Saisonbilanz 2006 Bouygues Telecom |
27.01.2007 12:56
Steamboat
Tour-Sieger
Dabei seit: 29.12.2001
OFFLINE
 |
|
| Saisonbilanz 2006 Bouygues Telecom
|
« Stellen Sie sich vor, Sie müssten mit Giovanni Bernaudeau, Oliver Bonnaire, Sébastien Chavanel, Stef Clement, Andy Flickinger, Yohann Genè, Arnaud Labbe, Yoann Le Boulanger und Laurent Lefevre versuchen, den Giro d´Italia zu gewinnen »
Bouygues Telecom verkörpert, ohne dass die Equipe exemplarisch in der Diskussion genannt wird, einen Teil des Steins des Anstoßes um die Sinnhaftigkeit der Pro Tour (PT). Die Equipe gehört ob seiner wirtschaftlichen Situation der Rennserie an. Unerheblich bleibt dabei, dass die sportliche Konkurrenzfähigkeit auf der Strecke bleibt. Durch die Aufblähung der PT bei deren Einführung von 18 auf 20 Teams unter gleichzeitiger Ausschaltung sportlicher Relegation ist die Zukunft der Equipe in der Topliga für die nächsten Jahre gesichert. Damit darf Bouygues in jedem Fall an den wichtigsten Rennen der Saison starten. Gleichzeitig wird durch diese Garantie den Organisatoren vieler PT-Rennen die Flexibilität genommen oder stark eingeschränkt, ihr Teilnehmerfeld dem Leistungsgedanken entsprechend zu bestücken. Dadurch bleibt häufig ambitionierten Formationen nur die Rolle des Zaungasts.
Der Ärger der Veranstalter von Giro und Vuelta wird umso verständlicher, wenn die Ergebnislisten und Teilnehmerfelder betrachtet werden. Fahrer von Bouygues Telecom zeigen diesbezüglich eine meist homogene Performance. Sie tauchen beinahe grundsätzlich unter „ferner liefen“ auf. In Anbetracht der vielen italienischen und spanischen Professional Teams, die sich um ihre Saisonhöhepunkte gebracht sehen, wird aus der Sicht der Veranstalter und der Rennställe außerhalb der PT sehr verständlich, dass die PT Rennserie nicht nur auf Wohlwollen und Zustimmung stößt.
Bouygues Telecom vegetierte bei den Rundfahrten und Klassikern meist im Fahrerfeld herum. Die zweite Saisonhälfte hatte längst begonnen und nicht ein Top Ten Rang konnte bei den PT-Wettbewerben bis dahin erzielt werden. Bei der Klasika San Sebastian konnte niemand ernsthaft damit rechnen, dass ein Paukenschlag den Rennstall aus dieser Lethargie befreien würde. Als sich ein größeres Feld kurz vor der Zielankunft zusammen fand, war auch Xavier Florencio darunter. Überraschend setzte er sich im Finale gegen vermeintlich sprintstärkere Konkurrenz durch und gewann das Rennen. Mit einem Pedalschwung schien fast vergessen, dass die Mannschaft ansonsten gerade mal drei PT-Siege einfahren konnte.
In letzter Konsequenz muss sich das Management dennoch fragen lassen, ob ihr Ehrgeiz mit dem Leistungsniveau ihrer Akteure kompatibel ist. Welche Motivation vermitteln Plätze im Hinterfeld des Pelotons? Wäre ein behutsamer Aufbau vorhandener Talente nicht geeigneter, anstatt sie bei den Anforderungen sehr schwerer Rennen zu verheizen, ohne dass sie ihr Können jemals zur Entfaltung kommen lassen?
Alleine der Blick auf die Ergebnisse 2006 vermittelt wie schon im Vorjahr den gleichen Eindruck. Im Vergleich zur schier übermächtigen Konkurrenz sind sie in allen PT-Segmenten hoffnungslos überfordert und unterlegen. Siege bei Eintagesrennen und Etappen wurden meist außerhalb der PT bei kleineren französischen Rennen möglich, wenn die ausländischen Teams größtenteils nicht am Start waren.
Pro Tour
Jerome Pineau sorgte für das erste kleine Erfolgserlebnis in der neuen PT Saison. Der dritte Platz auf der fünften Etappe von Paris-Nizza erbrachte dem Team die erste Podiumsnotierung. Ansonsten fand sich das Team bei dem „Rennen zur Sonne“ sowie beim Tirreno-Adriatico mit der Rolle ab, die sie auch 2005 innehatte – die der grauen Maus. In den Gesamtklassements der Rundfahrten muss man schon Geduld aufbringen, bevor man den ersten Fahrer meist weit abseits der PT Ränge und nicht selten im Hinterfeld findet.
Zumindest einen Tagessieg gab es für das Team bei der Baskenland-Rundfahrt zu feiern und stellte damit das Highlight des Frühjahrs dar. Thomas Voeckler schloss sich einer neunköpfigen Ausreißergruppe an, die bis ins Ziel auf zwei Fahrer schrumpfte. Im direkten Duell gegen Jens Voigt behielt der Elsässer die Oberhand. Gleichzeitig stellte dieser Sieg den ersten Erfolg eines Franzosen in der Rennserie 2006 dar. Voeckler blieb es zudem vorbehalten, die nächste Podiumsplatzierung einzufahren. Er wurde bei der ersten Etappe der Dauphine Libéré Zweiter.
Top Ten-Ränge stellten sowohl bei den Klassikern als auch bei den Rundfahrten eine Rarität dar. Im Frühjahr blieben diese gänzlich aus. Franck Rénier erzielte das beste Ergebnis als 15. bei Gent-Wevelgem, auch Anthony Geslin erreichte einen Platz unter den besten 20. Er wurde 18. bei der Flandern-Rundfahrt und erreichte den 21. Rang bei Paris-Roubaix. Routinier Didier Rous konnte immerhin den 17. Platz bei der Baskenland-Rundfahrt einfahren Rous steigerte sich so gesehen noch, da er bei der ENECO Tour Benelux gar 15. wurde. Damit sind in einem Absatz die wichtigsten und erfolgreichsten Fakten der ersten Saisonhälfte zusammengefasst.
