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 11 Fragen BigMig 25.05.2007 11:07
 RE: 11 Fragen Struempfi 25.05.2007 11:26
 RE: 11 Fragen hessenpixel 25.05.2007 11:29
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 RE: 11 Fragen BigMig 25.05.2007 11:47
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 RE: 11 Fragen teufelsberg 26.05.2007 12:43
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 RE: 11 Fragen hessenpixel 26.05.2007 13:06
 RE: 11 Fragen donon 26.05.2007 14:45
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25.05.2007 11:07

BigMig
Adjutant

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11 Fragen

Bei der Pressekonferenz des Team Telekoms/T-Mobile sollte mit der Vergangenheit aufgeräumt und um Vertrauen für die Zukunft geworben werden. Für mich blieben dabei folgende Fragen offen, bzw. sollten noch näher erläutert werden.

11 Fragen

1. Herr Stapleton, sie reden viel vom neuen Weg den T-Mobile einschlagen will. Vor der Saison wurde bekannt das ihr Team in Verhandlungen mit Alejandro Valverde (Piti?) stand, welcher immer wieder mit Dr. Fuentes in Verbindung gebracht wird und dessen Rolle im dem aktuellen Radsportskandal ungeklärt ist. Wie passt dieses zusammen?

2. Herr Aldag, wenn sie heute einen ihrer Sportler beim Doping erwischen würden und dieser würde ihnen sagen, „ich mache doch nur was du auch gemacht hast“, wie würden sie mit diesem umgehen?

3. Herr Zabel, sie haben uns dargelegt welche Angst sie vor einem positiven Dopingtest hatten, das EPO bei einem starke Nebenwirkungen zeigte und sie es nur kurz nahmen und uns eine rührende Geschichte um ihren Sohn erzählt. In einem Nebensatz erwähnten sie aber auch das sie über einen längeren Zeitraum den sog. Zaubertrank nahmen, ohne die genaue Zusammensetzung zu kennen. Über welchen Zeitraum nahmen sie diesen Trank? Und Hand aufs Herz, hätte EPO bei ihnen keine Nebenwirkungen gezeigt sondern leistungssteigernd wie bei den meisten anderen gewirkt, hätten sie es weitergenommen? Warum haben sie es als bereits damals erfolgreicher Radfahrer überhaupt genommen? Und (nur mal angenommen) wenn Jeff d`Hont sie über die Inhaltsstoffe des Zaubertranks aufgeklärt hätte und sie dann festgestellt hätten das dieser doch verbotene Präparate enthielt, d`Hont ihnen aber versichert hätte das die entsprechenden Inhaltsstoffe nicht nachweisbar sind, hätten sie den Trunk weiter genommen? Und überhaupt, wie kann man eigentlich Mittel nehmen von denen man nicht die blasseste Ahnung hat was drin ist?

4. Herr Stapleton, sie haben oft darauf hingewiesen wie alt, bzw. jung ihre Fahrer sind. Trotzdem haben einige von denen bereits mit so berüchtigten Medizinern wie Luigi Cecchini zusammen gearbeitet. Mit Axel Merckx haben sie obendrein einen Fahrer in ihr Team geholt der ein Kunde von Michele Ferrari war, der gewissermaßen als Lehrmeister von Cecchini gilt. Finden sie nicht auch, dass das zumindest etwas komisch aussieht?

5. Herr Aldag, als eines ihrer größten Rennen galt ihre großartige Flucht mit dem Dopingsünder Richard Virenque bei der Tour 2003. Klären sie uns auf, 2003 nahmen sie keine Dopingpräparate mehr, Jahre zuvor konnten sie ohne EPO nicht mithalten, und wie auch die jüngeren Entwicklungen zeigen ist der Dopingsumpf doch keineswegs vereppt, nur die Mittel sind heute vielleicht andere. Wie kam es zu dieser Leistung? Fuhr da wirklich ein sauberer Rolf Aldag das Rennen seines Lebens? Wie ist überhaupt mal ihre ganz konkrete Einschätzung. Was ist bei einer großen Rundfahrt ohne medizinische Hilfe möglich und was nicht?

6. Herr Stapleton, Herr Frommert, die Deutsche Telekom ist ein Großsponsor des deutschen Sports, was sehr gut ist. Sie haben breite Unterstützung im Kampf gegen Doping gefordert. Leider ist aber die NADA wie zuletzt häufig gehört völlig unterfinanziert. Wird die Deutsche Telekom, bzw. das T-Mobile Team hier helfen?

7. Herr Zabel, sie fahren noch. Herr Aldag, sie sind bis vor kurzem noch gefahren und sind noch immer sehr nah am Radsport. Klären sie uns auf, was ist momentan, analog des damaligen aufkommen von EPO, Gesprächsthema in Sachen Doping im Feld? Hatten sie jemals in den letzten Jahren wie auch immer aussehende Konakte in Sachen Doping, z.B. der Praxis des Blutdoping? Herr Aldag und Herr Stapleton, sie sprachen von nicht hinreichenden Kontrollen. Inwieweit würden sie sagen das Kontrollsystem von T-Mobile ist hinreichend? Wenn ja, wäre dieses Modell auf den gesamten Radsport übertragbar?

