25.05.2007 10:34
deutscher baske
Finisseur

Dabei seit: 13.08.2006
Herkunft: Mönchengladbach Fan von: Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Solidarität, Zufriedenheit, Natur
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| Müssen wir Fans unser anspruchdenken überdenken und in frage stellen?
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Da diese diskussion gestern und bei der analyse zur heutigen giroetappe aufkam und es, wie hoffentlich nicht nur ich finde, ein wichtiger und diskussionsreicher stoff ist, möchte ich dieses thema mal eröffnen.
hoffe es stößt nicht auf so wenig begeisterung wie mein letztes thema
Meine meinung habe ich ja gestern schon angedeutet: Nach den ereignissen des letzten jahres finde ich es absolut unangebracht und im kampf gegen doping absolut störend sich über zu flache berge oder ein zugeringes tempo zu beschweren. Natürlich wird auch gedopt, wenn die berge im schnitt 3 anstatt 7 % steil sind, aber es wird halt auch gedopt, um den anforderungen besser gerecht zu werden. Je höher die anforderungen, desto höher ist vielleicht auch der bedarf, an beispielsweise regenerationsfördernden mitteln. Dass gedopt wird hängt nicht in erster linie mit unserem anspruchsdenken zu tun, sondern mit dem bedürfnis des menschen, besser zu sein, als andere. Trotzdem finde ich es alleine schon um zu symbolisieren, dass man menschlichkeit mehr schätzt als "medizinisches" spektakel wichtig, sich nicht über oben genanntes zu beschweren.
__________________ zufrieden sein mit dem, was man hat - unzufrieden sein mit dem, was ist
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25.05.2007 10:44
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| RE: Müssen wir Fans unser anspruchdenken überdenken und in frage stellen?
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wollte ich auch schon eröffnen, dachte aber, es gibt eigentlich genug threads.
aber es ist schon eine spezielle fragestellung.
ich zieh mal meine antwort auf cyclists thread-these hier rein.
| Zitat: |
Original von teufelsberg
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Original von Cyclist
das nicht, aber die Fans und Medien sind mit ihren hohen Erwartungen auch ein Bestandteil des Dopingproblems, wir können Doping nicht diskutieren/minimieren ohne unsere eigenen Ansprüche in Frage zu stellen. |
sagt jemand, dass sie schneller sein müssen und es doch langweilig ist, wenn der schnitt etwas langsamer ist?
das behaupten zwar einige journalisten und beteiligte, scheint mir aber völliger quatsch und eine schutzbehauptung zu sein.
natürlich gibt es rennen, die auch ohne doping gewonnen werden können, während andere mit sicherheit nicht sauber zu gewinnen sind.
rutscht jetzt ein bzf in eine andere kategorie, wenn der berg etwas flacher ist?
nur noch rennen der ersten kategorie austragen, wäre eine idee.
also weg mit sehr schweren rennen und längeren rundfahrten und kurzen schweren rundfahrten? |
noch etwas zu "bummeletappen". sollen sie doch machen.
aber etwas differenzieren schadet nie. gerade ungedopt wird man nie ein rennen am schweren schlußanstieg gewinnen, wenn vollgepumpte fahrer mit ähnlichem talent im feld sind. also muss man früh atackieren und auf einen günstigen rennverlauf hoffen.
andererseits ist man natürlich froh, wenn bei einer hammeretappe ein stillhalteabkommen bis zum berg x gilt, um nicht aus der karrenzzeit zu fallen.
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29.05.2007 20:40
muellerin
muellerin

Dabei seit: 26.01.2002
Herkunft: Laatzen Fan von: Jan Ullrich
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| RE: Müssen wir Fans unser anspruchdenken überdenken und in frage stellen?
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| Zitat: |
Original von deutscher baske
Da diese diskussion gestern und bei der analyse zur heutigen giroetappe aufkam und es, wie hoffentlich nicht nur ich finde, ein wichtiger und diskussionsreicher stoff ist, möchte ich dieses thema mal eröffnen.
hoffe es stößt nicht auf so wenig begeisterung wie mein letztes thema
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Ich finde, wenn man ehrlich wäre: Ok, was wäre ich ohne Doping, ein ewiges Talent, was durch alle Gazetten und wo auch immer, durchkaut werden würde?
Dope ich, bin ich das letzte A...., weil ich angeblich alle betrogen habe. Tu ich es nicht, bin ich der beste, obwohl kein Mensch beweisen kann, dass ich nie gedopt habe.
