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Geschrieben von MrsFlax am 05.05.2007 um 10:53:

 

Zitat:
Original von Donishäusle
Wer könnte das gewesen sein schwer am Nachdenken


das foto vornedran ist das hier -> klick!



Geschrieben von Cerebellum am 05.05.2007 um 10:54:

 

Zitat:
Original von Donishäusle
Zitat:
Original von MrsFlax
sehr geil vor allem das hier:
http://fotos.henninger-rennen.de/velotour07/RUP/pictures/picture-578.jpg

großes Grinsen


Wer könnte das gewesen sein schwer am Nachdenken


Das bin ich - Häuptling Halbe Hose - auf dem Bild davor bin ich unscharf drauf. t-mobile-profi beim anblick eines t-mobile-fans



Geschrieben von MrsFlax am 05.05.2007 um 10:55:

 

ich nehme an, das bestellst du, oder? großes Grinsen



Geschrieben von Cerebellum am 05.05.2007 um 11:00:

 

Klar, wann kriegt man schon Kunst-Fotos meines verknöcherten Käsebrötchens in Team-Reizwäsche so günstig angeboten.



Geschrieben von ogkempf am 05.05.2007 um 12:38:

 

Zitat:
Original von Cerebellum
Das bin ich - Häuptling Halbe Hose - auf dem Bild davor bin ich unscharf drauf. t-mobile-profi beim anblick eines t-mobile-fans


Angeber...du hättest auch einfach erwähnen können wie krankhaft schnell du an der Stelle warst, statt das hier so auszuschmücken zahnlos



Geschrieben von Donishäusle am 05.05.2007 um 13:09:

 

Ich stelle fest: es ist durchaus möglich scharfe Fotos von radelnden Objekten zu schießen, die sich in Krichgeschwindikeit einen Berg hinauf bewegen..nönönööö

das bin ich....



Geschrieben von Michelin-Männchen am 05.05.2007 um 15:16:

  Wenn sich hier alle outen

Das bin ich, ca 10 min hinter meinem berechneten Schnitt.



Geschrieben von Barus am 05.05.2007 um 15:36:

  RE: Wenn sich hier alle outen

Tada... Dann geh ich eben



Geschrieben von discman am 05.05.2007 um 15:44:

  RE: Wenn sich hier alle outen

Am Ruppertshainer hab ich mich nicht gefunden, aber dafür bei der Zielankunft: Klick - nach gewonnenem Sprint.



Geschrieben von Harzer Radfahrer am 05.05.2007 um 16:24:

großes Grinsen RE: Wenn sich hier alle outen

Mein Gott... Wie auch einer Picknick-Tour...Jörg Ludewig

http://fotos.henninger-rennen.de/velotour07/RUP/large-1372.html



Geschrieben von Niggel am 05.05.2007 um 16:48:

  RE: Wenn sich hier alle outen,

dann will ich auch mal.

Quäl dich, du Sau

Und noch einmal

Da ging's mir aber schon wieder besser. Die Beine gingen wieder rund



Geschrieben von Raktajino am 05.05.2007 um 17:58:

  RE: Wenn sich hier alle outen,

freude am radsport - sieht zumindest so aus großes Grinsen
hier eher nicht
aber hier!



Geschrieben von Niggel am 05.05.2007 um 21:34:

würg Der 1. Mai 2007

Da stand ich nun im Block B neben Peso. Mein angegebener Schnitt von 35 Km/h brachte mich in diese von mir gewünschte Startposition.
Checker, Donishäusle und co. würde ich beim besten Willen nicht folgen können, das war mir klar. Peso kannte ich ja noch nicht, aber er soll sich sogar in Checkers Gegenwart bei gemeinsamen Touren gelangweilt haben.
Puhhhh, das wird hart.

Meine geplante Renn-Strategie:

Vom Start weg im schnellen Feld mitrollen, dann in den "bergigen" Streckenteilen angreifen. Das habe ich im Frühjahr und letzte Woche auf Malle trainiert. Ab dem Ruppertshainer wollte ich dann eine schnelle Gruppe finden und mit hohem Tempo ins Ziel rauschen.


