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Geschrieben von Horatio am 05.04.2007 um 14:20:

 

Zitat:
Original von samson54
Zitat:
Original von Horatio

und welche wären das für den Sportausschuss genau?



Sicher geht den Sportausschuss die Dopingproblematik was an und die sollen sich auch um entsprechende Grundlagen (Gesetze) zur Bekämpfung kümmern, aber ich finde um einzelne Dopingfälle, Sportler oder Ärzte haben sie sich nicht zu kümmern.
Das ist Sache der Sportgerichtsbarkeit bzw. der Staatsanwaltschaft oder Gerichte.




wenn es anhaltspunkte gibt, dass ärzte einer aus öffentlichen mitteln finanzierten medizinischen einrichtung (uni freiburg), bei der betreuung von leistungssportlern deren dopingpraktiken unterstützen, sei es passiv durch wegsehen oder aktiv, dann geht das den sportausschuss nach meinem befinden sehr wohl etwas an.



Geschrieben von samson54 am 05.04.2007 um 14:45:

 

Zitat:
Original von Horatio

wenn es anhaltspunkte gibt, dass ärzte einer aus öffentlichen mitteln finanzierten medizinischen einrichtung (uni freiburg), bei der betreuung von leistungssportlern deren dopingpraktiken unterstützen, sei es passiv durch wegsehen oder aktiv, dann geht das den sportausschuss nach meinem befinden sehr wohl etwas an.


nee, das sehe ich ganz anders. Die können sich meinetwegen von der Staatsanwaltschaft genauestens über den Fall informieren lassen, oder selber die Akten einsehen und dann die entsprechende Schlüsse daraus ziehen, wie die entsprechenden Gesetze in Zukunft auszusehen haben, um auch Ärzte und Betreuer abschreckend zu bestrafen.

Aber Jan Ullrich jetzt bei einem Ausschuss vorzuladen, ist doch reine Effekthascherei, da wollen doch nur ein paar parlamentarische Hinterbänkler mal ein paar Wochen in den Genuss der Aufmerksamkeit von TV und Presse kommen. Das ist und bleibt Sache der Gerichtsbarkeit und nichts anderes.

Abgesehen mal davon, glaube ich nicht das man die Beschuldigten dazu zwingen kann vor so einem Ausschuss auszusagen, oder gibts da eine rechtliche Grundlage für ?



Geschrieben von kuestentanne am 05.04.2007 um 14:53:

 

Nö, gibt es nicht, als Angeklagter muss er nichts sagen.
Hat Dr. Helmut K. doch auch nicht gemacht.
Oder er konnte sich nicht erinnern, mal sehen, wann diese Variante bei Ulles Verteidigung das erste Mal auftaucht.



Geschrieben von Horatio am 05.04.2007 um 15:27:

 

Zitat:
Original von samson54
Zitat:
Original von Horatio

wenn es anhaltspunkte gibt, dass ärzte einer aus öffentlichen mitteln finanzierten medizinischen einrichtung (uni freiburg), bei der betreuung von leistungssportlern deren dopingpraktiken unterstützen, sei es passiv durch wegsehen oder aktiv, dann geht das den sportausschuss nach meinem befinden sehr wohl etwas an.


nee, das sehe ich ganz anders. Die können sich meinetwegen von der Staatsanwaltschaft genauestens über den Fall informieren lassen, oder selber die Akten einsehen und dann die entsprechende Schlüsse daraus ziehen, wie die entsprechenden Gesetze in Zukunft auszusehen haben, um auch Ärzte und Betreuer abschreckend zu bestrafen.

Aber Jan Ullrich jetzt bei einem Ausschuss vorzuladen, ist doch reine Effekthascherei, da wollen doch nur ein paar parlamentarische Hinterbänkler mal ein paar Wochen in den Genuss der Aufmerksamkeit von TV und Presse kommen. Das ist und bleibt Sache der Gerichtsbarkeit und nichts anderes.

Abgesehen mal davon, glaube ich nicht das man die Beschuldigten dazu zwingen kann vor so einem Ausschuss auszusagen, oder gibts da eine rechtliche Grundlage für ?




Gibt es denn staatsanwaltliche Ermittlungen gegen die Uniklinik Freiburg oder gegen Mitglieder deren Personals?