8. Herr Aldag, wie war es eigentlich bei dem ganzen Doping um ihr Gewissen bestellt? Wie denken sie heute über ihre damalige Einstellung? Hatten sie Herr Aldag und auch sie Herr Zabel vor dem Spiegelartikel schon einmal darüber nachgedacht auszupacken? Sie haben beide auch finanziell vom Radsport und dem eigenen Doping, bzw. dem Doping der Kollegen stark profitiert. Wären sie bereit, einen Teil dieses Geldes z.B. der NADA zur Verfügung zu stellen?

9. Herr Zabel, sie haben vor einigen Jahren in einem Prozeß gegen Prof. Franke ausgesagt. Haben sie diesem heute irgendwas zu sagen?

10. Herr Zabel, laut ihrer eigenen Aussage sind sie sich ja bewusst und haben betont jahrelang von dem Doping der Kollegen profitiert zu haben. In der Zeit in der sie selber kein Doping mehr betrieben haben, wieviel wussten sie über die Dopingpraxis von Rolf Aldag und anderen Fahrern? Wie standen sie dazu?

11. Herr Stapleton, glauben sie wirklich das ein kompletter Neuanfang im Radsport möglich ist, solange in verantwortlichen Positionen Leute sitzen die in der Vergangenheit aktiv Doping betrieben, gedeckt oder gar gefördert haben? Ist diese Kraft zur Selbstreinigung und Selbstleuterung überhaupt dar? Und wäre aus ihrer Sicht überhaupt ein anderer Weg möglich?


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von BigMig: 25.05.2007 11:15.

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25.05.2007 11:26

Struempfi
Neutiroler

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RE: 11 Fragen

und, schon ans Team Telekom geschickt, dürfen wir mit Antworten rechnen?




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Mein Doping ist Trollinger ;-)
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25.05.2007 11:29

hessenpixel
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RE: 11 Fragen

Ich finde die Idee gut, würde vorschlagen, dass noch zusätzliche Fragen gesammelt werden und dann als gemeinsamen offenen Brief von c4f an T-Mobile zu senden. Antwort wird dann selbstverständlich hier gepostet.




__________________
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25.05.2007 11:34

Inga
Dictatress i.E.

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RE: 11 Fragen

finde ich auch ne gute idee - da könnt eman direkt prüfen, wie ernst es ihnen ist fiesgrins
aber nicht nur ans team - auch an die medien.


aber das hier:
Und Hand aufs Herz, hätte EPO bei ihnen keine Nebenwirkungen gezeigt sondern leistungssteigernd wie bei den meisten anderen gewirkt, hätten sie es weitergenommen?

hat zabel das nicht sogar beantwortet? (mit "ja")




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"We gotta go to that crappy town where I'm a hero"
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25.05.2007 11:36

teufelsberg
Legende der Landstrasse

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RE: 11 Fragen

Zitat:
Original von hessenpixel
Ich finde die Idee gut, würde vorschlagen, dass noch zusätzliche Fragen gesammelt werden und dann als gemeinsamen offenen Brief von c4f an T-Mobile zu senden. Antwort wird dann selbstverständlich hier gepostet.


gute idee, sicher.

aber auch die fragen an ete direkt zu t-mobil? ok, als nachlese auf die pressekonferenz möglich.
aber auch eine trennung wäre denkbar, oder?


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25.05.2007 11:40

apoka
Legende der Dorfstraße

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RE: 11 Fragen

Die Fragen sind gut. Gut gemacht

Ein paar Vorschläge:

Die 10. Frage wurde teilweise beantwortet. Aldag und Zabel haben laut eigener Aussage von sich gegenseitig gewusst, dass sie EPO verwendet haben, aber können über andere nur spekulieren. Bei Frage 2 würden wahrscheinlich keine neuen Fakten rauskommen. Bei Frage 8 bin ich mir nicht sicher, ob ich die so auch stellen würde. Ich denke andere Fahrer haben finanziell mehr von Doping profitiert, aber eine Geldspende hätte andererseits Symbolwirkung. Bei Frage 4 müsste man dann alle konkreten Namen (z.B. Rogers) erwähnen. Bei Frage 11 sollte man vielleicht auch Beispiele nennen.




__________________
Vor einigen Jahren stand der Radsport noch vorm Abgrund. Heute sind wir schon einen Schritt weiter.
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25.05.2007 11:47

BigMig
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RE: 11 Fragen

Zitat:
Original von apoka
Die Fragen sind gut. Gut gemacht

Ein paar Vorschläge:

Die 10. Frage wurde teilweise beantwortet. Aldag und Zabel haben laut eigener Aussage von sich gegenseitig gewusst, dass sie EPO verwendet haben, aber können über andere nur spekulieren. Bei Frage 2 würden wahrscheinlich keine neuen Fakten rauskommen. Bei Frage 8 bin ich mir nicht sicher, ob ich die so auch stellen würde. Ich denke andere Fahrer haben finanziell mehr von Doping profitiert, aber eine Geldspende hätte andererseits Symbolwirkung. Bei Frage 4 müsste man dann alle konkreten Namen (z.B. Rogers) erwähnen. Bei Frage 11 sollte man vielleicht auch Beispiele nennen.


zu Frage 10.: In welchem Umfang haben sie direkt gewusst?
zu frage 4: Kann man natürlich machen
zu frage 11: Die auflistung würde doch den rahmen sprengen fiesgrins Aber warum ich davon eigentlich absehen würde. Man würde Stapelton damit zwingen direkt zu einzelnen Personen Stellung zu beziehen. Das wird er aber nicht machen können ohne das diese Leute, auf die er ja angewiesen ist, mit ihm kein Wort mehr reden. Daher fände ich die neutrale formulierung besser. Soll ja auch was bei rumkommen.

