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--- der tour-doping-spekulationsthread (http://forum.cycling4fans.de/thread.php?threadid=19383)


Geschrieben von cprior am 15.07.2006 um 12:15:

 

Zitat:
Original von Glgnfz
puh! ein ganz fieser thread!

Das hier ist genau die Art von Thread, die die Herren Sportler und Betreuer in den letzten Jahren provoziert haben. Ich wuensche mir, dass diese Haltung sich festsetzt.

Was haben wir uns angeguckt, als auf Eurosport die Bemerkung zu JUs Zeitfahrleistung beim Giro06 kam. Moeglicherweise das einzige Mal, dass ein Reporter aus tiefstem Herzen sprach. Und bislang sieht es ganz danach aus, als ob es der Wahrheit entspraeche.

Zitat:
Original von NiWe
Indem ihr hier im Forum so über die fahrer herzieht, nehmt ihr allen anderen den spaß, hier noch vernünftig zu diskutieren.


Radsport ist viieeel mehr, als die momentanen Top10 der TdF.
Radsport ist eine tolle Fortbewegungsart. Radsport ist als Vereinssport eine gesellschaftliche Groesse. Radsport ist Teil meiner Jugend. Radsport ist...



Geschrieben von teufelsberg am 15.07.2006 um 12:16:

 

diese spekulationen treten derzeit nahezu zwangsläufig in jedem thread auf.
sogar seriöseste reporter sind davor nicht gefeit.

bevor jetzt wirklich jeder thread davon überwuchert wird, finf ich es so besser.
undbtw: glaubst du an den weihnachtsmann? oder möchtest du nur nicht ständig dran erinnert werden, dass der großteil der fahrer etwas einwirft, damit du dich besser an deinem sport freuen kannst?



Geschrieben von NiWe am 15.07.2006 um 12:17:

 

natürlich stell ich mir die frage auch, was noch am radsport so toll ist. und ich bin auch überzeugt davon, dass sehr viele dopen. allerdings würde ich mich nie hinstellen und auf stammtischniveau hier mal den spruch locker fallen lassen und dann mal den...



Geschrieben von apoka am 15.07.2006 um 12:21:

  RE: der tour-doping-spekulationsthread

Falls wir bei Leipheimer den Unterschied zwischen gedopt und nicht gedopt gesehen haben, dann schwindet bei mir die Hoffnung auf wenigstens teilweise sauberen Radsport.



Geschrieben von cprior am 15.07.2006 um 12:27:

  RE: der tour-doping-spekulationsthread

Zitat:
Original von apoka
(...)die Hoffnung auf wenigstens teilweise sauberen Radsport.


Wir schreiben das Jahr 2006. Die ganze TdF...
http://heim.ifi.uio.no/~janl/ts/miraculix.gif

*g* SCNR



Geschrieben von Brägel am 15.07.2006 um 12:32:

 

Zitat:
Original von NiWe
also wisst ihr, dieser thread ist wirklich unnötig. wie könnt ihr denn überhaupt noch spaß an einem sport haben, wo ihr alle, teufelsberg, bugno, brägel, joaquin, forza, chreezer doch so überzeugt seid, dass alle dopen und jede leistung mit doping in verbindung zu bringen?


Vor einem Jahr, oder noch vor 3 Monaten hätte ich genau das gleiche geschrieben wie Du.
Aber glaubst Du noch nach der Fuentes Geschichte an den sauberen Radsport? Fuentes war nur einer dieser Dottores, Präperarores oder wie Du sie auch nennen willst.
Es sind vielleicht mal 20-30% erwischt worden oder meinst Du Ullrich, Basso und Co sind bzw. waren die einzigen?
Ich selbst habe Jan Ullrich wegen seiner Vorbereitung auf die TdF immer hart kritisiert aber glaub mir, nach der Pillen-Geschichte 2002, hätte ich es von Ullrich nie erwartet, daß er sich so etwas noch mal gibt.
Armstrongs EPO-Konsum ist von Journalisten aufgedeckt worden und nicht von Dopingfahndern oder der Polizei.
Ich bin zumindest soweit, daß ich an den sauberen Radsport mit ein paar schwarzen Schafen anzweifle, ja ich gehe sogar davon aus, daß der Radsport komplett, bis auf ein paar Ausnahmen, Dopingverseucht ist.


Zitat:
Original von NiWe
wie könnt ihr es denn noch über euch bringen, hier ins forum zu kommen und euren missmut zur schau zu stellen? wäre nicht die beste lösung für euch, dass ihr dem profiradsport einfach ade sagt?


