Liège - Bastogne - Liège 2014 |
28.04.2014 07:17
Bugno
Chairman of the Bored

Dabei seit: 08.10.2003
Herkunft: Wien Fan von: Gianni Bugno * Alessandro Petacchi * Nico Denz * Matej Mohoric * Iggy Pop
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Was seltsam ist dieses Jahr: die große Leistungsdichte. Ein 50 Mann Feld am Fuß des St.Nicholas, wann hat es das schon gegeben? Genauso Paris Roubaix: ein 100er Feld nach dem Wald von Arenberg. Ist es das gute Winterwetter, wie die Rennfahrer behaupten, dass alle so gut trainiert haben?
Oder ist es die abwartende Fahrweise, weil die endschnellen Männer gut in Form sind und es derzeit keine guten aggressiven Attackierer gibt?
__________________ Die Welt gehört in Sprinterhände!
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28.04.2014 09:37
Ocaña
Whore Kategorie

Dabei seit: 14.05.2006
Fan von: Guillaume Martin
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Die Zeit der richtigen Attacken ist vorbei.
__________________ "You can easily tell a Northener: he/she feels guilty doing nothing. Even doing nothing for them is programmed, labeled, and has to be learned using some Yoga instructor."
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28.04.2014 09:41
tal
inspired by climbing

Dabei seit: 25.03.2008
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| Zitat: |
Original von Bugno
Was seltsam ist dieses Jahr: die große Leistungsdichte. Ein 50 Mann Feld am Fuß des St.Nicholas, wann hat es das schon gegeben? Genauso Paris Roubaix: ein 100er Feld nach dem Wald von Arenberg. Ist es das gute Winterwetter, wie die Rennfahrer behaupten, dass alle so gut trainiert haben?
Oder ist es die abwartende Fahrweise, weil die endschnellen Männer gut in Form sind und es derzeit keine guten aggressiven Attackierer gibt? |
Gute Frage. Ich versuch mich mal an ein paar Antworten. In Roubaix war der starke Gegenwind sicher ein Faktor, und in Lüttich:
1) Feige Fahrweise der Favoriten. Von Martin, Slagter und Moreno war vor dem letzten Kilometer nichts zu sehen, von Valverde, Kwiatkowski, Gilbert, Vanendert und Mollema nur unwesentlich mehr. Roche aux Faucons war ein Offenbarungseid.
2) Gute Attackierer, die das Rennen auseinanderreißen können, sind verletzt oder nicht in Form (Purito, Betancur, Nibali).
3) Diejenigen, die auf einen Sprint setzten, hatten starke Helfer (u.a. Samu Sanchez, Weening), die alles zufahren konnten.
4) Die schlauen Sportdirektoren schaffen es immer wieder, Gerrans zu unterschätzen. Es sollte sich langsam herumgesprochen haben, daß man den abhängen muss. Das sollen aber offenbar immer die anderen erledigen.
5) Pech. Was führt Kreuziger das Feld wieder an Caruso und Pozzovivo heran? Gut verhandelt?
6) Einfach mitfahren und am Ende 14. werden ist offenbar mehr wert als eine Attacke zu wagen und nach dem Sieg zu greifen, auch wenn man am Ende nur 25. wird.
7) Eine gestiegene Leistungsdichte ist ein Indikator für vermehrtes Doping. Just saying. Glaub aber nicht, daß das hier wirklich der Fall ist.
Den Parcours der Doyenne finde ich im Prinzip in Ordnung. Diesmal lag es wirklich an den Fahrern.
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28.04.2014 09:46
fassa
Vuelta-Sieger