Allgemein wurden natürlich viele der Fragen auch in der PK angerissen, aber ich denke man hätte mal das Anrecht auch auf diese Fragen klare Antworten zu bekommen. Die haben in meinen Augen bei allen Fragen gefehlt.


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25.05.2007 12:00

teufelsberg
Legende der Landstrasse

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RE: 11 Fragen

ich stellte eine einleitung voraus, um einerseits die antwortwahrscheinlichkeit zu erhöhen und andererseits auch anerkennung für begonnene wege darzustellen. kritik soll natürlich nicht verschwiegen werden!


wir als kritische fans ,c4f...

an sauberem sport sehr interessiert

neue wege im radsport begrüßen, teaminterne höhere standards und der wirklcihe wille von der teamleitung...

offenlegung der vergangenheit wichtiger punkt für die glaubwürdigkeit in der zukunft

radsport hat alles getan, unglaubwürdig zu sein. bei anerkennung positiver ansätze teils kritische nachfragen zur umfassenderen einordnung der maßnahmen.



zu den einzelnen fragen könnte ich sicher auch noch einiges sagen, muss aber leider weg und bin pfingsten sehr eingespannt. schläfrig


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25.05.2007 12:14

hessenpixel
Routinier

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Herkunft: Rhein-Main-Gebiet

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RE: 11 Fragen

Zitat:
Original von BigMig
[quote]Original von apoka
Die Fragen sind gut. Gut gemacht
.........
zu frage 11: Die auflistung würde doch den rahmen sprengen fiesgrins Aber warum ich davon eigentlich absehen würde. Man würde Stapelton damit zwingen direkt zu einzelnen Personen Stellung zu beziehen. Das wird er aber nicht machen können ohne das diese Leute, auf die er ja angewiesen ist, mit ihm kein Wort mehr reden. Daher fände ich die neutrale formulierung besser. Soll ja auch was bei rumkommen. ......


Also bitte keinerlei Angst ob zu direkt gestellter Fragen. Wenn nicht die Fans, wer sollte dann hart nachfragen? Und haben sie nicht alle erklärt, dass sie Hilfe brauchen? Aldag sagte doch explizit, dass ALLES zu hinterfragen sei?

Ich würde ergänzend noch den Punkt 8 etwas deutlicher hervorheben. Wir reden hier immerhin nicht von Kleinverdienern. Schaut man sich die Preisgelder mal an die sie gewonnen haben bei ihrem sagenhaften Dopingtriumpf 1997, dann sollte da schon was in den Antidopingkampf fließen




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25.05.2007 12:30

BigMig
Adjutant

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RE: 11 Fragen

@hessenpixel
Natürlich keine Angst vor zu direkt gestellten Fragen. Aber ich weis von Journalisten das man manchmal mehr aus einem Befragten heraus bekommt wenn man ihm nicht zu direkt die Pistole auf die Brust setzt. Das ist es manchmal schwierig deutliche Antworten zu geben, insbesondere wenn man mit den Leuten noch zusammenarbeiten muss und deren genaue Beteiligung nicht bekannt ist.
Was man aber vielleicht machen könnte wäre eine Nachfrage nach einzelnen Personen, z.B. Bjarne Riis als Teamchef eines Pro-Tour Teams einzufügen, falls Riis nachher gesteht.
Frage 12: Bjarne Riis hat umfassendes Doping gestanden und ist heute Teamchef einer Pro-Tour Mannschaft. Sind solche Leute in dieser Position wirklich noch haltbar? (Das sie es für ihn als sportliche Leiter noch sind ist durch Aldag und Holm ja klar)


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von BigMig: 25.05.2007 12:31.

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25.05.2007 17:59

deutscher baske
Finisseur

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Dabei seit: 13.08.2006
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Fan von: Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Solidarität, Zufriedenheit, Natur

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Herr Aldag,...

habe noch eine fage an aldag:
...sie sagten sie haben zum doping gegriffen, weil es nicht nachgewiesen konnte und weil es alle machten. Woher wussten sie denn, dass es alle machen. Sie sagten doch im folgenden, dass es eine intime sache war und sie von anderen nichts wissen. Das widerspricht sich. Wie erklären sie das?




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25.05.2007 18:07

zabelfan
Giro-Sieger

Dabei seit: 20.10.2002
Herkunft: mal hier mal dort

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RE: Herr Aldag,...

Wenn ich das richtig in Erinnerung hab sagte er, dass es Gerüchte gab, dass es jeder nehmen würde.


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25.05.2007 23:16

ginger
Teamzeitfahrer

Dabei seit: 19.05.2007
Fan von: Burgi, KKdL, FDJeux, Cofidis, Bouygues, Milram

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RE: Herr Aldag,...

Ja, nach einer großen Landesrundfahrt 94 (glaub ich) saß er abgehängt mit 4 Leuten auf ner Mauer und fragte sich, was hier los ist. Da hat er laut eigener Aussage begriffen, dass sehr viele dopten.


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25.05.2007 11:44

reifenpanne
Routinier

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Herkunft: Stuttgart

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RE: 11 Fragen

Die Antworten kann man sich doch zusammenreimen:


11 Fragen

1. Herr Stapleton, sie reden viel vom neuen Weg den T-Mobile einschlagen will. Vor der Saison wurde bekannt das ihr Team in Verhandlungen mit Alejandro Valverde (Piti?) stand, welcher immer wieder mit Dr. Fuentes in Verbindung gebracht wird und dessen Rolle im dem aktuellen Radsportskandal ungeklärt ist. Wie passt dieses zusammen?

