Termin festgezurrt
-hef- Münster. Am Tag der deutschen Einheit wird die Wiederbelebung des Profi-Radrennens in Münster versucht. Der Radsport-Weltverband UCI hat in seinem offiziellen Rennkalender für 2006 den 3. Oktober für den Münsterland-Giro freigeschlagen.
In diesem Jahr fiel GroningenMünster ersatzlos aus. Das Profirennen, entstanden in der Vorbereitung auf die Stippvisite des Giro dItalia 2002, sollte bei seiner sechsten Auflage erstmals in umgekehrter Richtung, also von Münster nach Groningen führen. Allerdings bekam die niederländische Seite den Etat nicht gestemmt, die Kosten belaufen sich auf 60000 bis 70000 Euro.
Im kommenden Jahr wird das Rennen unter der Federführung des Sportamts der Stadt Münster dann aber eine reine Münsterland-Affäre werden. Start und Ziel werden dann in Münster sein, der Rundkurs soll mehrfach durch anliegende Gemeinde führen. Ausflüge in die Baumberge oder den Teutoburger Wald sind denkbar.
Vorteil des Oktobers-Termins ist, dass es kaum Konkurrenz von anderen Rennen gibt. Zwei Wochen nach der Weltmeisterschaft sowie wenige Tage vor den letzten Rennen der Pro-Tour-Saison 2006 in Italien besteht die Möglichkeit, eine Reihe von Topfahrern sowie die deutschen Eliteteams Gerolsteiner und T-Mobile Team zu verpflichten. Der Weltverband UCI stufte das Rennen im Übrigen mit 1.2. ein und damit in die dritte Kategorie. Erste Kategorie sind die Pro-Tour-Wettbewerbe wie die HEW-Cyclassics in Hamburg. Das deutsche Traditionsrennen Rund um den Henninger Turm am 1. Mai gehört in die Kategorie 1.1. Der Münsterland-Giro, Nachfolger von GroningenMünster, folgt dahinter.
29. September 2005 | Quelle:
Westfälische Nachrichten
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