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Geschrieben von panni am 02.05.2006 um 12:08:
RE: Die Gerols und die Strategie
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Original von Horatio
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Original von Bugno
Warum haben die beiden eigentlich nicht auf Wesemann gewartet? Mehr als 30 Sekunden dürfte dessen Defekt doch kaum gekostet haben ...
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Gute Frage. Es sah ein bißchen so aus, als habe er auch nach dem Radwechsel noch technische Probleme, aber weshalb sollte dann das Teamfahrzeug wegfahren? |
Das habe ich auch so gesehen. Als das Teamauto war weg fummelte Wese verzweifelt an seinem Rad herum und man sah dass er, warum auch immer, nicht fahren konnte.
Geschrieben von ogkempf am 02.05.2006 um 12:29:
RE: Die Gerols und die Strategie
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Original von panni
Ja das ist mir klar, aber bei einem für die deutschen Teams so wichtigen Rennen hätten die anderen starken Teams die Gerols und die Milrams erst lange allein wursteln lassen, was sie ja auch getan haben. Wenn Wese nicht ausgefallen wäre hätten die drei ihren Vorsprung im hügeligen Gelände noch kräftig ausbauen können. So mussten Sinke und Voigte sich mit einem kleinen Vorsprung auf die flache Strecke begeben. |
Dass Gerolsteiner das Hauptgewicht tragen würde, war klar. Gerade deswegen hätten sie die Gerols ja mitnhemen müssen, weil dann eben niemand mehr konsequent hinten nachführt. Und die schwächelnden gerols hätten die drei Stärkeren ein paar berge später noch immer aus den Schuhen fahren können.
Ich bezweifel, dass Weses Anwesenheit einen anderen Ausgang geliefert hätte. Dass das aber weder du noch ich das 100% wissen können und warum ich so denke wie ich denke, habe ich in meinem letzten Posting schon erklärt. Meine Denkweise scheint mir aber plausibler als die einfache "3 sind schneller als 2 und deswegen wären sie wohl durchgekommen" Theorie von dir.
@michelin
Dass sie nicht durch hätten fahren sollen sagt ja niemand. Im Gegenteil, sie MUSSTEN früh angreifen. Nur hätten sie es eben mit Bein UND Hirn machen sollen. Das wäre dann wohl gewesen, wenn sie Wegmann und Moletta (oder wenigstens einen, wobei das auch schon gefährlich geworden wäre...) mitgezogen hätten.
Sie haben aus potentiellen Mitstreitern schlimme Feinde gemacht. Am Ende haben beide Streitparteien - wie in letzter Zeit leider ziemlich oft - verloren und die Neutralen sind mit den Preisen davon gelaufen.
Geschrieben von Horatio am 02.05.2006 um 12:49:
RE: Die Gerols und die Strategie
und wer sagt dir, dass die beiden mitgearbeitet hätten anstatt die flucht zu torpedieren? Sinkewitz ist in bestechender Form und Voigt hat einfach einen Riesenmotor, bei Wegmann ist die Form wohl eher so lala und bei Moletta nach der Ardennen-Krankheit unklar, ich bezweifle, dass die voll mit durch die Führung gegangen wären um am Ende abgehängt zu werden, das dürfte auch den TMOlern klar gewesen sein. Eher hätten die sich hintendraufgelegt und die Flucht erstickt.
Ich verteidige ja selten TMO-Taktiken, aber gestern haben sie in meinen Augen das einzig richtige getan und einfach Pech mit Wese gehabt. Das Feld hatte doch schon Schwierigkeiten, die beiden einzuholen, die Gleichung das mit Wese auch andere Teams mit geführt hätten, geht meiner Ansicht nach nicht auf, zumal Wese - ähnlich wie Voigt - selbst tierisch treten kann.
Geschrieben von Michelin-Männchen am 02.05.2006 um 12:50:
RE: Die Gerols und die Strategie
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Original von ogkempf
[@michelin
Dass sie nicht durch hätten fahren sollen sagt ja niemand. Im Gegenteil, sie MUSSTEN früh angreifen. Nur hätten sie es eben mit Bein UND Hirn machen sollen. Das wäre dann wohl gewesen, wenn sie Wegmann und Moletta (oder wenigstens einen, wobei das auch schon gefährlich geworden wäre...) mitgezogen hätten.
Sie haben aus potentiellen Mitstreitern schlimme Feinde gemacht. Am Ende haben beide Streitparteien - wie in letzter Zeit leider ziemlich oft - verloren und die Neutralen sind mit den Preisen davon gelaufen. |
Das sehe ich genauso, allerdgings finde ich ein solches Ergebnis nicht per se schlecht. Garzelli gewann, weil er sich clever angestellt hatte. TMob hat viel riskiert und nichts gewonnen. Gerol hat gepennt, viel Kraft verbraucht um TMob nicht gewinnen zu lassen, ist am Ende selbst auch leer ausgegangen. Milram kann einen 4ten Platz im Massensprint von Zabel schwerlich als Erfolg verbuchen, Ciolek und Hondo können sie dagegen freuen.