Dabei seit: 20.02.2008
Herkunft: aus dem Nichts Fan von: Bouygues Telecom, Tro Bro Léon, franzöischem Radsport, italienischen Rädern und Campagnolo, Pierre Bordry
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| Zitat: |
Original von tal
7) Eine gestiegene Leistungsdichte ist ein Indikator für vermehrtes Doping. Just saying. Glaub aber nicht, daß das hier wirklich der Fall ist.
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In meinen Augen ist die gestiegene Leistungsdichte ein Indikator für das genaue Gegenteil.
__________________ Für alle die den wilden Osten kennenlernen wollen oder auch schon dort wohnen: 1. Hallzig Historica (www.die-historica.de)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von fassa: 28.04.2014 09:48.
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28.04.2014 09:50
Ocaña
Whore Kategorie

Dabei seit: 14.05.2006
Fan von: Guillaume Martin
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| Zitat: |
Original von tal
| Zitat: |
Original von Bugno
Was seltsam ist dieses Jahr: die große Leistungsdichte. Ein 50 Mann Feld am Fuß des St.Nicholas, wann hat es das schon gegeben? Genauso Paris Roubaix: ein 100er Feld nach dem Wald von Arenberg. Ist es das gute Winterwetter, wie die Rennfahrer behaupten, dass alle so gut trainiert haben?
Oder ist es die abwartende Fahrweise, weil die endschnellen Männer gut in Form sind und es derzeit keine guten aggressiven Attackierer gibt? |
Gute Frage. Ich versuch mich mal an ein paar Antworten. In Roubaix war der starke Gegenwind sicher ein Faktor, und in Lüttich:
1) Feige Fahrweise der Favoriten. Von Martin, Slagter und Moreno war vor dem letzten Kilometer nichts zu sehen, von Valverde, Kwiatkowski, Gilbert, Vanendert und Mollema nur unwesentlich mehr. Roche aux Faucons war ein Offenbarungseid.
2) Gute Attackierer, die das Rennen auseinanderreißen können, sind verletzt oder nicht in Form (Purito, Betancur, Nibali).
3) Diejenigen, die auf einen Sprint setzten, hatten starke Helfer (u.a. Samu Sanchez, Weening), die alles zufahren konnten.
4) Die schlauen Sportdirektoren schaffen es immer wieder, Gerrans zu unterschätzen. Es sollte sich langsam herumgesprochen haben, daß man den abhängen muss. Das sollen aber offenbar immer die anderen erledigen.
5) Pech. Was führt Kreuziger das Feld wieder an Caruso und Pozzovivo heran? Gut verhandelt?
6) Einfach mitfahren und am Ende 14. werden ist offenbar mehr wert als eine Attacke zu wagen und nach dem Sieg zu greifen, auch wenn man am Ende nur 25. wird.
7) Eine gestiegene Leistungsdichte ist ein Indikator für vermehrtes Doping. Just saying. Glaub aber nicht, daß das hier wirklich der Fall ist.
Den Parcours der Doyenne finde ich im Prinzip in Ordnung. Diesmal lag es wirklich an den Fahrern. |
8) No Vino, No Party.
__________________ "You can easily tell a Northener: he/she feels guilty doing nothing. Even doing nothing for them is programmed, labeled, and has to be learned using some Yoga instructor."
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28.04.2014 15:15
casalla
Kapitän
Dabei seit: 22.09.2011
Fan von: Miguel Indurain, Massensprints
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Chris Froome hat gefehlt. Der hätte ordentlich Betrieb gemacht.
__________________ "Wer es nicht schafft, zu gewinnen – der hat es auch nicht verdient." - Stefan Wallasch, 11freunde.de
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03.05.2014 10:36
kartoffeljäger
Adjutant
Dabei seit: 30.05.2008
Fan von: Pantani, Cunego, Offredo, Voeckler, Andy Schleck
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Hatten wir das schon? Orica-Backstagepass
Frage an Gerrans vor dem Start: What is the plan of attack today?
Gerrans: The plan today is not to attack actually
__________________ roude Léiw, huel se!
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04.05.2014 12:40
paolo
