EZF:
Am Morgen hab ich mich eigetnlich ganz gut gefühlt, die Nachmeldung ging recht problemlos über die Bühne, mur dass ich bis zu meinem Start um 14:25 etwa 3h zeit hatte war nicht so lustig...Immerhin noch etwas Zeit die Strecke zu inspizieren, die wegen einer Umleitung etwa länger und winkliger als letztes Jahr war. Immerhinm, die Beine sind ganz gut, so ein bisschen was könnte gehen....
Da ich nach meiner Besichtigung noch genug Zeit hatte, hab ich mir die ganzen Scheibenräder und Rennanzüge am Start angeschaut....

. Das war ein Fehler, irgenwie bekommt man doch angesichts des aufgebotenen Hightechmaterials leichte Selbstzweifel
Naja, bin ja eher zum Spass hier. Immerhin das Wetter war fast perfekt Sonne 25 Grad, es lief eigentlich von Anfang an ganz gut, auch deutlich schneller als letztes Jahr, ob da wohl auch noch ein leichter Wind im Spiel war...
Immerhin tauschte gegen Mitte des Rennen eine recht ansehnliches

auf die etwa 2min vor mir gestartet war und die (obschon auch recht schnell aussehend) ich mir als Bezugspunkt erhofft hatte (ich hab auch noch ein paar andere überholt, aber die waren nicht so interessant

)
Dann kam der letzte Berg

. Irgenwie lief es da nicht mehr so rund, da lag der Verdacht schon nahe, dass ich zuerst von einem deutlichen Rückenwind profitiert hatte, der nun eben gerade in diesen zwar leichten (2,7%) aber immerhin gut 3km langen Berg reindrückte
Am Ende wars dann mit der etwas längeren Strecke etwa 10 Sekunden schneller (31:28 für 20,7) den 40er hab ich auch nicht geschafft: 39,4

,
Realistisch betrachtet ist es aber sehr gut gelaufen, mehr war nicht drin, und für meine Verhältnisse war es ein sehr ordentliches Zeitfahren (ca. Platz 50 von 450 etwa)
Der Der Sieger hat mir übrigens 3,5min gegeben (44er Schnitt), Einfach nur Wahnsinn der Typ....
Das Rennen....
Wetter, immer noch genial, die Beine melden sich nach dem ZF von gestern aber doch etwas zögerlich zum Dienst und vor allem komm ich wieder viel zu spät zur Startaufstellung (9:30). 10:00 war Start. Ich krebse also erstmal an 150 Position rum. Die Strecke ist erstmal die Gleich wie beim ZF, also durchs Wohngebiet und über asphaltierte Feldwege

, da war man doch primär mit Sturzvermeidung beschäftigt
Nur gut das bald der Erste Anstieg kommt, wo sich das Feld doch deutlich aussortiert. Folgerichtig lassen die Jungs an der Spitze es im folgenden flacheren Teil erstmal etwas lockerer angehen. Der nächste Berg kommt auch bestimmt, dort geht dann wieder die Post ab. Da kommt sie auch schon, die Muur von Öfingen (etwa ein 1km, Spitze 15%) immerhin, das ist schon ehe was für mich und ich kurbele die letzten 500m mit 10% Steigung mit 19km/h hoch um mich noch etwas nach vorn zu arbeiten, Clemens seh ich auch bei der Gelegenheit. Er hat das ZF ausgelassen und will etwa 75-100km fahren. Dazu hab ich heut keine Lust mehr, je nach Rennverlauf beschliesse ich bei 25 oder 50km rauszugehen, zumal das Rennen auch sehr nervös ist und durch die enge winklige Strecke kommt es ständig zu gefährlichen Situationen.
Nach der Muur gibts aber erstmal wieder eine lange, flache Abfahrt, wo das Feld praktisch wieder zusammenrollt. Hier merke ich auch das ich einfach zu wenig Rennen fahr, ständig werde ich rechts und links überholt, weil ich meinen Platz nicht agressiv verteidige
Bevor es in den letzten Berg geht muss ich dementsprechend erstmal am kompletten Feld vorbeiackern, bis ich dahin komme, wo die Attacken gehen

Vorne sind schon 4 weggefahren und haben ca. 50m Vorsprung. Die Halbprofies von Strassacker machen keine ernsthaften Anstalten nachzusetzen, woraus ich schliesse, dass die Jungs länger fahren wollen.
Na denn,

nichts wie Attacke! Die vorne fahren aber auch nicht spazieren und so komm ich erst in der Abfahrt bis nach vorne und bin natürlich ordentlich angeknockt von der Anstrengung, mit 70 gehts den Berg runter und gegen Ende der Abfahrt, weiss ich dann warum die Strassacker-Jungs so cool abgewartet haben, das Feld kommt ganz locker mit 80 vorbeigerauscht und ich kann mich gerade noch an etwa 15. Position einreihen
Na egal, ich fahr ins Ziel. Nach der letzten Kurve heisst es also nochmal antreten um die verlorenen Positionen wieder aufzuholen. Vor mir sind noch etwa 5 andere, die auch 25km anvisiert haben. Leider etwas zu weit weg und den letzten Punch hab ich nach dem Bergsprint von eben sowieso nicht mehr....
Da die Nettozeit zählt

bin ich am Ende 5. bei den 25ern. Podium wär zwar nett gewesen, aber da war ich taktisch nicht abgebrüht genug....
Wie ich am Ende erfahre, wird Clemens noch um 0,5s geschlagen 2. bei den 75ern
Fazit gut organisiertes "Jedermannrennen" mit vielen ambitionierten Startern. Zeitmessung und Streckensperrung sind allerdings vorbildlich, nur die Strassen sind beim Rennen doch teilweise zu schmal. Taktisch ist das Ganze wegen des ungewöhnlichen Modus gewöhnungsbedürftig. Nächstes Jahr schenk ich mir wahrscheinlich das ZF und versuch mal eine etwas längere Strecke, eigentlich sollte mir der RM ganz gut liegen...
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