Wen hab ich eigentlich betrogen? DIe Zuschauer, die sich, wenn sie "schlau wären" vieles denken könnten und/oder die Mitbewerber aus hinteren Reihen, die dopen müssen, um vorne zu laden?
Die Sponsoren überall in dem gesamten Sport, die ohne Rekorde, gleich abspringen bzw. gewisse Hilfen gleich abspringen, wenn die Leistung nicht erbracht wird?
Ich möchte nur an die Diskussion von Ulle und Lance erinnern. Wer war immer der dumme Zweite, wer war immer der Erste von beiden?
Das war Jan Ullrich und Lance Amstrong im Radsport. Das sind andere Athleten, die rausfliegen, weil die angeblich ihre Leistung nicht erbringen in der Deutschen Sporthilfe und und und.
Wenn ich wirklich etwas gegen Dope haben möchte, müsste ich eigentlich umdenken. Nur, das mag ich hier gar nicht sagen, sonst krieg ich eh einen auf den Deckel.
Aber meine persönliche Meinung ist:
a) lieber ärztlich verschrieben
b) lieber ärztlich genommen und
c) ehrlich sein, ohne gewisses Dope gibt es keine Rekorde mehr
als
e) diese ewige Lüge, von wegen wir können Dope besiegen. Dat kannste nicht, wirste nie können, vergiss es. Schlupflöcher wird es immer geben, bis irgendeiner erfährt, dass es die Schlupflöcher nicht gibt.
Wen man ehrlich wäre, hat man doch eh Basso vor Ulle gesehen, egal was gedopt worden wäre und was nicht.
Das ist doch ganze Problem. Du wirst von der PResse und Fans als Depp hingestellt bzw. als "nur" irgendwo Plazierter, solange es nicht der erste Platz ist.
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25.05.2007 11:16
Struempfi
Neutiroler
Dabei seit: 13.03.2002
Herkunft: Schwaben Fan von: Selberfahrern
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| Ich denke wir sollten unser Anspruchsdenken verändern
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Unser Anspruch sollte sein: Wir wollen euch sauber sehen.
Und mit den sauberen dann auch in die zweite oder dritte Liga gehen (um es mal fußballtechnisch zu sagen). Utopie: Was würde denn passieren, wenn 500000 Leute nach Alpe hoch nicht schreien würden "wir woll'n euch kämpfen sehn", sondern " wir wolln euch sauber sehen". Was wäre denn, wenn statt 200 Fahren einen Sitzstreick wegen zu harter Kontrollen, 2000 Fans einen Sitzstreik wegen zu wenig Kontrollen machen. Die Frage an uns ist, ob es uns das Wert ist, Zeit und Geld zu investieren oder ob es uns nicht so wichtig ist.
Mir persönlich ist der Schnitt einer Etappe egal und wegen mir darf sie einen Berg/50 km kürzer sein. Aber wie Teufelsberg schon anfragte: Bringt das was, auch bei den 100m Sprintern wird gedopt, nur anders.
__________________ Mein Doping ist Trollinger ;-)
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25.05.2007 11:54
Cyclist
Italienfan

Dabei seit: 03.01.2002
Herkunft: Radsportfotoarchiv Fan von: Bella Italia!
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| RE: Ich denke wir sollten unser Anspruchsdenken verändern
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Meine Feststellung: Die Fans sind auch Teil des Dopingproblems, wir sind nicht 100% außen vor. Wenn wir einen dopingfreien Radsport fordern, sollten wir alle auch unsere eigenen Erwartungen an ein Rennen, an eine Etappe, an die Leistung der Fahrer in Frage stellen und nach unten korrigieren.
Natürlich ist die Lösung nicht die Vereinfachung aller Radrennen, denn auch da ist Leistungsdruck vorhanden, auch da würde sicher gedopt werden, um besser als der Konkurrent zu sein. Aber es würde vielleicht weniger gedopt werden, um die Strapazen zu überstehen.
