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Geschrieben von teufelsberg am 23.09.2003 um 12:10:
auch bei olympia wird sich herausstellen:
GRÖSSE ist nicht alles!
Geschrieben von teufelsberg am 23.09.2003 um 12:13:
zur streckenführung: leipzig-rostock-ruhrgebiet wären ja fünf fast völlig platte etappen, kann ich mir nicht vorstellen.
wie wäre denn rostock-leipzig (zwei tage zum einrollen) und dann richtung westen durch die mittelgebirge?
Geschrieben von keizersosze am 23.09.2003 um 12:46:
jo
Harz - Nordhessen - Sauerland - Bergisches Land
warum nicht?
Geschrieben von ISPO Hoffi am 23.09.2003 um 12:46:
also ich wäre auch sehr dafür wenn die D-Tour mal einen abstecher nach Brandenburg machen würde...oder sogar in die Hauptstadt....ich mein wär doch mal ne Idee ne west-ost strcke oder wenns reicht sogar nord-süd....das hat doch alles drin....von kante bis berg....das hätte potenzial!
Geschrieben von karteikarte am 23.09.2003 um 12:58:
Mal eine kurze Erklärung von mir:
Ich habevom Prinzip her nichts gegen "neue" Rennen. Mich hat an der D-Tour und auch an den HEWs ganz einfach deren Auftreten gestört. Die D-Tour ist im internationalen Kalender eine ganz "poppelige" Etappenfahrt. So wie viele andere auch. Deren Auftreten im ersten Jahr war aber ein ganz anderes. Sie sahen sich fast schon in einer Reihe mit Giro und Vuelta. Und dies ist es was mich bis zum heutigen Tage so stört. Die Eneco-Tour praktiziert seit Jahren einen anderen Weg. Sie haben das Rennen immer mehr professionalisiert und sich so einen festen Stand im Kalender und bei der UCI erarbeitet. Eine Höherstufung war deshalb die logische Konsequenz.
Ausserdem wird die D-Tour immer als Mega-Event präsentiert, zu dem möglichst viel Show am Rande gehört. Dies haben andere Rennen zum Glück nicht nötig. Die lassen ganz einfach nur den Radsport sprechen!
Geschrieben von vmart77 am 23.09.2003 um 13:11:
ohne die d-tour zum event zu machen kein fernsehen. ohne fernsehen keine d-tour...so einfach ist das. was bleibt den organisatoren anderes übrig?
Geschrieben von Kalmit am 23.09.2003 um 13:18:
@karteikarte: gut, okay.

Aber besser eine überpräsentierte, 1-wöchige mittelklasserundfahrt als gar nix.

Ich bin auch gar nicht so weit weg von deiner Meinung, dass man es bei der d-tour mit der Show ein wenig übertreibt. Aber so bringt man das gemeine Volk halt an die Straßen und vor die Glotze! Und das wollen doch alle. So werden Fans geboren, das Interesse am Radsport geweckt.
Und der d-tour fehlt es halt auch an spannenden Bergetappen (ist in D leider aufgrund der topographie nicht möglich) - dass muss man halt irgendwie anders wettmachen; die Möglichkeiten sind deutlich eingegrenzt!
Geschrieben von karteikarte am 23.09.2003 um 13:44:
| Zitat: |
Original von Kalmit
Und das wollen doch alle. So werden Fans geboren, das Interesse am Radsport geweckt.
|
Werden so wirklich Fans geboren? Oder wird dort nicht einfach nur die Sucht der Leute nach immer mehr Spassevents befriedigt?
@vmart77
Ist das wirklich so?
Geschrieben von vmart77 am 23.09.2003 um 13:51:
davon gehe ich aus, sonst hätte es sicher auch vor "1997" dauerhaft eine d-tour gegeben und nicht erst wieder mit dem aufkeimenden interesse der tv-sender.
Geschrieben von Kalmit am 23.09.2003 um 13:59:
@karteikarte:
weiß ich nicht, kann ich dir nicht sagen. Ich vermute es mal. Also als ich am Samstag und Sonntag vor bzw. hinter den Fahrern der RLP-Tour gefahren bin, waren es vor allem die Kids, die einem richtig toll angefeuert haben. So weckt man bei denen erstmal das Interesse. Und darum geht´s doch. Den kleinen ist das drumherum egal. Die freuen sich, wenn sie ne gelbe Oddsethand und ein Fähnchen kriegen. Ich bin da anders. Obwohl ich bei der Tdf dieses Jahr auch mal einiges an Souvenirs von der Werbekarawane eingesammelt hab...

