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Geschrieben von beetlejuice am 13.03.2003 um 00:17:

 

Zitat:
Original von Cyclist
Ich kann es Dir sagen! Weil es viele Menschen gibt, die nur durch verpflichtende Regeln und mögliche Strafen sich dementsprechend Verhalten. Leider!


Das könnte man jetzt genauso interpretieren als ein Plädoyer für den totalitären Staat, nach der Devise: "Leider müssen wir wg. den schwarzen Schafen die Freiheiten des Einzelnen einschränken."
Ich unterstelle es Dir aber nicht denn das willst Du ja auch nicht.
Vielleicht ist es noch nicht 'rübergekommen worauf ich hinaus möchte. Ich stelle die Frage nochmal:
Wo beginnt die Verantwortung des Staates und wo hört die Freiheit des Einzelnen auf?

Mit der gleichen Begründung der Einschränkung der Unfallopfer könnte man die Geschw. in Ortschaften auf 6km/h reduzieren. Dann wären die Fussgänger schneller als die Autos und die Statistik stimmt wieder...

Ich will keine dauernden Einschränkungen meiner persönlichen Rechte. Herr Kiivilev wollte das auch nicht. Er hat sich die Freiheit genommen und ist ohne Helm gefahren und kannte die möglichen Konsequenzen. Das respektiere ich. Ich liebe es ohne Helm zu fahren und das soll so bleiben.


@kuestentanne: ein Arbeitgeber verlangt dies weil es die Berufsgenossenschaftlich vorschreibt. Sonst macht ihm das Gewerbeamt die Bude zu. Also schon wieder eine Zwangsmassnahme!



Geschrieben von Cyclist am 13.03.2003 um 00:25:

  @beetlejuice

dann hoffe ich nur, dass du nicht zu denen gehörst, die sich im Auto ebenso verhalten. Denn viele dieser "Freiheitskämpfer" haben tödliche und sonstige Unfälle zu verantworten, weil sie ihre persönliche Freiheit über angmessenes Verhalten im Strassenverkehr gestellt haben. Es gibt auch in einer Demokratie Grenzen der persönlichen Freiheit, v.a. dann wenn das Leben anderer dadurch gefährdet oder eingeschränkt wird.



Geschrieben von beetlejuice am 13.03.2003 um 00:33:

 

Aber Neeeeeein, ich war bestimmt derjenige der neulich am Zebrastreifen angehalten hat um Dich über die Strasse zu winken.
Die "echten" Freiheitskämpfer sind defensive Fahrer, friedliebende Diskussionsteilnehmer und kleine Engelchen...ausserdem fahr' ich nicht gern Auto.

Gute Nacht, John-Boy,
Gute Nacht ,Cyclist...



Geschrieben von kuestentanne am 13.03.2003 um 00:35:

 

Zitat:
Original von beetlejuice
@kuestentanne: ein Arbeitgeber verlangt dies weil es die Berufsgenossenschaftlich vorschreibt. Sonst macht ihm das Gewerbeamt die Bude zu. Also schon wieder eine Zwangsmassnahme!


Richtig, eine Zwangsmaßnahme, aber gerade in der Waldarbeit eine äußert sinnvolle.

Vielleicht sollte es die UCI genauso machen. Also den Teams als Arbeitgeber die Bude zu machen, wenn ihre Fahrer als Arbeitnehmer wiederholt keine Helme tragen.
Die Fahrer möchte ich sehen, die dann noch streiken.



Geschrieben von Michelin-Männchen am 13.03.2003 um 08:01:

  Habe ich auch schon mal gehofft.

Zitat:
Original von susi
Zitat:
Wenn ein LA, Jan Ullrich oder Mario Cippolini bei einem Sturz umkommen würde, dann würde vermutlich der Druck der Öffentlichkeit hoch genug sein, eine Helmpflicht einzuführen. Bei Fahrern, die nur Insidern bekannt sind, wird nicht viel passieren.


Sebastian, ich hoffe Du hast nicht recht. Ich hoffe, daß dieser tragische Sturz genügt, endlich die Helmpflicht einzuführen. Und zwar nicht im nächsten Jahr oder irgendwann.

Z.B. nach dem Tod von Carsatelli? Oder vor vier Jahren bei der Katalanischen Woche? Oder nach dem Unfall der Otxia-Brüder (wobei ich gar nicht weiss, ob die beiden mit Helm gefahren sind).

Zum Thema Arbeitsschutz. In Belgien besteht bei Radrennen Helmpflicht. Gibt es einen Profi, der sich weigert, wg. der Helmpflicht in Belgien zu starten? Ich glaube, die Argumentation der UCI mit dem Widerstand der Profis ist nur vorgeschoben.

