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Geschrieben von Vinyard am 06.08.2007 um 11:17:
RE: Hexenjagd auf Senioren
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Original von Donishäusle
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Original von Flahute
Volle Zustimmung!
Ich finde dieses permanente, pathetische Gerede von der "Hexenjagd" ("die armen unschuldigen Fahrer sind doch bloß Opfer...") ehrlich gesagt nur noch peinlich...
|
Ich finde ehrlich gesagt ausgesprochen peinlich was manche Leute hier offensichtlich ohne jedes auch nur medizinisches Basiswissen über angebliches Doping meinen posten zu müssen.
Es ist genau wie Scotty sagt, Bluthochdruck haben etwa 50% der ab 65jährigen und das ist keineswegs etwas unmittelbar Lebensbedrohliches, oder etwas was einen vom Leistungsport abhalten sollte, sogar im Gegenteil.
Drüber hinaus ist Hydrochlorthiazid selbst ausschließlich als Maskierungsmittel denkbar, da es keinerlei Leistungssteigernde Wirkung hat (es ist kein "Herzmittel" sondern ein Harntreibendes Mittel (Diuretikum))
Das soll jetzt nicht heißen, dass bei den Senioren nicht gedopt wird, die Zahl der medizinisch begründeten Ausnahmen ist aber sicher weit höher als bei Jüngeren. Wenn der ältere Herr tatsächlich den Wirkstoff schon verschrieben hatte und ihn nur nicht angemeldet hatte, ist das wirklich nichts worüber man sich aufregen muss.
Erst Denken, dann Schreiben! |
Uneingeschränkte Zustimmung.........
Geschrieben von Flahute am 06.08.2007 um 21:11:
RE: Hexenjagd auf Senioren
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Original von Donishäusle
Das soll jetzt nicht heißen, dass bei den Senioren nicht gedopt wird, die Zahl der medizinisch begründeten Ausnahmen ist aber sicher weit höher als bei Jüngeren. Wenn der ältere Herr tatsächlich den Wirkstoff schon verschrieben hatte und ihn nur nicht angemeldet hatte, ist das wirklich nichts worüber man sich aufregen muss. |
"Nichts, worüber man sich aufregen muss" – genau meine Meinung!
Der positive Dopingbefund bei der Senioren-WM ist doch erstmal ein nicht weg zu diskutierender Fakt, oder nicht? Also wird man solch eine Meldung auch hier posten dürfen
(wie vom User Cyclish geschehen). Darüber hinaus wurde der Befund dann noch dahin gehend konkretisiert, dass es sich um eine Substanz handelt, die schon als Verschleierungsmittel zum Einsatz kam - meines Erachtens ebenfalls zulässig. Die Bezeichnung "Hexenjagd" finde ich in diesem Zusammenhang alles andere als angebracht.
Du wirst zugeben müssen, dass es heutzutage immer noch sehr viele Dopingsünder gibt, die durch's Kontroll-Raster fallen und eben
nicht positiv getestet werden. Da muss man dann die Meldung über eine positive Doping-Probe nicht auch noch zur "Hexenjagd" hochstilisieren.
Es mag der falsche Thread dafür gewesen sein, aber mir ging es um den seit letztem Jahr inflationär häufigen Gebrauch des Begriffs "Hexenjagd" im Zusammenhang mit der Doping-Bekämpfung, den ich peinlich finde.
In erster Linie trägt der betroffene Athlet selbst die Schuld an seinem positiven Testergebnis. Er hätte das Reglement kennen müssen. Mit der positiven Probe tritt gleichzeitig auch die Beweislastumkehr in Kraft. Das ist dem Athleten bewusst und war auch schon immer so; demnach besteht ebenfalls kein Grund zur Aufregung.
Es liegt nun also am betroffenen Sportler, plausible Gründe für das Ergebnis zu finden und geltend zu machen. Warum müssen schon wieder vorab reihenweise Theorien aufgestellt werden, bevor überhaupt der Sportler selbst sich dazu geäußert hat?
Wenn er tatsächlich schon seit anderthalb Jahren ein Attest für die Substanz besitzt, dürfte sich der Fall ohnehin bald von selbst erledigen...
(Man könnte dann natürlich wieder über die hohe Anzahl an ärztlichen Attesten im Leistungssport diskutieren, aber das ist ein anderes Thema...)
P.S.:
Was das "medizinische Basiswissen" angeht, sehe ich es im Übrigen ähnlich wie Michelin-Männchen:
50 % der Senioren mögen an Bluthochdruck leiden. Aber nur ein gewisser Teil von ihnen wird einen derart erhöhten Blutdruck haben, dass der Einsatz von Blutdruck senkenden Mitteln nötig ist
(kläre mich bitte auf, wenn es anders ist).