Wir brauchen Erfolge, damit der Sponsor unseren Kampf gegen Doping finanziert.

2. Herr Aldag, wenn sie heute einen ihrer Sportler beim Doping erwischen würden und dieser würde ihnen sagen, „ich mache doch nur was du auch gemacht hast“, wie würden sie mit diesem umgehen?

Ich würde mit ihm ein Geständnis ausarbeiten, um unseren Anti-Doping-Kurs offensiv zu demonstrieren. Ausserdem passiert das einem Manager nicht.

3. Herr Zabel, sie haben uns dargelegt welche Angst sie vor einem positiven Dopingtest hatten, das EPO bei einem starke Nebenwirkungen zeigte und sie es nur kurz nahmen und uns eine rührende Geschichte um ihren Sohn erzählt. In einem Nebensatz erwähnten sie aber auch das sie über einen längeren Zeitraum den sog. Zaubertrank nahmen, ohne die genaue Zusammensetzung zu kennen. Über welchen Zeitraum nahmen sie diesen Trank? Und Hand aufs Herz, hätte EPO bei ihnen keine Nebenwirkungen gezeigt sondern leistungssteigernd wie bei den meisten anderen gewirkt, hätten sie es weitergenommen? Warum haben sie es als bereits damals erfolgreicher Radfahrer überhaupt genommen? Und (nur mal angenommen) wenn Jeff d`Hont sie über die Inhaltsstoffe des Zaubertranks aufgeklärt hätte und sie dann festgestellt hätten das dieser doch verbotene Präparate enthielt, d`Hont ihnen aber versichert hätte das die entsprechenden Inhaltsstoffe nicht nachweisbar sind, hätten sie den Trunk weiter genommen? Und überhaupt, wie kann man eigentlich Mittel nehmen von denen man nicht die blasseste Ahnung hat was drin ist?

Ich musste mich doch um soviele Details kümmern, jeder weiss wie detailversessen ich in jeder Hinsicht war. Da ging das nicht auch noch.

4. Herr Stapleton, sie haben oft darauf hingewiesen wie alt, bzw. jung ihre Fahrer sind. Trotzdem haben einige von denen bereits mit so berüchtigten Medizinern wie Luigi Cecchini zusammen gearbeitet. Mit Axel Merckx haben sie obendrein einen Fahrer in ihr Team geholt der ein Kunde von Michele Ferrari war, der gewissermaßen als Lehrmeister von Cecchini gilt. Finden sie nicht auch, dass das zumindest etwas komisch aussieht?

In meiner Zusammenarbeit mit diesen Medizinern haben die sich als überaus korrekt erwiesen.

5. Herr Aldag, als eines ihrer größten Rennen galt ihre großartige Flucht mit dem Dopingsünder Richard Virenque bei der Tour 2003. Klären sie uns auf, 2003 nahmen sie keine Dopingpräparate mehr, Jahre zuvor konnten sie ohne EPO nicht mithalten, und wie auch die jüngeren Entwicklungen zeigen ist der Dopingsumpf doch keineswegs vereppt, nur die Mittel sind heute vielleicht andere. Wie kam es zu dieser Leistung? Fuhr da wirklich ein sauberer Rolf Aldag das Rennen seines Lebens? Wie ist überhaupt mal ihre ganz konkrete Einschätzung. Was ist bei einer großen Rundfahrt ohne medizinische Hilfe möglich und was nicht?

2003 habe ich nicht gedopt, meine grossen Erfolge habe ich immer sauber errungen. Nur in schwachen Momenten brauchte ich Nachhilfe.
Mein Zeuge ist der Regisseur von Höllentour, ich schwöre ...

6. Herr Stapleton, Herr Frommert, die Deutsche Telekom ist ein Großsponsor des deutschen Sports, was sehr gut ist. Sie haben breite Unterstützung im Kampf gegen Doping gefordert. Leider ist aber die NADA wie zuletzt häufig gehört völlig unterfinanziert. Wird die Deutsche Telekom, bzw. das T-Mobile Team hier helfen?

Wahlweise: Schon 1998 hat das Team Telekom ein Antidoping-Programm finanziert.

oder

Hier ist auch die Politik gefordert, der Sport kann nicht alles alleine regeln.

7. Herr Zabel, sie fahren noch. Herr Aldag, sie sind bis vor kurzem noch gefahren und sind noch immer sehr nah am Radsport. Klären sie uns auf, was ist momentan, analog des damaligen aufkommen von EPO, Gesprächsthema in Sachen Doping im Feld? Hatten sie jemals in den letzten Jahren wie auch immer aussehende Konakte in Sachen Doping, z.B. der Praxis des Blutdoping? Herr Aldag und Herr Stapleton, sie sprachen von nicht hinreichenden Kontrollen. Inwieweit würden sie sagen das Kontrollsystem von T-Mobile ist hinreichend? Wenn ja, wäre dieses Modell auf den gesamten Radsport übertragbar?

Das super Kontrollsystem ist doch untadelig von der Uni Freiburg ausgearbeitet wurden, wie sie wissen kennen die sich am besten mit diesem System aus.