Kapitän
Dabei seit: 19.05.2004
Herkunft: Bergland Fan von: Eddy und von schönen Rädern
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Da musste ich auch lachen. Gerrans und das Wort "attack" in einem Satz, haha.
Ist schon erstaunlich,das San Remo und Lüttich aus ähnlich grossen Gruppen entschieden wurden. Ich denke auch, dass zuviele Fahrer aufs Finale warten. Selbst in Roubaix hat sich lange keiner getraut. Wenn Angriffe gefahren werden, dann wird oft nach 50m geguckt und meistens rausgenommen. Da wurde in der Vergangenheit oft nochmals versucht zuzulegen,wenn jemand am Rad war, heute wird sofort rausgenommen.
Die grosse Leistungsdichte macht mich auch misstrauisch. Kann doch nicht sein, das bei den schwersten Eintagesrennen des Jahres 50-60Mann auf gleichem Niveau fahren.
__________________ "Wer Siegen will muß leiden,nur wer leiden kann, kann auch siegen."
Eddy Merckx
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04.05.2014 14:36
Herr Doepfel unregistriert
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| Zitat: |
Original von paolo
Die grosse Leistungsdichte macht mich auch misstrauisch. Kann doch nicht sein, das bei den schwersten Eintagesrennen des Jahres 50-60Mann auf gleichem Niveau fahren. |
Das wäre doch eher Anlass für vorsichtigen Optimismus. Die große Blutdopingzeit war durch die Dominanz von Superrespondern und Teams mit ausgefeiltem Programm gekennzeichnet.
Auch dass der Blender Valverde, der sicher nie einen Gedanken daran verschwendet hat, sauber zu fahren, wieder da vorne rumhampelt, werte ich mal als Indiz gegen breites (wirkungsvolles) Doping im Feld.
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04.05.2014 15:24
Cannavaro
Capitaine de la Route
Dabei seit: 11.05.2007
Herkunft: Rostock Fan von: Miguel Indurain, Raimondas Rumsas, Marco Pantani
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Ich glaube nicht, dass die Leistungsdichte größer als früher ist. Man kann sich ja mal die Ergebnisse des Fleche Wallone anschauen. Wenn man sich da den Abstand des 10. platzierten anschaut, sieht man keine größere Leistungsdichte:
2014: 15 Sekunden
2013: 8
2012: 11
2011: 12
2010: 11
2009: 15
2008: 20
2007:19
2006:14
2005:8
2004:20
2003:20
2002:1.19 (Ausreißergruppe)
2001: 6
2000:27 (Ausreißergruppe)
1999:14
davor kamen die immer schon alleine unten an.
Die sind eben nur extrem langsam die Ansteige hochgefahren.
Wanne und Stockeu sahen extrem langsam aus. Die Redoute war aus den letzten 7 Jahren die Zweitlangsamste, die Roche aux Faucons aus den letzten 6 Ausgaben immerhin die 4-schnellste (wobei die Favoritengruppe ja nochmal fast 20 Sekunden langsamer war als Pozzovivo und Arredondo). Die Saint Nicolas war aus den letzten 9 Jahren die 7. schnellste und in den langsameren Jahren 2010 und 2012 ging die Post schon vorher ab.
Es ist im Moment einfach in Mode (und durch SRM wurde das erst so möglich) ja nicht in den Roten Bereich zu gehen, um mit so vielen Helfern wie möglich ins Finale zu kommen. Das das wertlos ist, wenn die Gruppe 40 Mann groß ist, haben die sportlichen Leiter leider noch nicht gemerkt.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Cannavaro: 04.05.2014 15:25.
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04.05.2014 15:48
ogkempf
Tippspielweltmeister

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Oegstgeest Fan von: Studenten
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| Zitat: |
Original von Cannavaro
Das das wertlos ist, wenn die Gruppe 40 Mann groß ist, haben die sportlichen Leiter leider noch nicht gemerkt. |
Das Problem ist, dass es nicht wertlos ist wenn man die einzige Mannschaft ist die das hat. Und dass man doch im nachteil ist wenn man die einzige Mannschaft ist, die das nicht hat.
__________________ Radsport ist Scheiße - und nichts wird besser!
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