cycling4fans REGISTER | KALENDER | USER | TEAM | SUCHE | FAQ | START

Cycling4Fans - Forum » Radsport » Nur für Selberfahrer » Helm pro und contra » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Seiten (141): [1] 2 3 4 5 nächste » ... letzte »
Zum Ende der Seite springen Helm pro und contra
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
 Helm pro und contra Radmal 22.09.2002 10:54
 RE: Helm pro und contra Arno 12.05.2007 13:38
 RE: Helm pro und contra Arno 13.05.2007 00:44
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren kuestentanne 01.06.2007 21:52
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren Scorpio 01.06.2007 22:34
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren teufelsberg 02.06.2007 11:51
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren Arno 02.06.2007 11:53
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren teufelsberg 02.06.2007 11:58
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren Arno 02.06.2007 20:56
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren teufelsberg 02.06.2007 21:46
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren Arno 03.06.2007 12:09
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren Arno 03.06.2007 12:11
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren Kalmit 03.06.2007 18:33
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren Michelin-Männchen 03.06.2007 19:18
 RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren teufelsberg 03.06.2007 23:26
 Quasi Helmpflicht durch OLG-Urteil Arno 04.06.2007 02:58
 RE: Quasi Helmpflicht durch OLG-Urteil Arno 04.06.2007 02:59
 RE: Quasi Helmpflicht durch OLG-Urteil Arno 04.06.2007 04:55
 RE: Quasi Helmpflicht durch OLG-Urteil Michelin-Männchen 04.06.2007 09:21
 RE: Quasi Helmpflicht durch OLG-Urteil Arno 04.06.2007 10:45
Nächste Seite »

Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
22.09.2002 10:54

Radmal
Zweites Profijahr

Dabei seit: 17.09.2002
Herkunft: Nürnberg
Fan von: Poulidour, Jalabert, Boelts, Ullrich

OFFLINE
SUCHE |  FREUND |  MOD HILF    EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
Helm pro und contra

Angeregt durch Checkers Zitat im "Wie hoch rasiert Ihr..." -Thread
---------------------------------------------------
Helm muss sein! Ist unverantwortlich, keinen zu tragen...
----------------------------------------------------

möchte ich gerne wissen, wer trägt Helm, wer nicht und warum.
Ich habe mir diesen Sommer 'nen Met-Helm gekauft, angeregt durch meine Frau, meine Kinder, den Kommentatoren von Radrennen und der Tatsache, dass immer mehr Rennradfahrer Helm tragen.
Ich schätze das Verhältnis mit/ohne so 70/30 ein.
Ich hab ihn dann anfangs regelmässig getragen, fand das Schwitzen dann aber unangenehm, die Windgeräusche lästig und habs wieder gelassen.
Ich empfinde es als angenehmer, ohne Helm zu fahren,
trotzdem kommt manchmal das schlechte Gewissen hoch und ich sehe mich wie der Marlboro-Mann, der von
Wind, Freiheit und dem letzten Abenteuer träumt. Ich Trottel!
Denn, dass es vernünftig ist, das Ding zu tragen, steht ausser Frage. Moderne Helme sehen gut aus und haben einen guten Comfort. Aber trotzdem, irgendwie komme ich damit nicht klar.... so'n Mist
Wie sind so eure Erfahrungen, muß sich jemand überwinden, das Ding anzuschnallen, erzählt mal.... Aldag Smilie




__________________
---------------------
- Gruß Jürgen -
---------------------
ANTWORTEN        ZITIEREN     
12.05.2007 13:38

Arno
unregistriert
OFFLINE
   EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Versuchte Tötung eines Radfahrers?

3. Mai 2007 EPPSTEIN (Main-Taunus): Ein 53-jähriger Radfahrer ist am Mittwochabend von einem Geländewagenfahrer absichtlich angefahren und schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatte der Radler den Autofahrer an einer Kreuzung gebeten, den Sicherheitsabstand einzuhalten. Beim Losfahren rammte der Fahrer den Radler. Dieser stürzte und erlitt einen Wirbelbruch. Der 51-jährige Autofahrer flüchtete, konnte später aber festgenommen werden.

Von triathleten.net

Wie man auf dem Foto sehen kann, hatte der Radfahrer einen Helm auf, aber selbst wenn er keinen aufgehabt hätte, würde er bei Kopfverletzung mit Sicherheit auch vor dem Düsseldorfer Richter vollen Schadenersatz bekommen. Der würde sein Urteil revidieren bzw. verfeinern müssen.

@Kalmit: es geht darum, wer die Verletzung zu verantworten hat.

