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Geschrieben von Michelin-Männchen am 28.07.2006 um 08:09:

 

Zitat:
Original von ThunderBlaze
Beim Tennis hat es aber nicht den so großen Einfluss wie im Radsport. Hier müssen irgendwann die Veranstalter auch bangen. All das wird durch Sponsoren finanziert, und diese wollen im TV gesehen werden. Wäre quasi sowas wie nen Stich mitten ins Radsport-Herz Deutschlands.

Woher kommt eigentlich das Preisgeld bei einem Tunier wie Wimbledon?



Geschrieben von orlando am 28.07.2006 um 08:18:

großes Grinsen I am not amused

...von her majesty the Queen natürlich und die druckt wie wir alle wissen ihr Geld selbst, bzw ihr Butler macht das! Spassvogel



Geschrieben von horgel am 28.07.2006 um 08:28:

  RE: Nachsatz

Wie stark die Übertragung der öffentlichen von Ulle abhing und eine kleine Erinnerung an die Übertragungen der vor-Ulle Zeiten zeigt diese Publikation.

Und so wird sicher wieder werden. Das ZDF ist nur wegen Ulle eingestiegen und nutzt jetzt wahrscheinlich die Möglichkeit zum Komplettausstieg. Ich hoffe für Aldag, dass das mit seinem neuen T-Mobile posten klappt...

Ach waren das für Zeiten. Damals wurde wenigstens im Hessenfernsehen übetragen und ich erinnere mich an eine Übertragung, die kurz VOR dem Massensprint beendet wurde, weil eben um 18:00 Uhr Sandmännchen gesendet werden MUSS, da wahrscheinlich sonst abertausende Kleinkinder eine Psychose bekommen hätte. (97 musste dann plötzlich sogar Sandmännchen ausfallen...)

http://www.vlw.euv-frankfurt-o.de/Mitarbeiter/mlb_Publikation1.htm


Sorry für das Riesenzitat. Aber der Artikel ist noch erheblich größer...
Zitat:
...
Beispiel 1: "Tour de France"


Im Jahr 1994 wird die "Tour de France" ausschließlich vom Ersten Programm der ARD übertragen; das ZDF sendet nicht einmal Kurzzusammenfassungen von den wichtigsten Ereignissen des Tages. Der Beginn der"Tour" am 04.07.1994 verläuft 14 Tage lang parallel zur noch nicht beendeten Fußball-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten; zudem starten am 15.07. bzw., am 18.07. die Übertragungen vom Tennis-Daviscup bzw. vom ATP-Tennis-Turnier, die jeweils das gesamte Nachmittags-Sendevolumen, teilweise bis weit in das Vorabendprogramm beanspruchen. Für den Sender gilt es also in Bezug auf Sendeplätze Prioritäten zu setzen.

Vom 04.07. bis zum 13.07. erfolgen im "Ersten" an acht Tagen ca. 30-minütige Zusammenfassungen der wichtigsten "Tour"-Ereignisse zwischen 16.30 und 17.00, ein Programmplatz, der im Normalfall einer Unterhaltungssendung bzw. einer Serie vorbehalten ist.

Erst am 18.07. und am 22.07. wird der "Tour" im Rahmen von ”ARD-Sport extra” eine erweiterte Sendezeit zugewiesen (18.07: 16.00-17.00; 22.07: 17.10-17.50); den Vorrang bei der Sendeplatzvergabe erhalten eindeutig der Tennis-Daviscup und das ATP-Turnier.

Insgesamt verwendet das Erste ca. 340 min auf die Berichterstattung der "Tour de France".

1996 verzichten die beiden öffentlich-rechtlichen Sender, vermutlich wegen der nahezu zeitgleich stattfindenden Fußball-EM (09.-30.06.1996), gänzlich auf eigenständige Berichte zur "Tour de France"; im Rahmen von "ARD Sport extra" und innerhalb der regulären Sportsendungen werden lediglich Ausschnitte gezeigt; überraschenderweise behauptet sich in diesem Jahr das deutsche Radteam, Jan Ullrich wird sogar Zweiter.