Nimmt man an dieser Stelle Bezug zum Eingangsstatement, muss auch ein kurzes Review zum Giro folgen. Wie nicht anders zu erwarten war, spielte die Equipe keine Rolle. Das beste Etappenresultat lieferte Lefevre mit einem neunten Platz. Im Gesamtergebnis wurde er als bester seines Teams 50. Schon das Abschneiden dieses Teams war Wasser auf die Mühlen der Kritiker der Pro Tour. Es ist nur zu verständlich, dass man in Italien lieber Acqua & Sapone oder Naturino mit einer Starterlaubnis versehen hätte.
Das französische Team brachte sich bei der Tour de France in der ersten Woche im Kampf um das Bergtrikot sowie bei der Besetzung von Ausreißergruppen in Pose. Pineau sammelte in der Bergwertung genügend Zähler, um bei der dritten Etappe in den Besitz des rotgepunkteten Dress zu kommen. Recht erfolgreich verteidigte er diese Führung bis zu den Pyrenäen.
Jedes Jahr mutiert garantiert ein französischer Fahrer dieses Teams zum Helden. 2004 war es Voeckler, der das Gelbe Trikot mühsam Tag für Tag verteidigte. 2005 belegte Geslin bei der WM den dritten Platz. 2006 war es Pierrick Fédrigo vorbehalten, diese Rolle zu übernehmen. Er gehörte einer Fluchtgruppe bei der 14. Etappe an, die auf den Weg in den Zielort Gap war. Zwar reduzierte sich diese Gruppe von ursprünglich sechs auf zwei Akteure, aber dieses Duo ließ sich den geringen Vorsprung vor dem Hauptfeld nicht nehmen. Die Fahrer von Bouygues Telecom schlossen am Ende dieses Abschnitts ihren Teamkollegen in die Arme. Er hatte im Ziel die Nase vorn und sorgte für den Etappensieg. Für die Mannschaft, die Gefahr lief, ebenso wie bei vielen anderen PT Veranstaltungen auch bei der heimischen Tour zur Staffage zu verkommen, Balsam auf die empfindsamen Wunden.
In der Nachbetrachtung fällt das Urteil nämlich nicht sehr positiv aus. Jener Fédrigo war bester seiner Mannschaft als 29. Kein Akteur errang neben ihm Punkte für die PT-Wertung. Selbst einstellige Etappenränge blieben rar. Bei anderen Rennställen würden diese gar nicht erwähnt werden. Geslin belegte bei dem Schlussakt der Tour den sechsten Rang, während Pineau bei der 18. Etappe einer Spitzengruppe angehörte, am Ende wurde auch er Sechster.
Danach kehrte Tristesse in die Reihen der Franzosen zurück. Rony Martias versuchte sie bei der Deutschland-Tour zu durchbrechen. Bei der Abschlussetappe reichte es aber nur zum undankbaren vierten Platz.
Dafür meldete sich Fedrigo mit einem schönen Erfolg vom GP Ouest-France-Plouay zurück. Er erreichte bei dem Klassiker in der Bretagne einen respektablen siebten Rang und konnte die Saison als erfolgreich bezeichnen.
Chavanel erreichte schließlich auch ein nennenswertes Ergebnis, als er die vierte Etappe der Polen-Rundfahrt als Dritter beendete. Im Sprint zeigte er eine gute Leistung, die er aber nur selten in der Saison abrufen konnte, um gegen die Spitze der Zunft zu bestehen. Immerhin erreichte er so einen Punkt für die PT-Einzelwertung.
Bei der Vuelta a Espana schien sich das Team auf Florencio zu konzentrieren. Der Spanier des Teams erreichte bei der zehnten Etappe immerhin einen dritten Platz, als er als Mitglied einer Fluchtgruppe bis zum Schluss um die Entscheidung mitkämpfte. Wenige Tage nach diesem Erfolg stieg er aus. Der beste Gesamtplatzierte wurde demnach Walter Beneteau – auf Rang 83.
Die Saison ging mit den Herbstklassikern zu Ende. Erwähnenswert ist diesbezüglich der 12. Platz von Geslin bei Paris-Tours.
Outside Pro Tour
Überschäumende Siegesfeiern sind nicht das Kennzeichen des kleinen französischen Teams. Das war schon in der Vergangenheit so und man muss kein Prophet sein, um für die Zukunft vorherzusagen, dass sich der Rennstall auch in der Zukunft mit der Nebenrolle im Peloton bescheiden muss. Die Truppe musste auch 2006 wieder hoffen, dass ein paar Brotkrumen übrig blieben, damit man selber auch einige Erfolge feiern kann.
Allen voran wurde Geslin aufgrund seiner Bronzemedaille bei der WM in die Pflicht für exzellente Resultate genommen. Dieser gewachsenen Erwartungshaltung wurde er kaum gerecht. Er zelebrierte einen Sieg bei dem für französische Verhältnisse prestigereichen Paris – Camembert Lepetit (1.1), als er sich im Sprint einer kleineren Gruppe durchsetzen konnte. Ferner schaffte er zu Saisonbeginn bei der GP d´Ouverture Marseillaise (1.1) und bei der Route Adélie de Vitre (1.1) jeweils dritte Plätze. Ob er durch den dritten WM-Platz wirklich ein anderer Fahrer geworden, wie er selbst kurz nach der Austragung behauptete, muss mit Blick auf die Ergebnislisten ernsthaft in Zweifel gezogen werden.
Rous sorgte bei der Trophée des Grimpeurs - Polymultipliée (1.1) für einen weiteren Sieg bei einem Eintagesrennen. Gemeinsam mit Beneteau hatte er frühzeitig attackiert. Sein Stallgefährte fiel schließlich noch hinter eine Verfolgergruppe zurück, während Rous einen Vorsprung von 15 Sekunden vor Philippe Gilbert rettete.
Im August triumphierte er bei der zweitägigen Rundfahrt Paris-Corrèze (2.1). Den ersten Tag beendete er als überlegener Sieger, als er als Solist den ersten Teilabschnitt gewann und einen Vorsprung sich herausgearbeitet hatte, der keinen Zweifel mehr an seinem Gesamtsieg ließ.