Arno hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
Bild030-mini.jpg

Arno hat dieses Bild angehängt:
Bild031-mini.jpg




ANTWORTEN        ZITIEREN     
13.05.2007 00:44

Arno
unregistriert
OFFLINE
   EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Helm pro und contra

Zitat:
Original von Arno
teufelsberg, das ist und bleibt alles Nebengeplänkel und jegliches Argumentieren ist einfach ignorant gegenüber der blanken Tatsache, daß jemand schuld oder mitschuld ist, wenn er sich am Kopf verletzt und keinen Helm trägt. Wer denn sonst? Der Pumuckl?

Das es auf der anderen Seite neben Personengruppen wie Rennfahrern, Bauarbeitern, bei denen man allgemein davon ausgeht, daß es sinnvoll ist, sich vor der Ausübung der Tätigkeit einen Helm anzuziehen, andere Personengruppen gibt bei denen das nicht allgemein vorausgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt und ist vielleicht auch teilweise ungerecht.

Aber: Du trägst die Verantwortung für Dein Tun, niemand sonst.

Und wenn sich ein erwachsener Mensch beim Rennradfahren keinen Helm aufsetzt und sich dann dabei Kopfverletzungen zuzieht, muss gegebenfalls er die Konsequenzen tragen - zumindest teilweise - und nicht jemand anderes.

Um es auch noch mal zu sagen: der Fall und die Verletzungen sind der beste Beweis für den Bedarf beim Rennradfahren einen Helm aufzuziehen.

Vielleicht sollen eure am Kern der Sache vorbeigehenden Argumentationen von den beiden einfachen und offensichtlichen Tatsachen ablenken, möchte ich als einen ausdrücklich persönlich an teufelsberg und Kalmit gerichteten Hinweis hinzufügen.

Das hat nichts zu tun mit einem "du musst doch dämlich sein, wenn du nicht meine meinung hast". teufelsberg, solche Vorwürfe sind unterste Kajüte.

Es gibt ein nicht eben einfach daher gesagtes Urteil in der zweiten Instanz, das 100% richtig ist und eine Begründung dazu, die 95% richtig ist. Das sollte Helmgegnern zu denken geben. Beide hier hauptsächlich postende Antihelmer (teufelsberg, Kalmit) haben nach langen Diskussionen auch schon zugeben müssen, daß ein Helm in bestimmten Situationen angebracht sein kann. Das hier ist so ein Fall.

Zitat:
"Wer mit seinem Rennrad seinen Freizeitsport auf öffentlichen Straßen ausübt, muß grundsätzlich einen Schutzhelm tragen. Anderenfalls, so hat der 1. Zivilsenat des OLG Düsseldorf entschieden, trifft ihn im Fall einer Kopfverletzung ein Mitverschulden, das seinen Schadenersatzanspruch mindern oder gar ausschließen kann."

Richtig so.


ANTWORTEN        ZITIEREN     
01.06.2007 21:52

kuestentanne
Buten-Kieler

images/avatars/avatar-4932.jpg

Dabei seit: 05.08.2002
Herkunft: Stockholm
Fan von: THW KIEL

OFFLINE
   EMAIL |  SUCHE |  FREUND |  MOD HILF    EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

Na gut, dann nehmen wir mal die normalen Radfahrer. Omis mit Einkaufstaschen am Lenker, schlecht gewartete Räder, Fahren ohne Licht, besonders bei Studenten beliebt auch Fahren (fast) ohne Bremsen, dazu das allseits beliebte Fahren nach Bier Bier Bier Bier Bier Bier Bier Bier Bier Bier Bier Bier Bier Bier Bier Bier

Jede Ampel bei Rot, überwiegend gefährlicherer Stadtverkehr, Benutzen der gefährlichen Rad- und Fußwege. Fahren gegen die Fahrtrichtung, mit 30 Sachen durch die Fußgängerzone und die Liste läßt sich bestimmt noch fortsetzen, genauso wie die Liste, was Radsportler für einen Unsinn treiben.

Ich weiß nicht, ob man so weiter kommt, die Fahrer danach einzuteilen, ob sie zum Sport treiben oder zum Einkaufen, zum Friedhof oder von und zur Arbeit unterwegs sind. In beiden Gruppen werden die Leichtsinnigen öfters in Unfälle verwickelt sein als die Umsichtigen.




__________________
Love people, use things, the opposite never works!
ANTWORTEN        ZITIEREN     
01.06.2007 22:34

Scorpio
ezezagun

Dabei seit: 06.11.2004
Herkunft: Clan = Masovian; Existenz z.Zt. = NRW
Fan von: Euskaltel-Euskadi, Isfahan xx, VfL Bochum; Querdenken, Renitenz + Aufsässigkeit; Leben und Leben lassen, groovin´; alles andere ist PRIVAT !!!