Insgesamt bin ich mit dem Rennen und seinem Ausgang zufrieden.
Geschrieben von steffi am 02.05.2006 um 12:56:
RE: Die Gerols und die Strategie
dass mit Wese in der Spitze die Nachführarbeit der anderen Mannschaften konsequenter gewesen wäre, hab ich auch schon gedacht, so haben sie in erster linie die Gerols arbeiten lassen und nach der Jansch-Formel

mitgerechnet
ich frage mich, warum Timo für den Sprint Royal nicht Pollack oder Greipel mithatten?
Geschrieben von Steamboat am 02.05.2006 um 13:00:
RE: Die Gerols und die Strategie
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Original von steffi
dass mit Wese in der Spitze die Nachführarbeit der anderen Mannschaften konsequenter gewesen wäre, hab ich auch schon gedacht, so haben sie in erster linie die Gerols arbeiten lassen und nach der Jansch-Formel
mitgerechnet
ich frage mich, warum Timo für den Sprint Royal nicht Pollack oder Greipel mithatten? |
Es würde mich nicht wundern, wenn T-Mobile um Eisel oder Ciolek für die nächste Saison buhlt. Gerade aus den genannten Gründen
Geschrieben von Horatio am 02.05.2006 um 13:09:
RE: Die Gerols und die Strategie
| Zitat: |
Original von steffi
dass mit Wese in der Spitze die Nachführarbeit der anderen Mannschaften konsequenter gewesen wäre, hab ich auch schon gedacht, so haben sie in erster linie die Gerols arbeiten lassen und nach der Jansch-Formel
mitgerechnet
ich frage mich, warum Timo für den Sprint Royal nicht Pollack oder Greipel mithatten? |
die werden nicht mit so einer großen Gruppe im Finale gerechnet haben.
btw: Antwort bekommst du übrigens noch.
Geschrieben von panni am 02.05.2006 um 14:35:
RE: Die Gerols und die Strategie
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Original von ogkempf
Dass Gerolsteiner das Hauptgewicht tragen würde, war klar. Gerade deswegen hätten sie die Gerols ja mitnhemen müssen, weil dann eben niemand mehr konsequent hinten nachführt. Und die schwächelnden gerols hätten die drei Stärkeren ein paar berge später noch immer aus den Schuhen fahren können.
Ich bezweifel, dass Weses Anwesenheit einen anderen Ausgang geliefert hätte. Dass das aber weder du noch ich das 100% wissen können und warum ich so denke wie ich denke, habe ich in meinem letzten Posting schon erklärt. Meine Denkweise scheint mir aber plausibler als die einfache "3 sind schneller als 2 und deswegen wären sie wohl durchgekommen" Theorie von dir. |
So simpel gestrickt bin ich nun auch nicht, dass ich mir nur das gedacht habe. Horatio hat es schon geschrieben, dass Wese, wenn er nur einigermaßen in Form ist, ein echtes Tretviech (sorry Wese) ist. Der Punkt ist auch, dass sie nicht nur ihre Überlegenheit ggü. Fabi und Moletta erkannt hatten, sondern auch, dass diese regelrecht schwach und somit eine Gefahr darstellen könnten. Klar hätten sie sich alle drei nach Weses Defekt auch wieder ins Feld zurückfallen lassen und es später noch mal probieren können. Aber dann hätten sie evtl. schlafende Riesen geweckt. Sinke hatte am Vortag bei HR3 bei der Aufzählung der Favs u. a. auch Garzelli, Rebellin und Astarloa genannt, alles Leute mit Hügelqualität und Endschnelligkeit. Bei einem zweiten Versuch aus dem Feld wären ambitionierte Fahrer vermutlich wachsamer gewesen.
Geschrieben von Gap96 am 02.05.2006 um 14:54:
RE: ich denke
Husch und wech
Geschrieben von teufelsberg am 03.05.2006 um 02:18:
mir erschien olle olaf

etwas übermotiviert zu sein, da gingen m.e. die "renn"pferde mit ihm durch.
wieso gab es kein anderes rad für wese auf dem dach???
danach natürlich eine blöde situation: nochmal einen ivanov rausschicken, um eine kleine gruppe an den führenden moppel ranzuführen? hinterher weiß man mehr.
wegmann und moletta sahen aber ziemlich platt aus, davon einen mitnehmen? wenn der noch auf den anderen gewartet hätte? weiß nicht. blöd, dass rebellin gepennt hat. bzw. noch nicht "dran" war. danach die mppel-verhinderungs-taktik: ganz groß gerol, wirklich!
ciolek sehr stark, sprint konnte ich leider nicht mehr sehen, peta als anfahrer wieder mal glänzend, hondo gut dabei, garzelli wankt sich zum sieg. auf ein neues.
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