Daraufhin kehrt die ARD 1997 zur Praxis der Kurzzusammenfassungen zurück, das ZDF zeigt nach wie vor kein Interesse am Erwerb der Übertragungsrechte.

In diesem Jahr aber gewinnt Jan Ullrich als erster deutscher Fahrer die "Tour de France"; in weit höherem Maße als noch bei Rudi Altig oder Dietrich Thurau entdecken die deutschen Fernsehzuschauer die euphorische Liebe zum Radsport: das ”Jan-Ullrich-Fieber” bricht aus, die Quoten bei Radrenn-Übertragungen schnellen in die Höhe (im Durchschnitt 3-4 Mill. Fernsehzuschauer); "Tour"-Veranstalter und die ARD reagieren schnell auf den neuen Quotenrenner, und tatsächlich sollte sich die "Tour de France" 1998 in mehrerlei Hinsicht als rekordverdächtig erweisen:

1. Um die Aufmerksamkeit des Publikums nicht zwischen zwei Spitzensport-Ereignissen aufzusplittern, und um die beteiligten Sendeanstalten nicht in die Verlegenheit zu bringen, einen Großteil des gesamten Tagesprogramms allein mit Sportsendungen bestreiten zu müssen, wird 1998 der Beginn der Tour wegen der noch nicht beendeten Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich um eine Woche - entgegen aller Tradition! - verschoben; sie beginnt am 11.07. und überschneidet sich mit der Fußball-WM nur noch an zwei Tagen.

2. Die während des "Tour"-Verlaufs stattfindenden Tennisturniere werden, anders als die Jahre zuvor, nicht vom "Ersten", sondern von den Regionalprogrammen ausgestrahlt.

3. Der ”Prolog” und die erste Runde finden in Irland, nicht in Frankreich, dem Austragungsort der Fußball-WM, statt.

4. Das "Erste" erweitert im Vergleich zu 1994 die Übertragungszeit von fünfeinhalb auf über 100 Stunden; Kurzzusammenfassungen nach der ”Tagesschau” werden, - nach teilweise sechsstündigen "Tour"-Berichten im Tagesverlauf! - an 15 Wochentagen realisiert; das entspricht im Vergleich zu den Vorjahren einer Steigerung von 1720%![17] . Wegen der zahlreichen Dopingfälle werden zudem ARD-Sondersendungen eingefügt, die nachfolgenden Programme verschieben sich entsprechend oder entfallen ganz.

5. Entgegen der bisher geübten '"Tour"-Askese' überträgt das ZDF an Wochentagen zwischen 22.15 und 22.30 ebenfalls eine kurze Zusammenfassung von den wichtigsten Ereignissen; dadurch werden zwar keine Stammsendungen von ihren Plätzen verdrängt, wohl aber zeitlich verschoben.


Plötzlich mutiert eine bislang eher weniger beachtete Sportart qua Einschaltquoten zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor; die Preise für die Übertragungsrechte steigen, die an der Ausstrahlung interessierten Sender müssen frühzeitig Haushaltsmittel und Programmplätze einplanen - der Quotenerfolg aber steht und fällt mit der Leistung der Einzelakteure bzw. des nationalen Teams.

Zudem müssen die übertragenden Sender dem Starkult in der Sportszene mehr und mehr Rechnung tragen und den Event-Charakter der Veranstaltung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln forcieren.