- u. a. endlich mal ne PMU-Hand!
Aber ich seh das alles nicht so kritisch wie du. Lass doch die Leute am Radsport Spaß haben, die sich nicht so detailliert mit der Materie auseinandersetzen wollen. Ich tu das auch nicht mehr so intensiv wie früher, ich fahr selber und kümmer mich weniger um die Profis!
Geschrieben von teufelsberg am 23.09.2003 um 14:40:
dass die sat1-zeit nur sehr schwer zu ertragen war, dürfte wohl (hier) allgemein zustimmung finden; dieser ganze event-hype der spassgesellschaft geht einem echt auf den

.
aber hews und d-tour sind doch mittlerweile recht etablierte veranstaltungen und mE mit positiver wirkung auf den radsport hier zu lande
in der regel hat alles zwei seiten, für sponsoren ist wohl gerade der hype entscheidend.
obwohl natürlich auch die gefahr des kurzfristigen engagements besteht (bianchi dürfte wohl jedem der zielgruppe-rennradkäufer- für jahre bekannt sein.
Geschrieben von Raktajino am 23.09.2003 um 14:58:
hier "im osten" gibts viele wirkliche alte radsportfans. warum wurden sie radsportfans? weil sie die friedensfahrt verfolgt haben. warum haben sie die friedensfahrt verfolgt? weil sie hochgepusht wurde.
es is doch wohl legitim dass man rennen medienpräsenter macht.
hach, ich muss einfach noch was zum thema olympia sagen
hätte hamburg denn mit paris, london, etc konkurieren können? nein. auch nich groß und bedeutend genug. leipzig dagegen kann die ganze sache umdrehen und die nichtvorhandene kommerzielle größe als trumpf ausspielen - ein olympia, welches nich "höha schnella weita" is (goil, ein rhp-zitat