Le Boulanger feierte auch einen Sieg bei einem Eintagesrennen. Die Tour du Doubs (1.1), die in Frankreich traditionell während des Auftakts der Tour de France stattfindet und durchaus als Trostpflaster für die daheim gebliebenen Franzosen gilt, sah ihn als überlegenen Gewinner, der als Solist das Ziel erreichte.
Chavanel erreichte einen Sieg durch seinen Etappenerfolg bei der GP Costa Azul (2.1).
Fédrigo und Rous sorgten für einen der seltenen Doppelsiege des Teams. Bei der vierten Etappe von 4 Tage von Dünkirchen, setzte sich Fédrigo gegen die Konkurrenz mit einem Soloritt durch, während sein Teamkollege den Sprint eines Verfolgerduos gewann. In der Endabrechnung schob sich Rous damit unumstößlich auf den dritten Rang.
Fédrigo gehörte zu einer sechzehnköpfigen Spitzengruppe, die das Bild der ersten Etappe der Tour du Limousin (2.1) prägte. Im Finale behielt er die Übersicht und zwang auch den sprintstarken Kolumbianer Leonardo Duque in die Knie. Dieser drehte aber auf der Abschlussetappe den Spieß um und verdrängte den Franzosen noch vom ersten Platz der Gesamtwertung. Einen weiteren zweiten Rang schaffte Fédrigo bei der Tour du Finestere (1.1).
Martias durfte dann auch mal gewinnen. Bei der Tour de Picardie (2.1) ließ er sich den Tagessieg nicht nehmen, als er zwei Begleiter, die sich knapp vor dem nahenden Hauptfeld in das Ziel retteten, hinter sich ließ.
Die restliche Ausbeute an weiteren Podiumsplätzen ist rasch zusammengetragen.
Beneteau erradelte bei der Boucles de l'Aulne (1.1) einen zweiten Rang. Er konnte dem Antritt des Siegers Johan Coenen nicht Paroli bieten und folglich begnügte er sich mit dem Platz hinter dem Sieger.
Voeckler, der 2005 nicht die Erwartungen erfüllte, setzte früh in der Saison durch seinen dritten Gesamtplatz bei der Etoile des Besseges (2.1) ein Ausrufezeichen. Bei der Route du Sud (2.1) feierte er einen Tageserfolg, als er sich mit Julien Mazet (Auber) vom Feld absetzen konnte und mit mehr als zwei Minuten Vorsprung die erste Etappe gewann. Bei der zweiten Etappe untermauerte er die Ansprüche auf den Gesamtsieg durch einen zweiten Platz. Im Klassement gab es einen Doppelsieg. Fédrigo erreichte bei der Abschlussetappe, einer Bergankunft, den zweiten Platz und rückte auf die gleiche Position in der Gesamtwertung vor. Dieses Abschneiden mehrte die Hoffnung auf eine stärkere Performance bei der Großen Schleife.
Florencio kam kurz vor seinem Husarenstreich in San Sebastian bei der Tour de L´Ain (1.1) in den Genuss, vordere Plätze zu belegen. Er siegte bei der ersten Etappe bei der Ankunft eine Verfolgergruppe, da sich Cyril Dessel schon im Ziel befand. Am Ende der Rundfahrt war der Spanier auf Platz Drei.
Dritte Etappenplätze verteilten sich außerdem auf mehrere Fahrer des Teams. Der Holländer Clement stellte seine Zeitfahrkünste bei der Tour de Langkawi (2.HC) unter Beweis. Im Laufe dieser Rundfahrt gelang Le Boulanger eine identische Platzierung. Martias nutzte die Tour Down Under (2.HC) ebenfalls für einen. Anthony Ravard hat auch welche anzubieten. Bei der de la Circuit Sarthe (2.1) schaffte er zwei dritte Etappenplätze. Einen weiteren steuerte Mathieu Sprick bei der Tour de Luxemburg (2.HC) nach der zweiten Etappe bei.
Beim Zeitfahren der Tour du Poitou Charentes (2.1) freute sich Clement über den zweiten Platz. Er musste sich nur seinem Landsmann Rick Flens (Rabobank Espoirs) geschlagen geben. Auch bei der Tour de l'Avenir (2.1) zeigte er eine gute Leistung im Einzelzeitfahren. In dieser Disziplin feierte er den einzigen Sieg der Mannschaft bei dieser Tour. Bei der fünften Etappe der Zukunftstour zählte er zu einem Spitzentrio, dass die Entscheidung untereinander ausmachte. Ihm blieb der dritte Rang.
Ebenfalls den dritten Platz belegte Sprick bei der achten Etappe, allerdings hatte er im Finale keine Chance, das Rennen für sich zu entscheiden. Hingegen knapp einen Tageserfolg verfehlte sein Stallgefährte Alexandre Pichot, der sich nach der dritten Etappe im Sprint geschlagen geben musste.
Zum Ende der Saison hin stand das Rennen Paris-Bourges (1.1) auf dem Programm. Die allgemeine dürftige Bilanz erfuhr eine Aufwertung, da Voeckler gewann. Er hatte sich einen kleinen Vorsprung erarbeitet, den er vor dem nahenden Feld verteidigte.
Nationale Meisterschaften
Nach den nationalen Titelkämpfen gab es auch im Team von Bouygues Telecom einen Fahrer, der sich über Titelehren freuen konnte. Clement war der beste Zeitfahrer im Land der Windmühlen und darf bei Rennen mit dem Chronometer das Trikot des niederländischen Meisters überstreifen.
Nach den französischen Titelkämpfen ließ sich für die Equipe folgendes Resümee ziehen. Die Mannschaft war zwar der erfolgreichste Rennstall, da vier von sechs Podiumsplätzen erreicht wurden, aber Siege feierten ausschließlich die anderen. So erreichten beim Einzelzeitfahren Rous und Christophe Kern den zweiten und dritten Rang hinter ihrem ehemaligen Mannschaftskameraden Sylvain Chavanel. Beim Straßenrennen blieben Voeckler und Rous gegenüber Florent Brard nur zweite Sieger.
