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Geschrieben von maniceden am 12.03.2003 um 17:31:

  Und dazu nur ein Hinweis...

von nem Motrorradfahrer: In Bayern ist es möglich sich mit fadenscheinigen Ausreden - Dauerkopfweh durch Helm etc. - sich von der Helmpflicht auf dem Motorrad per ärztlichem Attest befreien zu lassen!!!! Ich Trottel! volltrottel



Geschrieben von Musen am 12.03.2003 um 17:39:

traurig

hm ich bin auch für eine helmpflicht, aber es gibt , wie immer , auch wieder ein paar leute die aus der reihe tanzen und sich weigern einen helm anzuziehen... weis der teufel warum. aber was ich dann auch wieder komisch finde ist, dass immer NACH einem unfall oder einer katastrophe erst die sicherheitsmaßnahmen verschärft werden... aber es wird immer welche geben die "oben-ohne" fahren, da kann man glaub ich auch nichts dran ändern, auch wenn geldstrafen die folge wäre, die die profis eh als kleines taschengeld ansehen (siehe cipo's kleidungsstrafen). daher denke ich die diskussion ist unnötig. das ist meine meinung Krank
schade drum...aber es sind erwachsene menschen, die sich eigentlich um den ernst ihrer lage im klaren sein müssten. Radler (Jacques Tati) verwirrt



Geschrieben von blaho am 12.03.2003 um 17:48:

 

Was heisst Geldstrafen? Wenn ich den falschen Lenker am Rad habe, darf ich gar nicht starten. Warum also ohne Helm?
Klar, dann wird mal wieder gestreikt, aber ob sich die UCI da nicht durchsetzen kann?



Geschrieben von Musen am 12.03.2003 um 17:53:

 

hm ok nicht starten lassen wäre eine möglichkeit, aber die nachfolgenden streiks, die du erwähnt hast, werden glaube ich auch einige zuschauer u.ä. vertreiben. oder sehe ich das falsch?
aber ich glaube nicht, dass ein Jan ullrich, der keinen helm auf hat, vom starten abgehalten wird!! die unbekannten schon, aber die stars der teams wohl nicht. ulle (duckundwech) pfeifend



Geschrieben von Cyclist am 12.03.2003 um 18:53:

 

Ob Radsport oder andere Sportarten: Leider wird immer erst nach schweren oder tödlichen Unfällen die Sicherheitsfrage gestellt. Die Sportler oder zumindest ein Großteil scheint zu denken: Mir kann so etwas nicht passieren oder man geht von der Wahrscheinlichkeit eines solchen Unfalls aus, die prozentual gesehen nicht so hoch sein dürfte. Viele verdrängen einfach die Gefahr aus ihrem Bewusstsein.

Nun zu Frage Helmpflicht ja oder nein? Ich plädiere eindeutig für ja und das nicht erst seit diesem schrecklichen Unfall. Natürlich könnte man sagen, Radfahrer (ob Profi oder nicht ist hier irrelevant) sollten in der Lage sein selbständig darüber zu entscheiden, welches Risiko sie eingehen wollen. Dieses Argument könnte man aber auch für andere Verkehrsbereiche anwenden... Warum gibt es Verkehrsregeln? Warum gibt es eine Helmpflicht für Motorradfahrer? etc. Man wird nie erreichen, daß sich alle an Regeln halten werden, aber immerhin würden dann die bestraft werden, die das nicht tun und gerade Profis haben auch eine Vorbildfunktion. Ich wäre für eine generelle Helmflicht in allen Ländern der Welt. In Neuseeland herrscht Helmpflicht und bei meinem Urlaub dort habe ich unterwegs keinen Radfahrer ohne Helm getroffen und ich selbst habe de Helm keineswegs als störend empfunden. Das ist nur eine Sache der Gewohnheit.

