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Original von Donishäusle
Das soll jetzt nicht heißen, dass bei den Senioren nicht gedopt wird, die Zahl der medizinisch begründeten Ausnahmen ist aber sicher weit höher als bei Jüngeren. Wenn der ältere Herr tatsächlich den Wirkstoff schon verschrieben hatte und ihn nur nicht angemeldet hatte, ist das wirklich nichts worüber man sich aufregen muss. |
"Nichts, worüber man sich aufregen muss" – genau meine Meinung!
Der positive Dopingbefund bei der Senioren-WM ist doch erstmal ein nicht weg zu diskutierender Fakt, oder nicht? Also wird man solch eine Meldung auch hier posten dürfen
(wie vom User Cyclish geschehen). Darüber hinaus wurde der Befund dann noch dahin gehend konkretisiert, dass es sich um eine Substanz handelt, die schon als Verschleierungsmittel zum Einsatz kam - meines Erachtens ebenfalls zulässig. Die Bezeichnung "Hexenjagd" finde ich in diesem Zusammenhang alles andere als angebracht.
Du wirst zugeben müssen, dass es heutzutage immer noch sehr viele Dopingsünder gibt, die durch's Kontroll-Raster fallen und eben
nicht positiv getestet werden. Da muss man dann die Meldung über eine positive Doping-Probe nicht auch noch zur "Hexenjagd" hochstilisieren.
Es mag der falsche Thread dafür gewesen sein, aber mir ging es um den seit letztem Jahr inflationär häufigen Gebrauch des Begriffs "Hexenjagd" im Zusammenhang mit der Doping-Bekämpfung, den ich peinlich finde.
In erster Linie trägt der betroffene Athlet selbst die Schuld an seinem positiven Testergebnis. Er hätte das Reglement kennen müssen. Mit der positiven Probe tritt gleichzeitig auch die Beweislastumkehr in Kraft. Das ist dem Athleten bewusst und war auch schon immer so; demnach besteht ebenfalls kein Grund zur Aufregung.
Es liegt nun also am betroffenen Sportler, plausible Gründe für das Ergebnis zu finden und geltend zu machen. Warum müssen schon wieder vorab reihenweise Theorien aufgestellt werden, bevor überhaupt der Sportler selbst sich dazu geäußert hat?
Wenn er tatsächlich schon seit anderthalb Jahren ein Attest für die Substanz besitzt, dürfte sich der Fall ohnehin bald von selbst erledigen...
(Man könnte dann natürlich wieder über die hohe Anzahl an ärztlichen Attesten im Leistungssport diskutieren, aber das ist ein anderes Thema...)
P.S.:
Was das "medizinische Basiswissen" angeht, sehe ich es im Übrigen ähnlich wie Michelin-Männchen:
50 % der Senioren mögen an Bluthochdruck leiden. Aber nur ein gewisser Teil von ihnen wird einen derart erhöhten Blutdruck haben, dass der Einsatz von Blutdruck senkenden Mitteln nötig ist
(kläre mich bitte auf, wenn es anders ist).
Wenn ausgerechnet eine solche Person an Senioren-Meisterschaften teilnimmt und auch noch gewinnt, dann wirft das – jedenfalls für mich mit meinem laienhaften Verständnis – zumindest Fragen auf...
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Every society honours its live conformists and its dead troublemakers.
(Mignon McLaughlin)