Zwischen die Speichen gesehen…
Um die Saison bewerten zu können, nähme man sich die Bemerkung des Teamleiters Jean-Rene Bernaudeau vor. Der behauptete nach dem Sieg von Florencio bei Klasika an Sebastian, dass die zwei Erfolge von Florencio und Fedrigo (Etappensieg bei der Tour) gezeigt hätten, dass das Team erwachsen geworden ist. Dieses Argument ist schnell zu widerlegen. Erstens: Den dritten Sieg von Voeckler hatte er scheinbar vergessen, zweitens da nahm er die Saison wohl sehr selektiv mit der rosaroten Brille wahr.
Das lässt sich schon daran erkennen, wenn man nur die Top Ten-Platzierungen nach Klassikern und in den Klassements untersucht. Man ist nämlich so wahnsinnig schnell fertig. Und auch die Siege sollte man überwiegend als glücklich bezeichnen, um ihnen in der Realität gerecht zu werden.
66 PT-Einzelpunkte. So wenig sammelte kein zweites Team. Lediglich fünf Fahrer kamen in den Genuss, über ein Punktekonto zu eröffnen. Das sind die Superlative der Rennserie mit umgekehrten Vorzeichen. Im PT-Haus bewohnt man damit den Keller.
Lediglich Florencio und Fedrigo erreichten zweistellige Punktzahlen, wobei der Spanier Platz 60 der etwas modifizierten PT-Einzelwertung belegt. Der Franzose platzierte sich auf dem 106. Rang. Sonst lassen sich noch Voeckler (149.) sowie Chavanel und Rous (jeweils 204.) in dem Klassement finden. Darüber schweigt man sich besser aus. In der Teamwertung ließ man zumindest die Kollegen von Francaise des Jeux hinter sich. Dass es noch schlechter geht, möchte man lieber nicht heraufbeschwören, denn gerade diese Zahlen belegen doch recht deutlich, dass die Equipe den Anforderungen der Rennserie höchstens leidlich aber eigentlich gar nicht gewachsen ist.
Top Acht
Florencio – Fedrigo – Voeckler – Rous – Pineau – Geslin – Le Boulanger – Chavanel
1. Florencio: Der Spanier gewann überraschend die Klasika San Sebastian. Ähnliche Erfolge konnte das Team nicht nur 2006 nicht verzeichnen. Das gilt ebenfalls mit Abstrichen für seinen dritten Platz bei einer Vuelta-Etappe.
2. Fedrigo: Bei einer Tour de France, bei dem die Equipe bestenfalls die zweite Geige spielte, landete der Franzose einen Etappensieg. Teambester als 29. Zudem wurde er Siebter beim GP Ouest-France-Plouay.
3. Voeckler: Ein Etappenerfolg bei der Baskenland-Rundfahrt war der zweite Etappensieg eines Equipefahrers in der Pro Tour. Außerdem gewann er noch die Route du Sud und Paris-Bourges.
4. Rous: Der Routinier sorgte für einen zweiten Rundfahrtsieg – Paris-Correze. Er sorgte für akzeptable Ergebnisse bei einigen PT-Rundfahrten (ENECO Tour, Baskenland-Rundfahrt).
5. Pineau: Der vierte Akteur, der Punkte für die PT einfuhr. Bei Paris-Nizza wurde er Etappen-Dritter. Blieb aber 2006 hinter den Erwartungen.
6. Geslin: Sein größter Erfolg war der Gewinn von Paris-Camembert. Zwei dritte Plätze bei französischen Eintagesrennen gab es noch zu bestaunen. Die anderen Ergebnisse hielten nicht den Erwartungen stand.
7. Le Boulanger: Er gewann die Tour du Doubs. Da nicht viele Fahrer des Teams ein Rennen gewinnen konnten…
8. Chavanel: Er komplettierte das Quintett, das sich PT-Punkte für die Einzelwertung sichern konnte.
Keine Aufnahme in die Top Acht fanden
1. Brochard: Eine ereignisreiche Karriere nähert sich unweigerlich dem Ende.
2. Flickinger: Kein nennenswertes Ergebnis von dem Franzosen, der wohl auch in der Kategorie „ewiges Talent“ bleiben wird.
Ausblick
Das Konzept der letzten Jahre wird vermutlich fast unverändert fortgesetzt. Die Variation besteht darin, dass der Anteil ausländischer Fahrer angestiegen ist. So gesellen sich zu den zwei bisherigen Fahrern nicht-französischer Nationalität ein Este und zwei Schweizer. Erki Putsep kommt von Ag2r Prévoyance. Er wusste bei Gent-Wevelgem zu gefallen, während Aurélien Clerc und Johann Tschopp von Phonak wohl für die Rundfahrten eingeplant sind. Clerc könnte in der Lage sein, bei Sprintentscheidungen die eine oder andere Platzierung zu erreichen, während Tschopp seine Chancen im Klassement erhalten wird. Allerdings wird die Verpflichtung der neuen Fahrer niemand dazu verleiten, mit einem weitaus erfolgreicheren Abschneiden zu rechnen. Im Großen und Ganzen gelten die Zugänge als Ergänzungen.
Eine dringend benötigte Führungsfigur ist auch bei den anderen beiden Verpflichtungen nicht zu sehen. Said Haddou hat zwar auch Stärken im Massensprint und Nicolas Crosbie hat 2006 für einen Aufsehen erregenden Ausritt bei Paris-Nizza gesorgt, aber den Kader wird er auf Anhieb ebenso wenig weiterbringen wie Haddou. Man kann konstatieren, dass lediglich die abgegebenen Fahrer Ravard, Chavanel, Hary, Kern und Beneteau ungefähr gleichwertig ersetzt worden.
Auch 2007 bleibt der Mannschaft die Rolle des Pelotonauffüllers. Man wird sich wieder auf Lauerstellung begeben und hoffen, dass man sich möglichst lange im Feld verstecken kann, um sich dann unbemerkt an anderen Teams vorbeizumogeln, um den einen oder anderen Erfolg zu sichern.
Bei aller Liebe zu dieser Mannschaft, sollte diese Equipe wieder in der Mannschaftswertung mit Francaise des Jeux um den letzten Rang ringen und nur eine Handvoll Fahrer in der PT Einzelwertung platzieren, sollten sich die PT-Verantwortlichen Gedanken über die weitere Behandlung von Bouygues Telecom machen. Denn 2007 gilt nur als Vorbote für die Haltung der Rennveranstalter. Demnach darf man sich noch auf Teilnahmen bei allen PT-Rennen, die auch 2006 zum Kalender gehörten, freuen. Wenn die ablehnende Haltung der Veranstalter gegenüber der Serie aber bleibt, müssen gerade die Verantwortlichen und Aktiven von Bouygues befürchten, 2008 nicht mehr allzu häufig eingeladen zu werden.
