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Geschrieben von Bartali am 15.07.2010 um 13:57:
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Original von TEVC
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Original von Papa Razzo
Dass mehrere Teams aktiv auf ganzer Strassenbreite fahren, um weitere Angriffe aus dem Feld zu verhindern, dass dann auf jeden Angriff eines noch so unbedeutenden Franzosen von SAX und RSH reagiert wird, als ob es um eine Attacke auf das Gelbe Trikot ginge: Dieses patronhafte Gehabe ging gestern schon mal gar nicht, und da haben sich einige Teams gehörig unbeliebt oder gar zum Affen gemacht. THR, GCE und GRM haben das üble Spielchen gem. meiner Beobachtung auch mitgespielt, nur die Franzosen hatten dafür am 14. Juli verständlicherweise NULL Musikgehör. |
Ich gebe Dir ja Recht- aber was ich absolut nicht verstehe ist, woher die Autorität kommt? Angst vor Armstrong-Simeoni Aktionen, dass jeder Ausreissversuch eines Rebellen konsequent vereitelt wird? Wen 6 Teams sich nicht an dieses Diktat halten... Saxo kann auch nicht 34 Ausreisversuche zufahren, oder? |
Man sollte die Sache mal vernünftig betrachten:
Sofort nach dem Depart réel folgte Angriff auf Angriff. Und zwar in einer Vehemenz, wie ich dies selten zuvor gesehen habe. Zeitweise fuhr das gesamte Peloton als Perlenschnur. Die Geschwindigkeit betrug stets über 50 km/h.
Nach annähernd 40km Sprinttempo gelang es der Gruppe um Paulinho sich etwas zu lösen und 20sec herauszufahren. In diesem Moment haben die Patrons des Feldes vereinbart, dass es nun genug sein muss mit Angriffen. Das konnte schliesslich nicht ewig so weitergehen. Diese Entscheidung dürfte vom Grossteil der Mannschaften unterstützt worden sein, schliesslich haben sie noch fast 2 Wochen Tour vor sich.
Für Dimitri Champion, der von Armstrong zurückgepfiffen wurde, war es natürlich misslich. Aber Champion ist erst 26 Jahre alt und fährt seine erste Tour. Er wird in der kommenden dritten Tourwoche noch viel lernen dürfen. Für Champion ist es aber egal, ob er die Tour beendet. Für die Patrons nicht.
Indurain und insbesondere Hinault haben es als Patrons nicht anders gehalten.
Das Problem war dann nur, dass in der Spitzengruppe keine Franzosen waren. Deshalb wurde Bouet und Rolland erlaubt nach vorne zu fahren und sich der Spitzengruppe anzuschliessen. Auch dies geschah in Absprache der Mannschaften und so war den Interessen der Franzosen an diesem Tag Rechnung getragen.
Geschrieben von Papa Razzo am 15.07.2010 um 14:14:
Die Patrons sind nichts als sich aufplusternde Witzfiguren.
Indem sie gestern jedem Franzosen, der schon 1.30h Rückstand im Gesamtklassement hatte, höchstpersönlich hinterher gefahren sind oder ihre Kettenhunde losgelassen haben, haben sie erst dieses Beschleunigungsrennen ausgelöst. Schliesslich waren da vorne ein Weissrusse, ein Portugiese und zwei Belgier - sollen da die französischen Teams die Hände in den Schoss respektive die Beine hoch nehmen? Das kann keiner im Ernst erwarten, zumal es diesmal nicht um einen Massensturz und den Versuch ging, das Rennen danach zu verlangsamen, damit die Gestürzten wieder aufholen können.
Wer meint, dass er den Franzosen am 14. Juli das Attackieren untersagen kann, hat mit Verlaub eh komplett einen an der Waffel. Zu viel Doping scheint wirklich schlecht für die Hirnleistung zu sein.
Dass es überhaupt zu solchen Absprachen kommt, ist in meinen Augen der Skandal: Solche Absprachen werden Kraft der Waden getroffen, wenn überhaupt.
Geschrieben von Hansi.Bierdo am 15.07.2010 um 14:19:
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Original von Glandon
im übrigen könntest du ja mal thunders frage beantworten, da kam von dir bisher überhaupt nichts. |
So ne Aufzählung hatten wir schonmal, bin nur zu faul zum raussuchen. Auf die Schnelle falllen mir Sachen ein wie
- schwarze Socken salonfähig
- Spinningstil
- custom bike Lackierungen, die heute Gang und Gäbe sind
- eine für viele andere unzumutbare Professionalität in Training, Material und Vorbereitung, die meiner Lieblingsdefinition von Perfektion (= Beschränkung auf das Wesentliche) sehr nahe kommt
Geschrieben von schnippler^2 am 15.07.2010 um 14:19:
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Original von Papa Razzo
Dass es überhaupt zu solchen Absprachen kommt, ist in meinen Augen der Skandal: Solche Absprachen werden Kraft der Waden getroffen, wenn überhaupt. |
Seit wann verfolgst Du denn Radsport? Absprachen nach Kraft der Waden ... völlig unrealistisch.