Der Start:

Nach nur wenigen Sekunden ging's los. Aber hoppla, was ist das! Wir waren noch nicht auf der Strasse, da zeigte mein Tacho schon 40+
Durch die Vororte lag das Tempo bei mörderischen 55 - 60 Km/h.
Keine geordnete Gruppe, kein Feld, fast nur Einzelkämpfer, die wie von der Terantel gestochen, Gas gaben.
Ich konnte einigermassen mithalten, fuhr viel im Wind und machte tatsächlich einige Plätze gut.
Peso konnte ich ca. 10 km in Sichtweite halten, dann machten mir meine Beine unmissverständlich klar, dass sie nicht mehr lange Bock auf diese Plackerei hätten. Wie war noch meine Strategie?

Kurz vor Epstein war es dann fast um mich geschehen. Ich war total platt. Ich weiss nicht, was es war. Kein Brennen in den Beinen, keine Krämpfe, einfach keine Kraft mehr, total leere Beine.
Ich dachte mir schon eine Ausrede aus, für den Fall, dass ich aufgeben sollte.
Den Schulberg schaffte ich recht gut, aber dann kamen etliche Gruppen von hinten angerauscht, die ich vorher überholte.
Die bereicherten sich meiner anfangs zurechtgelegten Taktik und holten jetzt mächtig auf.
Ich Held musste ja mit den Schnellen erst mal vorne weg preschen. Allerdings war ich nicht der Einzige, der schon platt war. Immer mehr fielen ebenfalls zurück.


Hobbyfahrer sind verrückt:

Ein wenig an Komedie erinnert folgende Scene, wenn's nicht so gefährlich wäre.
Eine riesige Traube von ca. 50 Leuten fuhr mit 50 Km/h, die komplette Strassenbreite ausnutzend, auf eine Engstelle zu. Wer glaubt, auch nur Einer hätte nachgegeben, irrt gewaltig.
Die Folge war ein nicht zu vermeidender Massensturz.

Im Taunus:

Jetzt im Taunus zwischen Schulberg und Ruppertshainer, wo ich eigentlich meine Stärken ausspielen wollte, war ich ein Häuflein Elend, dass verzweifelt versuchte, eine der vielen Gruppen zu halten, die fast unaufhörlich an mir vorbei zogen.
Dann fuhr Cerebellum auf und wir hielten ein Schwätzchen. Er schlug vor bis zum Ruppertshainer gemeinsam zu fahren. Ich willigte ein, konnte sein Hinterrad aber nicht sehr lange halten.

Immerhin viel es mir bei den Bergaufstücken immer leichter Tritt zu fassen. Ich konnte bald wieder mithalten und am Ruppie überholte ich sogar wieder einige Gruppen.
Es ging wieder aufwärts mit meiner Moral.

Die Abfahrt war schnell und hektisch. Im steilsten Stück lag Jemand auf dem Seitenstreifen, schon ärztlich versorgt. Mein Tacho zeigte 71 Km/h an, wobei ich kein Kamikazeabfahrer bin. Das war jedenfalls nicht lustig.
Ich habe bei einem Event noch nie so viele Stürze gesehen wie an diesem Tag.


Durchs flache Land

Jetzt in der schnellen zweiten Rennhälfte fanden sich die Gruppen zusammen, und es ging in halbwegs schnellem Tempo Richtung Frankfurt.
Irgendwie hatte aber keiner Lust, mal das Tempo richtig anzuziehen.
Jedenfalls solange nicht, bis das Tandem heranrauschte.
Ich reagierte sofort und hing mich an das Grüppchen dran. Der Tandem-Lenker versuchte zwar durch Zick-Zackfahren die lästigen Lutscher abzuschütteln, aber wir waren wendiger.
Zurecht fluchte der Steuermann einige Male. Ich versuchte auch mal in den Wind zu gehen, aber nach einer halben Radlänge versauerte ich wieder. Mann, ist so ein Tandem lang.

An den leichten Kuppen hatten die Beiden aber ihre Probleme. Hier konnten wir uns etwas abwechseln. Nach der Auffahrt zum Henningerturm kam das Tandem aber wieder und sorgte erneut für ordentlich Speed.
Dieses Mal kam ich sogar ohne Krämfe bis zum Ziel. Ich hatte ja auch brav meine Flaschen geleert und genehmigte mir unterwegs auch die gereichten Flaschen, wobei die dieses Jahr endlich mal nicht mit Sprudel gefüllt waren.