Diese Entwicklung war erahnbar, weil sich die PT-Initiatoren um eine Fehleranalyse der Rennserie zu wenig mühte, um auch mal weniger angenehmere Punkte in Angriff zu nehmen. Dass der französische Radsport nämlich sich derzeit in der Talsohle befindet, ist keine neuartige oder aktuelle Erkenntnis. Dass er aber mit fünf Rennställen in der Belle Etage protegiert wird, während führende Nationen deutlich weniger Formationen stellen, ist ein Fehlentwicklung, die als diese identifizierbar ist, aber davor werden die Augen offensichtlich verschlossen. Der Bumerang für diese Nachlässigkeit ist aber schon unterwegs, ob man will oder nicht.
Aber vielleicht gelingt es ja den Fahrern von Bouygues Telecom, ihre Skeptiker zu widerlegen, und sie schaffen einen enormen Leistungssprung, der damit endet, dass man sich im Mittelfeld der Mannschaftswertung etablieren kann. Das neueste Gerücht ist aber, dass Kamele Kurse belegen, wie man am einfachsten durch das Nadelöhr kommt…
__________________ o.T.
|
|
|
|
|
27.01.2007 19:01
MrsFlax
.
Dabei seit: 09.03.2003
OFFLINE
 |
|
| RE: Saisonbilanz 2006 Bouygues Telecom
|
boah! das ist ja nicht nur verprügelt, sondern noch mehrfach nachgetreten und draufgespuckt. aua!
ich wundere mich nur, wie man derartig gehässige bewertungen über die erfolglosigkeit eines teams abgeben kann - als gäbe es die aktuelle dopingproblematik und die diskussion über das "peloton der zwei geschwindigkeiten" nicht.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von MrsFlax: 27.01.2007 19:01.
|
|
|
|
|
27.01.2007 19:22
Horatio
ganz feiner Kerl, gaaanz feiner Kerl

Dabei seit: 08.05.2005
Fan von: Maiglöckchen, Peter Mappei, Liberty Sigur Ros, Gaylord Cumont (Val D'oise), moderierten Foren
OFFLINE
 |
|
| RE: Saisonbilanz 2006 Bouygues Telecom
|
| Zitat: |
Original von MrsFlax
boah! das ist ja nicht nur verprügelt, sondern noch mehrfach nachgetreten und draufgespuckt. aua!
ich wundere mich nur, wie man derartig gehässige bewertungen über die erfolglosigkeit eines teams abgeben kann - als gäbe es die aktuelle dopingproblematik und die diskussion über das "peloton der zwei geschwindigkeiten" nicht. |
ganz unberechtigt ist der Einwand nicht, aber wie willst du das praktisch umsetzen? "Das Team feierte kaum Erfolge, allerdings gibt es Anhaltspunkte, die nahelegen, dass dort auch weniger gedopt wird"?
Ich hatte den Gedanken auch kurz, aber wenn man dergleichen berücksichtigen will, kann man so ein Saisonbilanzierungsprojekt auch ganz aufgeben.
|
|
|
|
|
27.01.2007 19:30
MrsFlax
.
Dabei seit: 09.03.2003
OFFLINE
 |
|
| RE: Saisonbilanz 2006 Bouygues Telecom
|
dass das ganze nicht wie auf der bouygues-hp klingen darf, ist klar - aber das ununterbrochene einprügeln aufgrund mangelnder ergebnisse (und selbst die siege werden nur als "zufall" bezeichnet) ist mir doch ein wenig zu heftig - und das hat nix mit bouyges-fanbrille zu tun, obwohl dieser vorwand sicher bald kommt (und ja auch naheliegend ist).
stellung beziehen und schlechte ergebnisse beim namen nennen ist eine sache, aber in jedem absatz die totale überflüssigkeit des teams herauszustreichen - das ist mir zu heftig und wie bereits gesagt - angesichts anderer aspekte - auch viel zu einseitig.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von MrsFlax: 27.01.2007 19:31.
|
|
|
|
|
27.01.2007 19:41
Horatio
ganz feiner Kerl, gaaanz feiner Kerl

Dabei seit: 08.05.2005
Fan von: Maiglöckchen, Peter Mappei, Liberty Sigur Ros, Gaylord Cumont (Val D'oise), moderierten Foren
OFFLINE
 |
|
| RE: Saisonbilanz 2006 Bouygues Telecom
|
| Zitat: |
Original von MrsFlax
dass das ganze nicht wie auf der bouygues-hp klingen darf, ist klar - aber das ununterbrochene einprügeln aufgrund mangelnder ergebnisse (und selbst die siege werden nur als "zufall" bezeichnet) ist mir doch ein wenig zu heftig - und das hat nix mit bouyges-fanbrille zu tun, obwohl dieser vorwand sicher bald kommt (und ja auch naheliegend ist).
stellung beziehen und schlechte ergebnisse beim namen nennen ist eine sache, aber in jedem absatz die totale überflüssigkeit des teams herauszustreichen - das ist mir zu heftig und wie bereits gesagt - angesichts anderer aspekte - auch viel zu einseitig. |
mag schon sein, wenngleich man nicht vergessen sollte, dass es nunmal fünf französische PT-Teams gibt (+ Caisse 
). Selbst wenn wir mal die Doping-Problematik wegdenken, erscheint es fraglich, ob die Radsportnation Frankreich wirklich in der Lage wäre, fünf PT-Rennstelle konkurrenzfähig zu besetzen, oder ob sich da nicht ohnehin mindestens ein Team am Rande der Konkurrenzfähigkeit bewegen würde. Weiterhin bezeichnet steamboat ja nicht das team als überflüssig, sondern lediglich seine Mitgliedschaft in der ProTour-Serie. Und da bin ich geneigt, ihm aus verschiedenen Gründen beizupflichten, die nicht alle durch Doping relativiert werden.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Horatio: 27.01.2007 19:42.
|
|
|
|
|
27.01.2007 19:52
MrsFlax
.