Wenn ausgerechnet eine solche Person an Senioren-Meisterschaften teilnimmt und auch noch gewinnt, dann wirft das – jedenfalls für mich mit meinem laienhaften Verständnis – zumindest Fragen auf...
Geschrieben von Scotty am 06.08.2007 um 22:26:
RE: Hexenjagd auf Senioren
Senioren DM nicht WM. Und wenn man den Rennverlauf kennt, steht das erreichte schon wieder auf einem anderen Blatt. Zumal er ja auch noch zu den jüngeren Senioren-4-Fahrern gehört und viel mehr in Zeitfahrmanier weggekommen ist und hinten keine Einigkeit herschte, wer der Herren sich den nun "opfert" und das Loch wieder schließt. Da gewinnt oft nicht der Beste, sondern auch schon mal einer, für den hinten die "Ossis" bremsen, während sich die Süd- und Westdeutchen nicht einig sind.
Geschrieben von le coq sportif am 07.08.2007 um 22:08:
auch auf die gefahr hin, als politisch korrekt zu gelten - was ist daran "unter aller sau", wo ist da die "geile medienwelt"? und kann man seine kritik vielleicht auch anders ausdrücken, als mit kraftausdrücken?
Geschrieben von falzarego am 12.10.2007 um 20:05:
RE: Dopingfall bei der DM...
| Zitat: |
Original von Cyclish
...der Senioren:
| Zitat: |
Frankfurt/M., 03. August 2007
BDR-Bundessportgericht
Aufgrund der positiven Analyse der A-Probe auf Hydrochlorothiazid anlässlich einer Wettkampfkontrolle bei der DM Senioren Straße am 24.06.07 in Görlitz und des Verzichts auf die B-Probe hat der Bund Deutscher Radfahrer e.V. gegen den aktiven Sportler Manfred Gehrmann ein Sportstrafverfahren eingeleitet.
gez.:
BDR-Präsidium |
Der gute Mann ist Jahrgang 1945, sprich ca. 62 Jahre alt...
Nun ist sogar der Deutsche Meister (Senioren 4) schon gedopt.
Das Mittel ist übrigens ein Verschleierungsmittel. Siehe hier. |
Tut mir doch richtig weh, dass solche Leute noch derartigen "Ehrgeiz" an den Tag legen (müssen).
Der Kerl ist mein Jahrgang.
Vor einigen Jahre war ich in eine Medikamentenstudie für ein in Deutschland damals noch nicht zugelassenes Rheumamedikament eingebunden. Klar, das Zeug half enorm!
Doch die Hämoglobinwerte stiegen bis an die 18, der HKT kletterte auf weit über 51!
Jetzt bekomme ich ein anderes, ähnliches Medikament. Der HKT liegt nun bei "erträglichen" 48...49,5.
Ich bin gegen dopen. Doch was soll ich machen? Mit elenden Schmerzen leben oder - wie meine Ärztin sagt "Ketchup in den Adern und Venen.."?
Ich treibe Sport, verzichte aber auf Wettkämpfe. Einfach der Gesundheit wegen.
Wenn Alte wissen, welche Wirkung ihre nötigen Medikamente aufweisen, mögen sie der Fairness zuliebe wenigstens auf Titelkämpfe verzichten!
Ansonsten sind sie in meinen Augen hinterhältiger als junge Profis.
Und vor allem sind sie dumm.
Geschrieben von Scotty am 01.04.2008 um 21:56:
RE: Dopingfall bei der DM...
Fall ist erledigt und meiner Meinung nach zurecht. Quelle rad-net, amtliche Meldungen.
Frankfurt, 01. April 2008
BDR-Bundessportgericht
Der Bund Deutscher Radfahrer e.V. hat das Sportstrafverfahren gegen den aktiven Seniorensportler Manfred Gehrmann eingestellt, der anlässlich einer Wettkampfkontrolle bei der DM Senioren Straße am 24.06.07 in Görlitz positiv auf Hydrochlorothiazid getestet wurde.
Gemäß NADA Code Ziffer 5.1.3 kann von Sportlern über 50 Jahren dieser Wirkstoff verwendet werden, sofern sie nicht Mitglied eines Testpools sind und die Behandlung durch eine ärztliche Bescheinigung des behandelnden Arztes (Attest) bestätigt wurde.
gez.:
Peter Barth; Vors. Bundessportgericht
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