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Zum Ende der Seite springen Ehemalige Doper, Dopinghändler u.a. kämpfen wirksam gegen die Doping-Omerta-Mafia!?
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30.04.2008 10:13

johw
Tempobolzer

Dabei seit: 28.08.2007

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Ehemalige Doper, Dopinghändler u.a. kämpfen wirksam gegen die Doping-Omerta-Mafia!?

der folgende, (hier nur etwas gekürzt und leicht redigiert wiedergegebene) post vom 21.11.2007, war einer meiner letzten im forum Radsport-aktiv. nachdem der dopingbereich nun dort öffenlich nicht mehr zugänglich ist, möchte ich den post erhalten, der meines erachtens aktueller denn je ist:


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Ehemalige Doper, Dopinghändler u.a. kämpfen wirksam gegen die Doping-Omerta-Mafia?!


ich glaube schon. die kronzeugenregelung greift:

Jörg Jaksche, Patrik Sinkewitz u.a. sind nur der anfang.
bei reduzierung der sperrzeit auf 75 % (neuer WADA-CODE, gültig seit 01.01.2008) werden andere folgen. allerdings werden die anforderungen an die aufklärung steigen. was schon bekannt ist, taugt nix für die kronzeugenregelung. das eigene geständnis war ohnehin nie ausreichend.

bald gibts nix mehr zum aufklären.
wer zu spät kommt, den bestraft der staatsanwalt
(auch bei der korruption - mafia - gibt es sowas wie eine kronzeugenregelung)



das beste beispiel für leute, die das verstanden haben ist Victor Conte (Balco-USA). obwohl es nicht bekannt wurde, ist offensichtlich, warum der so billig wegkam (nur 4 monate knast - allein marion jones sitzt da länger). Balco-Chef Victor Conte hat offensichtlich mit den dopingfahndern zusammengearbeitet, was wahrscheinlich letztlich auch marion jones nach mehr als 3 jahren leugnen zum geständnis zwang.

irgenwie scheint aber Victor Conte unbefriedigt. möglicherweise deshalb ging er jetzt an die öffentlichkeit mit einem offenen brief. er bekennt sich zur zusammenarbeit auch mit der WADA und sieht drei wesentliche Punkte, mit deren umsetzung das dopingproblem im spitzensport in den griff zu bekommen wäre.


dazu ein viel zu wenig beachteter artikel im Sport1.de vom 20.11.2007:

"Zu den Kunden von Balco-Chef Victor Conte zählten Leichtathletik-Stars wie das Olympiasieger-Ehepaar Marion Jones und Tim Montgomery, aber auch Baseball-Größen wie Homerun-König Barry Bonds oder Jeremy Giambi.... Jetzt bietet Conte als einer der größten Fachdoper der Sportgeschichte der internationalen Antidoping-Agentur Wada seine Hilfe an.

Die BBC hat einen Offenen Brief des Doping-Spezialisten abgedruckt...
Darin schreibt Conte: "Doping geht ungezügelt weiter. Auch Athleten der Olympia-Kader sind involviert." Aber, so behauptet der Spezialist: "Doping könnte sofort gestoppt werden." Wenn man nur auf seine Ratschläge hören würde.... "Ich biete meine Informationen an weil ich glaube - so ironisch es klingen mag - dass ich qualifiziert bin, dieses massive Problem zu beseitigen", schrieb Conte. Doping sei im Sport immer noch weit verbreitet, "weil es immer noch viel zu einfach ist, die Kontrolleure auszutricksen".... Conte ... schlägt drei Maßnahmen vor, mit denen die Wada des Sportbetrugs Herr werden könnte. Erstens: ...... Würden seine Vorschläge umgesetzt, würde dies einen deutlich spürbaren Effekt haben, glaubt Conte. "Die Spitzenleistungen bei jedem Wettkampf würden deutlich weniger werden."