Dabei seit: 09.03.2003
OFFLINE
 |
|
| RE: Saisonbilanz 2006 Bouygues Telecom
|
ich versuche ja nicht die schlechten ergebnisse mit der dopingproblematik schön zu reden. ich finde es einfach nur bedenklich (und das wird fdj, die ich i.ü. nicht besonders mag, ja wahrscheinlich auch noch passieren), diesen aspekt komplett zu ignorieren.
und: mir geht es eigentlich nur darum, dass eine neutrale bewertung der leistung (oder eben nicht-leistung 
) ja o.k. ist. mich stört einfach der streckenweise gehässige unterton etwas - damit meine ich sätze wie z.b. "Bouygues Telecom vegetierte bei den Rundfahrten und Klassikern meist im Fahrerfeld herum."
|
|
|
|
|
27.01.2007 20:11
Horatio
ganz feiner Kerl, gaaanz feiner Kerl

Dabei seit: 08.05.2005
Fan von: Maiglöckchen, Peter Mappei, Liberty Sigur Ros, Gaylord Cumont (Val D'oise), moderierten Foren
OFFLINE
 |
|
| RE: Saisonbilanz 2006 Bouygues Telecom
|
| Zitat: |
Original von ThunderBlaze
MrsFlax wieso sollte er die Doping-Problematik mit einbeziehen? Hier gehts rein ums sportliche. Bei einer sportlichen Analyse ist Doping total fehl am Platz. Denn dann könntest du Analysen aller Sportberichte sein lassen. Ob es nun in Printmedien oder im TV ist. Das betrifft alle Sportarten. Hierbei geht es rein um sportliche Analysen. Wenn ich Radsport sehe will ich nicht gleich immer nur an Doping denken, das wärend der TV Übertragung mal darüber gesprochen werden muss ist zweifelsohne wichtig und muss auch sein. Aber wenn ich ständig davon ausgehen soll das ein Boonen schneller als ein Eisel ist weil erster besser dopt so kann ich den Fernseher auch auslassen.
Doping gehört hier nicht hin. Auch sein Unterton ist völlig in Ordnung und hat mehr was mit Wortspielerei zu tun was das ganze eine schönere Farbe verleiht. Davon ab sehe ich nix was da überzogen war. Das war die Saison 2006 von Bouygues. Eine bessere Bilanz bekommen sie wenn sie auch die dementsprechenden Erfolge einfahren. Aber da ist es wohl realistischer das irgendwann der Sponsor aussteigt. Denn solange kann der es sich nicht leisten die Lachnummer der Pro Tour zu sein. |
Da ist der Unterschied. Steamboats Analyse ist zwar nicht gerade schmeichelhaft, aber bemüht sich, Fair zu bleiben.
Bevor man aber das Team zur Lachnummer der PT erklärt, sollte man vielleicht doch in Betracht ziehen, dass dort möglicherweise sauberer gefahren wird, als anderswo.
|
|
|
|
|
27.01.2007 20:47
gardener
Workerholic

Dabei seit: 23.12.2002
Herkunft: DC Fan von: Chad Haga
OFFLINE
 |
|
| RE: Saisonbilanz 2006 Bouygues Telecom
|
| Zitat: |
Original von ThunderBlaze
MrsFlax wieso sollte er die Doping-Problematik mit einbeziehen? Hier gehts rein ums sportliche. Bei einer sportlichen Analyse ist Doping total fehl am Platz. Denn dann könntest du Analysen aller Sportberichte sein lassen. Ob es nun in Printmedien oder im TV ist. Das betrifft alle Sportarten. Hierbei geht es rein um sportliche Analysen. Wenn ich Radsport sehe will ich nicht gleich immer nur an Doping denken, das wärend der TV Übertragung mal darüber gesprochen werden muss ist zweifelsohne wichtig und muss auch sein. Aber wenn ich ständig davon ausgehen soll das ein Boonen schneller als ein Eisel ist weil erster besser dopt so kann ich den Fernseher auch auslassen.
Doping gehört hier nicht hin. Auch sein Unterton ist völlig in Ordnung und hat mehr was mit Wortspielerei zu tun was das ganze eine schönere Farbe verleiht. Davon ab sehe ich nix was da überzogen war. Das war die Saison 2006 von Bouygues. Eine bessere Bilanz bekommen sie wenn sie auch die dementsprechenden Erfolge einfahren. Aber da ist es wohl realistischer das irgendwann der Sponsor aussteigt. Denn solange kann der es sich nicht leisten die Lachnummer der Pro Tour zu sein. |
Solange solche, ähem, Fans wie du derartig Teams beurteilst, dürfte die Doping-Problematik uns noch ein Weilchen erhalten bleiben...
__________________ DMD KIU LIDT
|
|
|
|
|
27.01.2007 21:55
ThunderBlaze
Tour-Sieger

Dabei seit: 19.04.2005
Herkunft: Dresden Fan von: Philippe Gilbert, Française des Jeux
OFFLINE
 |
|
gardener kannst du mir mal bitte erklärn was dein Problem ist? Nur weil ich mal ne Weile nix von Doping lesen will muss es doch nicht heißen das es mich nicht interessiert. Nur irgendwann willste mal wieder was sportliches lesen. Diese Diskussionen nerven langsam. Doping hier, Doping da. Wo bleibt der Radsport? Sry, aber wenn ihr meint überall alles mit Doping usw. auszulutschen macht ihrs och net besser. Ihr könnt hier Millionen von Beiträge verfassen, nur interessiert das keine Sau. Und weiterhelfen tuts auch net. Was hat das fürn Sinn? Eine Diskussion dient eigentlich auch den Zweck Dinge zu ändern. Aber hier läuft alles nur ins Leere. Vieleicht ist es auch ein fanstrukturelles Problem. Beim Fussball gehen mal nen paar tausende auf die Straße, wenn nötig auch nach Frankfurt. Beim Radsport sitzense im Sessel und disskutieren bis die Schwarte kracht.