Genau das habe ich mir auch schon überlegt.
Aber ich werde dem Radsport nicht Ade sagen, ich weiß daß hier auch Journalisten diverser Zeitungen und auch aktive Profis mitlesen.
Und es soll nicht heißen die Radsportfans sind so blöd, die jubeln noch ihen Lieblingen zu, selbst wenn sie offensichtlich betrügen.

Zumindest ich, Brägel möchte nicht dazu gehören und klar Stellung beziehen was ich von derartigen Machenschaften und Scheinheiligkeiten von Fahrern, Teamleitern und--ärzten halte.



Geschrieben von hermann am 15.07.2006 um 12:47:

 

Wenn schon Einige unter Euch so einen Thread nötig haben, was ich bedauere, so bitte ich um Einhaltung aller elementarer sportlicher Regeln:
- jede Akkusation soll begründet sein
- immer punktuelle Behauptungen machen und nie global umherhauen
- angepasstes Vokabular welches den Untersbhied zwischen Schwerverbrecher und gedoptem Fahrer ermöglicht
- nie definitive Verurteilung bis zum Beweis de Gegenteils.



Geschrieben von Brägel am 15.07.2006 um 13:04:

 

Zitat:
Original von hermann
Wenn schon Einige unter Euch so einen Thread nötig haben, was ich bedauere, so bitte ich um Einhaltung aller elementarer sportlicher Regeln:
- jede Akkusation soll begründet sein
- immer punktuelle Behauptungen machen und nie global umherhauen
- angepasstes Vokabular welches den Untersbhied zwischen Schwerverbrecher und gedoptem Fahrer ermöglicht
- nie definitive Verurteilung bis zum Beweis de Gegenteils.


Wie soll den letzteres aussehen?
Frei nach Lance: "Ich bin nie positiv getestet worden"?
oder darf ich noch schreiben "es sieht so aus" oder "er könnte"



Geschrieben von cprior am 15.07.2006 um 13:11:

 

Vielleicht machen wir das so, wie man auch konstruktive Kritik an seinen Mitmenschen in Worte packt:

"Meine Meisung ist...",
"Ich finde..."

Solange man es als eigenen Standpunkt klarmacht, sollte zwischen den Zeilen kein Grund zu flamewars entstehen,

"findet:
cprior" Augenzwinkern



Geschrieben von hermann am 15.07.2006 um 13:21:

 

Zitat:
Original von Brägel
Zitat:
Original von hermann
Wenn schon Einige unter Euch so einen Thread nötig haben, was ich bedauere, so bitte ich um Einhaltung aller elementarer sportlicher Regeln:
- jede Akkusation soll begründet sein
- immer punktuelle Behauptungen machen und nie global umherhauen
- angepasstes Vokabular welches den Untersbhied zwischen Schwerverbrecher und gedoptem Fahrer ermöglicht
- nie definitive Verurteilung bis zum Beweis de Gegenteils.


Wie soll den letzteres aussehen?
Frei nach Lance: "Ich bin nie positiv getestet worden"?
oder darf ich noch schreiben "es sieht so aus" oder "er könnte"


cprior hat es schon rrichtig ergänzt: es soll immer klar gemacht werden dass es eine Stellungnahme ist die nur den Autor des Beitrags betrifft. Also entweder durch entsprechende Einleitung oder durch den Gebrauch des Konjunktivs.
Ich glaube schon, dass Du klug genug bist, entsprechende Formulierungen zu finden



Geschrieben von jonas am 17.07.2006 um 10:18:

 

Rolf Järmann tätigte nach der Tour 1998 eine ähnliche Aussage, nachzulesen im Bericht über ihn auf c4f. Kann durchaus etwas dran sein, muss aber nicht.



Geschrieben von chay05 am 17.07.2006 um 10:19:

 

Zitat:
Original von maki
[...]Auch das könnte eine Erklärung sein, und die Tour der Anarchie und Drückeberger hätte dann sogar erfreuliche Aspekte. Denn sie gelte dann als halbwegs sauber. (...)[/I]


'Halbwegs' triffts ganz gut. Ein paar werden mutiger sein als andere, meine ich.



Geschrieben von blaho am 17.07.2006 um 10:23:

 

Zitat:
Original von chay05
'Halbwegs' triffts ganz gut. Ein paar werden mutiger sein als andere, meine ich.


Das fürchte ich auch. Was mich aber hoffen lässt, dass man gerade denen, die jetzt noch durch Spitzenleistungen glänzen, in den nächsten Monaten besonders genau auf die Finger schaut.