8. Herr Aldag, wie war es eigentlich bei dem ganzen Doping um ihr Gewissen bestellt? Wie denken sie heute über ihre damalige Einstellung? Hatten sie Herr Aldag und auch sie Herr Zabel vor dem Spiegelartikel schon einmal darüber nachgedacht auszupacken? Sie haben beide auch finanziell vom Radsport und dem eigenen Doping, bzw. dem Doping der Kollegen stark profitiert. Wären sie bereit, einen Teil dieses Geldes z.B. der NADA zur Verfügung zu stellen?

nein.

9. Herr Zabel, sie haben vor einigen Jahren in einem Prozeß gegen Prof. Franke ausgesagt. Haben sie diesem heute irgendwas zu sagen?

Die Aussagen in dem Prozess waren gelogen, dafür schäme ich mich.

10. Herr Zabel, laut ihrer eigenen Aussage sind sie sich ja bewusst und haben betont jahrelang von dem Doping der Kollegen profitiert zu haben. In der Zeit in der sie selber kein Doping mehr betrieben haben, wieviel wussten sie über die Dopingpraxis von Rolf Aldag und anderen Fahrern? Wie standen sie dazu?

Die Aussagen waren gelogen, dafür schäme ich mich. Über andere Fahre kann ich nichts sagen, das ist eine intime Sache.

11. Herr Stapleton, glauben sie wirklich das ein kompletter Neuanfang im Radsport möglich ist, solange in verantwortlichen Positionen Leute sitzen die in der Vergangenheit aktiv Doping betrieben, gedeckt oder gar gefördert haben? Ist diese Kraft zur Selbstreinigung und Selbstleuterung überhaupt dar? Und wäre aus ihrer Sicht überhaupt ein anderer Weg möglich?

Keine Ahnung


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26.05.2007 12:10

Brägel
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RE: 11 Fragen

Ich finde die Fragen sehr interessant, sie sind durch aus berechtigt, man sollte aber investigative Journalisten, z.B. vom Spiegel sich mit diesem Thema beschäftigen lassen.
Dennoch kann man die Fragen mit einigen Phrasen beantworden.
Ich möchte darauf hinweisen, daß ich die Teamleitung von T-Mobile bzw. den Sponsor nicht verteidigen will und das die fiktiven Antworten nicht mit meiner eigenen meinung übereinstimmen.


Zitat:
Original von BigMig
Bei der Pressekonferenz des Team Telekoms/T-Mobile sollte mit der Vergangenheit aufgeräumt und um Vertrauen für die Zukunft geworben werden. Für mich blieben dabei folgende Fragen offen, bzw. sollten noch näher erläutert werden.

11 Fragen


Zitat:
Original von BigMig
1. Herr Stapleton, sie reden viel vom neuen Weg den T-Mobile einschlagen will. Vor der Saison wurde bekannt das ihr Team in Verhandlungen mit Alejandro Valverde (Piti?) stand, welcher immer wieder mit Dr. Fuentes in Verbindung gebracht wird und dessen Rolle im dem aktuellen Radsportskandal ungeklärt ist. Wie passt dieses zusammen?


Das T-Mobile-Team spielte eine in der Vergangenheit mit seinen Fahrern eine führende Rolle bei der Tour de France. Nach dem wir uns von Ullrich aus bekannten Gründen getrennt hatten und sich abzeichnete, daß A. Klöden das Team verlassen würde, haben wir nach Alternativen gesucht.
Valverde hatte zum damaligen Zeitpunkt keinen neuen Vertrag.
Wir wußten zwar das es gegen ihn Verdächtigungen in der "Fuentes-Affaire" gab, doch waren diese zum damaligen Zeitpunkt sehr vage, ansonsten wäre er ja, wie andere Fahrer auch, von der Teilnahme an der TdF 2006 ausgeschlossen worden.
Es gab mit Valverde lose Gespräche über ein Engagement bei uns, zu konkreten Verhandlungen ist es nie gekommen.
Auch ein Fahrer wie Valverde hätte sich unserem neuen Anti-Doping-Programm unterwerfen müssen und entsprechende Klauseln im Vertrag gehabt.


Zitat:
Original von BigMig
2. Herr Aldag, wenn sie heute einen ihrer Sportler beim Doping erwischen würden und dieser würde ihnen sagen, „ich mache doch nur was du auch gemacht hast“, wie würden sie mit diesem umgehen?


Doping würde für diesen Sportler Konsequenzen gem. seines Vertrages haben. Was ich getan habe, war ein Fehler und bleibt ein Fehler.
Wir setzen uns dafür ein das unsere Fahrer nicht die gleichen Fehler machen wie u.a. ich sie gemacht habe.


Zitat:
Original von BigMig
3. Herr Zabel, sie haben uns dargelegt welche Angst sie vor einem positiven Dopingtest hatten, das EPO bei einem starke Nebenwirkungen zeigte und sie es nur kurz nahmen und uns eine rührende Geschichte um ihren Sohn erzählt. In einem Nebensatz erwähnten sie aber auch das sie über einen längeren Zeitraum den sog. Zaubertrank nahmen, ohne die genaue Zusammensetzung zu kennen. Über welchen Zeitraum nahmen sie diesen Trank? Und Hand aufs Herz, hätte EPO bei ihnen keine Nebenwirkungen gezeigt sondern leistungssteigernd wie bei den meisten anderen gewirkt, hätten sie es weitergenommen? Warum haben sie es als bereits damals erfolgreicher Radfahrer überhaupt genommen? Und (nur mal angenommen) wenn Jeff d`Hont sie über die Inhaltsstoffe des Zaubertranks aufgeklärt hätte und sie dann festgestellt hätten das dieser doch verbotene Präparate enthielt, d`Hont ihnen aber versichert hätte das die entsprechenden Inhaltsstoffe nicht nachweisbar sind, hätten sie den Trunk weiter genommen? Und überhaupt, wie kann man eigentlich Mittel nehmen von denen man nicht die blasseste Ahnung hat was drin ist?


