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Geschrieben von Steamboat am 08.12.2005 um 18:12:

 

Ich finde diese Art gar nicht mal schlecht. In der entsprechenden ProCycling habe ich gelesen, was bei CSC im Trainingslager passierte. Z.B. dass Gusev praktisch außen vor war. Wenn man mit solchen Methoden feststellen kann, ob man wirklich eine gute Teamgemeinschaft hat, finde ich es nicht schlecht. Das entscheidende ausser meiner Sicht ist einfach, wie verhalten sich die Fahrer unter Extrembelastungen - z.B. 36 Stunden fast keinen Schlaf. Wer da noch einen klaren Kopf behält, auf den ist dann wirklich Verlass... Jörg Ludewig



Geschrieben von panni am 08.12.2005 um 18:21:

  RE: DSC im Trainingslager...

Zitat:
Original von joaquin
Hoffentlich gewinnen weder ein DSCler noch ein CSCler die nächste Tour. Nicht dass dieser paramilitärische Scheiss auch noch Erfolg hat.

Da lob ich mir doch das Blinde-Kuh-spielen im Schnee.


Kam Po Wong

Den fettierten Satz würde ich allerdings so formulieren:
Nicht dass es so aussieht als hätte dieser paramilitärische Scheiss auch noch Erfolg.

Teambuilding als solches trägt unbestritten zum Erfolg der Teams bei, IMO hängt der aber mit Sicherheit nicht von Kriegsspielen ab. ohje...



Geschrieben von Glgnfz am 08.12.2005 um 18:23:

  RE: DSC im Trainingslager...

yeah! nachdenken mach faltig und hässlich!



Geschrieben von steffi am 08.12.2005 um 18:24:

Daumen runter!

ich will keinen der Protagonisten meines geliebten Sports mit ner Knarre in der Hand sehen, nie, auch wenn sie Krieg/Schießen nur spielen



Geschrieben von panni am 08.12.2005 um 18:31:

 

Wir hatten schon mal darüber diskutiert und meine Meinung hat sich nicht geändert. Was Bjarne mit seinen Jungs damals im Militärcamp gemacht hat geht mE bis auf die Bewaffnung voll in Ordnung. Sie hätten die selben Ziele auch ohne Knarren erreicht.



Geschrieben von tom boonen fan am 08.12.2005 um 22:08:

 

Zitat:
Original von panni
Wir hatten schon mal darüber diskutiert und meine Meinung hat sich nicht geändert. Was Bjarne mit seinen Jungs damals im Militärcamp gemacht hat geht mE bis auf die Bewaffnung voll in Ordnung. Sie hätten die selben Ziele auch ohne Knarren erreicht.



Stimmt



Geschrieben von maki am 08.12.2005 um 23:43:

 

Zitat:
Original von panni
Wir hatten schon mal darüber diskutiert und meine Meinung hat sich nicht geändert. Was Bjarne mit seinen Jungs damals im Militärcamp gemacht hat geht mE bis auf die Bewaffnung voll in Ordnung. Sie hätten die selben Ziele auch ohne Knarren erreicht.


es geht bei einigen in diesem unserem geliebten Sport auch darum den Gegner zu 'vernichten', und das kann man, wenn auch nur symbolisch, gut mit einer Waffe trainieren Engelchen



Geschrieben von hawkeye_76 am 09.12.2005 um 08:58:

 

Zitat:
Original von panni
Wir hatten schon mal darüber diskutiert und meine Meinung hat sich nicht geändert. Was Bjarne mit seinen Jungs damals im Militärcamp gemacht hat geht mE bis auf die Bewaffnung voll in Ordnung. Sie hätten die selben Ziele auch ohne Knarren erreicht.


CSC hat das ja meines Wissens auch etwas verändert und stellt das TEambuilding noch deutlicher in den Vordergrund.

Was die Disco-Boys gemacht haben finde ich auch nicht lustig.



Geschrieben von Bugno am 09.12.2005 um 09:41:

 

Die haben halt jetzt zwei perfekt ausgebuildete Untergruppen, die sich gegenseitig befetzen! *unschuldigtu*



Geschrieben von Glgnfz am 09.12.2005 um 09:59:

Daumen hoch!

jawoll! da wird dann die tour zwischen hincapie und basso im wald kriechend mit gotcha-wummen entschieden.



Geschrieben von teufelsberg am 09.12.2005 um 10:07:

  hallo kriegsgegner,

gotcha oder paintball oder sonstiges ist doch ziemlich weit verbreitet.
wenn man es als spiel versteht, ist es taktisch und strategisch durchaus sehr anspruchs- und reizvoll.
ausserdem nahe an urinstinkten, deren existenz erst seit entwicklungsgeschichtlich eher unbedeutendem zeitraum dysfunktional sind.nun kann man natürlich einwenden, der moderne und aufgeklärte mensch muss solche instinkte "im griff haben". das ist durchaus richtig; allerdings ist das verdrängen oder gar negieren eben keine adäquate lösung, umso eher kommt es zum knall.

mich würde ja nichts dazu bringen, als kind war cowboy/indianer auch nicht mein lieblingsspiel, aber ich finde die zunehmende brutalität in videospielen erheblich gefährlicher.



