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Geschrieben von DjHans am 26.04.2006 um 22:32:

 

An sauberen Sport kann man doch schon lange nicht mehr glauben.

Trotzdem schön zu sehen, dass sich einige für so etwas freiwillig zu Verfügung stellen.

Etwas wahres kann an der Aussage von L'Equipe durchaus dran sein.



Geschrieben von blaireau am 26.04.2006 um 23:29:

Daumen runter!

Zitat:
Original von Tourmalet
Was für Heulsusen!

Superpeinlich, dieser Kommentar! Kann nur von jemandem kommen, der noch gar nichts begriffen hat.



Geschrieben von Tourmalet am 27.04.2006 um 00:56:

 

Ich schalte den Fernseher ein, um gute Unterhaltung zu sehen. Wenn die Unterhaltung vorbei ist, mach ich die Kiste aus und kümmer mich erst wieder darum, sobald ich das nächste Rennen genieße. Was die Radler in der Zwischenzeit machen, juckt mich höchstens peipher.
Es gibt auch keinen Grund, weshalb mich der Prozess zwischen drin interessieren müsste.
Wenn ich beispielsweise eine Band toll finde, dann genieße ich auch die Alben bzw. die Konzerte. Wenn die Künstler sich im bSchaffensprozess täglich wegdröhnen, dann finde ich das vielleicht tragisch, aber mehr auch nicht. Trotzdem kaufe ich mir die Alben, so sie mir gefallen.
Ich würde es auch lächerlich finden, wenn sich beispielsweise Silbermond darüber beschweren würden, dass sie nur deshalb keine guten Songs schreiben, weil sie clean sind.
Das Gleiche gilt für den Radsport. Es ist doch klar, dass Hochleistungssport generell nicht eben gesundheitsförderlich ist, genauso wenig wie 14 Stunden-Tage eines Investmentbankers oder der Lebenswandel eines Popstars gesundheitsförderlich sind. Als Sportler muss ich eben abwägen, ob mein Grenznutzen durch begleitende Präparate größer oder kleiner als mein Grenzopfer, dass ich en passant mit einnehme, ist. Wenn ja, dann nehme ich die Substanzen, wenn nein, lass ich es bleiben. Deswegen aber rumzuflennen ist absurd, da nie ein Geheimnis bestand, wie der Hase läuft.



Geschrieben von teufelsberg am 27.04.2006 um 01:25:

 

nicht alles, was hinkt, ist auch ein vergleich. sei's drum, aber das:

Zitat:
Original von Tourmalet
Deswegen aber rumzuflennen ist absurd, da nie ein Geheimnis bestand, wie der Hase läuft.


trifft es nicht. viele geben nämlich vor, das es anders läuft, und vielleicht gibt es sogar zaghafte ansätze (muss man nicht teilen).
jedenfalls kann man sich über falschspielende igel mal ganz moderat beklagen.



Geschrieben von Flahute am 27.04.2006 um 09:48:

  RE: L'Equipe

Zitat:
Original von maki
Allerdings dürfen diese nicht zu Dopinguntersuchungen herangezogen werden sondern nur für wissensschaftliche Untersuchungen und für die Langzeitbeobachtung des medizinischen Fahrerprofils.


Was sind sie dann überhaupt wert? Da wird der an sich nachahmenswerte Grundgedanke gleich wieder komplett verwässert... hoffnungslos



Geschrieben von Flahute am 27.04.2006 um 09:52:

 

Zitat:
Original von Tourmalet
Ich schalte den Fernseher ein, um gute Unterhaltung zu sehen.


Und ich schalte den Fernseher ein, um fairen Sport zu sehen, der sich innerhalb der Grenzen des Reglements bewegt. Und zu diesem Reglement gehört, dass die Einnahme von leistungssteigernden Substanzen verboten ist!
Warum sollte also mein Bedürfnis nach regelgerechtem Sport weniger wert sein als Dein Bedürfnis nach purer Unterhaltung?