Geschrieben von karteikarte am 05.04.2007 um 15:29:

  Ulle und RuK

Viel Spaß Herr Tabat! Hoffentlich genug Blut eingelagert!



Geschrieben von Bugno am 05.04.2007 um 15:34:

  RE: Ulle und RuK

Zitat:
Auch andere Sportler hinterlegen nach Verletzungen ihr Blut. Mich erstaunt nur, wie die Blutbeutel nach Spanien kamen.


vor Lachen kugeln

Du spinnst ja!

So long and thanks for the fish!



Geschrieben von Henning am 05.04.2007 um 15:41:

 

Im ersten Moment dachte ich, dass die Äußerung nur ein ganz schlechter Witz war, aber in dem Zusammenhang erscheint sie tatsächlich ernst gemeintDu spinnst ja!



Geschrieben von Bugno am 05.04.2007 um 15:45:

 

Aus der Sicht des Veranstalters aber verständlich: alles was Zuschauer, Quote oder Aufmerksamkeit bringt, wird eingeladen! Wenn es einen zweiköpfigen Radfahrer gäbe, wer er auch dabei! Zunge raus



Geschrieben von KofiAnan am 05.04.2007 um 16:00:

  Volksbank äusserst sich

Zusammenarbeit undenkbar

Der Volksbank-Verbund distanziert sich ganz klar von "Berater" Jan Ullrich. Kurt Kaiser, Marketingleiter und Sprecher des Verbunds: "Beim jetzigen Stand der Dinge ist eine Zusammenarbeit mit Jan Ullrich undenkbar."

Dr. Thomas Bock, Mitglied der Landesdirektion Vorarlberg, geht noch weiter: "Unter diesen Umständen darf es nie und nimmer zu einer Kooperation mit der Person Jan Ullrich kommen."

Sowohl Kaiser als auch Bock sind sich im Klaren darüber, dass der Name Volksbank in der Zwischenzeit mehr Schaden als Profit durch den deutschen Ex-Radstar erfahren hat. Beide Herren unterstreichen aber die Tatsache, dass es bislang zu keinen Aktivitäten von Seiten der Volksbank-Verbunds im Zusammenhang mit der Person Ullrich gekommen ist. "Alle bisherigen Meldungen haben nicht das Unternehmen, sondern haben einzig und allein das Radteam betroffen. Herrn Ullrich als Berater und Repräsentant zu verpflichten, war ein Idee des Managements beim Radteam. Wir wurden zwar stets darüber informiert, doch nach den Ereignissen bei der Pressekonferenz in Hamburg haben wir die 'Notbremse' gezogen. Deshalb war Herr Ullrich auch nicht bei der Teampräsentation in Wien anwesend", so Kaiser. "Ich bedaure die Entwicklung aus menschlicher Sicht. Doch letztendlich sind wir für das Unternehmen verantwortlich. Und hier ist uns ein Ende mit Schrecken lieber als ein Schrecken ohne Ende", so der VB-Sprecher.

Harald Morscher, Fahrer und rechte Hand von Teammanager Thomas Kofler, sieht die Ursache für die "mediale Hetzjagd" auf Ullrich im Verhalten des Deutschen bei der Pressekonferenz in Hamburg bzw. dem Liveinterview im Fernsehen: "Hätte Jan einfach erklärt, er werde zurücktreten, wäre die Angelegenheit so wie bei Basso oder anderen Fahrern verstummt. So aber hat Jan eine Lawine ausgelöst. Ich habe ihn als korrekten Menschen kennengelernt, der nun die schwerste Bergetappe seiner Karriere zu bewältigen hat", so der Götzner.

Bezüglich Zusammenarbeit gibt sich Morscher keinen Illusionen hin. "Persönlich wäre eine Zusammenarbeit mit einem der erfolgreichsten Radsportler aller Zeiten eine reizvolle Sache gewesen. Doch nun scheinen die Türen für alle Zeit geschlossen."