Gerade bei einer so langen Rundfahrt wie jetzt beim Giro sollten wir dem Peloton auch so genannte Bummeletappen zugestehen. Die sind manchmal auch einfach erforderlich, um sich vor schweren Bergetappen etwas zu regenerieren. Das gleichzeitige Fordern hoher Durchschnittsgeschwindigkeiten und anderer Höchstleistungen UND eines dopingfreien Radsport passt nicht zusammen. Außerdem liefern die Ansprüche, die die Fans und auch die Medien seit Jahren an die Fahrer stellen, auch immer wieder Ausreden nach dem Motto „Ihr wollt doch diese hohen Geschwindigkeiten sehen, ihr wollt doch, dass wir immer schwierigere Berge fahren,…“.
Ja, was wollen wir Fans denn wirklich? Können wir (und die Medien) tatsächlich akzeptieren, wenn keine Rekorde mehr fallen, wenn immer langsamer gefahren wird, wenn „unsere“ Athleten als Vorreiter im Antdopingkampf hinterher fahren würden? Ich stelle diese Fragen einfach mal im Raum. Sicher sind nicht alle Fans gleich, und auch die Ansprüche, Erwartungen unterscheiden sich. Aber eines ist für mich ganz klar: Die Fans als Gruppe können sich nicht nur auf ihre Position als Außenstehende zurückzeigen und mit den Fingern auf die Fahrer, sportliche Leiter, Teammanger, Ärzte, Betreuer, Medien etc. zeigen ohne Eigenkritik zu üben. Haben wir als Gesamtheit nicht jahrelang trotz vieler Indizien das Problem nicht wahrhaben wollen, die Augen davor verschlossen? Warum waren viele Fans jahrelang der Meinung, dass „unsere“ Deutschen ohne Doping mit den vollgepumpten Ausländern mithalten könnten? Ich glaube ohne den jetzigen Gau hätten sich viele noch weiterhin eingeredet, dass bei uns alles in Ordnung sei, und alle schwarzen Schafe schon erwischt werden. Insofern sind die Fans nicht besser als andere Gruppen des Problems.
__________________ Cosa ti piacerebbe fare dopo l’agonismo?
Cipollini: «Ritirarmi in Sudafrica, aprire una vineria, una scuola di ciclismo, e stare lì, in mezzo alla natura».
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25.05.2007 12:06
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| RE: Ich denke wir sollten unser Anspruchsdenken verändern
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| Zitat: |
Original von schnippler
| Zitat: |
Original von teufelsberg
also ich beobachte rogers zweiten platz in diesem feld in spanien doch kritischer als sinkewitz' leistungen in den ardennen.
wobei letztere auch sehr aufschlußreich für die vergangenheit waren, aber eben auch für das jetzt. |
Ziemlich deutsche Sichtweise ... |
sicher.
aber spanien als land wird wohl ernsthaft keiner bestreiten, und das feld mit oscaaaaar und co. auch nicht, oder doch?
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25.05.2007 15:04
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| RE: Ich denke wir sollten unser Anspruchsdenken verändern
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| Zitat: |
Original von schnippler
Doping ist Doping, und jedes Land ist davon betroffen. Nur so Unterteilungen wie: Armstrong dopte mehr als Ullrich, Rogers mehr als Sinkewitz bringen irgendwie nix. |
ich habe nicht gesagt, dass rogers mehr dopt als sinkewitz, sondern beschrieben, dass ich stinkis hintere plätze in den ardennen zwar schade finde, aber angesichts der realität gut damit leben kann.
und das ich eher bei guten platzierungen in feldern mit nahezu überführten spitzendopern ein ungutes gefühl habe.
zumindest den unterschiedlichen umgang mit den operation-puerta-akten wirst du doch nicht bestreiten, oder doch?
aber eigentlich nicht das thema, mein anspruchsdenken habe ich dargestellt.
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25.05.2007 12:03
Glgnfz
Illuminatus

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Lehmen Fan von: Leuten, die durchaus auch arbeiten...
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| RE: Ich denke wir sollten unser Anspruchsdenken verändern
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| Zitat: |
Original von Cyclist
Wenn wir einen dopingfreien Radsport fordern, sollten wir alle auch unsere eigenen Erwartungen an ein Rennen, an eine Etappe, an die Leistung der Fahrer in Frage stellen und nach unten korrigieren.
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brilliante idee! aber wie klappt den so etwas? soll ich immer demonstrativ nur dem letzten applaudieren? soll ich meckern, wenn der schnitt 42 statt 38 war, weil "42 nur gedopt sein kann"? das ist doch kokolores! unser anspruch als fans kann nur sein, dass unsere persönlichen helden sich möglichst gut schlagen!
dass wir als fans gerade bei rennen eine breitere front gegen doping machen müssten, ist eine ganz andere sache. vielleicht kann man ja auf diese art und weise noch ein paar gewissen erreichen und das rad zurückdrehen.