Das sind gleich mehrere Fragen auf einmal, ich beginne mal mit dem "Zaubertrank" von Jeff de Hondt.
Ich wußte nicht welche Inhaltsstoffe dieser so genannte Zaubertrank enthielt. Wie ich bereits erwähnte, sagte uns Jeff, daß dieser Trank ungefährlich für uns ist.
Wenn ich gewußt hätte, welche Substanzen da enthalten sind, hätte ich ihn natürlich nicht konsumiert.
Ich habe den "Zaubertrank" zwischen 1994-95 probiert, ich war damals ein junger Profi, unsere Mannschaft stand wegen mangelnden Erfoglen unter Druck, es war unklar ob der Sponsor sich weiter engagiert.
Zum damaligen Zeitpunkt war ich schon seit Jahren Leistungssportler und gezwungen, Ärzten und Pflegern zu vertrauen.
Das ich de Hondt mit seinem Zaubertrank vertraut habe, war ein Fehler.
Im übrigen hat Jeff im "Spiegel" gesagt, daß die Fahrer über die Zusammensetzung des Zaubertranks nichts wußten.

Zum Thema EPO möchte ich folgendes sagen:
Ja, ich habe EPO 1996 probiert.Ich habe aus bekannten Gründen von einem weiteren EPO-Konsum Abstand genommen.
Ob ich weiter EPO konsumiert hätte, wenn es nicht zu Nebenwirkungen gekommen wäre, kann ich Ihnen nicht sagen.
Wir waren damals Gefangene des Systems und ich kann nur das einräumen, was ich auch getan habe.



Zitat:
Original von BigMig
4. Herr Stapleton, sie haben oft darauf hingewiesen wie alt, bzw. jung ihre Fahrer sind. Trotzdem haben einige von denen bereits mit so berüchtigten Medizinern wie Luigi Cecchini zusammen gearbeitet. Mit Axel Merckx haben sie obendrein einen Fahrer in ihr Team geholt der ein Kunde von Michele Ferrari war, der gewissermaßen als Lehrmeister von Cecchini gilt. Finden sie nicht auch, dass das zumindest etwas komisch aussieht?


Uns ist bekannt, daß einige unserer Fahrer mit Cecchini bzw. Ferrari zusammengearbeitet haben. Dies geschah teilweise auf Empfehlung ihrer damaligen Arbeitgeber. Alle Fahrer unseres Teams, mußten sich vertraglich verpflichten, nur mit von uns ausgewählten medizinischen Personal zusammen zu arbeiten.
Alle Fahrer die bei uns sind, haben vorbehaltlos entsprechende Verträge unterschrieben.
Dies gilt natürlich auch für Axel Merckx, der im übrigen ein untadeliger Fahrer ist.


Zitat:
Original von BigMig
5. Herr Aldag, als eines ihrer größten Rennen galt ihre großartige Flucht mit dem Dopingsünder Richard Virenque bei der Tour 2003. Klären sie uns auf, 2003 nahmen sie keine Dopingpräparate mehr, Jahre zuvor konnten sie ohne EPO nicht mithalten, und wie auch die jüngeren Entwicklungen zeigen ist der Dopingsumpf doch keineswegs vereppt, nur die Mittel sind heute vielleicht andere. Wie kam es zu dieser Leistung? Fuhr da wirklich ein sauberer Rolf Aldag das Rennen seines Lebens? Wie ist überhaupt mal ihre ganz konkrete Einschätzung. Was ist bei einer großen Rundfahrt ohne medizinische Hilfe möglich und was nicht?


Ich habe erwartet daß sie diese Frage stellen. Diese 12.7.2003 war selbstverständlich ein Höhepunkt in meiner Karierre.
Ich war damals u.a. mit Virenque sehr früh in einer Fluchtgruppe und profitierte davon, daß sich das Peloton für die nächste Etappe nach Alpe d`Huez schonte und auch wegen der Hitze keine echte Verfolgungsarbeit leistete.
Ich habe damals so lange wie möglich versucht, an Richard dran zu bleiben Dies ist mir auch gelungen da ich einen guten Tag hatte.
Virenque gelang es dann doch, mich abzuschütteln und die Etappe zu gewinnen. Die Favoriten in der ersten Verfolgergruppe kamen ca. 90 sec. nach mir ins Ziel. Hier sehen sie wie knapp die Entscheidung war und das ich einen weiteren Berg vermutlich nicht überlebt hätte.
Im übrigen habe ich bei dieser Aktion viel Kraft gelassen, denn auf der folgenden Etappe nach Alpe d`Huez kam ich mit über 40 Minuten Rückstand auf den Etappensieger Mayo ins Ziel.
Wenn ich damals noch EPO konsumiert hätte wäre mir der Anstieg nach Alpe d`Huez leichter gefallen.
Man muß bei großen Rundfahrten stehts intensiv medizinisch betreut werden um z.B. die Ernährung abzustimmen, damit Mangelerscheinungen vermieden werden.
Wenn sie dies nicht tun, ist z.B. die TdF nach einer Woche zu Ende.