Geschrieben von mive am 05.04.2007 um 16:29:

 

Zitat:
Original von samson54
Quelle: Sueddeutsche.de

Fall Ullrich beschäftigt das Parlament
Anhörung im Ausschuss
Peter Dankert sitzt dem Bundestags-Sportausschuss vor und kündigte am Mittwoch eine Anhörung an für ,,alle in den Fall Ullrich involvierten Ärzte, Funktionäre und den Betroffenen selbst‘‘


Die ham doch wohl nicht mehr alle Latten am Zaun Du spinnst ja!

Jetzt möchte sich die Politik auch noch eine bisschen im "Ulle-Skandal" sonnen, es gibt ja auch sonst keine wichtigen Probleme die es zu lösen gäbe........


Wir erinnern uns ... der Sportausschuss des Bundestages wollte auch Jürgen Klinsmann im Vorfeld der WM einladen und ihn bezüglich seines Konzeptes und seiner Erfolgslosigkeit nach einigen Länderspielen befragen großes Grinsen



Geschrieben von Cyclist am 05.04.2007 um 17:01:

 

Also mal etwas langsam. Bisher liegt nur die Meinung eines Politikers vor, der eine Anhörung vor dem Sportausschuss machen möchte. Eine offizielle Entscheidung des Sportausschusses gibt es dazu (noch) nicht, auch wenn besagter Politiker Ausschussvorsitzender ist.



Geschrieben von Michelin-Männchen am 05.04.2007 um 17:06:

 

Es wäre auch praktisch, wenn Jan die Blutpanscherei zugibt, bevor man ihn vorlädt. Über was sollte man sich sonst mit ihm unterhalten? Über Terassenmöbel? Den Steuersatz in der Schweiz? Radwege auf Malle?



Geschrieben von Horatio am 05.04.2007 um 17:41:

 

Zitat:
Original von mive
Zitat:
Original von samson54
Quelle: Sueddeutsche.de

Fall Ullrich beschäftigt das Parlament
Anhörung im Ausschuss
Peter Dankert sitzt dem Bundestags-Sportausschuss vor und kündigte am Mittwoch eine Anhörung an für ,,alle in den Fall Ullrich involvierten Ärzte, Funktionäre und den Betroffenen selbst‘‘


Die ham doch wohl nicht mehr alle Latten am Zaun Du spinnst ja!

Jetzt möchte sich die Politik auch noch eine bisschen im "Ulle-Skandal" sonnen, es gibt ja auch sonst keine wichtigen Probleme die es zu lösen gäbe........


Wir erinnern uns ... der Sportausschuss des Bundestages wollte auch Jürgen Klinsmann im Vorfeld der WM einladen und ihn bezüglich seines Konzeptes und seiner Erfolgslosigkeit nach einigen Länderspielen befragen großes Grinsen



nein, wollte er nicht.



Geschrieben von Raymond am 05.04.2007 um 17:50:

 

Zitat:
Original von Horatio

nein, wollte er nicht.


jetzt fällt es mir wieder ein irgendwelche gelangweilten anderen politiker haben das gefordert. und der danckert lehnte das mit hinweis auf schnapsidee ab...



Geschrieben von 007 am 05.04.2007 um 18:29:

  RE: Sündenbock

[quote]Original von Kalmit

Aber Ullrich's Betrug dadurch relativieren zu wollen, dass er der bislang einzige ist, dem Teilnahme am spanischen Blutdopingsystem nachgewiesen wurde - das zieht nicht!



Ohne es jetzt unendlich in die Länge zu ziehen, will ich nochmal versuchen zu erklären, was ich meine.
Wenn ein gedopter Ullrich gegen Fahrer antritt, die versuchen, auf ehrliche Weise die Tour zu gewinnen, dann ist das eine große Schweinerei.
Wenn aber ein Ullrich im Vorfeld Dopingmittel einwirft, Bluttransfusionen vornimmt und dann gegen Fahrer antritt wie Basso, Armstrong, Pantani, Beloki, Hamilton, Heras, Aitor Gonzalez, Igor Gonalez de Galdeano, Mancebo, Botero etc.... die allesamt erwiesenermaßen das gleiche getan haben, dann erscheint für mich die Geschichte in einem ganz anderen Licht.
Ullrich beging einen Betrug gegenüber seinen Konkurrenten, er versuchte sich mit unerlaubten Mitteln einen Leistungsvorteil zu verschaffen. Dafür gehört er bestraft, gesperrt etc.
Aber, und das ist entscheidend: Er beging einen Betrug gegenüber Fahrern, die zu 99,9 Prozent das gleiche taten, Betrüger gegen Betrüger eben.
Und mit diesem Punkt relativiert sich aus meiner Sicht Ullrichs Schuld schon in einem nicht unerheblichen Maße.
Natürlich kann man damit nichts entschuldigen oder ihn gar freisprechen.
Aber er muss nun auch nicht von allen Seiten gesteinigt und in der Luft zerrissen werden, weil er etwas tat, was alle, die vorne mitfuhren in den letzten Jahren, auch gemacht haben.
Vielleicht bekommt man den Radsport nur sauber, in dem man gegen jene, die erwischt werden, drakonische Maßnahmen verhängt. Das mag sein....
Nur wird doch allzu oft vergessen, gerade hier in Deutschland: Es waren und sind nicht nur einige wenige schwarze Schaafe, sondern es ist vielmehr die breite Masse in der Weltspitze.