Geschrieben von ogkempf am 17.07.2006 um 10:40:

 

Aber insgesamt lassen sich schon ein paar Tendenzen ablesen, wie ich finde.

Die Franzosen spielen zumindest auf den Etappen gut mit. Die gelten als sauber und bisher sahen sie eigentlich nie wirklich Licht.

Die Leistungsspekulationen mag ich zwar nicht sonderlich (im großen Umfang), aber man kann sie denke ich angesichts der Situation gelten lassen.

Und was ich am interessantesten finde ist, dass die Fahrer keinen Endlosbrandstoff zu haben scheinen. Kein Virenque oder Rasmussen, der jeden Tag sobald es bergauf geht einfach mal den rest stehen lässt.
Die Favoriten attackieren nicht am Kategorie 2 Berg kurz vor dem Ziel und direkt vor dem Ruhetag. In den letzten Jahren hätte es da garantiert zumindest Versuche eines Gemetzels gegeben.



Geschrieben von blaireau am 17.07.2006 um 10:55:

 

Zitat:
Original von ogkempf
dass die Fahrer keinen Endlosbrandstoff zu haben scheinen.

Auch gestern am Sentinelle wirkten viele Fahrer sehr müde, obwohl die Tour erst wirklich in die Berge geht. Schon bei der (flacheren) Anfahrt platzte das Feld hinten weg.

Der "guten" Zeiten an der Alpe sind um und unter 39 min herum. Wenn das morgen erreicht wird, dann deutet allerdings einiges auf "Aufladen" am Ruhetag hin.



Geschrieben von Brian am 17.07.2006 um 10:58:

 

Hat es der (Profi-)Radsport nicht wirklich selbst verursacht und damit auch verdient, dass Fans so über Fahrer und die Verantwortlichen denken?

Vor der Tour gab es einen wirklichen Knall mit der spanischen Blutpanscherei um Fuentes & Co, und, was ist passiert? Es wird reine Schadensbegrenzung betrieben, nein, ich meine natürlich brutalstmögliche Aufklärung...

Die Chance wäre riesengross gewesen mal richtig aufzuräumen, aber dazu hängen alle viel zu tief in dem ganzen Sumpf mit drin, da ist es doch besser und einfacher so wie bisher weiter zu machen und die Schuld in Richtung Spanien zu delegieren und die Fahrer als dopende, allein verantwortliche Individuen darzustellen. Und wenn dadurch ein paar Fans, die sich mit der Thematik viel mehr als die breite Masse auseinander setzen, gefrustet sind und sich vom Radsport abwenden? Who cares? Viel schlimmer ist es, wenn die Einschaltquoten halbiert werden...

Ich habe noch keine Minute TdF gesehen, die Berichte in den Zeitungen verfolge ich zum Teil kopfschüttelnd. Nur gestern, da stand ein guter Artikel in der Sonntags-FAZ, da ging es um Doping seit dem Epo-Zeitalter, das mit den Neunzigern begann. Also wer möchte, der braucht kein Forum um an Infos zu kommen, da langt mittlerweile schon eine stinkgewöhnliche Tageszeitung.

Und wenn ich hier in dem ein oder anderen Beitrag lese, dass die Rennen auch ohne Doping einen gleichartigen Verlauf nehmen würden, kriege ich die Krise... verzweifelt

Ich mag Radsport nach wie vor sehr gerne, allerdings mehr denn je auf dem eigenen Rad, das ist der wahre Sport. Die Ware Sport, das Geschehen in Frankreich, verfolge ich mit einer sehr sehr grossen Distanz, mich erstaunt es selbst am meisten.



Geschrieben von kuestentanne am 17.07.2006 um 12:32:

Daumen hoch!

Zitat:
Original von Brian
Ich mag Radsport nach wie vor sehr gerne, allerdings mehr denn je auf dem eigenen Rad, das ist der wahre Sport. Die Ware Sport, das Geschehen in Frankreich, verfolge ich mit einer sehr sehr grossen Distanz, mich erstaunt es selbst am meisten.


Klasse formuliert Gut gemacht



Geschrieben von Donishäusle am 17.07.2006 um 13:22:

 

Zitat:
Original von kuestentanne
[quote]Original von Brian
Ich mag Radsport nach wie vor sehr gerne, allerdings mehr denn je auf dem eigenen Rad, das ist der wahre Sport. Die Ware Sport, das Geschehen in Frankreich, verfolge ich mit einer sehr sehr grossen Distanz, mich erstaunt es selbst am meisten.