) is, sondern ein eher familiäres und schönes olympia.
nunja, das wirklich positive an der ganzen sache wäre, dass leipzig damit ein nigelnagelneues velodrom bekäme
Geschrieben von karteikarte am 23.09.2003 um 16:14:
| Zitat: |
Original von Raktajino
hier "im osten" gibts viele wirkliche alte radsportfans. warum wurden sie radsportfans? weil sie die friedensfahrt verfolgt haben. warum haben sie die friedensfahrt verfolgt? weil sie hochgepusht wurde.
es is doch wohl legitim dass man rennen medienpräsenter macht.
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Die Friedensfahrt wurde aber aus ganz anderen Gründen gepusht. Womit ich dies auf keinen Fall verteidigen möchte!
Interessant sind hierbei aber die letzten Jahre nach der Wende. Die Friedensfahrt war Anfang der Neunziger Jahre tot. Verschrien als politische Ostveranstaltung.
In den letzten Jahren besinnen sich aber wieder sehr viele auf die Tradition dieses Rennens abseits der Politik. Der Radsport hat die Tradition dieses Rennens begründet und nicht irgendwelche anderen Ziele die damit verfolgt wurden. Sehr interessanter Aspekt!
Geschrieben von Raktajino am 23.09.2003 um 17:37:
ja, natürlich warens andere gründe. aber die alten fans von damals gehen jetzt immernoch/wieder an die strecke, denn sie wollen heute wie damals keine sozialistische propaganda, sondern radsport. vielleicht entwickelt sich die d-tour ähnlich. kleines gedankenspiel: ulle will niemals mehr fahren. bianchi löst sich daraufhin auf. holczer hat mitleid mit den ganzen arbeitslosen profis, und kauft sie alle ein. nach ein paar wochen is auch gerolsteiner pleite und zerstritten, da die italiener nich mit den spaniern konnten. telekom kauft immer mehr ausländer, entlässt alle deutschen und entfremdet sich immer mehr von der bevölkerung in deutschland. wiesenhof musste dichtmachen da es auf allen wiesenhof-höfen in deutschland zu hühnerkrankheiten kam, und der konzern sein geld erstmal in seine viecher stecken will, und nich mehr in ein radteam. fazit: kein deutsches team mehr, das interesse der medien am radsport is gleich null, die sportliebende bevölkerung wendet sich wieder vermehrt handball, volleyball etc zu, eurosport überträgt nur noch curling und motorradrennen. radsportfans werden in deutschland zu einer aussterbenden art. nichtsdestotrotz lassen sich die organisatoren der d-tour nich ins bockshorn jagen. nachdem schon die hew's dichtgemacht haben, ruk und der henninger nur noch als reine juniorenrennen gehandhabt werden, und die friedensfahrt nur noch von polen nach tschechien (und andersrum) geht, is die d-tour das einzige große rennen in deutschland welches noch ausgetragen wird. dort treffen sich jährlich die hardcore-fans, der underground, die freaks. und dann wirst auch du dabeisein und von der "tradition dieses rennens abseits der medien" reden. dann sprechen wir uns wieder...
Geschrieben von ISPO Hoffi am 23.09.2003 um 17:37:
also hier war die friedensfahrt nie verschrien!das einzige problem das sie hatte war nach der wende die fehlenden investoren und die fehlende bedeutung im sport...da auf einmal für die ost-sportler mehr möglich war...und die friedensfahrt war eben nichtmehr das top-event....die sportler blieben aus...die fans nicht!
Geschrieben von Chianni am 23.09.2003 um 18:31:
Ich fürchte
Rakta,bei dem von Dir beschriebenen Szenario wäre es gerade die D-Tour,die als erstes vom Plan gestrichen wird.
Geschrieben von karteikarte am 23.09.2003 um 19:05:
RE: Ich fürchte
| Zitat: |
Original von Chianni
Rakta,bei dem von Dir beschriebenen Szenario wäre es gerade die D-Tour,die als erstes vom Plan gestrichen wird. |
Genau dies war auch mein Gedanke. Rennen wie RuK wird es auch dann noch geben. Hinter diesem Rennen stehen nämlich Leute, die nicht irgendeinen Modetrend hinterher laufen, sondern diese Veranstaltung aus Liebe zum Radsport veranstalten. RuK gab es vor Ulle und Ete und wird es auch noch danach geben. Bei der D-Tour würde ich dafür meine Hand nicht ins Feuer legen.
Geschrieben von Brägel am 23.09.2003 um 19:28:
| Zitat: |
Original von teufelsberg
die D-tour hat durchaus auch tradition! |
Tradition?
Der Trabi war durchaus auch ein Auto
Geschrieben von Brägel am 23.09.2003 um 19:43:
@Karteikarte
| Zitat: |
Original von karteikarte
[Die Friedensfahrt wurde aber aus ganz anderen Gründen gepusht. Womit ich dies auf keinen Fall verteidigen möchte!
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Ich will ja hier nicht den Seperatisten raushängen lassen aber,Du weißt nichts über die Friedensfahrt von damals.
Das Zuschauerinteresse war riesig, da träumt die D-Tour in 10 Jahren noch davon.
Die Leute sind dort hin gegangen, weil sie Radsport sehen wollten und die damals deutschen Idole anfeuern wollten.
Diese Veranstaltung wurde zwar propagandistisch ausgeschlachtet, aber deshalb sind die wenigsten hingegangen.
Der Radsport hatte und hat im Osten eine andere Tradition als im Westen.
Schade ist nur, daß das Sponsoreninteresse bei der Friedensfahrt nicht so hoch ist wie bei der D-Tour.
Geschrieben von Checker am 23.09.2003 um 19:47:
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Original von Brägel
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Original von teufelsberg
die D-tour hat durchaus auch tradition! |
Tradition?
Der Trabi war durchaus auch ein Auto
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Kleiner Hinweis: die D-Tour gibt es nicht erst seit '99...
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