OFFLINE
   EMAIL |  SUCHE |  FREUND |  MOD HILF    EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

Zitat:
Original
.. die Fahrer danach einzuteilen ... zum Friedhof ...unterwegs sind.

hoffe, das ist nicht buchstabengetreu zu verstehen *herumrätsel*
tschuuuldigung !!!
Jörg Ludewig




__________________
First and Last and Always
ANTWORTEN        ZITIEREN     
02.06.2007 11:51

teufelsberg
Legende der Landstrasse

Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie

OFFLINE
   EMAIL |  WWW |  SUCHE |  FREUND |  MOD HILF    EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

Zitat:
Original von Arno
Kuestentanne, die sind in der Herleitung schon alle komplett unter "Normales Radfahren" drin, sogar die verunfallten Freizeitradsportler! Trotzdem ist Profiradsport 50 mal gefährlicher und ähnlich auch der allgemeine Radsport.



möglicherweise steigt ja deine überzeugheit, wenn du deine aussage ständig wiederhlst, substanz bekommt sie dadurch nicht.

hier findet man etwas mehr über die telekom-untersuchund, wenn auch nicht wirklich viel.

interessanterweise steht da
Zitat:
31 100 gefahrenen Jahres¬kilometern im Durchschnitt nur alle 36 900 Kilometer so stürzt, dass schwerwiegendere Verletzungen als Schürfwunden die Folge sind. Etwa 15 Prozent aller Stürze ereignen sich im Training


jede siebte sturz ereignet sich im training, bei geschätzten 6000 rennkilometern kannst du ja mal das trainingssturzrisiko ermitteln.

und die gesamtzahl der trainingsstürze als datenbasis, vielleicht auch mal statistische grundbegriffe in erinnerung rufen.


und am wichtigsten: du kannst ja mal bei Dr. Carsten Temme anfragen, wie viele der unfälle in der polizeistatistik auftauchen.

natürlich kann man äpfel mit birnen vergleichen, aber nicht klafter und werst miteinander verrechnen, ohne berücksichtigung der einheiten.


ANTWORTEN        ZITIEREN     
02.06.2007 11:53

Arno
unregistriert
OFFLINE
   EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

Zitat:
Original von kuestentanne
Ich weiß nicht, ob man so weiter kommt, die Fahrer danach einzuteilen, ob sie zum Sport treiben oder zum Einkaufen, zum Friedhof oder von und zur Arbeit unterwegs sind.

Kuestentanne, die sind in der Herleitung schon alle komplett unter "Normales Radfahren" drin, sogar die verunfallten Freizeitradsportler! Trotzdem ist Profiradsport laut Herleitung deutlich gefährlicher und ähnlich auch der allgemeine Radsport.

Sorry übrigens für die Vertauschung der Postings, hatte während Du gepostet hast, mein letztes gelöscht, deswegen hier noch mal neu:

Zitat:
Original von kuestentanne
Ich tue mir schwer, aus Daten von Profiradsportlern herzuleiten, wie gefährdet Freizeitradsportler sind. Nehmen wir mal das Beispiel Ulle 2005 vor der Tour, als er durch die Heckscheibe flog (übrigens ohne Helm), weil er im Windschatten eines Autos fuhr.
Profis machen das öfters im Training und ich habe auch schon öfters davon gelesen, dass dabei was passiert ist.
Wieviele Hobbysportler machen so was unvernünftiges?
Ich jedenfalls nicht ...

Hobbysportler machen jede Menge unvernünftige Sachen, auf die ein Profi nie käme, z.B. Ortsschildsprints im normalen Straßenverkehr. Oder ganz normal schnell mit 30-40km/h in eine Kreuzung fahren und davon ausgehen, daß das Auto einen schon sieht und die Vorfahrt achtet. Oder ganz normal schnell mit 30-40km/h in eine uneinsehbare Kurve fahren und davon ausgehen, da steht schon kein Traktor oder so - wie der Fahrer aus dem OLG-Urteil.

Es geht mir darum, daß sich Radsport und natürlich auch vieles im Freizeitradsport grundsätzlich in ganz anderen Risikobereichen als normales Radfahren bewegt. Profi- und Freizeitsport sind sicher graduell unterschiedlich und nicht jeder Fitnessfahrer heizt wie gesengte Sau um die Ecke - schon klar.

Im Grunde weiß jeder, der Radsport auch mal selber macht, daß es dabei nicht so zugeht wie beim normalen Radfahren oder Hobby- und Freizeitspazierenfahren.

Aber insbesondere den beiden Kollegen hier, teufelsberg und Kalmit - beide nicht unbedingt die Rennfahrer - hat hier das Erfahrungs-Wissen der Radsportler einfach nie gereicht: " ... zu individuell, nicht für die Allgemeinheit gültig, das kannst Du doch nicht von Dir auf andere schließen, Du kannst wahrscheinlich nicht gut genug für Deine Geschwindigkeit fahren" usw.

Wie man aber sieht, kann man für den Radsport, auch im Freizeitbereich, eine deutlich höhere Riskoeinschätzung als für normales Radfahren sehr wohl allgemein herleiten.