Dem kann ich mich auch nahezu vorbehaltlos anschliessen Kam Po Wong
Ich bin weiterhin fasziniert vom Radsport, wobei für mich gegenüber den physischen "Wundern" für mich im Moment auch taktische Glanzleistungen (etwa der Sprint von Voigte) ganz eindeutig das Interessanteste an dem circensischen Treiben auf Frankreichs Strassen ist.

Zur Zukunft des Doping vermute ich leider, so wir keine wirklich einschneidenden Änderungen erleben (dazu fand ich die Anregungen von Voigt genetischer Fingerabdruck, Rücktestung auch nach mehreren Jahren), den unvermeidlichen buisiness as usual. Erst herrscht etwas Unsicherheit es wird wohl auch effektiv weniger gedopt, aber dann setzen sich in der Schafspopulation die Wölfe wieder durch, die genau diese Situation ausnutzen, wie 1999 und Folgende wahrscheinlich geschehen......



Geschrieben von Checker am 17.07.2006 um 13:34:

 

Zitat:
Original von blaireau
Zitat:
Original von ogkempf
dass die Fahrer keinen Endlosbrandstoff zu haben scheinen.

Auch gestern am Sentinelle wirkten viele Fahrer sehr müde, obwohl die Tour erst wirklich in die Berge geht. Schon bei der (flacheren) Anfahrt platzte das Feld hinten weg.

Der "guten" Zeiten an der Alpe sind um und unter 39 min herum. Wenn das morgen erreicht wird, dann deutet allerdings einiges auf "Aufladen" am Ruhetag hin.


Die VM/H wären halbwegs objektive Werte, an denen sich tatsächlich etwas ablesen ließe. Für LAdH, Croix de Fer und den Joux-Plane halte ich schonmal die Stoppuhr bereit. großes Grinsen


Zitat:
Die seltsam anmutenden Einbrüche auf der Königsetappe am Mittwoch von ausgewiesenen Kletterkünstlern - etwa den potenziellen Erbfolgern Armstrongs aus dessen Discovery-Flotte mit Hincapie (er verlor 21:23 Minuten), Popowitsch (6:25) und Savoldelli (23:04), des letztjährigen Bergkönigs Rasmussen (11:08), von Mayo (Aufgabe), Karpets (5:48) oder des amerikanischen Bergfahrers Horner (44:20) - lässt das Gerede nicht verstummen.


Alles was recht ist, aber an diesem Beispiel zeigt sich doch auch, dass es auf gründliche Recherche immer noch nicht wirklich ankommt. Man musste nur die letzte Stunde der Etappe verfolgen, um zu sehen, warum Rasmussen soviel Zeit verloren hat...



Geschrieben von blaireau am 17.07.2006 um 13:52:

 

Zitat:
Original von Checker
Zitat:
Original von blaireau
Der "guten" Zeiten an der Alpe sind um und unter 39 min herum. Wenn das morgen erreicht wird, dann deutet allerdings einiges auf "Aufladen" am Ruhetag hin.

Die VM/H wären halbwegs objektive Werte, an denen sich tatsächlich etwas ablesen ließe. Für LAdH, Croix de Fer und den Joux-Plane halte ich schonmal die Stoppuhr bereit. großes Grinsen


Die Alpe in der Aera der Hochoktanik:

Time Year Rider
36'50 1995 Marco Pantani
36' 55" 1997 Marco Pantani
37' 15'' 1994 Marco Pantani
37' 36'' 2004 Lance Armstrong
37' 40'' 1997 Jan Ullrich
38' 05'' 2001 Lance Armstrong
38' 10'' 1995 Miguel Indurain
38' 10'' 1995 Alex Zulle
38' 15'' 1995 Bjarne Riis
38' 20'' 1997 Richard Virenque
39' 6" 2003 Iban Mayo
41' 52" 1999 Guiseppe Guerini

Da muss man noch ca. 1 Minute draufhauen, da diese Zeiten angeblich in der Kurve unmittelbar vor dem 10%-Anstieg genommen wurden. Der "offizielle" Beginn der Steigung (noch recht flach dort) ist etwa 700m früher, kurz nach der Brücke/Anzweigung.

EDIT: noch was aus alten Zeiten:
41'50 - Laurent Fignon, 1989
48'00 - Bernard Hinault et Greg Lemond, 1986
Von Rooks/Theunisse (1988) sind ca. 42'00 überliefert.


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