__________________ Hier könnte Ihre Signatur stehen!
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25.05.2007 12:11
Kette-rechts
Teamzeitfahrer
Dabei seit: 05.03.2007
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Meiner Meinung nach ändert es nichts, wenn man bestimmte Rennen verkürzt oder um einen Berg vermindert. Wer professionell radsport betreibt kann die Ansprüche schaffen, nur eben langsamer als andere die dopen. Sollten nun alle clean sein (theoretisch) kann man auch eine TDF über 4000km fahren, das würde ich auch mir (unbedeutender Amateur) zutrauen, nur würde ich eben länger brauchen...Wenn nun nicht mehr gedopt würde, würde es genauso ein anspruchsvolles Radrennen geben und genauso spannende Attacken und starke Sieger.
Gedopt wird meiner Meinung nach auch nicht, weil die Sportler dem Zuschauer eine Attraktion am Berg etc bieten wollen, sondern weil sie gewinnen wollen um so an Preis-/Sponsorengelder zu kommen. Wäre eine Etappe 5km/h langsamer würde das Publikum vermutlich genauso staunen und die Rennen verfolgen.
Wären Rennen aber kürzer und einfacher, heißt das nicht, dass kein Doping mehr verwendet wird, da die Rennen nun schwerer werden und schneller, was bedeuted, das genauso weitergedopt werden kann, anspruchslosere Rennen sind keine Garantie für sauberen Radsport.
Das anspruchsdenken der Zuschauer/Fans sollte sich meiner Meinung nach in der Hinsicht wandeln, dass sie, wie auch die Medien, nicht nur auf die Sieger fixiert sind, so dass es auch eine Leistung ist ein Rennen auf einem 20ten Platz zu beenden und dies anerkannt wird. Ist nicht die leistung eines untalentierten Fahrers der sich als 20ter über den zielstrich quält fast genauso stark zu bewerten, wie die des Siegers, der einfach stärker ist... Würde eine Vielzahl dies einsehen, bestünde auch nicht mehr der herrschende extreme Leistungs-/erfolgsdruck.
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25.05.2007 12:21
Kette-rechts
Teamzeitfahrer
Dabei seit: 05.03.2007
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Original von Schtine
Gerade hier in Deutschland tut man sich aber mit Nicht-Siegern sehr schwer. Alles ab dem zweiten Platz ist eine Enttäuschung und wenn gar nur ein Rang unter den ersten zwanzig herauskam wird das schon garnicht mehr erwähnt bzw. als völliges Versagen des Athlethen gewertet. |
das meine ich doch.
genau dieses verhalten setzt die athleten unter einen enormen druck zu gewinnen mit allen mitteln.
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25.05.2007 12:24
Schtine
Sprachlos

Dabei seit: 31.08.2003
Herkunft: Reutlingen Fan von: vom gelben Mavic-Motorroller, Hennes Roth; Graham Watson
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Original von Kette-rechts
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Original von Schtine
Gerade hier in Deutschland tut man sich aber mit Nicht-Siegern sehr schwer. Alles ab dem zweiten Platz ist eine Enttäuschung und wenn gar nur ein Rang unter den ersten zwanzig herauskam wird das schon garnicht mehr erwähnt bzw. als völliges Versagen des Athlethen gewertet. |
das meine ich doch.
genau dieses verhalten setzt die athleten unter einen enormen druck zu gewinnen mit allen mitteln. |
Wurde der sportliche Wettbewerb nicht deshalb erfunden, weil man ihn gewinnen will? Es müsste aber ein mediales Umdenken erfolgen, damit Leistung auch dann noch als Leistung gewürdigt wird, wenn dabei kein oberster Podestplatz herauskommt.
__________________ www.tourfoto.de
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Schtine: 25.05.2007 12:27.