@ogkempf
Lass bitte deine Sticheleien. Langsam reichts.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von ThunderBlaze: 27.01.2007 21:56.
|
|
|
|
|
27.01.2007 22:18
Sprintstar
Kulturpessimist

Dabei seit: 06.08.2006
Herkunft: Leer (Ostfriesland)/Müns
ter (Westfalen) Fan von: Konstantin Gropper und Lars Boom
OFFLINE
 |
|
| Zitat: |
Original von ThunderBlaze
gardener kannst du mir mal bitte erklärn was dein Problem ist? Nur weil ich mal ne Weile nix von Doping lesen will muss es doch nicht heißen das es mich nicht interessiert. Nur irgendwann willste mal wieder was sportliches lesen. Diese Diskussionen nerven langsam. Doping hier, Doping da. Wo bleibt der Radsport? |
Da will ich mich mal einmischen: Ich sehe das hier etwas doppelt. Einerseits kann ich den guten Thunder irgendwie verstehen, irgendwann hat man als Fan dieser Sportart (als solchen bezeichne ich mich immernoch) ehrlich (und unzensiert) gesagt: "Die Schnauze von diesem ganzen Dopingscheiss voll". Andererseits: Diese ganze Dopingschei**e hat den Radsport (für den Moment) einfach zerstört. (zusammen mit dem Weltverband und der bescheuerten Protour) Es gibt einfach tagtäglich neue Meldungen über Fuentianer, welche ungeschoren davonkommen aber auch über Exdoper wie Hondo oder Hamilton, welche dann wieder für Diskussionen sorgen. Erst werden die Fahrer bestraft bzw. verfolgt, dann werden sie wieder in neue Teams gekauft (siehe A.Davis, I.Basso usw.) Dazu kommt (in den Internetforen, aber vorallem in den Massenmedien) der "Tourgott- 
-Faktor". Der (deutsche) Radsport war und ist halt zu mindestens 50 % Ulle (gewesen). Jeder eineinhalbste Deutsche assoziiert mit dem Radsport halt 
Mich persönlich nervt das zu Tode, aber so ist das halt. Und es wird ja auch nix getan, so gut wie alle Fuentianer haben ja schon wieder neue Verträge, dazu kommen neue Meldungen wie der Fall Pereiro oder die Museeuwgeschichte. Und das nimmt kein Ende. Nunja, DAS ist halt auch die Wahrheit, ich sage dazu nur (anglifiziert): "truth hurts"
Achja (@Thunderblaze): Oggis Post war (herrliche) Ironie, du weist ja (Ironie-Fiesgrinsermodus und Sche***elabermodus an) Der Fussball ist der sauberste Sport der Welt.

(IFG- und Sche***egelaber aus) Thunder, seh den ganzen Sche**s ruhig mal 'n bischen lockerer!
__________________ The idea is good but the world isn't ready yet!
Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Sprintstar: 27.01.2007 22:28.
|
|
|
|
|
27.01.2007 22:26
Offi
mit der aussagekraft eines smilies

Dabei seit: 16.05.2005
Herkunft: (p)lattenladen Fan von: windkante (mod der herzen)
ONLINE
 |
|
| Zitat: |
Original von ThunderBlaze
gardener kannst du mir mal bitte erklärn was dein Problem ist? Nur weil ich mal ne Weile nix von Doping lesen will muss es doch nicht heißen das es mich nicht interessiert. Nur irgendwann willste mal wieder was sportliches lesen. Diese Diskussionen nerven langsam. Doping hier, Doping da. Wo bleibt der Radsport? Sry, aber wenn ihr meint überall alles mit Doping usw. auszulutschen macht ihrs och net besser. Ihr könnt hier Millionen von Beiträge verfassen, nur interessiert das keine Sau. Und weiterhelfen tuts auch net. Was hat das fürn Sinn? Eine Diskussion dient eigentlich auch den Zweck Dinge zu ändern. Aber hier läuft alles nur ins Leere. Vieleicht ist es auch ein fanstrukturelles Problem. Beim Fussball gehen mal nen paar tausende auf die Straße, wenn nötig auch nach Frankfurt. Beim Radsport sitzense im Sessel und disskutieren bis die Schwarte kracht.
@ogkempf
Lass bitte deine Sticheleien. Langsam reichts. |
Wenn ich Beiträge von dir lese, dann fällt mir immer Kant ein:
""Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines andern zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht aus Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. 'Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!' ist also der Wahlspruch der Aufklärung."
Und damit möchte ich nicht sagen, dass du dumm bist oder wie auch immer, sondern dass in deinen Aussagen immer eine gewisse Naivität mitschwingt und du nicht zu Ende denkst, sonder halbgare Phrasen einwirfst. Berechtigte Kritik lässt du nicht zu und verweigerst jede Diskussion, da du sagst, du hättest Beweise, nennen tust du diese aber nie. Wenn du so versucht mit anderen Leuten zu diskutieren und sie von deiner Meinung zu überzeugen, musst du dich nicht wundern, wenn dann mal Sticheleien zurückkommen. Auch wenn ich bisher mit dir nie diskutiert habe und es weiterhin wegen Sinnlosigkeit nicht tun werde, so erlaube ich mir, dir zu sagen, dass deine Aussagen einfach grundsätzlich interessant sind, aber eben nicht richtig, und schon gar nicht untermauert.
Natürlich muss bei einer Leistungsbewertung von Radsportteams das Thema Doping eine Rolle spielen. Und wo soll man bitte über Doping diskutieren, wenn nicht in einem Forum,einem Radsportforum, dafür ist es doch da: zum Diskutieren! Vielleicht solltest du einfach mal deine Haltung und deine Art zu diskutieren überdenken.
Fußball und Doping lass ich mal weg, das kapierst du wohl eh nie.
__________________ Ich möchte auch einen Stock für meinen Hintern. :hechel:
|
|
|
|
|
27.01.2007 23:07
Horatio
ganz feiner Kerl, gaaanz feiner Kerl

Dabei seit: 08.05.2005
Fan von: Maiglöckchen, Peter Mappei, Liberty Sigur Ros, Gaylord Cumont (Val D'oise), moderierten Foren
OFFLINE
 |
|
| RE: Saisonbilanz 2006 Bouygues Telecom
|
| Zitat: |
Original von ThunderBlaze
Horatio wieso ist Lachnummer das falsche Wort? Mag zwar hart sein, ganz klar. Aber insgesamt sind sie ja nix anderes. Und das ist das Problem. Ich fand in dem Moment auch kein anderen Ausdruck. Das war auch nicht beleidigend gemeint, also das darf man mir nicht übel nehmen.