Zu einer vergleichbaren Dynamik des Geschehens führten die Erfolge des Skispringers Martin Schmitt im Winter 1998/99; erstmals wurden die Übertragungsrechte der Schanzenwettkämpfe 2000 an den Sender RTL vergeben - zum zehnfachen des Preises, den ARD und ZDF zuvor bezahlen mußten. Aus Gründen der Refinanzierung und der Imagebildung wurde die bisherige Präsentation dieser Veranstaltungen grundlegend verändert: RTL möchte keine bloße Übertragung der Sprungweiten und Haltungsnoten, sondern eine perfekte Inszenierung nach allen Regeln der Dramatisierung und der Emotionalisierung, bei der M. Schmitt den 'jugendlichen Helden' geben muß. Sollten die öffentlich-rechtlichen Anstalten für die kommende Saison an der Ausstrahlung interessiert sein, werden sie nicht nur wesentlich höhere Rechtepreise als bisher zahlen, sondern in Bezug auf Übertragungsdauer und Präsentation auch den neuen Unterhaltungsansprüchen der Zuschauer bei Sportveranstaltungen Rechnung tragen müssen [18].

Verständlich also, daß auch die betreffenden Sender ein lebhaftes Interesse am Erfolg der eigenen Mannschaft haben und sich nicht nur beim "Vertrieb" der Ware Sport, sondern z.B. durch Sponsoring aktiv beim Zustandekommen des Erfolges engagieren.

Verständlich auch, daß immer dann, wenn plötzlich viel Geld im Spiel ist, die Versuchung zunimmt, dem Erfolg nachhelfen zu wollen, wenn er sich nicht von selber einstellt; der Teufelskreis beginnt: mit steigender Nachfrage steigt der Preis; dessen Höhe ist abhängig vom Erfolg, die erfolgsstabilisierenden Mittel sind nicht immer legitim; es folgt das übliche - und völlig folgenlose - Lamento über die totale Kommerzialisierung des Sports. Und die Medien, zumal die öffentlich-rechtlichen, verlieren zunehmend ihren Beobachterstatus und ihre Wächterrolle, weil plötzlich die Informationspflicht mit Wirtschaftsinteressen kollidiert (s.u.).

Dabei besteht das Jahr 1998 bereits bis zum Beginn der "Tour de France" aus Sicht der ARD aus einer nicht enden wollenden Kette von sportlichen "Highlights": Ski-Weltcup, Winterolympiade, diverse Tennisturniere, Fußball-Weltmeisterschaft, im unmittelbaren Anschluß dann das größte Radsportrennen der Welt usw., usw.

Jeder dieser Veranstaltungen werden stundenlange Übertragungszeiten eingeräumt; von der "Tour de France" sind dabei primär das Vor- und Nachmittagsprogramm der ARD und nahezu jedes Wochenende betroffen; dabei müssen neben Unterhaltungs- auch Informationssendungen ihre angestammten Sendeplätze räumen [19].

An den Wochentagen entfallen je nach Übertragungsbeginn (10.00; 11.00; 13.00; 14.00): ein Spielfilm am Vormittag (10.03); ”Länderzeit” (11.35/11.40/11.50); das ”ARD-Buffet” (12.15); die ”Wunsch Box privat” (14.00); ”Abenteuer Wildnis” (15.15); ”Fliege” (16.00).

Am Wochenende sind, je nach Anfang und Ende der Übertragung, folgende Sendungen betroffen:

Samstag: Dokumentarfilm (14.00); zwei Kindersendungen (15.00 bzw. 15.30); diverse ARD-Ratgeber (17.00); ”Brisant” (18.10); ”Brigitte TV” (18.45).

Sonntag: ”Weltreisen” (12.45); ”Bilderbuch Deutschland” (13.45); Unterhaltungssendung (14.30); Spielfilm (15.30); ARD-Ratgeber (17.00); eine Reportage (17.30); die reguläre ARD-Sportschau am Sonntag (18.10).

Sollten sich gerade in diesem Fall die Opportunitätskosten als zu hoch erweisen? Nach dem Ausschluß zweier, der unerlaubten Leistungssteigerung verdächtigten Radteams, erlebt das wichtigste Radrennen der Welt neben einem noch nie dagewesenen Übertragungsmarathon durch das öffentlich-rechtliche Fernsehen Deutschlands seinen größten Dopingskandal (s.u.).




