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Geschrieben von denkbär am 16.08.2006 um 23:21:
In diesen Artikeln klingt das mit den potentiellen Opfern und den Menschenversuchen etwas abstrakt. Im einschlägig bekannten adrogen-stereoid-Forum gibt es dazu einen eindrucksvollen
Thread zum Thema "EPO Kühlung unterbrochenn!!!!!!" (Anmeldung erforderlich).
| Zitat: |
Hi!!!
Meine Eprex (EPO) Ladung wurde für 24h nicht mehr gekühlt, das heisst, sie war 24h bei Raumtemperatur gelagert worden!!!!!
:-(((( :-(((( :-((((
Was bedeutet das jetzt? ich kann sie unmöglich wegwerfen! VIEL ZU TEUER!!!!
Wird die Wirkung schwächer? oder Was passiert, wenn sie nicht gekühlt werden????
WEiss das jemand von euch???
THANKS |
Als Antwort steht unter anderem:
| Zitat: |
Hi,
kann Dir nicht garantieren, ob es unbrauchbar ist, glaube es aber nicht.
Ich hatte zuletzt 2004 Epo. Damals Eritromax 1ml Durchstechflaschen mit je 2.000 i.E.. Der Fabrikant ist Blausiegel und das Zeugs kam per Luftpost aus Mexiko, bestellt über eine Internetaphoteke.
Jetzt habe ich gerade 6x 4.000 i.E. Fertigspritzen EPREX bekommen. Es war alles original verpackt und verschweisst, die Farbe der Lösung ist klar.
2004 hat es auch geklappt, habe alle 3 Tage mit einer Insulinspritze je die Hälfte einer Flasche aufgezogen und s.c. gespritzt.
HB konnte ich von ca. 14,9 auf 15,7 erhöhen. Habe parallel Eisen, B12, B-Komplex und Folsäure bei meinem Arzt i.V. bekommen. |
Worauf im weiteren diskutiert wird, wie sinnvoll (bzw. "mutig") es ist "eisen i.v. [zu]bekommen". Dabei wird generell nach dem Trial-and-Error-Prinzip im Selbstversuch argumentiert, frei nach dem Motto "Hab ich auch schon genommen, damit keine Probleme gehabt, hat gut gewirkt!"
Besonders gruselig jedoch sind die "Fake or Real" Foren, in denen regelmäßig suspekte Medikamente in Frage gestellt werden, nach der Art:
"Ich hab hier iranisches Testo (siehe Bild der Verpackung) aus ner türkischen Apotheke das kommt mir spanisch vor, ist das echt oder fake? Soll ich es spritzen oder in den Müll schmeißen?"
Von solchen Anfragen gibt es jede Menge! Da erscheint mir die Gewissensfrage "Dürfen Ärzte ihre Patienten beim Thema Doping beratend unterstützen" in einen ganz anderen Licht.
Auf dem Amateur- und Bodybuilder-Level scheint es jedenfalls wenig Hemmungen zu geben, sich selbst wie ein Versuchskanninchen zu behandeln.
Geschrieben von Bergwacht am 17.08.2006 um 00:37:
Sind das denn jetzt Radfahrer, ich vermute es, da der eine sich ja jj-jaksche nennt. Manche scheinen da wirklich gehirnamputiert zu sein. Wie kann ich auch nach Abraten eines "Forum-Experten" einfach so naiv sein, und sagen "scheiß egal, ich hab 800 Euro bezahlt und nimm das Zeug", obwohl es vermutlich sehr gefährlich ist, das falsch gelagerte Epo zu nehmen. Da fehlen mir vollkommen die Worte; ich hätte tierische Angst mir das zu injizieren und der macht sich da keinen Kopf drum. Ich kenne solche Typen nur aus dem Fitness-Studio, da meinen welche auch, dass Anabolika nicht schädlich seien, wenn man die nicht regelmäßig nimmt. Also dass selbst Amateur-/ Hobbybodybuilder stoffen weiß ich ja( schließlich seh ich das), aber auch Hobbyradfahrer...man ist das krass wie man so wissentlich seinen Körper schädigen kann. Ich gehe davon aus, dass das nur Hobbysportler sind, da ja ein Profi oder Amateur wohl besser von den eigenen Leuten beraten wird und seine Fragen nicht in diesem Forum stellen müsste.
Geschrieben von badorties am 17.08.2006 um 02:26:
| Zitat: |
Original von denkbär
Dabei wird generell nach dem Trial-and-Error-Prinzip im Selbstversuch argumentiert, frei nach dem Motto "Hab ich auch schon genommen, damit keine Probleme gehabt, hat gut gewirkt!"