Und was das sauber fahren betrifft..... auch da wissen wir nicht ob es wirklich so ist. Man kann´s nur hoffen, nur Ergebnisse pachten doch nicht die Tatsache wer sauberer fährt. Das es durch Doping einen Leistungsschub gibt ist fakt, aber so stark fällt er nun auch nicht aus das das französische Team keine Chance in der Pro Tour hätte. Und auch nicht jedes PT-Rennen war so stark besetzt. |
ich versuch es mal, dir mit einem Beispiel nahe zu bringen. Nehmen wir mal an, TMO meint seine Antidopingpolitik völlig ernst und nehmen wir weiterhin an, dass die teaminternen Kontrollen hervorragen funktionieren und alle TMO-Fahrer die Saison 07 sauber bestreiten. Nehmen wir nun an, dass viele andere Teams das nicht tun und TMO am Ende einen lausigen Etappensieg bei der Polen-Rundfahrt und ein paar Erfolge bei Kirmesrennen aufzuweisen hat und sonst nix. Wären sie dann für dich die Lachnummer der ProTour? Oder wäre nicht eher die ProTour Teil der Lachnummer Radsport?
|
|
|
|
|
28.01.2007 08:42
horgel
unregistriert
Dabei seit: 14.02.2006
OFFLINE
 |
|
|
Ich kann zu dieser Saisonbeurteilung nur sagen:
Wer erfolgreichen und attraktiven Radsport nur über Siege definiert, darf sich nicht über den jetzigen Zustand des Radsports beklagen...
|
|
|
|
|
28.01.2007 09:25
ThunderBlaze
Tour-Sieger

Dabei seit: 19.04.2005
Herkunft: Dresden Fan von: Philippe Gilbert, Française des Jeux
OFFLINE
 |
|
@Sprintstar
Irgendwann nerven diese Sticheleien aber. Und das hat nix damit zu tun das ich lockerer werden muss. Eigentlich bin ich ein ziemlich ruhiger Zeitgenosse. Nur merkt man sich das ganze und irgendwann fährt man aus der Haut. Ist eigentlich nur menschlich.
@Offi
Diskutieren kann man mit mir. Aber bitte schön wenn dann sachlich und objektiv. Das wird hier teils nicht getan. Und ich will auch nix beweisen. Ich diskutier nur da mit wo ich ein gewisses Wissen habe. Dies versuch ich zu vermitteln. Oder aber Theorien aufzuschlagen. Aber die werden von irgendwelchen Spezies immer runtergemacht. Da hat man auch irgendwann keine Lust mehr eine sinnvolle Diskussion zu führen. Und wenn 3-4 User gleichzeitig auf dich einreden erst recht net. Und wenn ich was nicht weiß oder nicht zu hundert Prozent sicher bin frag ich nach, auch wenn diese lächerlich sei. Richtig ist zwar das ich nicht immer glücklich formulier oder die Wörter nicht so treffe. Manchmal sitz ich ne halbe Stunde an ein Posting. Und dabei ist es noch gar nicht so lang. Das Problem ist immer zu versuchen wie man das und jenes vermitteln kann. Ach, verstehst du wahrscheinlich nicht was ich wieder sagen will.
@Horatio
Die Lachnummer war nur statistisch gemeint. Kein Team ist irgendwo ne Lachnummer. Ich wollt nur damit sagen das es rabenschwarz für die Franzosen aussieht, und irgendwann macht der Sponsor nicht mehr mit. Für die Medien sind sie ja schon irgendwo ne Lachnummer. Man muss aber dazu sagen das Doping auch nicht soviel aus macht. Nur weil ich EPO praktiziere bin ich doch nicht Superman. Deswegen verstehe ich den Absturz der Bouygue-Equipe nicht ganz.
@horgel
Darum gehts doch gar nicht. Stell dir vor du schlägst deine Radsport-Zeitschrift auf und liest von vorne bis ende nur eins: Doping. Sry aber da vergeht mir die Lust und Spaß an meiner Sportart. Und gerade wenn ich so eine Saison-Bilanz lese gehört Doping nicht hin. Einerseits gehts um Fakten und andererseits um eine reine sportliche Bewertung. Alles andere kann doch jeder für sich selbst entscheiden.
Man ihr strengt einen zum frühen Morgen ganz schön. Meine Frau hat doch noch irgendwo Asthma Spray rumstehen. Vieleicht kann ich dann besser und schneller lesen und schreiben....
|
|
|
|
|
28.01.2007 09:39
le coq sportif
Då som nu för alltid

Dabei seit: 13.05.2006
OFFLINE
 |
|
| Zitat: |
Original von ThunderBlaze
@horgel
Darum gehts doch gar nicht. Stell dir vor du schlägst deine Radsport-Zeitschrift auf und liest von vorne bis ende nur eins: Doping. Sry aber da vergeht mir die Lust und Spaß an meiner Sportart. Und gerade wenn ich so eine Saison-Bilanz lese gehört Doping nicht hin. Einerseits gehts um Fakten und andererseits um eine reine sportliche Bewertung. Alles andere kann doch jeder für sich selbst entscheiden.
|
sorry, daß jetzt noch ein weiterer user auf dich einredet, aber da sträubt es sich mir einfach:
wenn in einer sportart von vorn bis hinten gedopt wird, dann muß das auch in der zeitschrift stehen. es ist die pflicht des journalismus, wahrhaftig zu berichten. (daß er das längst nicht so häufig tut, wie er sollte, steht auf einem anderen blatt. 
)
wenn dir dann die lust am sport vergeht, ist nicht die zeitschrift schuld, sondern der sport.
und wenn die fakten nunmal die dopingfrage miteinschließen, gehören sie auch in die objektive bewertung.
jeder kann nur dann für sich selbst entscheiden, wenn er auch die fakten kennt, und zwar alle, die es zu kennen gibt.
__________________ I am trained in gorilla warfare and I can prove it mathematically.
|
|
|
|
|
|
Impressum
Datenschutzerklärung
|