Dies noch mal an die Adresse der beiden: "... wissenschaftlichen Ansprüchen ..." genügt die Ausführung meiner Herleitung aus verschiedenen Gründen vielleicht nicht, aber sie ist einfachst nach zu vollziehen (wenn man nur über seinen ideologischen Tellerrand hinausblicken will) und außerdem trotz ihrer sehr vorsichtigen Kalkulation sehr deutlich.


Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 03.06.2007 22:32.

ANTWORTEN        ZITIEREN     
02.06.2007 11:58

teufelsberg
Legende der Landstrasse

Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie

OFFLINE
   EMAIL |  WWW |  SUCHE |  FREUND |  MOD HILF    EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

Zitat:
Original von Arno
Dies noch mal an die Adresse der beiden: "... wissenschaftlichen Ansprüchen ..." genügt die Ausführung meiner Herleitung aus verschiedenen Gründen vielleicht nicht, aber sie ist einfachst nach zu vollziehen (wenn man nur über seinen ideologischen Tellerrand hinausblicken will) und außerdem trotz ihrer sehr vorsichtigen Kalkulation sehr deutlich.


was soll eigentlich immer das beitrags-gelösche-und-wieder-reinstellen?


einfachst, genau:
wie der melonenfalltest.

trotzdem gibt es in keine nachweisbare schutzwirkung in großen studien über alle radfahrer, in den usa stieg sogar die absolute anzahl kopfverletzungen, konnten wir gestern lesen, nach einführung von helmpflichten.

aber egal, hauptsache einfach.


ANTWORTEN        ZITIEREN     
02.06.2007 20:56

Arno
unregistriert
OFFLINE
   EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

Zitat:
Original von teufelsberg
einfachst, genau: wie der melonenfalltest.

Jetzt vergleichst Du aber wirklich Äpfel mit Birnen.

Zitat:
trotzdem gibt es in keine nachweisbare schutzwirkung in großen studien über alle radfahrer, in den usa stieg sogar die absolute anzahl kopfverletzungen, konnten wir gestern lesen, nach einführung von helmpflichten. aber egal, hauptsache einfach.

Was vom Verhältnis Helmpflicht/Kopfverletzung zu halten ist, hatten wir schon mal erledigt.

Zitat:
aber egal, hauptsache einfach.

teufelsberg, es geht um eine allgemein herzuleitende höhere Risikoeinschätzung für den Radsport.

Dies ist offensichtlich relativ einfach möglich, indem man die Unfallzahlen der repräsentativen Langzeiterhebung im Profiradsport mit den vom statistischen Bundesamt ermittelten Unfallzahlen allgemeines Radfahren abgleicht.


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 03.06.2007 22:30.

ANTWORTEN        ZITIEREN     
02.06.2007 21:46

teufelsberg
Legende der Landstrasse

Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie

OFFLINE
   EMAIL |  WWW |  SUCHE |  FREUND |  MOD HILF    EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

hast du die anzahl der fälle mal ermittelt?
und gedanken über "repräsentativ" gemacht?

oder mal todeszahlen verglichen? da wärest du überrascht, mit deiner systematik.

wenn du nicht auf kritikpunkte in deiner herleitung eingehen willst, dann frag doch nicht danach.


die verschiedenen zahlen sagen nicht, dass die für deine interpretation geeignetere die aktuellere ist. (eine studie, die einen solchen sprung beinhaltete, könnte man ohnehin gleich verwerfen.)

sondern zeigt, dass die zahlen der unfälle nach irgendwelchen kriterien sortiert wurden, "schlimmer als schürfwunde" oder "knochenbruch und platzwunde".

der vergleich mit gemeldeten polizeilich erfassten unfällen kann nichts sinnvolles ergeben, weder einfachst noch kompliziert.


ANTWORTEN        ZITIEREN     
03.06.2007 12:09

Arno
unregistriert
OFFLINE
   EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

Man kann es auch noch einfacher ausdrücken:

Warum Helm beim Freizeit-Radsport?

Der durchschnittliche deutsche Radfahrer mit dreihundert Jahreskilometern hat das Risiko, etwa in tausend Jahren einen schweren und damit gemeldeten Radunfall zu erleiden. Mit einer sehr hoch angenommenen Dunkelziffer bei nur zehn Prozent gemeldeter Fälle wäre das ein Unfall alle hundert Jahre, außerhalb der Lebenszeit oder aktiven Radfahrzeit und sehr selten.

Der durchschnittliche Profiradfahrer erleidet einen schweren Radunfall laut der Erhebung hingegen etwa einmal im Jahr, ganz vorsichtig betrachtet alle zehn Jahre. Das ist innerhalb der Lebenszeit bzw. aktiven Zeit, also gar nicht selten, sondern sozusagen normal und mindestens zehn bis vielleicht tausend mal so gefährlich wie durchschnittliches Radfahren.