Geschrieben von teufelsberg am 09.12.2005 um 10:19:

 

Zitat:
Original von Steamboat
Ich finde diese Art gar nicht mal schlecht. In der entsprechenden ProCycling habe ich gelesen, was bei CSC im Trainingslager passierte. Z.B. dass Gusev praktisch außen vor war. Wenn man mit solchen Methoden feststellen kann, ob man wirklich eine gute Teamgemeinschaft hat, finde ich es nicht schlecht.


dass halte ich allerdings für wirklich unmenschlich: jemand, der sich nicht einordnen will, wird quasi gemobbt.

dafür ist die art der teambildung völlig wurscht, gruppen funktionieren auch im alltag ähnlich.
wer sich nicht in diese "supertolle gruppenerlebnis" hineinbegeben will, kriegt probleme. schwache menschen (die meisten) brauchen irgendwelche gruppen, um besser mit ihrer eigenen unsicherheit klar zu kommen. ein oder ein paar alphas geben die richtung vor, das anschliessen ist super bequem; abweichende meinungen werden gar nicht mehr gehört- dies würde ja wieder unsicherheit bedeuten.
durch solches "group think" kommt es in stresssituationen zu grandiosen fehlentscheidungen.

ob fehlentscheidungen auch im radsport teilweise damit zu erklären sind, ist müssig zu spekulieren.
jedenfalls leute, die vielleicht nicht über eine besttimmte art witze lachen oder nicht mit 30 menschen gleichzeitig ein superenges verhältnis aufbauen wollen, deshalb als gruppenschädigende aussenseiter zu identifizieren, nunja.



Geschrieben von maki am 09.12.2005 um 10:26:

 

Zitat:
Original von teufelsberg
Zitat:
Original von Steamboat
Ich finde diese Art gar nicht mal schlecht. In der entsprechenden ProCycling habe ich gelesen, was bei CSC im Trainingslager passierte. Z.B. dass Gusev praktisch außen vor war. Wenn man mit solchen Methoden feststellen kann, ob man wirklich eine gute Teamgemeinschaft hat, finde ich es nicht schlecht.


dass halte ich allerdings für wirklich unmenschlich: jemand, der sich nicht einordnen will, wird quasi gemobbt.



und dass es im Grunde gerade auch darumgeht, vermute ich schon

ich empfehle in diesem Zusammenhang Coyles Buch Armstrongs Kreuzzug (Armstrongs War)



Geschrieben von Steamboat am 12.12.2005 um 00:13:

 

Irgendetwas zu Lance.


Wer versteht den Inhalt dieser Message auf Velo-News?

http://www.velo-club.net/article?sid=29141



Geschrieben von Raupi7 am 12.12.2005 um 00:18:

 

er hat die letzten 2 tage mit dem team trainiert und nun spekulieren sie gleich über nen comeback fotos gibts auf www.thepaceline.com



Geschrieben von maki am 16.12.2005 um 10:23:

 

vorab: mit folgendem Zitat möchte ich auf keine Fall CSC oder DC zu nahetreten oder ihnen irgendetwas unterstellen. (> Anmerkungen zu Trainingmethoden) Ich erwähne den Artikel nur hier, weil ich nicht weiß wo sonst hin und er thematisch zu den Postings passt - betrachtet ihn als Randnotiz.
Er zeigt mir nur, dass es letztlich keine Grenzen gibt.

...Die Aufnahmen, die in dieser Woche veröffentlicht wurden, zeigen einen auf dem Boden knienden jungen Mann, der die Hände hinter dem Kopf verschränkt hat. Dahinter steht ein älterer Mann, der mit einer Handschusswaffe auf den Kopf des Knienden zielt und offenbar auch abdrückt. Ein weiteres Bild zeigt den nach vorn gestürzten jungen Mann, der wie leblos auf dem Boden liegt. Anschließend wird er von zwei Teamkollegen auf einer Bahre davongetragen.....

Verantwortlicher Leiter des militärisch orientierten Camps war der Schwimmtrainer Rohan Taylor, der für den Teilbereich "psychologische Schulung" einen Marineoffizier angeheuert hatte. Dieser hatte die Scheinhinrichtungen inszeniert und sie damit begründet, dass man daran erkennen könne, welcher Athlet selbst größtem Druck standhalten könne.


Scheinhinrichtungen



Geschrieben von Checker am 16.12.2005 um 10:57:

Daumen runter!

Mir kommt's gleich hoch. Volldeppen! Du spinnst ja!



Geschrieben von teufelsberg am 16.12.2005 um 11:19:

 

Zitat:
Verantwortlicher Leiter des militärisch orientierten Camps war der Schwimmtrainer Rohan Taylor, der für den Teilbereich "psychologische Schulung" einen Marineoffizier angeheuert hatte.


naheliegend?

in D sicher strafrechtlich relevant; da rettete wohl auch eine zustimmung der betroffenen nicht.



Geschrieben von paolo am 16.12.2005 um 11:32:

 

Vielleicht muss man sich auch fragen, wieso solche Camps heutzutage überhaupt notwendig sind. Kann mich an die Aussage des Merckx´s Helfers bei der Flandernrundfahrt anno irgendwann erinnern, der mit Eddy 10min vorne lag und auf die Frage, was er bei einem Platten Eddys kurz vorm Ziel gemacht hätte, mit "Natürlich warten" geantwortet hat.
Der Zusammenhalt der Fahrer scheint schonmal höher gewesen zu sein. Heute fliegt jeder alleine zum Rennen,setzt sich in den Sattel und fliegt danach wieder heim, Bei Rdf wird abends überm Laptop gehangen.Manche Fahrer lassen sich nur 3-4Monate bei Rennen blicken und erwarten sofort volle Unterstützung etc.Die Auseinandersetzung und Lösung von Problemen des Rennens unter den Fahrern bleibt dabei auf der Strecke (siehe Werner beim Henninger 2004).
Lange Autofahrten, wie von Zabel-Aldag in der Tour angesprochen, welche Vertrauen und Freundschaft schaffen gibt es heute in den großen Teams auch nicht mehr.

Deshalb scheint es nötig den vertrauensbildenden Prozess in Camps zu komprimieren. Ich bezweifel aber die Nachhaltigkeit solcher Aktionen.


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