Laufanfängern, passieren, dass jenseits der 30km - Marke solche Krämpfe aufkommen können. Die Folge wäre der unabwendbare Abbruch. Im Läuferjargon ist dies die Bekanntmachung mit dem "Hammermann". Damit Ihnen dies nicht passiert, merken Sie sich folgendes:
kohlenhydratreiche Kost ist erste Priorität
Fett ist in großen Mengen vorhanden, deshalb: weniger ist mehr
gar kein Fett zu sich nehmen ist ebenfalls nicht richtig
schauen Sie sich die Nahrungspyramide an, richten Sie sich danach
von http://www.lauftipps.de
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jetzt stellt sich für mich immernoch die Frage, ob Döner gesund ist??
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16.11.2002 12:32
Coastfreak
Weltmeister
Dabei seit: 22.04.2002
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16.11.2002 13:57
theBikeMike
Adjutant
Dabei seit: 24.07.2002
Herkunft: Wien Fan von: Lance Armstrong, Roland Green, Jan Ullrich
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Ach, ist doch wurscht, um's Prinzip geht's
wobei ich den KH-Anteil vergrößern würd, auch min. 60%
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16.11.2002 14:40
rivadis2 unregistriert
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was nützt einem die beste ernährungsstrategie, wenn man diesen lebenstil niemal durchhalten kann? also meine devise: ich esse, was mir schmeckt, halt nur in maßen...
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16.11.2002 14:43
Harzer Radfahrer
Tour-Sieger

Dabei seit: 06.04.2002
Fan von: FCB
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Fett muß sein!!!
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Neben "dem üblichen" (viel Obst, Gemüse und genügend Kohlenhydrate) will ich noch mal betonen, dass diese allgemeine Parole "bloß kein Fett" nicht gut ist und sogar gesundheitsschädlich sein kann (Darmkrankheiten drohen!). Ballaststoffe sind ja schön und gut aber der Verdauungstrakt braucht neben viel Flüssigkeit (2-3 Liter jeden Tag trinken!) auch genügend Fett - quasi als Schmierstoff 
!
Gemeint ist hierbei natürlich nicht die Schweinshaxe oder Eisbein, sondern viel mehr die bekannten gesunden Fette (Olivenöl, Rapsöl). Ich esse z.B. meine Nudeln meistens in der Variante "Pesto", also mit viel Olivenöl, Basilikum und Zwiebeln!
Wenn man sich die Woche über vernünftig ernährt, können böse ernährungstechnische Ausrutscher am Wochenende ruhig vorkommen, was jetzt in den kommenden Wochen (Feuerzangenbowle, Glühwein 
) wohl doch des öfteren der Fall sein wird...
_________________
http://www.berlin-marathon.com/sportmedi...konindex/mode/3
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16.11.2002 14:53
jackzon unregistriert
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@harzer radfahrer:
deine aussage kann ich nur unterstützen, und es ist schön dass das zeugs aus dem lk chemie (fette, proteine,etc) mal zu was nützlich ist.
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16.11.2002 14:56
Checker
Bart

Dabei seit: 03.01.2002
Herkunft: Osten Fan von: Bands mit schönem Namen ;)
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| Zitat: |
Original von Mawi9
jetzt hier die frage, wer von den ganzen supersportlern und den nichtsupersportlern ernährt sich so, bzw. versucht es zumindest?
ich tippe mal, viele halten sich eher an die reziproke ernährungspyramide?! gg |
Exakt! 
Ich trinke zwar fast keinen Alkohol, aber Kuchen und Schokolade machen das wieder wett. 
Ich brauche auch als ambitionierter Hobby-Radler keine Protein-Drinks, damit es mir gut geht.
__________________ Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)
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16.11.2002 14:58
Mawi9 unregistriert
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ernährungspyramide zum frühstück:
einige eßlöffel (möglichst) frisch geschrotetes getreide über nacht in wenig wasser einweichen, dann morgens mit naturjoghurt, ev. etwas sahne und viel obst vermischen.
schmeckt besser und ist gesünder als jedes gekaufte müsli!!!!!
....und die erkältunsviren haben keine chance
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16.11.2002 16:20
Coastfreak
Weltmeister
Dabei seit: 22.04.2002
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das mit den Getreidekörnern esse ich auch immer.
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16.11.2002 16:38
Cyclist
Italienfan