Sebastian



Geschrieben von susi am 13.03.2003 um 08:09:

 

Sebastian, auch wenn man deiner Argumentation kaum widersprechen kann, ich hoffe trotzdem Augenzwinkern
Vielleicht auch weil z.B. ein Leblanc gestern im Interview auf Eurosport meinte, daß es wohl langsam Zeit wäre, nicht weiter mit den Fahrern zu diskutieren, sondern in ihrem Sinne zu handeln. Ich finde es immerhin haarsträubend, daß in der F1 mehr für die Sicherheit der Fahrer unternommen wird, (jetzt erst die Einführung von HANS) als im Radsport.



Geschrieben von tick am 13.03.2003 um 09:05:

 

Remember what I said about the motorcyclists violently opposing helmt laws in the US? Beetlejuicie is using exactly the same arguments: personal liberties are more important that life and safety issues.



Geschrieben von beetlejuice am 13.03.2003 um 11:09:

 

Hi tick,

I would agree with a wording like "...more important than personal life and safety issues".
I never jeopardized anyone by refusing to wear a helmet. So we are still discussing about individual responsibility and not homicide.



Geschrieben von ploner am 13.03.2003 um 11:41:

  Helmpflicht

Mir ist schon klar, dass das ein sehr emotionales Thema ist, aber ich finde es deprimierend wie Beetlejuice hier angegiftet wird, nur weil er sich traut eine von der Forumsmehrheit abweichende Meinung zu haben.
Weil er für Eigenverantwortung und gegen Zwangsvorschriften plädiert wird er in die Ecke rücksichtsloser Autoraser gestellt. Völlige Sicherheit wird es nie geben und die Abwägung zwischen notwendigen Vorschriften und persönlicher Verantwortung entscheidet jeder für sich anders.

P.S. Manuel Sanroma trug bei seinem Unfall einen Helm.

P.P.S. Zum Thema Helmpflicht in den USA: Ich finde es bizarr, dass ein Motorradfahrer zwar per Gesetz verpflichtet ist einen Helm zu tragen, dafür aber eine geladene Schusswaffe in der Jacke haben darf.



Geschrieben von gildor_inglorion am 13.03.2003 um 11:46:

Daumen hoch! danke

fuer das posting ploner

hab ich auch schon gedacht, wollte mich aber nicht auf diese debatte einlassen.
ich selbst fahr auch immer mithelm, wenn ich trainiere oder touren mache, in der stadt bin ich dazu jedoch zu eitel, obwohl es dort oft gefährlicher ist als unterwegs

gildor inglorion



Geschrieben von tick am 13.03.2003 um 11:52:

 

And i had just prepared to write that I understand Beetlejuice's position, even though I disagee with it. Sorry if anyone felt attacked..........it's obviously time for me to take a break from the forum.

Susan



Geschrieben von Werner am 13.03.2003 um 11:53:

  RE: ok, dann eben drastischer

Zitat:
Original von Michelin-Männchen
Als 1994 Ayrton Senna zu Tode kam, wurden in der Folge die Sicherheitsmasnahmen an Rennstrecken drastisch verändert. Wer erinnert sich noch heute daran, dass in der gleichen Woche ein weiterer, jedoch weithin unbekannter Rennfahrer einen Unfall nicht überlebt hat. Ich bleibe dabei, es muss erst ein Star sterben, damit die Helmpflicht eingeführt wird, sowie erst ein Tom Simspon tot vom Rad fallen musste, bis man sich zum ersten mal Gedanken über Doping im Radsport gemacht hat.

Sebastian


Roland Ratzenberger starb 2 Tage davor!

Und zur Formel 1, da gab es und gibt es immer Fahrer, die sich Jahr für Jahr um die Sicherheit gedanken machen. Rindt, Lauda, Prost, Senna, Berger, Schuhmacher, sie alle haben sich immer dafür eingesetzt. Bei den Radlern erkenne ich das nicht.

Übrigens es sind viel mehr Radsportler wegen Dopings und an den Folgen von Doping gestorben, als wegen eines Rennunfalls, trotzdem hat sich bis heute in deren Mentalität nicht viel geändert. Wir sind halt Verdrängungskünstler.



Geschrieben von blaho am 13.03.2003 um 12:08:

 

Ich bin auch gegen einen Helmzwang für Freizeitradler, obwohl meine Kids definitiv unter Helmzwang stehen. Augenzwinkern

Aber wir reden hier von Sportveranstaltungen und auch dem Bild des Sports in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass es um eine riesige Werbemaschinerie geht.

Als Sponsor oder Käufer von Werbezeit im Fernsehen würde ich es nicht besonders förderlich für mein Produkt sehen, wenn der Name meiner Firma mit einem Unfall im Radsport in Verbindung gebracht wird.

Über die Vorbildfunktion von Profis haben wir ja schon gesprochen, die ist auch nicht unwesentlich. Wenn ein Zabel mit Helm fährt, ist mein Kleiner nämlich auch deutlich leichter dazu zu bewegen.

Ich frage mich vor allem: Was spricht gegen den Helm? Dass die Frisur verrutscht? Wenn man so ein wirklich dämlich aussehendes Radfahrerkäppi aufziehen, dann kann der Helm auch nix mehr ruinieren.