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Jetzt hab ich doch beim ersten Lesen glatt "Selbstmordversuch" gelesen...Vielleicht tut es meine Birille nicht mehr
Geschrieben von keizersosze am 17.08.2006 um 09:18:
| Zitat: |
Original von denkbär
In diesen Artikeln klingt das mit den potentiellen Opfern und den Menschenversuchen etwas abstrakt. Im einschlägig bekannten adrogen-stereoid-Forum gibt es dazu einen eindrucksvollen Thread zum Thema "EPO Kühlung unterbrochenn!!!!!!" (Anmeldung erforderlich).
Besonders gruselig jedoch sind die "Fake or Real" Foren, in denen regelmäßig suspekte Medikamente in Frage gestellt werden, nach der Art:
"Ich hab hier iranisches Testo (siehe Bild der Verpackung) aus ner türkischen Apotheke das kommt mir spanisch vor, ist das echt oder fake? Soll ich es spritzen oder in den Müll schmeißen?"
Von solchen Anfragen gibt es jede Menge! Da erscheint mir die Gewissensfrage "Dürfen Ärzte ihre Patienten beim Thema Doping beratend unterstützen" in einen ganz anderen Licht.
Auf dem Amateur- und Bodybuilder-Level scheint es jedenfalls wenig Hemmungen zu geben, sich selbst wie ein Versuchskanninchen zu behandeln. |
bekloppt, diese Vögel, total bekloppt
furchtbar
Geschrieben von Michelin-Männchen am 17.08.2006 um 09:20:
| Zitat: |
Original von keizersosze
bekloppt, diese Vögel, total bekloppt
furchtbar |
Aber gleich kommt bestimmt wieder einer und sagt, im Fussball gibt es so etwas auf jeden Fall nicht ...
Geschrieben von jonas am 17.08.2006 um 09:34:
Infos aus dem Tages-Anzeiger (Print-Ausgabe):
Der Ex-Radprofi Christian Charrière (Ex-Phonak) hat nach einem Berglauf eine Dopinprobe verweigert, was einer positiven Dopingprobe gleichkommt.
Der Fall Oscar Camenzind könnte u.U. zivilrechtlich neu aufgerollt werden. Camenzind hatte sich seinerzeit bei seiner Quelle auf sein Zeugenverweigerungsrecht gestützt und riskiert damit, dass es zu einem Verfahren kommt.
Geschrieben von keizersosze am 17.08.2006 um 09:38:
| Zitat: |
Original von jonas
Infos aus dem Tages-Anzeiger (Print-Ausgabe):
Der Ex-Radprofi Christian Charrière (Ex-Phonak) hat nach einem Berglauf eine Dopinprobe verweigert, was einer positiven Dopingprobe gleichkommt.
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In der Schweiz werden sogar Ex-Profis überprüft? Bis zum Erhalt des Rentenbescheids?
sehr streng...
Weiter stellt sich die Frage wo (wen) er denn noch behumpsen wollte... im Hallenhalma?
Geschrieben von jonas am 17.08.2006 um 09:41:
Ne, das sind Wettkämpfe wie jeder andere auch und auch dort werden ab einem gewissen Niveau Dopingproben gemacht und Charrière scheint in diesem Metier recht erfolgreich zu sein.
Geschrieben von keizersosze am 17.08.2006 um 09:43:
Ach so, "Berglauf" ist eine Sportart
Geschrieben von bergmops am 17.08.2006 um 10:07:
| Zitat: |
Original von paolo
Wieso sollte man die Rennen leichter machen,wenn es den Fahrern wie Voigt nicht reicht 190km Rennen zu fahren und sie noch 3h im Auto sitzen um noch ein lockeres 80km Kriterium zu fahren? |
soweit ich weiß ist voigt von EF aus geflogen
Geschrieben von jonas am 17.08.2006 um 10:22:
| Zitat: |
Original von keizersosze
Ach so, "Berglauf" ist eine Sportart |
Jein, Berglauf ist eine Disziplin. Das sind solche kranken Typen, die irgendwo im Tal starten und dann 2000 Höhenmeter rauf rennen.
Edit: Quelle:
http://www.nzz.ch/2006/08/16/sp/newzzEQXURRCY-12.html
Geschrieben von Hijo de Rudicio am 17.08.2006 um 10:27:
die schweizer sind schon ein merkwürdiges volk
Geschrieben von Tempodiktat am 17.08.2006 um 11:11:
| Zitat: |
Original von Hijo de Rudicio
die schweizer sind schon ein merkwürdiges volk
|
Wenn es nur die alleine wären. Ich bin vor einigen Jahren in Neuseeland auf einen Berg rauf, zu Beginn alles noch recht romantisch, beschaulich und fast einsam, als plötzlich wie aus dem nichts eine Horde keuchender Jogger (die sahen zumindest vom Outfit so aus) an mir vorbeifloss, um nach 5 Minuten alles wieder wie zuvor zu hinterlassen als wäre nichts gewesen, das gab der Szenerie wirklich etwas surreales
Geschrieben von Heinz Helfgen am 17.08.2006 um 14:35:
Deutscher Doping-Arzt angeblich enttarnt
Die Netzeitung beruft sich auf Hajo Seppelt und meldet dass der Mediziner Markus Choina aus Bad Sachsa mit Fuentes zusammengearbeitet hat.