Geschrieben von horgel am 28.07.2006 um 09:31:

 

Im übrigen haben wir eigentlich noch Glück gehabt, das Ulle die Tour nach 97 nicht mehr gewonnen hat.

Sonst hätte wahrscheinlich RTL zu x-fachen Preis die Alleinrechte wie im Skispringen übernommen und nix wäre mit Eurosport oder ARD/ZDF gewesen. Wir hätten dann wohl zwangsweise die Bier-Comercials in der Jauche-Werbe-Show mit zwischenzeitlichen Radrenneneinblendungen schauen müssen...



Geschrieben von oleradsport am 28.07.2006 um 10:11:

  RE: ZDF denkt über Tour-Ausstieg nach

Zitat:
Original von kurbel
Wie hieß es vorhin in der Heute Sendung, man wohle nicht das Schaulaufen der Pharmakonzerne übertragen (oder so ähnlich.)


ok dann darf man aber auch bayer leverkusen nicht zeigen...großes Grinsen Kaffee & News



Geschrieben von Tapefire! am 28.07.2006 um 10:21:

 

Zitat:
Daraufhin kehrt die ARD 1997 zur Praxis der Kurzzusammenfassungen zurück, das ZDF zeigt nach wie vor kein Interesse am Erwerb der Übertragungsrechte.


Ist das wirklich richtig? ICh kann mich daran erinnern das ich bie der Alp de huez Etappe bei meinen Eltern war und wir zappten fröhlich von ARD zu Eurosport, wenn Werbung war. Und Ulle sass doch fast jeden Abend bei der ARD im gelben Trikot rum , in seiner unbeholfenen Art beim Interview.



Geschrieben von TEVC am 28.07.2006 um 10:24:

 

Zitat:
Original von Tapefire!
Ist das wirklich richtig? ICh kann mich daran erinnern das ich bie der Alp de huez Etappe bei meinen Eltern war und wir zappten fröhlich von ARD zu Eurosport, wenn Werbung war. Und Ulle sass doch fast jeden Abend bei der ARD im gelben Trikot rum , in seiner unbeholfenen Art beim Interview.


Das hast Du schon richtig im Kopf. Und irgendwie hab ich auch die Zeiten von LeMond und Indurain auch mit langen Nachmittagen im Dritten Programm (ARD!) in Erinnerung...



Geschrieben von Inga am 28.07.2006 um 10:26:

 

97 wurde die tour zu anfang von eurosport und ein paar dritten programmen übertragen - erst als die ard merkte, was für gigantische einschaltquote die dritten plötzlich hatten, wurde das ganze ins erste gehievt, samt täglicher sondersendungen nach der tagesschau ( und damals waren brennpunkte noch etwas aussergewöhnliches)



Geschrieben von KitKat am 28.07.2006 um 11:13:

 

kann ich mich gar nicht mehr so dran erinnern, ich werde alt... hoffnungslos



Geschrieben von Ulla am 28.07.2006 um 11:33:

 

Wenn ich die Spinnweben von meinen Gehirnwindungen entferne ,erinnere ich mich an Zeiten wo man gut im durchforsten von Programmzeitschriften sein mußte um Radsport überhaupt zusehen(immer nur kurze Zusammenfassungen). Von der Tour hat man mit Anstrengungen schon was mitbekommen,aber Giro und Vuelta fanden nur in der Zeitung als zweizeiler statt wenn überhaupt und andere Radrennen gar nicht.



Geschrieben von CV-Kelme-Fan am 28.07.2006 um 11:49:

  RE: ZDF denkt über Tour-Ausstieg nach

Zitat:
Original von apoka
weniger TV-Präsenz => weniger öffentliches Interesse => weniger Geld => weniger Doping => mehr öffentliches Interesse => mehr TV-Präsenz => mehr Geld => mehr Doping => ...