Aber das ist offensichtlich eine Glaubensfrage und da ist mit Vernunft eben nicht beizukommen.



Geschrieben von Michelin-Männchen am 13.03.2003 um 12:58:

  RE: ok, dann eben drastischer

Zitat:
Original von Werner
Zitat:
Original von Michelin-Männchen
Als 1994 Ayrton Senna zu Tode kam, wurden in der Folge die Sicherheitsmasnahmen an Rennstrecken drastisch verändert. Wer erinnert sich noch heute daran, dass in der gleichen Woche ein weiterer, jedoch weithin unbekannter Rennfahrer einen Unfall nicht überlebt hat. ...


Roland Ratzenberger starb 2 Tage davor! ...

Ja, nichts anderes habe ich geschrieben. Ratzenberger war nur ein Rennfahrer, kein Star. Wäre nur er gestorben, hätte sich nichts geändert.

Dass Niki Lauda sich für mehr Sicherheit eingesetzt hat, ist offensichtlich und dementsprechend überzeugend. Aber er war zum Zeitpunkt seines Nürbugring-Unfalls amtierender Weltmeister und auf dem besten Wege der erfolgreichen Titelverteidigung, also ein Star.

Ein prominentes Zugpferd im Radsport gibt es nicht. Wenn Armstrong heute sagen würde, der Verlust seines Mannschaftskameraden bedeutete einen tiefen Einschnitt in seiner Karriere, der tödliche Unfall von Kivilev hat ihn daran erinnert, er habe sich deshalb entschlossen, ab jetzt nur noch mit Helm zu fahren. Das wäre ein Signal mit Wirkung.

Sebastian



Geschrieben von Rino Albergo am 13.03.2003 um 13:24:

 

meine meinung zum thema, auch auf den verdacht der wiederholung hin ... :

jeder ist seines kopfes eigener schmid ... wer nicht daran glaubt, dass ein helm hilft oder wer sich seine freiheit nicht nehmen lassen will, muss dann eben mit den konsequenzen seines handelns leben ... oder eben gerade nicht ...

für mich ist es mit dem nicht-helmtragen wie mit dem rauchen: es gibt keine richtigen gründe dafür ...



Geschrieben von beetlejuice am 13.03.2003 um 13:45:

 

Wo Rechte sind da sind auch Pflichten!
Ich würde sogar für eine spez. Versicherungsklasse löhnen wenn mir jemand meine Risikoeinstufung mit schlüssigen Zahlen belegt.

Warum eigentlich nicht konsequent und eine Vollverkleidung für das ganze Rad zum Schutz der restlichen Körperpartien?
Und wem jetzt Gründe dagegen einfallen der kennt meine gg. das Helmtragen.



Geschrieben von Michelin-Männchen am 13.03.2003 um 13:46:

  Verdacht der Wiederholung

Zitat:
Original von Rino Albergo
meine meinung zum thema, auch auf den verdacht der wiederholung hin ... :

jeder ist seines kopfes eigener schmid ... wer nicht daran glaubt, dass ein helm hilft oder wer sich seine freiheit nicht nehmen lassen will, muss dann eben mit den konsequenzen seines handelns leben ... oder eben gerade nicht ...

für mich ist es mit dem nicht-helmtragen wie mit dem rauchen: es gibt keine richtigen gründe dafür ...

Und wenn Du während eines Radrennens beim Rauchen erwischt wirst, musst Du wahrscheinlich eine Strafe zahlen. Augenzwinkern

Sebastian



Geschrieben von Michelin-Männchen am 13.03.2003 um 13:48:

  Begründung ist einfach

Zitat:
Original von beetlejuice
Wo Rechte sind da sind auch Pflichten!
Ich würde sogar für eine spez. Versicherungsklasse löhnen wenn mir jemand meine Risikoeinstufung mit schlüssigen Zahlen belegt.

Warum eigentlich nicht konsequent und eine Vollverkleidung für das ganze Rad zum Schutz der restlichen Körperpartien?
Und wem jetzt Gründe dagegen einfallen der kennt meine gg. das Helmtragen.

Ein Helm schützt das Todesfallrisiko statistisch gesehen am wirkungsvollsten.

Sebastian



Geschrieben von Chepe Gonzales am 13.03.2003 um 14:44:

 

Ist euch eigentlich auch aufgefallen, dass Lance Armstrong vor einiger Zeit in Bezug auf Helme kundgetan hat, dass er (bei der Tour) außer bei reinen Bergauffahrten immer mit Helm fährt? Und was sehe ich dieses Jahr? Da fährt Mr. Armstrong ohne Helm mit 90 KM/h Abfahrten in den Alpen runter. Suuuuuupi Ich Trottel! .



Geschrieben von Raupi7 am 13.03.2003 um 15:16:

  hmmmmmmmmmmmmm

selbst heute fahren einige ohne helm!!!!!!bisher hab ich Boonen und Mocutie ohne Helm gesehen.......wenn ich nich ganz blind bin


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