Für eine echten Sprint reichte es zwar nicht mehr, aber ich war froh im Ziel zu sein und diese Tortour hinter mir zu haben.

Das Usertreffen löste sich trotz schönstem Wetter bald auf, eigentlich schade, aber einige hatten doch einen ordentlichen Heimweg.


Fazit:

Ich hatte viele Fehler gemacht. Wenn ich mich an meine Taktik gehalten hätte, wäre etwas mehr drin gewesen. Die Spitze wäre aber eh unerreichbar gewesen.
Das hatte ich aber auch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen.
Letztendlich bin ich zufrieden, auch wenn ich mich nach dem Rennen über meine eigene Dummheit geärgert hatte.
An diesem Tag war es ohnehin wichtiger, sturzfrei durch zu kommen. Und dass ist mir gelungen.



Geschrieben von Donishäusle am 05.05.2007 um 22:00:

  RE: Der 1. Mai 2007

Schöner Bericht Gut gemacht

Mal ne Frage hattest Du Dein Trainingslager auf Malle genau die Woche vom 22-27 April oder davor. meiner Erfahrung nach braucht mannämlich schon ein paar Tage bis man das gut verdaut hat.

Übrigens:

Tandem? Pah da gibts noch andere Sachen großes Grinsen

Klick



Geschrieben von Niggel am 05.05.2007 um 23:05:

  RE: Der 1. Mai 2007

Ja, das Trainingslager ging von Sonntag bis Sonntag. D.h. Sonntag und Montag waren Ruhetage.
Dabei hatte ich bewusst die (sehr) intensiven Einheiten auf die ersten Tage gelegt und bin ab Wochenmitte nur noch lange Strecken "rumgerollt".
Sicher war das nicht ganz optimal, aber terminlich leider nicht anders möglich gewesen.

Ist diese Drei-Mann-Combo wirklich keine Fotomontage? Die Trikos ähneln jedenfalls denen der drei Top-Skater, die an einer Autobahnüberführung im Verband bei Tempo 35 an uns vorbei zogen. (Welche Schande)

Hast du eigentlich schon was von der Orga gehört, was euer Missgeschick betrifft?
Mir ging's übrigens fast genauso. ich wäre auch dort beinahe falsch abgebogen.
Die Kennzeichnung war jedenfalls nicht sehr gut. Ich bin einfach den Leuten nachgefahren, die Block C, B auf der Rückennummer hatten.



Geschrieben von peso am 07.05.2007 um 17:27:

 

Motivation

So ganz eigentlich ist es natürlich kompletter Unsinn, über 400 km durch die Republik zu fahren und drei herrliche Mittelgebirge auf dem Weg zu ignorieren, nur um an ein paar lausigen Taunushügeln die Hobbyfahreregos zu kreuzen. Nur wird Checkers Gejammer, wieder schwächer trainiert zu sein als im Vorjahr, von Henninger zu Henninger stärker und ich fürchtete um den Eindruck, den man von uns Sachsen westlich des stillgelegten Kaltkriegerlimes haben mochte. Würde man noch immer von der Ankunft der Kannibalen reden, gelänge es uns weiterhin, das Weiß ins Auge der Opfer zu schrecken?

Vorbereitung

Zum ersten Mal überhaupt legte ich keinen mehrmonatigen Winterhiatus ein und fuhr brav für den Winterpokal durch die dauergefrostete Eislandschaft, wo sich Polarfüchse und Eisbären gerne mal bei der Hobbyfahrertreibjagd ein bißchen aufwärmen. Mit reformatorischer Konsequenz ignorierte ich die Irrlehre von der Grundlagenausdauer und mußte mir bald die ersten Warnungen anhören, irgendwann keine Freunde mehr zu haben. Schließlich beginne ich auch mit der erniedrigendsten Art menschlicher Fortbewegung, dem Laufen, finde doch tatsächlich Gefallen daran und darf nun mit verschiedenen Saisonzielen im Trainingsplan jonglieren. Hinzu kam meine alte Liebe für mittelgebirgsakkumulierenden Aberwitz, welche an so manchem Wochenende die Trainingstheorie dem Höhenmeterrausch opferte.