Jeder Freizeit-Radsportler, der sich annähernd so verhält wie ein Profiradfahrer, also sehr schnell oder riskant fährt, kommt währenddessen in realistische Gefahr, während seiner aktiven Zeit einen schweren Unfall zu erleiden. Wenn jemand oft für seine Verhältnisse sehr schnell und an der Grenze des Machbaren fährt, ist die Wahrscheinlichkeit sogar sehr hoch, sofort einen schweren Unfall zu erleiden.

Und so ein Unfall ist potentiell auch immer mit Kopfverletzungen verbunden ...


ANTWORTEN        ZITIEREN     
03.06.2007 12:11

Arno
unregistriert
OFFLINE
   EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

... und hier noch mal eine eine gute Zusammenfassung zu dem Thema Quasi-Helmpflicht durch OLG-Urteil:

Rennradsportler brauchen Helm

Gesetzlich festgelegt ist das Tragen eines Fahrradhelmes in der Bundesrepublik Deutschland nicht. Im Schadenfall gehen immer mehr Gerichte aber bereits von einer Mitschuld des Fahrradfahrers aus, wenn er ohne Kopfschutz unterwegs ist.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat jetzt entschieden, dass speziell Radsportler mit Rennrädern auf einen Fahrradhelm nicht verzichten dürfen (Az: I - 1 U 182/06). Wird dies nicht beachtet, droht im Schadensfall eine Minderung oder gar eine Ablehnung der Schmerzensgeldansprüche aufgrund eigenen Mitverschuldens.

Im verhandelten Fall zog sich ein Rennradfahrer ohne Schutzhelm in einer Kurve schwere Kopfverletzungen zu, als er einem entgegenkommenden Traktorgespann durch eine Vollbremsung ausweichen musste und dabei zu Sturz kam. In der Vorinstanz waren jegliche Schmerzensgeldforderungen des Radfahrers abgewiesen worden, unter Hinweis auf die den Straßenverhältnissen unangemessen hohe Geschwindigkeit des Radfahrers.

Die Richter des OLG Düsseldorf wiesen dem Geschädigten nun nur eine Teilschuld wegen zu hoher Geschwindigkeit zu, erweiterten aber die Urteilsbegründung des Landgerichts in der Vorinstanz: Neben der erhöhten Geschwindigkeit mache eine sportliche Ausübung des Radfahrens die Nutzung eines Helms zwingend erforderlich.

Darauf, dass keine gesetzliche Helmpflicht besteht, komme es dabei nicht an. Bei dem Gebot, die eigenen Interessen zu wahren und dabei Sorgfalt walten zu lassen, handele es sich um eine Obliegenheit des Gläubigers, die nicht davon abhänge, dass er eine Rechtspflicht oder sogar eine sanktionsbewehrte Norm verletzt hat, so die Ausführungen des Gerichts.

Lediglich beim freizeitlichen Fahrradfahren könne man dagegen nicht von einer nötigen beziehungsweise zwingenden Helmpflicht sprechen. Dem geschädigten Radfahrer wurde im konkreten Fall daher nur ein um den Grad seines eigenen Mitverschuldens reduziertes Schmerzensgeld zugesprochen.

Quelle: Rad Sport Club Moers 1978 e.V., Link auf Seite


ANTWORTEN        ZITIEREN     
03.06.2007 18:33

Kalmit
unregistriert
OFFLINE
   EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

So - hatte leider noch keine Zeit, alles zu lesen - nur zu deiner letzten schon geschätzten ca. 9. abgewandelten Zusammenfassung des Urteils (die natürlich deine Sichtweise stützt - nach anderen Sichtweisen suchst du ja wohl kaum...) nochmal: Die kannst du persönlich ja schön und schlüssig halten - dass sie objektiv betrachtet nichts taugt, hab ich dir ja schon erklärt, als ich dich gefragt hab, was "Freizeit-Radsport" eigentlich ist - und du mir noch nicht erklärt hast, wie ich eigentlich einzuordnen bin - "Rennfahrer" offensichtlich nicht - trotz "Renn"rad. Und warum jeder x-beliebige Radfahrer offenbar (geht man nach diesen Argumentationen) generell viel sicherer und vorsichtiger unterwegs ist (und daher ein generell niedrigeres Verletzungsrisiko haben soll) als einer, der auf einen Rennrad sitzt - dies habe ich aus deinen Ableitungen bislang auch nicht wirklich in Erfahrung bringen können...

Daher auch die Frage, ob es eine so große Rolle spielt, ob man 20-30-40 km/h fährt... in logischer Konsequenz müsstest du dann 30 km/h für Autos innerhalb und 50 km/h (oder noch weniger) außerhalb geschlossener Ortschaften fordern - weil dies die Unfallwahrscheinlichkeit bzw. deren Auswirkungen auf die Gesundheit fundamental senken würde... aber als Autofahrer wirst du das genausowenig wollen wie einen Helm im Auto! Nunja, mehr vermutlich morgen!

