Bak gewinnt voor Chicchi und Clerc.
Lars Bak gewinnt erste Etappe
Kirchen und Schleck einzige Luxemburger Teilnehmer
Letzte Aktualisierung: 27-05-2004 18:27
(Gf) - Die erste Etappe der 64. Auflage der Tour de Luxembourg gewinnt Lars Ytting Bak (DK) vor dem Italiener Francesco Chicchi. Als Dritter durchs Ziel fuhr der Schweizer Aurélien Clerc. Die beiden Luxemburger Teilnehmer Frank Schleck und Kim Kirchen belegen den 12. und den 17. Platz.
Am Donnerstag fiel um 13 Uhr auf dem "Knuedeler" in der Hauptstadt der Startschuss zur 64. Auflage der 1935 erstmals ausgetragenen Tour de Luxembourg. Von den bisherigen 63 Rundfahrten gewannen die Luxemburger deren 20, die Belgier 15, die Franzosen und Niederländer jeweils acht, die Italiener vier, die Dänen und Schweizer zwei und die Briten, Russen, Amerikaner und Schweden je eine. Trotz zahlreicher deutscher Teilnehmer gingen unsere Nachbarn von jenseits der Mosel bisher leer aus, was sich in diesem Jahr aber ändern könnte.
Unter den 99 eingeschriebenen Konkurrenten befinden sich nämlich mit Jörg Jaksche, dem Teamgefährten von Frank Schleck bei CSC, der diesjährige Sieger der Tour Méditerranéen (F) und von Paris-Nice (F), während T-Mobile den Gewinner der diesjährigen Tour des Flandres und fünfmaligen Sieger der Friedensfahrt, Steffen Wesemann aufbietet. Beide sind von starken Helfern umgeben wie Ivan Basso, Carlos Sastre, Manuel Calvente und eben Schleck bei CSC, sowie Daniele Nardello, Giuseppe Guerini, Serguei Iwanow und Mario Aerts bei T-Mobile.
Mit besonderer Aufmerksamkeit dürfte die Mannschaft Fassa Bortolo verfolgt werden mit dem Luxemburger "Sportler des Jahres" Kim Kirchen, dem Schweizer Zeitfahrspezialisten Fabian Cancellara, dem jungen Italiener Filippo Pozzato und dem starken Spanier Juan Antonio Flecha. Von solch starken Kollegen umgeben, könnte Kirchen durchaus 21 Jahre nach Lucien Didier endlich wieder für einen luxemburgischen Sieg sorgen, denn seine Bergsteigerqualitäten hat er schon öfters unter Beweis gestellt, im Sprint stellt er ebenfalls seinen Mann und im Zeitfahren konnte er sich inzwischen gleichfalls stark verbessern, so dass er als Allround-Fahrer all seinen Rivalen die Schau stehlen könnte. Allerdings startet Fassa Bortolo nur mit sechs Fahrern, nachdem Roberto Petito und Gustav Erik Larsson kurzfristig auf die Teilnahme verzichten mussten.
Das stärkste Team aber stellt wohl Rabobank mit Michael Boogerd, Erik Dekker, Karsten Kroon, dem Tour de Luxembourg-Gewinner von 1999 Marc Wauters und dem zweifachen Weltmeister Oscar Freire.
Im Trikot von Quick Step fahren seit diesem Jahr wieder der Schweizer Laurent Dufaux und der französische Bergspezialist Richard Virenque gemeinsam, doch beide kamen bisher noch nicht richtig zur Geltung. Sie werden wohl hauptsächlich in Luxemburg die Tour de France vorbereiten und dabei eventuell versuchen, dem bisher ebenfalls etwas enttäuschenden Michael Rogers zum Erfolg zu verhelfen.
Bart Voskamp hat seine Form innerhalb weniger Tage bei der Belgien-Rundfahrt derart gesteigert, dass er zu den Favoriten gezählt werden muss. Ob allerdings seine Mannschaft von Chocolat Jacques stark genug ist, um ihm die nötige Hilfe zu gewährleisten, bleibt abzuwarten. Etwas besser sieht es schon für den Briten Roger Hammond bei Mr. Bookmaster aus mit u.a. dem jungen aufstrebenden Björn Leukemans an seiner Seite.
Bei Lotto-Domo hat sich Rik Verbrugghe ebenfalls bei der Belgien-Rundfahrt mit dem fünften Rang in der Schlusswertung in Erinnerung gerufen. Tom Steels und Lorenzo Bernucci könnten dem Team Landbouwkrediet zu dem einen oder anderen Etappensieg verhelfen, doch zum Gesamterfolg dürfte es nicht reichen.
Mit Fabio Baldato, Pietro Caucchioli, Ruslan Iwanow und Martin Hvastija scheint die Mannschaft Alessio-Bianchi recht stark zu sein, während Bankgiroloterij mit den beiden früher für den CCI Differdingen fahrenden Dänen Jörgen Bo Petersen und Lars Ytting Bak antritt, von denen der Erstgenannte die Tour de Luxembourg bereits 2001 gewann.
Die französische Mannschaft Crédit Agricole begreift hauptsächlich junge aufstrebende Fahrer, welche aber kaum für den Tour-Sieg in Frage kommen, genau wie das Team Barloworld.
Quelle.
www.wort.lu
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