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Original von BigMig
6. Herr Stapleton, Herr Frommert, die Deutsche Telekom ist ein Großsponsor des deutschen Sports, was sehr gut ist. Sie haben breite Unterstützung im Kampf gegen Doping gefordert. Leider ist aber die NADA wie zuletzt häufig gehört völlig unterfinanziert. Wird die Deutsche Telekom, bzw. das T-Mobile Team hier helfen?


Derzeit zahlen wir mit anderen Partnern einen jährlichen Betrag von xxx Euro an die NADA.
Es ist richtig, daß die NADA stärker unterstützt werden muß.
Wir sind nicht der einzige Sponsor im Sport, fragen sie doch z.B. mal bei Fußballsponsoren nach, ob diese die NADA unterstützen.
Der Radsport ist nicht die einige Sportart, welche ein Doping-Problem hat.
Dringend notwendig ist auch die Unterstützung der Politik, z.B. durch ein Anti-Doping-Gesetz.



Zitat:
Original von BigMig
7. Herr Zabel, sie fahren noch. Herr Aldag, sie sind bis vor kurzem noch gefahren und sind noch immer sehr nah am Radsport. Klären sie uns auf, was ist momentan, analog des damaligen aufkommen von EPO, Gesprächsthema in Sachen Doping im Feld? Hatten sie jemals in den letzten Jahren wie auch immer aussehende Konakte in Sachen Doping, z.B. der Praxis des Blutdoping? Herr Aldag und Herr Stapleton, sie sprachen von nicht hinreichenden Kontrollen. Inwieweit würden sie sagen das Kontrollsystem von T-Mobile ist hinreichend? Wenn ja, wäre dieses Modell auf den gesamten Radsport übertragbar?


Doping ist eine sehr persönliche Sache, über die wenig im Feld geredet wird. Es gibt natürlich immer Gerüchte, da diese aber sehr vage sind, möchte ich dazu nichts sagen.
Wir bei T-Mobile haben in Zusammenarbeit mit der xxx-Klinik in Bayreuth ein Kontrollsystem entwickelt, bei der u.a. DNA-Proben aller Fahrer entnommen und ständig Messungen des Blutvolumens vorgenommen werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist dieses Kontrollsystem vorbildlich, für Neuerungen sind wir selbstverständlich dankbar.
Wir rufen alle Teams auf unserer Praxis zu folgen.



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Original von BigMig
8. Herr Aldag, wie war es eigentlich bei dem ganzen Doping um ihr Gewissen bestellt? Wie denken sie heute über ihre damalige Einstellung? Hatten sie Herr Aldag und auch sie Herr Zabel vor dem Spiegelartikel schon einmal darüber nachgedacht auszupacken? Sie haben beide auch finanziell vom Radsport und dem eigenen Doping, bzw. dem Doping der Kollegen stark profitiert. Wären sie bereit, einen Teil dieses Geldes z.B. der NADA zur Verfügung zu stellen?


Ich hatte damals schon ein schlechtes Gewissen, Doping war damals falsch und es ist auch heute falsch. Wir waren damals Gefangene dieses Systems, ich glaube daß damals flächendeckendes EPO-Doping die Regel war.
Gemeinsam mit Erik habe ich am 30.4. vor dem Rennen am Henninger Turm über eine Stellungnahme wegen dieser Problematik geredet.
Wir konnten nicht länger mit unserer Doping-Vergangenheit leben und wollten uns der Öffentlichkeit offenbaren.
Wegen einer finanziellen Zuwendung an die NADA werden wir mit anderen Fahrern reden um mit diesen gemeinsam einen Beitrag zur Unterstützung an die NADA zu leisten.
Ich rufe hier nochmals andere Sponsoren im Sport auf, auch die Arbeit der NADA zu unterstützen, so wie es die Deutsche Telekom seit jahren tut.


Zitat:
Original von BigMig
9. Herr Zabel, sie haben vor einigen Jahren in einem Prozeß gegen Prof. Franke ausgesagt. Haben sie diesem heute irgendwas zu sagen?


Ich werde mich demnächst mit dieser Problematik beschäftigen und mich ggfs. mit Prof. Franke in Verbindung setzen.

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10. Herr Zabel, laut ihrer eigenen Aussage sind sie sich ja bewusst und haben betont jahrelang von dem Doping der Kollegen profitiert zu haben. In der Zeit in der sie selber kein Doping mehr betrieben haben, wieviel wussten sie über die Dopingpraxis von Rolf Aldag und anderen Fahrern? Wie standen sie dazu?


Über konkrete Dopingpraxis ist mir nichts bekannt, ich fühle mich aber dennoch für diese Fahrer mitverantwortlich, da sie für mich gefahren sind. Wenn sie so wollen bin ich mitschuldig und schäme mich dafür.

Zitat:
Original von BigMig
11. Herr Stapleton, glauben sie wirklich das ein kompletter Neuanfang im Radsport möglich ist, solange in verantwortlichen Positionen Leute sitzen die in der Vergangenheit aktiv Doping betrieben, gedeckt oder gar gefördert haben? Ist diese Kraft zur Selbstreinigung und Selbstleuterung überhaupt dar? Und wäre aus ihrer Sicht überhaupt ein anderer Weg möglich?