Zu Minimops: Du amüsierst mich sehr, aber diese Reaktionen verwundern mich nicht im geringsten... großes Grinsen - aber glaube von mir aus ruhig weiter an deinen ultimativen Lebensretter und lege dich weiterhin andauernd auf die Rübe und erzähle ja überall, wie gefährlich radfahrern (ohne Helm) doch ist, damit ja keiner auf die Idee kommt, mit Rad statt mit Auto zu fahren... Im übrigen leben auch Fußgänger sehr gefährlich und ein Helm wäre da auch sicherlich irgendwann mal hilfreich, gab's ja heute wieder so ne Meldung in den Nachrichten... aber nein, das wollen wir ja auch nicht...


ANTWORTEN        ZITIEREN     
03.06.2007 19:18

Michelin-Männchen
zensiert

images/avatars/avatar-1736.jpg

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Niedersachsen
Fan von: Fahrradhelmdiskussio nen

OFFLINE
   EMAIL |  SUCHE |  FREUND |  MOD HILF    EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

Kalmit, kennst Du eigentlich Michael Kohlhaas? Solltest Du dereinst mal einen Unfall mit Kopfverletzung erleiden (was Gott verhüten möge) und dann noch in der Lage sein, zu klagen, wünsche ich Dir viel Spass. Unabhängig davon, ob Arno das Urteil interpretiert oder einfach nur aus dem Text zitiert, jede Versicherung, die etwas auf sich hält, wird sich bei Streitfällen auf dieses Urteil berufen und dann musst Du beweisen, dass Du, obwohl Du mit einem Rennrad unterwegs warst, obwohl Du dokumentiert hast, dass Du Jahr für Jahr mehr als 10k km zurücklegst, diese eine Fahrt nur eine Freizeitfahrt gewesen ist. Viel Spass.

Dagegen sind 50 Eur für einen Helm vermutlich das kleinere Übel.




__________________

2002: 4750 / 48300 / ?
2003: 4555 / 45125 / 22
2004: 1500 / 10160 / 7
2005: 2880 / 28210 / 19
2006: 1415 / 14000 / 11
2007: 3520 / 28750 / 15
2008: 6197 / 59940/ 31
2009: 2593 / 15620 / 9

ANTWORTEN        ZITIEREN     
03.06.2007 23:26

teufelsberg
Legende der Landstrasse

Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie

OFFLINE
   EMAIL |  WWW |  SUCHE |  FREUND |  MOD HILF    EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Freizeitradsport sehr wohl deutlich riskanter als normales Radfahren

Zitat:
Original von Arno
Man kann es auch noch einfacher ausdrücken


geht es dir um sachliche argumentation, oder suggestion?

nach deiner begründung lebt ein autofahrer mit 100.000 km im jahr 1omal so gefährlich wie einer mit 10.000 km, gar 1000.000 mal so gefährlich wie einer mit einem autokilometer pro jahr.

eine sinnvolle aussage?
welche konsequenz für autohelme wäre zu ziehen?


hast du denn mal deine systematik auf todesfälle angewandt?
oder soll ich es tun?

oder willst du gar nicht wissen, ob deine argumentation stichhaltig ist?


ANTWORTEN        ZITIEREN     
04.06.2007 02:58

Arno
unregistriert
OFFLINE
   EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
Quasi Helmpflicht durch OLG-Urteil

Zitat:
Original von Michelin-Männchen
Kalmit, kennst Du eigentlich Michael Kohlhaas? ...

Dagegen sind 50 Eur für einen Helm vermutlich das kleinere Übel.

Michael Kohlhaas ist gut. Aber Kalmit macht ja nix ungesetzliches.

Vielleicht sind es ja Don Quijote und Sancho Pansa. Und Rosinante.

*unschuldigtu*


ANTWORTEN        ZITIEREN     
04.06.2007 02:59

Arno
unregistriert
OFFLINE
   EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Quasi Helmpflicht durch OLG-Urteil

Zitat:
Original von teufelsberg
geht es dir um sachliche argumentation, oder suggestion?

Es geht sogar noch einfacher.

Laut den vorliegenden Daten ist Radsport sehr sicher mindestens zehn mal so gefährlich wie normales Radfahren und schwere Unfälle sind während eines Radsportlerlebens nicht unwahrscheinlich.

Deswegen ist das Urteil des OLG, einen üblichen Helm beim Radsport tragen zu müssen oder ansonsten mindestens eine Teilschuld bei Kopfverletzungen zu haben, angemessen.

Deine Anmerkungen gehen an der Sache vorbei.


ANTWORTEN        ZITIEREN     
04.06.2007 04:55

Arno
unregistriert
OFFLINE
   EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Quasi Helmpflicht durch OLG-Urteil

Zitat:
Original von teufelsberg
geht es dir um sachliche argumentation, oder suggestion?