Ganz abgesehen davon, dass der Zusammenhang zwischen Doping und sportlicher Leistungssteigerung wissenschaftlich erwiesen ist, der Zusammenhang zwischen Drogenkonsum und guter Musik jedoch nicht! Augen rollen



Geschrieben von Brian am 27.04.2006 um 10:00:

 

Zitat:
Original von Tourmalet
Ich schalte den Fernseher ein, um gute Unterhaltung zu sehen. Wenn die Unterhaltung vorbei ist, mach ich die Kiste aus und kümmer mich erst wieder darum, sobald ich das nächste Rennen genieße. Was die Radler in der Zwischenzeit machen, juckt mich höchstens peipher.
Es gibt auch keinen Grund, weshalb mich der Prozess zwischen drin interessieren müsste.


ohje...
Meinst du das eigentlich ernst? Getreu dem Motto "Spiele fürs Volk"... Die Sportler als Gladiatoren? Jetzt verstehe ich endlich, warum du den grandiostesten aller Radsportler aus dem Land der unbegrenzten (medizinischen) Möglichkeiten so toll findest.
Na, wenigstens deine Einstellung ist konsequent... Dann geh ich eben

Zitat:
Original von Tourmalet
Ich würde es auch lächerlich finden, wenn sich beispielsweise Silbermond darüber beschweren würden, dass sie nur deshalb keine guten Songs schreiben, weil sie clean sind.


Gibt es im Popbusiness Regeln, nach denen Künstler nichts einwerfen dürfen? Seit wann ist das Musikgeschäft ein sportlicher Wettbewerb mit definierten Regeln?
Der Vergleich hinkt, wie Vergleiche nicht stärker hinken könnten...

Zitat:
Original von Tourmalet
Das Gleiche gilt für den Radsport. Es ist doch klar, dass Hochleistungssport generell nicht eben gesundheitsförderlich ist, genauso wenig wie 14 Stunden-Tage eines Investmentbankers oder der Lebenswandel eines Popstars gesundheitsförderlich sind. Als Sportler muss ich eben abwägen, ob mein Grenznutzen durch begleitende Präparate größer oder kleiner als mein Grenzopfer, dass ich en passant mit einnehme, ist. Wenn ja, dann nehme ich die Substanzen, wenn nein, lass ich es bleiben. Deswegen aber rumzuflennen ist absurd, da nie ein Geheimnis bestand, wie der Hase läuft.


Wenn du das Ganze im jugendlichen Leichtsinn geschrieben hast, alles klar und in Ordnung. Vielleicht kommst du aber selbst mal in die Situation deine zitierten 14 Stunden am Tag zu arbeiten, mal sehen wie du dann darüber denkst... verletzt sein



Geschrieben von Horatio am 27.04.2006 um 10:17:

 

Zitat:
Original von Flahute
Zitat:
Original von Tourmalet
Ich schalte den Fernseher ein, um gute Unterhaltung zu sehen.


Ganz abgesehen davon, dass der Zusammenhang zwischen Doping und sportlicher Leistungssteigerung wissenschaftlich erwiesen ist, der Zusammenhang zwischen Drogenkonsum und guter Musik jedoch nicht! Augen rollen



najaaa, vielleicht nicht auf Seiten der Schaffenden. Bei den Hörern jedoch...

Übrigens halte ich die Einstellung von Tourmalet für völlig in Ordnung und legitim, auch wenn sie ganz bestimmt nicht die meine ist.



Geschrieben von gardener am 27.04.2006 um 10:55:

  Wenn

man mit offenen Augen diesen Sport verfolgt, kann man sich Tourmi eigentlich nur anschließen, alles andere wäre Romantik oder unmoralischer Voyeurismus.
Ich persönlich nehme das ganze längst nicht mehr so wichtig, wie ich das früher einmal getan habe.



Geschrieben von Michelin-Männchen am 27.04.2006 um 11:00:

  Schlagworte

Wozu gibt es Regeln? Damit sie ausgetestet werden?
Ist der Grenznutzen von Doping vergleichbar dem Grenznutzen eines Jobs, bei dem 14 Stunden tägliche Anwesenheit erwartet wird?
Welche Auswirkung hat eine chemisch betriebene Bewusstseinserweiterung Einfluss auf künstlerische Qualität?

Das sind alles ziemlich interessante Fragen. Trotzdem denke ich, Du könntest in die Analyse dieser bzw. Deiner Antworten noch etwas mehr Sorgfalt legen, denn der Vergleich mit Musik, Sport und Investmentbanking erschliesst sich mir noch nicht vorllständig.