Deutscher Doping-Arzt enttarnt
Geschrieben von steffi am 17.08.2006 um 14:52:
RE: Deutscher Doping-Arzt angeblich enttarnt
Mann Mann
das Ding hätte glattweg einen eigenen Thread verdient
Geschrieben von Luzifer am 17.08.2006 um 15:00:
RE: Deutscher Doping-Arzt angeblich enttarnt
| Zitat: |
Original von Heinz Helfgen
Die Netzeitung beruft sich auf Hajo Seppelt und meldet dass der Mediziner Markus Choina aus Bad Sachsa mit Fuentes zusammengearbeitet hat.
Deutscher Doping-Arzt enttarnt |
Wahrscheinlich noch lange nicht das Ende der Fahnenstange!
Geschrieben von denkbär am 17.08.2006 um 15:42:
RE: Deutscher Doping-Arzt angeblich enttarnt
| Zitat: |
Original von steffi
Mann Mann
das Ding hätte glattweg einen eigenen Thread verdient |
Glaube ich auch. Daher habe ich mal einen
neuen Thread für das Thema aufgemacht:
Deutsche Spur im Fuentes Doping-Skandal
Geschrieben von Vinyard am 17.08.2006 um 22:27:
RE: Dopingfälle im Fußball
| Zitat: |
Original von Flahute
| Zitat: |
Original von ThunderBlaze
Ist doch ok und gut gelöst. Was verlangst du? |
"Gut gelöst"?
Als Fußballspieler zu dopen führt zu lächerlich kurzen, also zu vernachlässigenden Sperren.
Als Verein einen gedopten Spieler einzusetzen führt zu Geldstrafen und hat ansonsten keine Konsequenzen.
Was ich verlange?
Nicht viel, aber dass man die Thematik im Fußball vielleicht etwas mehr Ernst nimmt. Dass man sie überhaupt mal Ernst nimmt...
"Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) [...] hat [...] den Spieler Nemanja Vucicevic vom Zweitbundesligisten TSV 1860 München wegen eines Dopingvergehens mit der Mindestsperre von sechs Monaten belegt."
" 'Der Spieler Vucicevic hat fahrlässig gehandelt', sagte der Vorsitzende Richter Hans-Hermann Menzel in seiner Urteilsbegründung. 'Die Sperre von sechs Monaten kann als ausgesprochen hart angesehen werden.' "
"in der A-Probe von Nemanja Vucicevic [war] die verbotene Substanz „Carboxy-Finasterid“ nachgewiesen worden. Der Nachweis von Carboxy-Finasterid entspricht der Verabreichung der verbotenen Substanz Finasterid, einem maskierenden Wirkstoff."
Eine verschleiernde Substanz also. Welches "eigentliche" Dopingmittel wurde hier verschleiert? Und warum ist die Mindeststrafe als "ausgesprochen hart" anzusehen?
Für mich eindeutige Hinweise darauf, dass der DFB das Thema Doping ziemlich lax angeht...
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Meine Meinung ist dass du dich mit diesem speziellen Einzelfall wohl nie beschäftigt hast und falsche Schlüsse ziehst!
Fakt im Fall Vucicevic ist:
1. Er benutzte ein Haarwuchsmittel
2. Er hat es nicht dementiert
3. Es gibt ein Verfahren, dass mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit ausschließen kann, dass weitere Produkte verschleiert wurden.
4. Diese Verfahren liess 1860 durchführen und hatte damit Erfolg
5. Nur in der Strafbemessung fand es trotzdem keine Berücksichtigung, weil die Mindestsperre verhängt werden musste.
6. Abschließend: Das Präperat war definitiv nicht leistungsfähig.
Jetz kommst DU!
Geschrieben von ogkempf am 17.08.2006 um 22:36:
RE: Dopingfälle im Fußball
| Zitat: |
Original von Vinyard
6. Abschließend: Das Präperat war definitiv nicht leistungsfähig.
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Heißt das er hat die Sperre absitzen müssen und noch immer eine Glatze?!
Geschrieben von MrsFlax am 17.08.2006 um 22:41:
RE: Dopingfälle im Fußball
klassischer fall von "dumm gelaufen"
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