Damit sich jeder mal selber ein Bild machen kann, meine Herleitung und die Quellen:

Warum Helm beim Radsport?

Der durchschnittliche deutsche Radfahrer mit dreihundert Jahreskilometern hat das Risiko, in etwa tausend Jahren einen schweren und damit gemeldeten Radunfall zu erleiden. Mit einer sehr hoch angenommenen Dunkelziffer bei nur zehn Prozent gemeldeter Fälle wäre das ein Unfall alle hundert Jahre, außerhalb der Lebenszeit oder aktiven Radfahrzeit und sehr selten.

Der durchschnittliche Profiradfahrer erleidet einen schweren Radunfall laut der Erhebung hingegen etwa jedes zweite Jahr. Das ist innerhalb der Lebenszeit bzw. aktiven Zeit, also gar nicht selten, sondern sozusagen normal und sehr viel gefährlicher als durchschnittliches Radfahren.

Jeder Radsportler, der sich annähernd so verhält wie ein Profiradfahrer, also sehr schnell oder riskant fährt, kommt im Gegensatz zum normalen Radfahrer in Gefahr, während seiner aktiven Zeit einen schweren Unfall zu erleiden.

Ein schwerer Unfall ist potentiell auch immer mit Kopfverletzungen verbunden, deswegen ist der Helm eine sinnvolle Schutzmaßnahme.

Quellen:
Unfallzahlen Fahrrad, Jahreskilometer pro Bundesbürger, Bewohnerzahlen BRD und
Studie Profiradsport, Jahreskilometer der Profis in der Studie


Ein Beispiel:

Ein Fahrer X mit 5000 km/Jahr, also mäßiger Fahrpraxis und Können, lotet neben dem Training beständig seine Grenzen, auch fahrtechnisch, aus und bewegt sich dabei teils aber in Geschwindigkeitsbereichen wie ein Profi.

Sein grundsätzliches Unfallrisiko ist aufgrund der fehlenden Fahrpraxis und ständigen Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr sogar höher zu bewerten als beim Profi, was zumindest zu einem Teil der Hauptgefahrenquelle der Profis, Massenstürze, entspräche.

Zunächst mal schafft er es mit seiner Kilometerleistung über die Jahre trotzdem recht schnell in die Unfallrate der Studie. D.h er kommt im Gegensatz zum normalen Radfahrer in Gefahr, während seiner aktiven Zeit einen schweren Unfall zu erleiden.

...

Nebenbei: ich bin die nächsten Tage im Urlaub und ich weiß ja, das teufelsberg und Kalmit "beratungsresistent" sind, aber ich würde mich freuen, wenn ich zurück bin von euch auch mal was Konstruktives zu lesen, also etwas, ein ausführliches Beispiel, eine Beweisführung oder ähnliches, was eure Positionen mal positv untermauert.


Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 05.06.2007 01:39.

ANTWORTEN        ZITIEREN     
04.06.2007 09:21

Michelin-Männchen
zensiert

images/avatars/avatar-1736.jpg

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Niedersachsen
Fan von: Fahrradhelmdiskussio nen

OFFLINE
   EMAIL |  SUCHE |  FREUND |  MOD HILF    EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Quasi Helmpflicht durch OLG-Urteil

Arno, was Du in Deiner Argumentation aber "unterschlägst" ist, dass ambitionierte Hobbyfahrer, die sich nur abseits großer Strassen bewegen, ihr persönliches Risiko massiv positiv beeinflussen können. Ich nehme an, dass ist einer der Punkte, den Kalmit machen möchte.




__________________

2002: 4750 / 48300 / ?
2003: 4555 / 45125 / 22
2004: 1500 / 10160 / 7
2005: 2880 / 28210 / 19
2006: 1415 / 14000 / 11
2007: 3520 / 28750 / 15
2008: 6197 / 59940/ 31
2009: 2593 / 15620 / 9

ANTWORTEN        ZITIEREN     
04.06.2007 10:45

Arno
unregistriert
OFFLINE
   EDITIEREN    Zum Anfang der Seite springen
RE: Quasi Helmpflicht durch OLG-Urteil

Zitat:
Original von Michelin-Männchen
Arno, was Du in Deiner Argumentation aber "unterschlägst" ist, dass ambitionierte Hobbyfahrer, die sich nur abseits großer Strassen bewegen, ihr persönliches Risiko massiv positiv beeinflussen können. Ich nehme an, dass ist einer der Punkte, den Kalmit machen möchte.

Das wiederum kann man auch nicht genau beziffern - ich möchte aber an den Fahrer aus dem Urteil erinnern (Landstraße, Traktor). Meine beiden Stürze letztes Jahr (selbe Gegend wie der genannte Fahrer) sind auch auf verunreingte Fahrbahn (Körner, Sand) bei ländlichen Straßen zurückzuführen.