Geschrieben von Heinz Helfgen am 27.04.2006 um 11:17:

  RE: Wenn

hm...
... abgesehen davon, dass das Rino früher besser konnte als Tourmi heute
... und auch wenn man den Radsport nur als Unterhaltungs-Konsument wahrnimmt.

immer noch besser Anti-Doping Romantik Mädchen ... als Mafia Il Pirata

meine bescheidene persönliche Meinung



Geschrieben von teufelsberg am 27.04.2006 um 11:21:

  RE: Wenn

rino ist ja auch ganz konsequent erster apotheken-fanclub-vorsitzender. *unschuldigtu*



Geschrieben von blaireau am 27.04.2006 um 11:28:

 

Zitat:
Original von Horatio
Übrigens halte ich die Einstellung von Tourmalet für völlig in Ordnung und legitim, auch wenn sie ganz bestimmt nicht die meine ist.

Die Einstellung, diejenigen als "Heulsusen" zu bezeichnen, die an Regeln oder Gesetze erinnern, das halte ich nicht mehr für völlig in Ordnung oder legitim.



Geschrieben von Kaiserstuhl am 27.04.2006 um 11:30:

  RE: L'Equipe

Zitat:
Original von blaireau
[

Das Verbände aufblühen (italienische Ausdauer, spanische Radfahrer, chinesische Schwimmerinnen, finnische Langläufer etc. etc.) allein wegen gut organisiertem Doping, das ist erweisen. Warum sollten dann Verbände nicht untergehen können, wenn sie sich zeitgemässen Methoden verweigern?


Nurmi hat gedopt?
Das Idol meiner Kindheit?

NIEMALS



Geschrieben von MrsFlax am 27.04.2006 um 11:31:

 

Zitat:
Original von blaireau
Die Einstellung, diejenigen als "Heulsusen" zu bezeichnen, die an Regeln oder Gesetze erinnern, das halte ich nicht mehr für völlig in Ordnung oder legitim.


... ist ja aber mittlerweile allgemein verbreitet - und nicht nur auf den sport beschränkt. ich persönliche finde es widerlich. aber das ist natürlich geschmackssache.



Geschrieben von Kaiserstuhl am 27.04.2006 um 11:32:

  RE: L'Equipe

Acht Wörter und drei Mal editiert.

Mein Rekord.



Geschrieben von kuestentanne am 27.04.2006 um 11:36:

 

Zitat:
Original von MrsFlax
Zitat:
Original von blaireau
Die Einstellung, diejenigen als "Heulsusen" zu bezeichnen, die an Regeln oder Gesetze erinnern, das halte ich nicht mehr für völlig in Ordnung oder legitim.


... ist ja aber mittlerweile allgemein verbreitet - und nicht nur auf den sport beschränkt. ich persönlich finde es widerlich. aber das ist natürlich geschmackssache.


Gut gemacht



Geschrieben von wagenge am 27.04.2006 um 11:53:

 

Zitat:
Original von MrsFlax
ich persönliche finde es widerlich. aber das ist natürlich geschmackssache.


aber eigentlich sollte man, ob der gewollten/ungewollten öffentlichen selbst-demontage tourmis, mitleid mit ihm haben Tröstesmilie



Geschrieben von Tourmalet am 27.04.2006 um 12:09:

 

Zitat:
Original von blaireau
Zitat:
Original von Horatio
Übrigens halte ich die Einstellung von Tourmalet für völlig in Ordnung und legitim, auch wenn sie ganz bestimmt nicht die meine ist.

Die Einstellung, diejenigen als "Heulsusen" zu bezeichnen, die an Regeln oder Gesetze erinnern, das halte ich nicht mehr für völlig in Ordnung oder legitim.


Ich zweifele doch sehr stark an der Ehrenrührigkeit der L'Equipe..
So steht auf der Lohnliste der ASO ein Bernard Hinault, der zu seiner Zeit relativ erfolgreich gewesen sein muss und bekanntermaßen nur mit Buttermilch und Stullen zu seinen Resultaten fuhr.
Die Spitzenfahrer vor 40 Jahren haben sich was eingeschmissen und die von heute tun dies ebenfalls.

Sauberer Spitzensport ist eine Illusion.



Geschrieben von blaireau am 27.04.2006 um 12:19:

 

Zitat:
Original von maki
Wie nun, wenn die gegenwärtige weltweit präsentierte (westlich orientierte) strikte Anti-Dopinghaltung nur ein letztes Aufbäumen vor dem Kollaps ist?

Ich bin mir nur nicht im Klaren, WAS oder WER kollabiert, wenn es keinerlei Kontrollen mehr gibt nach der Zieldurchfahrt.


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