Unser DS, Rolf Aldag hat sich offensiv zum Doping geäußert, daneben ist er ein hervoragender Fachmann im professionellen Radsport.
Er hat als Fahrer Dopingmittel genommen, als DS hat er bislang einen untadeligen Ruf. Rolf weiß, worum es geht.
Ob ein DS, der früher seinen Fahrern die Einnahme von Dopingmitteln empfahl, jetzt noch in dieser Position tätig sein kann, ist eine andere Frage. Hier ist die UCI usw. gefordert.
Der Radsport steht am Scheideweg, wenn jetzt nicht gehandelt wird, stehen wir auf einer Stufe mit Sportarten wie diverse Kraftsportarten.
Das T-Mobile-Team kann allein dieses Problem nicht lösen.





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26.05.2007 12:20

hessenpixel
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RE: 11 Fragen

[quote]Original von Brägel
Ich finde die Fragen sehr interessant, sie sind durch aus berechtigt, man sollte aber investigative Journalisten, z.B. vom Spiegel sich mit diesem Thema beschäftigen lassen. [quote]


Darum geht es meiner Meinung gar nicht. Ich denke mal, dass gerade die Forumsteilnehmer von c4f mit einer solchen Frageaktion zeigen können, dass es neben den Journalismus auch die kritische Position der Fans gibt. Selbstverständlich werden investigative Journalisten noch eine Menge heraus bekommen und es werden bestimmt auch noch Köpfe bei T-Mobile rollen (Ich denke, dass Aldag nicht haltbar sein wird). Aber genau deshalb sollten wir als Fans uns dazu auch äußern und so ganz unbedeutend, ist c4f nun auch wieder nicht.

Einfach mitr Selbstwußtsein rangehen und das Thema offensiv angehen ist unsere einzige Chance




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26.05.2007 12:43

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RE: 11 Fragen

Zitat:
Original von hessenpixel
Zitat:
Original von Brägel
Ich finde die Fragen sehr interessant, sie sind durch aus berechtigt, man sollte aber investigative Journalisten, z.B. vom Spiegel sich mit diesem Thema beschäftigen lassen.



Darum geht es meiner Meinung gar nicht. Ich denke mal, dass gerade die Forumsteilnehmer von c4f mit einer solchen Frageaktion zeigen können, dass es neben den Journalismus auch die kritische Position der Fans gibt. Selbstverständlich werden investigative Journalisten noch eine Menge heraus bekommen und es werden bestimmt auch noch Köpfe bei T-Mobile rollen (Ich denke, dass Aldag nicht haltbar sein wird). Aber genau deshalb sollten wir als Fans uns dazu auch äußern und so ganz unbedeutend, ist c4f nun auch wieder nicht.

Einfach mitr Selbstwußtsein rangehen und das Thema offensiv angehen ist unsere einzige Chance


ja. eine kritisch-distanzierte, änderungsorientierte fan-position kann in dieser phase durchaus auf offene ohren stoßen.

zumal konstruktiv kritisches, direktes nachfragen nun gar nichts mit investigation zu tun hat.


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26.05.2007 13:02

Brägel
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RE: 11 Fragen

Zitat:
Original von hessenpixel

Darum geht es meiner Meinung gar nicht. Ich denke mal, dass gerade die Forumsteilnehmer von c4f mit einer solchen Frageaktion zeigen können, dass es neben den Journalismus auch die kritische Position der Fans gibt. Selbstverständlich werden investigative Journalisten noch eine Menge heraus bekommen und es werden bestimmt auch noch Köpfe bei T-Mobile rollen (Ich denke, dass Aldag nicht haltbar sein wird). Aber genau deshalb sollten wir als Fans uns dazu auch äußern und so ganz unbedeutend, ist c4f nun auch wieder nicht.

Einfach mitr Selbstwußtsein rangehen und das Thema offensiv angehen ist unsere einzige Chance


Ich halte Aldag ebenfalls für nicht mehr haltbar.
Das wäre so wie wenn ein Kassierer einer Bank, der jahrelang Gelder unterschlagen hat, plötzlich Fillialleiter wird.

Versteh mich nicht falsch, man kann kritische Nachfragen von Fans eher ignorieren (mit Phrasen beantworten) als die Nachfragen eines angesehenen Nachrichtenmagazins.

Vor allem, was z.B. Zabel tatsächlich zum damaligen "Franke-Prozess" zu sagen hat, würde mich brennend interessieren.




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26.05.2007 13:06

hessenpixel
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RE: 11 Fragen

Zitat:
Original von Brägel


Ich halte Aldag ebenfalls für nicht mehr haltbar.
Das wäre so wie wenn ein Kassierer einer Bank, der jahrelang Gelder unterschlagen hat, plötzlich Fillialleiter wird.

Versteh mich nicht falsch, man kann kritische Nachfragen von Fans eher ignorieren (mit Phrasen beantworten) als die Nachfragen eines angesehenen Nachrichtenmagazins.

Vor allem, was z.B. Zabel tatsächlich zum damaligen "Franke-Prozess" zu sagen hat, würde mich brennend interessieren.



Ich denke auch, dass genau diese Frage an Zabel mit aufgenommen werden müsste




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26.05.2007 14:45

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RE: 11 Fragen

Ist doch von Anfang an drin:

9. Herr Zabel, sie haben vor einigen Jahren in einem Prozeß gegen Prof.
Franke ausgesagt. Haben sie diesem heute irgendwas zu sagen?


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