Geschrieben von Ocaña am 15.07.2010 um 14:21:
Armstrong ein Patron? Der hat sich gestern wegen Paulinho aufgespielt wie bei einem drittklassigen Nachtourkriterium. Wenn jemand das Feld bremsen sollte, dann vielleicht die Mannschaft des Gesamtführenden. RasioShack bremst rum, weil sie einen Fahrer vorne haben und dann spielt man sich noch auf und spielt sich gegenüber den Fahrern auf, die es versuchen.
Gerade am 14.07. sollte man doch wissen was los ist und wenns dem alten Herren zu schnell ist, sollte er vielleicht zu den Senioren wechseln.
Geschrieben von schnippler^2 am 15.07.2010 um 14:23:
Die Aufregung um die Etappe finde ich echt etwas übertrieben. Vielleicht sollte man in Zukunft einen der Ruhetage immer auf den 14.7. legen.
Geschrieben von Ocaña am 15.07.2010 um 14:24:
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Original von schnippler^2
Die Aufregung um die Etappe finde ich echt etwas übertrieben. Vielleicht sollte man in Zukunft einen der Ruhetage immer auf den 14.7. legen. |
Sei nicht so beleidigt. Bloß weil die Sachsen Tour abgesagt wurde.
Geschrieben von schnippler^2 am 15.07.2010 um 14:29:
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Original von Ocaña
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Original von schnippler^2
Die Aufregung um die Etappe finde ich echt etwas übertrieben. Vielleicht sollte man in Zukunft einen der Ruhetage immer auf den 14.7. legen. |
Sei nicht so beleidigt. Bloß weil die Sachsen Tour abgesagt wurde. |
Hätte mich eh nur interessiert, wenn Greipel da mitgefahren wäre.
Geschrieben von TEVC am 15.07.2010 um 14:54:
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Original von Papa Razzo
Wer meint, dass er den Franzosen am 14. Juli das Attackieren untersagen kann, hat mit Verlaub eh komplett einen an der Waffel.
Dass es überhaupt zu solchen Absprachen kommt, ist in meinen Augen der Skandal: |
Sehe ich auch so... Aber ich verstehe immernoch nicht warum die Franzosen da mitmachen. Vielleicht habbich echt keine Ahnung... Aber Champion kann doch auch den berühmten Anelkasatz "Va te faire enculer, sale fils de pute!" sagen und weiterradeln.
Geschrieben von peso am 15.07.2010 um 15:00:
Bartali hat das doch schön erklärt.
Und das ist in jedem drittklassigen Kriterium (KT/A/B/C) so. Sobald eine den großen Teams genehme Rennsituation etabliert ist, war es das. Als einzelner Fahrer oder Fahrer aus einem kleineren (schwächeren) Team hat man dann keine Chance. Und wenn die Maßregelung nicht sofort erfolgt, dann spätestens am nächsten Wochenende...
Geschrieben von Papa Razzo am 15.07.2010 um 15:23:
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Original von schnippler^2
Seit wann verfolgst Du denn Radsport? Absprachen nach Kraft der Waden ... völlig unrealistisch. |
1. Seit den Duellen Fignon vs Hinault.
2. Unrealistisch ist es, die französischen Radprofis am 14. Juli zu einem Nichtangriffspakt überreden, nein zwingen zu wollen. Und dann zu versuchen, dies mittels Fahrens, pardon ostentativen Bummelns auf ganzer Strassenbreite durchsetzen zu wollen. Da macht man sich nur zum Horst.
Als Frenchie wäre ich gestern in der Anfangsphase auf den Gehsteig gehüpft und an den ganzen Nasen vorbei geprescht. Egal wie die Erfolgsaussichten sind, diese Art von Rennverweigerung gehört blossgestellt. Und sicher nicht bejubelt.
Geschrieben von TEVC am 15.07.2010 um 15:37:
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Original von Papa Razzo
2. Unrealistisch ist es, die französischen Radprofis am 14. Juli zu einem Nichtangriffspakt überreden, nein zwingen zu wollen.
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Das war ja dann leider doch Realität.
Geschrieben von kuestentanne am 15.07.2010 um 15:42:
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Original von peso
Bartali hat das doch schön erklärt.
Und das ist in jedem drittklassigen Kriterium (KT/A/B/C) so. Sobald eine den großen Teams genehme Rennsituation etabliert ist, war es das. Als einzelner Fahrer oder Fahrer aus einem kleineren (schwächeren) Team hat man dann keine Chance. Und wenn die Maßregelung nicht sofort erfolgt, dann spätestens am nächsten Wochenende... |
Armstrong Version 1.0 war so was egal
Geschrieben von schnippler^2 am 15.07.2010 um 15:44:
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Original von Papa Razzo
Und sicher nicht bejubelt. |
Wer oder was wurde denn bejubelt?
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