Dennoch bleiben Zweifel nicht nur an der Finanzierbarkeit solcher Ideen."

zum genaueren nachlesen, hier der link zum artikel vom Sport1.de vom 20.11.2007:
http://www.sport1.de/de/sport/artikel_1949466.html


also die zweifel (von Sport1.de), verstehe ich nicht. die WADA allein kann das natürlich nicht finanzieren, aber die ganzen nationalen Wettkampfs-Kontrollen, die viel, viel mehr kosten und kaum was bringen, könnte man dann einsparen.


siehe auch Abdruck in News.bbc.uk.sport2:

"BBC: Pound agrees to meet Balco boss
Victor Conte, the man behind one of sport´s most infamous doping scandals, is set to meet Dick Pound - the head of the World Anti-Doping Agency (Wada)"

http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/front_page/7102083.stm

übrigens ist es inzwischen tatsächlich zu dem kontakt von Victor Conte mit (EX-)WADA-Chef Pound (noch während seiner amtszeit) gekommen.
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in analogie zum bekannten thraed hier im forum (Danke, Bert Dietz Danke, Bert Dietz! ), möchte ich einen post aus dem oben angesprochenem thread im Radsport-aktiv Forum einer dortigen, ehemaligen userin (rosa) anfügen. ich habe mit rosa kontakt und die erlaubnis dafür bekommen.

P.S. wie auch ich wurde rosa inzwischen bei radsport-aktiv gesperrt, ebenfalls ohne vorwarnung - dafür OHNE gründe - bis zum jahre 2035.


einige rechtschreibfehler ausgebessert - ansonsten im original:
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"rosa schrieb am 31.03.2008 um 14:04 Uhr
Re: Ehemalige Doper, Dopinghändler u.a. kämpfen wirksam gegen die Doping-Omerta-Mafia?!


Eigentlich hätten man ihn hier an erster Stelle in diesem Thread würdigen müssen:

. Jef D`hondt

Er hat zwar nicht den Anfang gemacht. Vor dem Hintergrund des Ullrich-Fuentes-Verdachts entwickelte sein Buch und das Interview im Spiegel aber große Sprengkraft und erzwang die Geständnisse von Bernd (komentar von mir: wohl richtig "Bert") Dietz, Michele Scarponi, Rolf Aldag, Christian Henn, Bjarne Riis, Udo Bölts, Erik Zabel, Ivan Basso, Prof. Dr. Andreas Schmid, Dr. Lothar Heinrich, Dr. Huber, Jörg Jaksche und Georg (komentar von mir: wohl richtig "Patrick") Sinkewitz.

Ohne dieses erste Buch wäre der Stein nie ins Rollen gekommen, der rollt und rollt.

Wollte auch die schockierte Öffentlichkeit ihm am Anfang nicht so recht glauben, auch nachdem die ersten Geständnisse kamen, haben sich inzwischen seine damaligen Angaben nicht nur als wahr, sondern als stark untertrieben erwiesen.

Bei genauer Betrachtung zeugte sich zudem immer deutlicher, dass fast alle diese "Geständnisse" nicht offen und ehrlich, sondern fast ausnahmslos vom Zwang geprägt waren, "irgend etwas" zugeben zu müssen, um die Öffentlichkeit erst mal ruhig zu stellen. Es waren deshalb selbst dann keine juristisch und öffentlichkeitswirksame Geständisse", wenn man die "Ganovenehre" - keine anderen Fahrer zu nennen - unterstellen würde, was kein Rechtssystem/WADA-Doping-Code kennt. Nur in Mafiakreisen gilt das ungeschriebene Gesetz der Omerta.

Es waren deshalb rein taktische, in Anwaltskanzleien ausgearbeitete, von Verteidigungshaltung geprägte Minimalangaben, um möglichst "Heil" aus der Sache herauszukommen (z.B. ist ab der Verjährungsfrist 2002 fast überall Ebbe).

Jeder versuchte, durch ein paar Zugeständnisse seinen Ar.... zu retten.

Bewundernswert, wieviel Koordinationsarbeit die Beteiligten da aufgebracht haben, insbesondere, da es ja an allen Ecken und Enden lichterloh brannte und kaum absehbar war, was den Behörden und Verbänden bekannt war und werden könnte. Es funktionierte leidlich, sehr zum Schaden des Radsportes, der deshalb aus den Doping-Schlagzeilen noch jahrelang nicht herauskommen wird.

Daß das nicht gut gehen konnte, war aber eigentlich klar. Die Wahrheit hält den Betrachtungen aus allen vier Richtungen stand. Eine Lüge fällt irgendwann immer um.
SZ 28.03.2008, "Wer gegen die Wahrheit klagen will, verliert"
http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere...l/353/165880/8/

Man stelle sich vor, spätestens am 30.06.2006, hätten die Beteiligten halbwegs nachvollziehbare Angaben gemacht. Dann hätte es einen großen Knall gegeben, die Tour 2006 wäre sicherlich verschoben worden, aber spätestens Anfang 2007 hätten alle uneingeschränkt den Radsport genießen können. Dann hätten zwar einige ihren "Hut nehmen müssen". Aber wie wir heute wissen, wäre das das Beste gewesen, was dem Radsport hätte passieren können.