Leider befürchte ich, dass sich eine generelle Helmpflicht im allgemeinen Strassenverkehr und bei Radrennen aller Klassen schwer durchsetzen lässt. Es müsste in Gesetz her, dass das Tragen eines Helmes sowohl im Strassenverkehr als auch bei Rennen vorschreibt, ansonsten wird es immer viele Freizeit- und Profifahrer geben, die aus Bequemlichkeit darauf verzichten. Aber hoffen darf man ja....



Geschrieben von susi am 12.03.2003 um 19:37:

 

Zitat:
Wenn ein LA, Jan Ullrich oder Mario Cippolini bei einem Sturz umkommen würde, dann würde vermutlich der Druck der Öffentlichkeit hoch genug sein, eine Helmpflicht einzuführen. Bei Fahrern, die nur Insidern bekannt sind, wird nicht viel passieren.


Sebastian, ich hoffe Du hast nicht recht. Ich hoffe, daß dieser tragische Sturz genügt, endlich die Helmpflicht einzuführen. Und zwar nicht im nächsten Jahr oder irgendwann.



Geschrieben von Chepe Gonzales am 12.03.2003 um 19:45:

  RE: das problem

Zitat:
Original von Harzer Radfahrer
Bei jedem Profi- und Amateurrennen Helmpflicht und zwar von Start bis Ziel!


Bei Amateurrennen in Deutschland besteht 100%ige Helmpflicht. Wer auf einmal im Rennen keinen Helm mehr auf hat, muss das Rennen beenden.



Geschrieben von Madeleine am 12.03.2003 um 19:46:

  RE: auch wenn

Zitat:
Original von BigMike47
hier wahrscheinlich sonst keiner meiner Meinung sein wird, ich bin nicht für eine Helmpflicht. jeder Mensch, auch ich, weiß was für Risiken er sich aussetzt und jeder weiß dementsprechend auch ob er sich einen Helm aufsetzt oder nicht. Die Konsequenzen muss jeder selbst tragen und wenn man eben meint, ohne Helm fahren zu müssen, dann soll man auch ohne Helm fahren

Ich persönlich fahre oft, aber nicht immer mit Helm


Es sind aber nicht nur die eigenen Konsequenzen die zu berücksichtigen sind. Sie (die Profies) sind auch Vorbilder für unsere Kinder. Tolle Vorbilder. ojojojoj

Ich sehe eigentlich keine Gründe gegen eine Helmpflicht. Kein Start ohne Helm. In Belgien geht es ja auch. Und manchmal müssen eben auch Erwachsene zu ihrem "Glück" gezwungen werden.



Geschrieben von Chepe Gonzales am 12.03.2003 um 19:56:

 

Auch das Organisations-Team der Tour setzt sich für die Einführung einer Helmpflicht im Profisport ein:

Helmpflicht-Beitrag

Gefunden auf www.team-telekom.de .



Geschrieben von Petersen am 12.03.2003 um 20:10:

 

Das ist eigentlich ein Problem für einen Psychologen. Ich meine diese Sucht nach Gefahr bei den Menschen.
Ein Beispiel: Als vor etwa 40 Jahren die Starfighter der Bundeswehr reihenweise vom Himmel fielen und über 100 Piloten starben, verzeichnete die Bundeswehr einen sprunghaften Anstieg der Bewerbungen für eine Ausbildung zum Piloten.
Ein anderes Beispiel kenn ich von meinem Sohn aus Eishokeyzeiten. Als Schüler und Jugend spielten sie nur mit Gesichtsschutz. Als das bei den 18-jährigen nicht mehr Pflicht war, waren die Visire sofort weg. Man riskierte lieber ausgeschossenen Zähne.

Es ist als ob hier das Risiko bewusst gesucht wird.



Geschrieben von Lenie am 12.03.2003 um 20:20:

smile

ich denke das man langsam mal taten folgen lassen sollte, statt ständig zu diskutieren ob eine helmpflicht sein soll oder nicht! ich bin für ne helmpflicht, weil man hat ja oft schon gesehen was passieren kann ohne helm, gestern ja nun auch mit "kiwi".

wino! verliebt



Geschrieben von Moreau am 12.03.2003 um 21:43:

  Das vor einigen Jahren

die Helmpflicht von den Fahrern abgelehnt wurde konnte ich verstehen. Die Helme damals boten wenig Komfort, sie störten wirklich. Aber die Modelle die nun auf dem Markt sind, sind leicht und bequem. Was stört dann einige Fahrer, die immer noch ohne Helm fahren?