Kurz, ich war so gut in Form wie noch nie!

Vorspiel

Mit der schwäbischen Ausgabe von Checker (Donishäusle) hatte ich mich für den Montag zur laktatlauen Rekognoszierung verabredet, brachte meinen Trainingsprimus aus Leipzig (Barus) mit, der mir sowohl Yakovlev als auch Rodriguez sein sollte, und sammelte auf dem Weg nach Eppstein noch ein orientierungsblindes Leipziger Rennhuhn ein.
Das berüchtigte Pflaster erwies sich als angenehm harmlos und hätte so manchen Bürgermeister im Burgenlandkreis verbittert nach insfrastrukturellen Transferleistungen rufen lassen.
Was hätte ich ohne Steigungsmesser am Rad nicht gewettet, daß dieser Schulberg nie und niemals > 15%...ok, es waren doch 19%, die wir flott bis zum "Plateau" absolvierten. Von den aufgestellten Strohballen in der ausladenden Rechtskurve war ich doch einigermaßen schockiert, hier würden morgen sicher echte Fans ihren Klappstuhl in die erste Reihe stellen und mit Popcorn zur Action rascheln...
Ruppertshainer und die Steile Wand in Meerane haben eines gemeinsam - ihr Mythos übertrifft die Steilheit des Anstiegs bei weitem. Den Beginn hielt ich für die von Wilfried angekündigte Rampe, welche man "schön mit dem großen Blatt..." Na ja...

Vorspiel II

Eine goldene Überlebensregel lautet: "Iß nie eine Bratwurst nördlich des Rennsteigs." Leipzig, Rennsteig, Frankfurt...müßte klargehen!
Nachdem man sich reihum eine Partie im invertierten "Hobbyfahrerreizen" - Wer stapelt ungerührten Blickes die Erwartung noch ein paar Jahreskilometer und km/h tiefer ? - gönnte, quakte Peso so ehrlich wie vorlaut von der genialen Form und hängte die Ergebnislatte mindestens in Checkers luftige Höhe. So ein Vodka wäre vielleicht doch nicht schlecht...?
Überraschenderweise zeigten sich die Anwesenden allesamt als zynisch gewordene Dopinggegner, so daß kein rechter Streit beim wichtigsten Thema überhaupt aufkommen wollte. Nach Raktas leckerem Zuckerkuchen und etwas Tomatensalat verabschiedeten wir uns früh in die warmen Hotelfedern.

Ausführung

In meinem Startblock traf ich noch unseren Winterpokalkapitän Niggel, der sich trotz letztem Geheimtraining auf der Sonneninsel überaus bescheiden gab und dem ich sogar sein TREK nachsehen konnte. Wir unterhielten uns noch kurz über die kommenden Alpenpläne, lauschten konzentriert der Ansprache des Bruchpiloten mit der BDR-Lizenz zum Dampfplaudern und konnten ca. 20-30 Sekunden nach der Spitze endlich auf die Strecke.
So ein echtes Feld gab es ja nicht, eher einen Strom überholender und überholt werdender Fahrer, wobei sich beide Rollen nach jeder Kurvenkombination vertauschen konnten. Anfangs kam ich nicht richtig nach vorne, aber irgendwann sah ich mehr "A"-Startnummern als Block-B-Fahrer und legte motiviert noch einmal nach. Dabei entstand auch bei mir der Eindruck, daß so wahnsinnig schnell gar nicht gefahren wurde, auch meine Atmung meckerte noch nichts von wegen Überanstrengung und Belastungsabbruch. Tatsächlich fuhr ich die ersten 10 km in einem 45er Schnitt, bis nach Eppstein waren es immernoch 42 km/h. Auf einer fürchterlich breiten Straße, wo das Tempo noch etwas zu sinken schien, konnte ich dann endlich die leuchtturmartige Haar-Helm-Kombination erkennen und wußte mich an der Spitze bei Checker und Donishäusle.