Genau so siehts aus.
Außerdem finde ich nicht, dass alle Medien und Fans jetzt die Augen vor dem Doping verschließen sollten. Dadurch wirds nämlich nicht besser. Man muss gemeinsam für den sauberen Sport kämpfen. Auch die Sponsoren dürfen nicht weg bleiben, sondern müssen wie T-Mobile in Dopingtests etc. investieren.



Geschrieben von denkbär am 28.07.2006 um 12:50:

  RE: ZDF denkt über Tour-Ausstieg nach

Zitat:
Original von MrsFlax
na, irgendwie scheint mir das eine logische konsequenz zu sein. wieso sollte man sportereignisse übertragen, deren ergebnislisten das gleiche verfallsdatum wie rohe eier haben?


Wobei Eier auch bei überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum nach Durcherhitzen bei mindestens 70°C noch bedenkenlos verzehrt werden können. (Quelle CMA).

Was dies nun für die Ergebnislisten von zu übertragenden Sportereignissen zu bedeuten hat mag jeder selbst beurteilen. Vielleicht hat das ZDF (und die ARD ja auch) in diesem Fall Bedenken, dass wenn sich der Radsport bezüglich Doping als "krank" erweist, sich die öffentlich rechtlichen Anstalten dann als Krankheitsüberträger betätigen.



Geschrieben von Bergwacht am 28.07.2006 um 13:02:

  RE: ZDF denkt über Tour-Ausstieg nach

Wenn das ZDF sich aus dem Radsport zurückzieht, resultiert das einzig allein auf rückgehende Quoten und sonst gar nix. Es ist gewisser Maßen eine Kapitulation vor dem Doping, wobei auch die Karrieren von vielen sauberen Sportlern drauf gehen könnten, sollte sich das gesamte Medieninteresse drastisch reduzieren. Auf Heuchlereien seitens ARD/ZDF kann ich verzichten, weil sie dadurch dem Kampf gegenüber des Dopings den Rücken zukehren.



Geschrieben von ThunderBlaze am 28.07.2006 um 13:09:

  RE: ZDF denkt über Tour-Ausstieg nach

Das glaubst aber auch nur du. Dududu!!!



Geschrieben von Brägel am 28.07.2006 um 15:59:

  RE: Krähen?

Zitat:
Original von badorties
Und bevor ich jetzt wieder einen offenen Brief schreibe:

Lieber Herr Brender,

mit großer Vorfreude habe ich als Radsportfan gelesen, daß sich das ZDF in nächster Zeit verschärft kritisch gegen die dopingverseuchten Sportarten wenden wird. Dieser Schritt ist seit langem überfällig und aus fan- und journalistischer Sicht außerdem unverständlich, daß dies nicht schon viel früher initiiert wurde.

Leider ist das Interesse am Radsport bei den meisten Journalisten im Juli am Höchsten, zudem man als guter Radsportreporter nur die Dopingverfehlungen der letzten 40 Jahre zitieren muß, um bei der breiten Masse der ZDF-Zuschauer als radsportkompetent angesehen zu werden.

Ich warte seit Jahren bei Leichthletikveranstaltungen oder Übertragungen ähnlich dopingverseuchter Sportdisziplinen darauf, daß sie, bzw. ihre Reporter eine ähnlich deutliche Wortwahl finden. Da eine größere Anzahl ihrer ehemals aktiven Moderatoren aus der Leichtathletik und dem Schwimmen kommen, stelle ich mir die Frage, ob sie aufgrund der fehlenden Lobby so entscheiden oder aber ernsthaft über eine kritischere Doping-Berichterstattung nachdenken. Wenn sie so erpicht sind ethische Grundsätze in Frage zu stellen, warum haben sie das nicht in Erwägung gezogen, bevor sie die Verträge unterzeichneten? Und planen Sie tatsächlich in Zukunft in ähnlicher Form mit solchen Leuten wie Ben Johnson, Dieter Baumann oder deutschen Hochspringerinnen umzugehen, wie sie es pauschal mit Radsportlern tun?

