Ich hab mir mal die Daten auch versucht etwas genauer anzusehen. Ich bin jetzt kein Experte für Massenspektroskopie, deswegen hab ich auch nur einen Eindruck gewonnen, aber nach Lage der Dinge versucht er zunächst die Glaubwürdigkeit des Labors zu untergraben (machen amerikanische Anwälte gerne), was ihm teilweise gelingt, wobei die nachgewiesenen Verfehlungen nicht eben gravierend und auf keinen Fall entscheidend für den Test waren.
Da der TE-Quotient tatsächlich nur ein Screening ist und ein positiver Befund erst durch die weiteren Tests erfolgt, zielt der Hauptteil der Argumentation auf die Spektroskopie ab.
Hier werden nun allerdings recht willkürlich Fehlervarianzen voll ausgereizt, ein positiver Befund (von 3 Metaboliten) wird unterschlagen und die Interpretation des Ergebnisses wird einfach entgegen der des Labors geändert (wobei es da auch keine feste Regel zu geben scheint)....
Fest scheint nur zu stehen das Landis Epitestosteron niedrig war und nicht sein Testosteron hoch. Wobei praktisch ausgeschlossen ist das selbiges sich unabhängig vom Testo abbaut. Wenn er also eine (seine übliche) geringe Menge appliziert hätte, wäre er damit positiv geworden.
Insgesamt nicht vollständig überzeugend, jedenfalls nicht viel besser als irgendwelche verborgenen Zwillinge....
__________________
Go funk yourself
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Donishäusle: 13.10.2006 14:42.