Bis zum Schulberg wollte ich dann locker mitrollen, aber es war schon schwer genug, nur die Position im Feld zu halten. Links fuhren immer wieder Leute an die Spitze und man versackte so allmählich im gefährlichen Niemandsland, in dem keine Reaktion auf eventuelle Tempoverschärfungen mehr möglich gewesen wäre. Also durfte man sich alle paar km wieder zum Feldrand arbeiten und kleine Sprints im Gegenwind bis zur Spitze unternehmen, wo man trotzdem aufpassen mußte, sich unauffällig wieder einzuordnen, schließlich wollte man ja auf gar keinen Fall zur Führungsarbeit rekrutiert werden. Ich hatte ausgesprochenes Glück, als in der Anfahrt zum Kopfsteinpflaster ein Teamknecht seinen Helden links am Feld vorbei bugsierte und lange aus dem Wind hielt. Da hängte ich mich an und fuhr sehr weit vorne in die Linkskurve, welche sich allerdings noch schneller mit dem schwarz-weißen Trikot von Donishäusle füllte, der mir so richtig nett die Tür vor der Nase zuschlug. Egal, ich war dort, wo ich sein wollte. Im flachen Teil des Schulberges mußte man bei 6,4% lausige 26 km/h treten, trotzdem kam Checker an mir vorbei und wir stiefelten bergan. Auf dem Plateau war ich völlig blau, hatte ein paar Sekunden Rückstand und überzeugte mich nur mit Mühe, das 42er aufzulegen und die Verfolgung anzugehen. In der Abfahrt bekomme ich schon einen Eindruck davon, was mir später in Glashütten noch deutlicher passieren wird - bergab kann ich kaum ein Rad halten, obwohl ich bestimmt ein guter, risikofreudiger Abfahrer bin.

Nachdem dann alles wieder zusammengelaufen war, schlich es sich recht angenehm bei vorsichtigen Steigungsprozenten dahin. An einigen Rampen mit 4-7% wird kurz getestet, ob auch alle noch wach sind, aber der Streß hält sich in Grenzen. Erst in Kröftel beginnt der Spaß so richtig. Ich sehe die Spitze eine kurze Abfahrt hinabschießen und sie dann mit Schwung in den Anstieg fahren...weiter hinten kam der Anstieg natürlich auch, nur der Schwung war weg. Ah, das war bitter. Ich schaltete 30x19 und kurbelte, was ging und orientierte mich an den Trikots von C4F. Etwas später stürzen zwei bei 6% (?) und auf der Kuppe probiere ich das 42er Blatt und explodiere fast, man sollte hinten schon gegenschalten...
Die Abfahrt ist wieder der blanke Irrsinn. Ich kann kaum ein "Flachlandtier" halten, auch wenn meine Maximalgeschwindigkeit schon bei 84 km/h liegt. Viele Positionen gehen verloren, die scharfe Linkskurve bekomme ich dank der Streckenbefahrung ohne Probleme und dann folgt auch schon der Ruppertshainer. Im Steilstück bei 10-12% geht es mir blendend, meine 30x19 bringen mich weit nach vorne, auch wenn die Spitze schon hinter der Kuppe verschwunden ist.

Bis Frankfurt wird jetzt voll gefahren, immer nach schwarzen Startnummern spähend, da auch die 70-km-Fahrer jetzt auf die Strecke einbiegen und die Rennsituation unübersichtlich wird. Es gelingt mir, bis zur Spitze zu fahren und mich dort im Feld zu verstecken. Plötzlich bremst es vor mir bei 60-65 km/h, ich teste Reaktionsvermögen und Seilzugbremse, werde auch langsamer, da knallt, quietscht, schmirgelt, kracht und kreischt es hinter mir, daß mir Angst und Bange wird. Diese Klangwelle aus splitterndem Metall, Carbon (und wohl auch Hobbyfahrern) kommt näher, ich wäge kurz mein Sündenregister ab und bestehe, darf weiterfahren. Oh Mann. Keine 500m später legen sich direkt vor mir zwei Leute auf die Straße, die ich gerade noch so überspringen/überfahren kann.
In Frankfurt beginnt eine alberne Hetzerei über Radwege, an Straßenbahnschienen entlang, durch irrwitzige Kurvenkombinationen. Ich leide inzwischen schon ganz ordentlich, die Ziehharmonika schlägt unerbittlich zu. (5 km vorher war ich mir noch mit Checker einig - gehobenes RTF-Niveau smile ) Wir passieren das Profiziel auf der Darmstädter Landstraße (32 km/h bei 4,4%) und kommen endlich aus Frankfurt heraus, fahren zurück zum MTZ. Die Streckenführung ist eine Frechheit, einzelne Skater gondeln vergnügt auf der Fahrbahnmitte, kreuz und quer wird die Versorgungsstraße zum Einkaufszentrum zur Zielanfahrt. Auf einen Sprint lasse ich mich dann lieber nicht mehr ein.