Wenn ja, dann gehört Ihnen und Ihrem Stab meine größte Hochachtung, denn dann würden Sie ja aktiv! Zu lange haben die Journalisten geschwiegen, weil ihre Gesellschaften dadurch Geld verdienen...Wenn ja, warum ist dann aufgrund der bestehenden Verträge (?) kein anderes sportliches Großereignis als solches in Frage gestellt worden? Wenn ja, warum haben Sie nicht längst dafür gesorgt, daß den richtigen Leuten die richtigen Fragen gestellt wurden, Grund genug gab es in letzter Zeit ja seit der festina -Affaire spätestens?

Warum muß ich mir als Radsportfan anhören, daß diese Sportart wesentlich schlimmer verseucht ist, als alle anderen, wenn noch nicht einmal international verschiedene Standards in Frage gestellt werden, aber die Kommentatoren trotzdem glauben Kritik äußern zu dürfen?

Sie machen sich es zu einfach und sind unglaubwürdig, Herr Brender, nicht der Radsport an sich ist pauschal schuldig, noch der Radsportler, noch sollten die Millionen radsportfans dafür bestraft werden, daß es den Journalisten aufrgrund wirtschaftlicher Verstrickungen heutzutzage nicht mehr erlaubt ist, objektiv über die Ereignisse zu berichten.



Ein sehr schöner Beitrag Jippieh!!!
Es ist sicher verständlich, daß das ZDF nicht mehr über Sport berichten will, der vermutlich Dopingverseucht ist aber wenn sie es tun, dann sollten sie alle Sportarten gleich behandeln.



Geschrieben von ThunderBlaze am 28.07.2006 um 18:49:

  RE: Krähen?

Zitat:

ZDF will Teamstrafen bei Doping

Kassel (dpa/lhe) - Nach den Dopingvorwürfen gegen den Tour-de- France-Sieger Floyd Landis will das ZDF auch die Rennställe in die Pflicht nehmen. «Es stellt sich beispielsweise die Frage, ob es mit individuellen Strafen für die betroffenen Fahrer getan ist - oder ob nicht vielmehr auch die Rennställe sanktioniert werden müssen», sagte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender der in Kassel erscheinenden HNA (Samstag-Ausgabe).

Eine ein- oder mehrjährige Sperre eines ganzen Rennstalls hätte nach seiner Ansicht einschneidende wirtschaftliche Konsequenzen für Sponsoren und das gesamte Team. Brender bekräftigte, dass das ZDF nur dann weiter über die Tour de France berichten werde, wenn es zu Veränderungen komme.

quelle: http://radsportnews.net/cgi-bin/newsscript.pl?record=249



Geschrieben von KrummeBeine am 28.07.2006 um 21:35:

  RE: Krähen?

Finde ich eigentlich sehr schlau, die Idee mit den Teamstrafen. Gut gemacht

Im Gegensatz zu irgendwelchen gesetzlichen Regelungen, die keiner ernst nimmt oder moralischen Selbstverpflichtungen hätten dann doch Teamchefs, Ärzte oder Radfahrkollegen eine echte Motivation - ihren eigenen Job!

Muss ja nicht gleich eine mehrjährige Sperre sein - sechs Monate fände ich für den Anfang schon o.k.

Also Sperre fürs ganze Team, wenn einer beim Dopen erwischt wird? Sehr unfair - aber auch irgendwie sehr effektiv! *unschuldigtu*



Geschrieben von Hijo de Rudicio am 28.07.2006 um 21:36:

  RE: Krähen?

am besten auch gleich noch die eltern, geschwister und haustiere mitbestrafen. Kaffee & News



Geschrieben von teufelsberg am 28.07.2006 um 22:05:

  RE: Krähen?

und abgespaltene persönlichkeitsanteile, die offenbar die oberhand gewinnen. :cup of tee:



Geschrieben von vmart77 am 28.07.2006 um 22:10:

 

Wird easy dann lästige Mitkonkurrenten auszuschalten. Einfach irgendwelche Wasserträger in deren Team kaufen und aus die Maus...


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