Geschrieben von blaho am 12.03.2003 um 22:23:

 

Hmm, mein Fax ist angekommen, aber das habe ich nun nicht erwartet.

Aber ernsthaft: Ich meine Helmtests gesehen zu haben, die tatsächlich von der Belüftung her besser sein sollen als ohne Helm. Fragt mich nicht, wie das funktioniert, ich habe keine Ahnung.

Und ich halte auch Befragungen von Fahrern für überflüssig. Es hat auch keiner nach dem Minimalgewicht des Rades gefragt oder der minimalen Speichenzahl.



Geschrieben von beetlejuice am 12.03.2003 um 22:31:

geschockt

- heute Helmpflicht durch die UCI
- dann verbesserte Schutzkleidung (Knieschützer, Brustpanzerung wie bei den DHs,...)
- aufgeklebte Reifen werden wir sowieso verbieten !
- ...wie Halbschalenhelm? Darf's nicht doch ein Integralhelm sein ?
- Carbon-Vorbauten brechen eh' nur. He UCI, gleich verbieten! Bei Zuwiderhandlung gibt's persönliche Sperre und Rennausschluß des Teams!
- Windschattenfahren führt zu Stürzen! Nur noch mit Abstand fahren, wie beim Triathlon!
- vielleicht noch ein Airbag gefällig?

Wo fängt Sicherheit an und wo hört sie auf???

...und überhaupt, Radfahren ist viel zu gefährlich und das Leben sowieso.
Laßt uns alle morgens im Bett bleiben !!!



Geschrieben von Cyclist am 12.03.2003 um 22:39:

Daumen runter! @beetlejuice

Den Smilie finde ich angesichts der aktuellen Situation etwas daneben!

Es ist wichtig, dass man sich über die Verbesserung der Sicherheit gedanken macht, würde man sich immer nur mit dem IST-Zustand begnügen gäbe es für Motorradfahrer keine Helmpflicht, für Autofahrer keine Gurtpflicht usw. Dass Sicherheit nie 100%ig sein kann ist klar, aber wieso soll man auf Verbesserungen, die nachweislich Leben retten können, verzichten? Zumal das Tragen eines Helmes wirklich keine grosse Zumutung ist.... In anderen Ländern geht es doch auch.



Geschrieben von blaho am 12.03.2003 um 22:46:

 

Das war schon keine Antwort mehr wert.

Es scheint immer noch Leute zu geben, denen der Sportler egal ist.

Vielleicht einfach zu spät geboren, ansonsten könnte man sich ja bei Gladiatorenkämpfen vergnügen.



Geschrieben von Cyclist am 12.03.2003 um 22:51:

 

Wobei ich in dieser Situation nicht vom Sportler, sondern vom Menschen sprechen würde.



Geschrieben von beetlejuice am 12.03.2003 um 23:25:

 

@blaho: Ich bitte doch darum mir hier nichts zwischen meine Zeilen zu dichten. Das der Unfall von Kivilev eine Tragödie ist wird von mir nicht in Frage gestellt, geschweige denn in's Lächerliche gezogen. lamentieren