Fazit

Form war grandios, aber selbst, wenn ich noch stärker gewesen wäre, hätte ich wohl kaum ein deutlich besseres Ergebnis erzielen können.

Der Massensturz in Richtung Frankfurt hat mich die Teilnahme an solchen Veranstaltungen noch einmal unbequem überdenken lassen. Jetzt ähneln sich die Beschwerden über die Organisation schon seit Jahren, aber geändert wird nichts...im Gegenteil - man läßt auch noch 500 Skater parallel auf die mitunter schlecht abgesicherte Strecke. Daß trotzdem so wenig passiert, ist vor allem ein Ausdruck davon, daß die meisten Leute im Zweifel doch zurückstecken und sich auch im Feld einigermaßen zurückhaltend bewegen.



Geschrieben von Donishäusle am 07.05.2007 um 22:12:

 

Zitat:
Original von peso
Da hängte ich mich an und fuhr sehr weit vorne in die Linkskurve, welche sich allerdings noch schneller mit dem schwarz-weißen Trikot von Donishäusle füllte, der mir so richtig nett die Tür vor der Nase zuschlug.


Bitte vielmal um Entschuldigung, davon hatte ich wirklich nichts mitbekommen..Jörg Ludewig
Diese Einfahrt zum Schulberg war dieses Jahr noch hektischer als letztes, und wie gesagt, die Minisprintwertung Richtung KSP hatte auch in sich....

Zitat:
Original von peso
Der Massensturz in Richtung Frankfurt hat mich die Teilnahme an solchen Veranstaltungen noch einmal unbequem überdenken lassen. Jetzt ähneln sich die Beschwerden über die Organisation schon seit Jahren, aber geändert wird nichts...im Gegenteil - man läßt auch noch 500 Skater parallel auf die mitunter schlecht abgesicherte Strecke. Daß trotzdem so wenig passiert, ist vor allem ein Ausdruck davon, daß die meisten Leute im Zweifel doch zurückstecken und sich auch im Feld einigermaßen zurückhaltend bewegen.


Nun da ist in der Tat etwas dran. arrrghhhh Vor allem die Skater die am Ende noch auf der Strecke waren, haben wohl vorne auch beim Sprint der Spitzengruppe ziemlich im Weg rumgestanden, wie mir Clemens erzählte. Da ist wirklich nicht lustig. Dazu die unübersichtlliche Rennsituaton mit den 75ern.

Bleibt für mich die Überlegung nächstes Jahr das Kartenstudium und die Erkundungsfahrt noch um die 102/63km Abzweigung intensiv zu erweitern und einen neuen Anlauf auf die kurze Bergstecke zu nehmen. Da gibts schon mal keine Skater Gut gemacht

Schöner Bericht ziehe den hut



Geschrieben von Fraenki am 07.05.2007 um 22:21:

 

Zitat:
Original von Harzer Radfahrer
Zitat:
Original von Raktajino
die ersten offiziellen fotos sind online... hab schon viele von euch beim durchblättern gesehen! großes Grinsen

wie es ausschaut, hat mich der Fotograf nicht erwischt...*schwitz* großes Grinsen


harzer wir sind Halbbrüder... Tränen lachen

andere Hälfte



Geschrieben von blaho am 07.05.2007 um 22:27:

 

Tja, hättest Du nicht versucht hier diesen attraktiven, jungen Mann abzuhängen, wärst Du vielleicht auch ganz auf's Bild gekommen.



Geschrieben von Michelin-Männchen am 07.05.2007 um 22:31:

 

Mann, Du siehst ja wirklich sch... aus auf dem Bild.


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