Dabei seit: 03.01.2002
Herkunft: Radsportfotoarchiv Fan von: Bella Italia!
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irgendwo gepostet, aber past hier auch ganz gut rein: der Ernäjrungsplan von Saeco (stand mal auf der HP)
Training Speiseplan:
Frühstück:
Cerealien / Haferbrei
Tee / Kaffee (caffè-latte nicht empfohlen!)
Joghurt / Ricotta
Schinken, knusprige Brote
Frischgepresster Fruchtsaft
Honig / Marmelade
Mittagessen (nach Trainingsfahrt, vor Massage):
Gemüsesalat mit Olivenöl
Spaghetti mit frischer Tomatensauce
Frischer Käse oder Schinken
Eine Scheibe „Torta della nonna“ (scharfe Frucht)
Imbiss:
Fruchtsaft
Getreidestäbe
Frische Frucht (nicht innerhalb von zwei Stunden zwischen Mahlzeitzeiten)
Abendmahlzeit:
Gemüsesalat mit Olivenöl
Dicke Minestronesuppe oder Pasta mit Olivenöl
Zwei Stücke Fleisch, Fische oder Käse
Gemüse: Linsen, Kichererbsen, Bohnen
Süßes.
__________________ Cosa ti piacerebbe fare dopo l’agonismo?
Cipollini: «Ritirarmi in Sudafrica, aprire una vineria, una scuola di ciclismo, e stare lì, in mezzo alla natura».
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16.11.2002 18:58
theBikeMike
Adjutant
Dabei seit: 24.07.2002
Herkunft: Wien Fan von: Lance Armstrong, Roland Green, Jan Ullrich
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Jetzt wär's halt noch mengenmäßig interessant, was die Pro's so verdrücken.
Aber gar so viel wird's ned sein, da mach ich ihnen als pubertierender KM-Abreisser locker Konkurrenz
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16.11.2002 19:05
Brägel
verheiratet

Dabei seit: 25.02.2002
Herkunft: Worms, Rheinland-Pfalz Fan von: allen meinen Kindern
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Dieser Plan hört sich ja gut an.
Wäre für mich als Nicht-Rennfahrer eine Alternative.

Weg vom HWH
__________________ neue Signatur gesucht...
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02.12.2002 16:24
Coastfreak
Weltmeister
Dabei seit: 22.04.2002
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was nehmt ihr denn zum Training zu essen und trinken mit?
Wenn es nicht allzu heiß ist, nehm ich gerne ein paar Cornys mit. In meinen Flaschen ist Wasser mit so einem komischen Pulver von Rose vermischt. Ist das etwa der erste Weg zum doping, wenn man nicht weiß, was man trinkt?
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02.12.2002 16:59
Coastfreak
Weltmeister
Dabei seit: 22.04.2002
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für eine ganz lange Tour nehme ich mir immer ne Dose Cola mit, um den Blutzuckerspiegel zu heben
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02.12.2002 18:13
theBikeMike
Adjutant
Dabei seit: 24.07.2002
Herkunft: Wien Fan von: Lance Armstrong, Roland Green, Jan Ullrich
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Bei Cola uä. sinkt der Blutzuckerspiegel danach aber bald (nach ca. 30min) aber wieder extrem ab.
Beim Rennen für's Ende durchaus ok, beim Training, naja 
.
Kommt drauf an, was du gerade fährst, bei Grundlagenausdauer ist's nicht empfehlenswert, etwas mit einem so hohen GI zu essen/trinken.
Eher nur Wasser und nix essen.
Denn wenn du genügend KH's zur Verfügung hast, beanspruchst du deinen Fettstoffwechsel nicht und dann ist das Training nimmer so effektiv (von "bringt gar nix" würd ich allerdings auch nicht reden).
Is' das selbe, wenn du vorm Wegfahren was isst
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