Es sollten sich mal einige Gedanken darüber machen ob dieser Helmstreit nicht wieder eine Scheindiskussion ist um die Gemüter zu besänftigen. Das ganze gipfelt meistens in Aktionismus damit des Vokes Stimme Ruhe gibt. Lasst die UCI die Helmpflicht einführen. Glaubt ihr wirklich es wird sich etwas zum Positiven wandeln? Ich sage, NEIN! Diese Helme taugen nichts! Nicht umsonst tragen Motorradfahrer Integralhelme. Wer kann mit Sicherheit sagen Kivilev wäre noch am Leben mit Helm?
Ich möchte sogar sagen es gibt tauglichere Mittel so man denn Unfälle im Feld verhindern möchte! Wieviele Unfälle passieren z.B. durch Windschattenfahrten auf dem Zielsprint. Sollte man nicht eher hier Massnahmen ergreifen?!
Diese fehlgeleiteten Diskussionen führen immer zu Einschränkungen in den persönlichen Freiheiten des Einzelnen und in Verboten. Meine Freiheiten sind mir aber das Wichtigste! Das ist es was ich zum Ausdruck bringen möchte.
Es soll so bleiben wie es ist: Gebote und nicht Verbote sowie Eigenverantwortung und nicht authoritäre Gängelung!



Geschrieben von Cyclist am 12.03.2003 um 23:32:

 

Sorry, aber ich habe das Gefühl es geht dir nicht um die Sache als solche sondern nur um DEINE Freiheit, die du nicht einschränken willst. Niemand behauptet, dass die Helmpflicht DIE Lösung ist, es ist EIN Bestandteil, Sicherheit wird nie durch eine einzige Maßnahme, sondern durch ein Bündel an Maßnahmen erreicht.

Und zum Thema Freiheit und Eigenverantwortung: Wenn alles so einfach wäre, wie du einem hier glauben machen möchtest, wozu braucht man dann noch Verkehrsregeln und andere Gesetze?

Ich kann es Dir sagen! Weil es viele Menschen gibt, die nur durch verpflichtende Regeln und mögliche Strafen sich dementsprechend Verhalten. Leider!



Geschrieben von kuestentanne am 13.03.2003 um 00:05:

 

Kivilevs Tod als Anlass zur Helmpflicht zu nehmen, wäre, wie ich finde, eine angemessene Sache. So würde sein Tod immerhin dafür sorgen, dass künftig weniger passiert.

Man kann vielleicht argumentieren, dass es jedem frei gestellt sein soll, ob er sich der Gefahr aussetzen will oder nicht.
Aber Profis verdienen ihr Geld damit. Es ist ihre Arbeit.
Und gerade in Deutschland wird doch der Arbeitsschutz großgeschrieben. Eine Helmpflicht bei Radprofis ist so gesehen nichts anderes als eine Arbeitsschutzmaßnahme. Und zwar nicht nur eine, die verhindert, sich möglicherweise eine Fingerkuppe abzusägen, sondern eine, die möglicherweise Leben rettet.
Die Argumentation, dass ein Helm unbequem sei und die Lüftung schlecht kann man heute nicht mehr gelten lassen. Auch dass selbst die heutigen Helme nicht allumfassend schützen ist kein Argument, da sie immerhin einiges abwenden können.

Ich stelle mir vor, Waldarbeiter würden auf Helm und Schnittschutzhose verzichten, nur weil es warm ist. Deren Helm ist nicht gut durchlüftet und die Schnittschutzhose ist so warm wie eine Skihose. Und trotzdem schaffen sie es im Sommer damit 8 Stunden im Akkord Bäume zu fällen.
Ein Waldarbeiterhelm schützt auch nicht allumfassend, aber vor herabstürzenden Ästen schon, vor einem ganzen Baum freilich nicht. Deswegen kann man doch nicht sagen, dann lasse ich den Helm weg, wenn er mich doch nicht vor umstürzenden Bäumen schützt.

Dann sollte es für einen Radprofi doch ein leichtes sein, einen luftigen Helm zu tragen.

Triathleten schaffen es doch auch mit Helm 180 km bei sengender Hitze durch Hawaii zu fahren. Da regt sich keiner auf.

Zugegebenermaßen war ich was das Helm-Tragen betrifft auch nicht immer konsequent, hatte aber tatsächlich einen älteren Helm, der bei mir schon zu Kopfschmerzen führte. Für diese Saison werde ich mir aber einen neuen kaufen (hatte deshalb auch im Selberfahrer-Forum einen Thread eröffnet) und diesen dann auch tragen.
Seit heute erst recht


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