Man kann aber grundsätzlich sehen, daß sich die Risikobewertung ambitionierter Hobbyfahrer in einer anderen Größenordnung als normales Radfahren abspielt: Unfälle sind im Gegensatz zu Normalfahreren nicht selten. Ich erinnere bei dem Begriff Hobbyfahrer auch an die Rennen der C-Klasse oder Jedermänner wie den Henninger, wo es mit Regelmäßigkeit zu Stürzen, sogar "Massenstürzen" wie in der Profi-Studie kommt.

Schaut euch bitte die Bewertung auch mal mit den Mittelwerten zwischen den quellenmäßigen Zahlen und den Zahlen der vorsichtigen Kalkulation an - die Bewertung Risiko Radsport "schwere Stürze nicht selten" gegenüber "schwere Stürze normales Radfahren sehr selten" wird dermaßen deutlich ...

Für Kalmit hatte ich auch noch was auf dem Füller:

Zitat:

Zitat:
Original von Kalmit
... als ich dich gefragt hab, was "Freizeit-Radsport" eigentlich ist - und du mir noch nicht erklärt hast, wie ich eigentlich einzuordnen bin - "Rennfahrer" offensichtlich nicht - trotz "Renn"rad.

Bei Radsport im eigentlichen Sinn geht es außer bei den reinen Geschicklichkeitsdisziplinen wie Kunstradfahren oder Trial um die Erzielung hoher Geschwindigkeiten (Straße, Gelände usw.), selbst im ähnlich gelagerten Breitensport. Auch 30km/h, dein genanntes Tempo, ist für normale Gelegenheitsradfahrer eine hohe Geschwindigkeit auf dem Rad.

Zitat:
Daher auch die Frage, ob es eine so große Rolle spielt, ob man 20-30-40 km/h fährt...

Es kommt darauf an. Du kannst auch mit 20km/h zu schnell für eine Verkehrssituation sein. Auch Deine angesprochenen höchstens 30km/h können manchmal zu schnell sein.

Aber wenn Du Dich so verhältst wie der Fahrer aus dem Urteil, mit 30-40km/h in eine uneinsehbare Kurve donnerst, wo dann zufälligerweise ein Traktor herum steht oder so was - wer oder was sollte sonst für die Kopfverletzungen des Fahrers verantwortlich sein außer seine unangepasste Geschwindigkeit, sowie sein Geschick, an eben diesem Tag keinen Helm an zu ziehen? Er hat übrigens, anders als in der Zusammenfassung, laut dem Urteilstext überhaupt kein Schmerzensgeld erhalten. Finde ich auch richtig so.

Du meinst, anders stände die Sache bei Dir, da Du laut Deiner eigenen persönlichen Einschätzung risikolos fährst. Falls Du tatsächlich mal unschuldig am Kopf verletzt würdest, wärst Du aufgrund Deines Fahrrads usw. trotzdem in Erklärungsnot und das erscheint Dir ungerecht.

Wie jetzt mit der Sache umgehen? Du musst den Fall aus dem Urteil schon so wie geschehen handhaben, oder willst Du zu dem Radrennfahrer sagen: "Toll hast Du das gemacht, bist ja richtig schön tricky blind in die Kurve gesaust und hast dich noch ganz geschickt auf Deine unbehelmte Birne gelegt - toller Stunt, so jetzt nehmen wir uns mal einen der Anwesenden in der Kurve und verpassen denen mal ein hübsches Sümmchen Gage für Deinen Auftritt".

Entschuldigung jetzt für den Sarkasmus, mir tut der betroffene Senior wirklich leid und ich wünsche ihm gesundheitlich das Beste - aber willst Du so ein Verhalten noch belohnen?

So, Leute, so langsam gehts bei uns los. Wir werden vor allem wandern mit der Kleinen im Tragesack, habe aber auch Pedale und Schuhe eingepackt - die sollen dort so "gut gewartete Fahrräder haben". Bin ja mal gespannt.

Trotz des Reizthemas sollte man sich vielleicht nicht allzu sehr damit hier rumärgern, das bringts doch nicht. Und mit Literaturinterpretation rumstreiten bringts schon gar nicht. Ich hatte mit dem Hinweis "Kohlhaas" das Verhalten des Michael verstanden, einen aussichtslosen Kampf für das eigene Recht zu führen und dabei beim der Streit mit der Versicherung vielleicht sogar geltendes Recht zu beugen. Wohingegen ich Don Quijote und Sancho Pansa und Rosinante defnitiv wesentlich sympathischer finde. Die Frage ist nur, warum reitet Sancho auf Rosinante?


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 04.06.2007 10:56.

ANTWORTEN        ZITIEREN     
Seiten (141): [1] 2 3 4 5 nächste » ... letzte » Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Cycling4Fans - Forum » Radsport » Nur für Selberfahrer » Helm pro und contra

ImpressumDatenschutzerklärung

Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH

 
Cycling4Fans-Forum