So aber wühlt sich die Wahrheit Stück für Stück nach Außen und es werden viel mehr Köpfe rollen, als bei einer "sauberen" Lösung im Jahre 2006. Der Ruf/Marktwert der Sportler ist dramatisch gesunken - nein nicht wegen der Doperei - sondern wegen der ständigen Lügerei aller involvierten Beteiligten, die man medienwirksam einfach nicht verkaufen kann. Ein Heer von Jounalisten hat den "investigativen" Journalismus entdeckt und um so mehr die Protagonisten mit sinnlosen Prozessen und Drohungen um sich werfen, um so nachhaltiger und verbissener reagieren die Angegangenen.

Nicht anders war es bei Jef D`hondt. Hätte man damals seine Angaben (heute Wort für Wort als richtig beurteilt, vgl. den Zwischenbericht aus Freiburg) akzeptiert, wäre Ruhe gewesen.

Aber leider hat Jan Ullrich - denkbar schlecht beraten - mit Klagen um sich geworfen - unter anderem auch gegen Jef D`hont. Der damals von Jan Ullrich noch als Beweis seiner Unschuld gefeierte kleine Erfolg, hat sich als großer Pyrrussieg erwiesen. Besonders die Strafanzeigen von Jan Ullrich auch gegen Jef D´hont waren denkbar ungeschickt. Aber darüber hinaus hat er und Peve, Jef übebelst angelogen, mit dem Versprechen, selbst an die Öffentlichkeit gehen zu wollen, was ja dann unterblieb. So etwas sollte man selbst in "Ganovenkreisen" tunlichst unterlassen.

Nun kommt es wie es kommen mußte. Bestärkt durch seine bestätigte Glaubwürdigkeit und weiteren Geständnissen/Enthüllungen, legt Jef nach. Ich mag es ihm nicht verdenken. Jan Ullrich hat ihm selbst einen moralischen Freibrief dazu erteilt.

Ich denke spätestens wenn die Gerichtsverfahren um die beiden Ärzte aus Freiburg losgehen, wird noch viel mehr rauskommen. Denn auch diese werden versuchen, Ihren Ar.... zu retten. Und das kann nur klappen, wenn sie Roß und Reiter nennen.

Das ist IMHO der eigentliche Sinn dieses Zwischenberichtes aus Freiburg:
(Quelle: Zwischenbericht)
http://www.dopingkommission-freiburg.de

Den Beteiligten Gelegenheit zu geben, halbwegs "ungeschoren" und ehrenhaft aus der Sache herauszukommen. Denn keiner will noch weitere Schicksale a la Marion Jones, die als 5-malige Olympiasiegerin und einer der größsten Sportlerinnen der USA, trotz zweier Kinder, nun im Knast sitzt.

Aber anscheinend ist die Verdrängung, die Paralellwelt so umfassend, daß selbst so eine freundliche Hilfestellung nicht verstanden wird. Denn eines ist klar: Die Freiburger Ärzte um die Radsportler sind zum Abschuß freigegeben. Da gibt es nach dem Zwischenbericht kein Zurück mehr.


Jedenfalls hat Jef D`hondt dem ganzen Sport einen großen Dienst erwiesen. Sein Weg war und ist alles andere als leicht. Er hätte sicherlich sehr reich werden können, wenn er weiter geschwiegen hätte. Er hat auf falschen Reichtum verzichtet. Das macht nicht jeder in dieser Welt. Auch davor zolle ich höchsten Respekt. Auch wenn er es sicherlich nicht mitbekommen wird, ich schenke ihm als Ausdruck meiner persönlichen Hochachtung gleich ein ganzes Dutzend schöner roter Rosen.

http://www.rosarian.com/redoute/gallica.html
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30.04.2008 10:17

jonas


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Dabei seit: 05.08.2002
Herkunft: Schweiz
Fan von: JOHANN TSCHOPP

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RE: Ehemalige Doper, Dopinghändler u.a. kämpfen wirksam gegen die Doping-Omerta-Mafia!?

Ich glaube nicht, dass wir für dieses Thema einen neuen Diskussionsfaden benötigen.




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jonas
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