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25.05.2007 12:29
Kette-rechts
Teamzeitfahrer
Dabei seit: 05.03.2007
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Original von Schtine
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Original von Kette-rechts
[quote]Original von Schtine
Gerade hier in Deutschland tut man sich aber mit Nicht-Siegern sehr schwer. Alles ab dem zweiten Platz ist eine Enttäuschung und wenn gar nur ein Rang unter den ersten zwanzig herauskam wird das schon garnicht mehr erwähnt bzw. als völliges Versagen des Athlethen gewertet. |
das meine ich doch.
genau dieses verhalten setzt die athleten unter einen enormen druck zu gewinnen mit allen mitteln. |
Wurde der sportliche Wettbewerb nicht deshalb erfunden, weil man ihn gewinnen will?[/quote]
doch, ganz klar. nur als "mitfahrer" kann man ja fast nicht leben (finanziell) und steht somit unter einem großen druck. das sollte man ändern und zum beispiel nicht nur einen zabel/ullrich/voigt bekannt machen sondern auch andere radsportler.
im fußball kennt auch jedes kind die auswechselspieler von abstiegsbedrohten bundesligavereinen...
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25.05.2007 13:02
Alfred
Capitaine de la Route
Dabei seit: 17.03.2005
Herkunft: Senica, seit 93 in D
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Original von Schtine
Gerade hier in Deutschland tut man sich aber mit Nicht-Siegern sehr schwer. Alles ab dem zweiten Platz ist eine Enttäuschung und wenn gar nur ein Rang unter den ersten zwanzig herauskam wird das schon garnicht mehr erwähnt bzw. als völliges Versagen des Athlethen gewertet. |
Wenn ich Sport wettkampfmäßig betreibe, dann will ich gewinnen, darum geht es je, ums Gewinnen. Der Druck kommt bei jedem Sportler von selbst, egal auf welchem Niveau, nicht von aussen. Wenns nicht klappt, trotzdem alles gegeben hat, kann es einem auch zufrieden stellen und das sind die Fans auch.
Und nochwas, die veröffentlichte Meinung in den Massenmedien, die ist nicht immer vergleichbar mit der Meinung der Menschen, in dem Fall der Fans.
__________________ Man kann nie genug Lob bekommen. (Bruno Kreisky)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Alfred: 25.05.2007 13:02.
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25.05.2007 14:55
deutscher baske
Finisseur

Dabei seit: 13.08.2006
Herkunft: Mönchengladbach Fan von: Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Solidarität, Zufriedenheit, Natur
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| Zitat: |
Original von Schtine
Gerade hier in Deutschland tut man sich aber mit Nicht-Siegern sehr schwer. Alles ab dem zweiten Platz ist eine Enttäuschung und wenn gar nur ein Rang unter den ersten zwanzig herauskam wird das schon garnicht mehr erwähnt bzw. als völliges Versagen des Athlethen gewertet. |
Genau das habe ich die letzten jahr auch beobachtet. "der ewige zweite" ist wohl das paradebeispiel für die aberkennung einer solchen leistung. Und ein jaksche, der jahrelang, trotz helferdienste unter die top 20/30 fuhr, wurde höhstens nebenbei erwähnt. Ganz davon zu schweigen, wie mit zabel in den letzten beiden jahren umgegangen wurde. Wer hat denn seine konstanten top 5/10 plätze gewürdigt. Ich kenne sponton keinen.
Zwar darf dieses unsere anspruchsdenken jetzt keine begründung für den sportlichen betrug der fahrer sein, aber es ist zumindst in sofern erwähnenswert, dass man sich selber hinterfragen sollte.
Ich möchte damit auch direkt mal bei mir anfangen: Ich habe die letzten jahre, sogar bis vor ein paar wochen noch, z. B. die tour hinterfragt, warum so wenig spektakuläre bergetappen im programm sind- gleichzeitig aber gewünscht sauberen sport zu sehen (wobei ich seit 2/3 jahren immer davon ausging, dass 2/3 der fahrer dopen). Heute überlege ich mir zweimal, ob ich mehr bergetappen fordere.
Ich denke aber, es wäre schon ein schritt der besserung, wenn man anstatt 2/3 hammeretappen (5 bergwertungen auf 200 km), mehrere anspruchslosere etappen (2 bergwertungen auf 140/150 km) im programm hat. Das würde mir als zuschauer sogar entgegen kommen, da sich die aktion mehr verteilt.
Aber was ich bei der ganzen sache nochmal betohnen möchte: Gedopt wird immer, egal ob 20 km zeitfahren oder 200 km gebirge oder 100 km flachetappe. Nur geht es um das überdenken, ob sich unsere radsportvorstellungen übereinstimmen lassen.
__________________ zufrieden sein mit dem, was man hat - unzufrieden sein mit dem, was ist
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