Geschrieben von MrsFlax am 05.04.2007 um 18:53:

  RE: Sündenbock

Zitat:
Original von 007
Es waren und sind nicht nur einige wenige schwarze Schaafe, sondern es ist vielmehr die breite Masse in der Weltspitze.


... die möglicherweise aber nur deshalb zur "weltspitze" gehören, WEIL sie voll sind. was ist mit denen, die im vorderen mittelfeld rumturnen, WEIL sie sauber sind? die, die dir nur deshalb nicht mal konkurrenzfähig erscheinen?



Geschrieben von Bugno am 05.04.2007 um 19:03:

  RE: Sündenbock

Wenn man sich Watt-Statistiken anschaut (z.B. http://www.cyclismag.com:80/article.php?sid=2433 ), so sieht man, dass seit der Einführung von Epo-Doping die Leistung um 20% heraufgeschnellt ist. Der selbe Effekt der Erhöhung der Anzahl der roten Blutkörperchen läßt sich auch mit Blutdoping erreichen.

Das bedeutet im Umkehrschluß, dass saubere Radsportler schon einmal einen unglaublichen Nachteil haben, dass es praktisch unmöglich ist, da mitzuhalten. Schade! Leider!

Nur die allertalentiertesten (Millar, Cancellara, Voigt) kommen trotzdem zu Siegen!



Geschrieben von torte am 05.04.2007 um 19:21:

  RE: Sündenbock

Zitat:
Wenn man sich Watt-Statistiken anschaut (z.B. http://www.cyclismag.com:80/article.php?sid=2433 ),


Haben sich die Watt-Leistungen der Fahrer seit dem letzten Juni eigentlich wieder signifikant erwartbaren "natürlichen" Leistungen genähert?

Die Durchschnittsgeschwindigkeiten der Rennen haben sich, soweit ich das beobachtet habe, jedenfalls nicht groß verändert. keine ahnung



Geschrieben von biker am 05.04.2007 um 19:21:

  RE: Sündenbock

Zitat:
Original von 007
Wenn aber ein Ullrich im Vorfeld Dopingmittel einwirft, Bluttransfusionen vornimmt und dann gegen Fahrer antritt wie Basso, Armstrong, Pantani, Beloki, Hamilton, Heras, Aitor Gonzalez, Igor Gonalez de Galdeano, Mancebo, Botero etc.... die allesamt erwiesenermaßen das gleiche getan haben, dann erscheint für mich die Geschichte in einem ganz anderen Licht.
Ullrich beging einen Betrug gegenüber seinen Konkurrenten, er versuchte sich mit unerlaubten Mitteln einen Leistungsvorteil zu verschaffen. Dafür gehört er bestraft, gesperrt etc.
Aber, und das ist entscheidend: Er beging einen Betrug gegenüber Fahrern, die zu 99,9 Prozent das gleiche taten, Betrüger gegen Betrüger eben.
Und mit diesem Punkt relativiert sich aus meiner Sicht Ullrichs Schuld schon in einem nicht unerheblichen Maße.


Schon im Kindergarten haben meine Eltern diese Argumentation (..., aber die anderen haben doch auch...) nicht gelten lassen.

Ulle wird auch nicht gesteinigt oder in der Luft zerissen. Er wird nur für sein denkbar ungeschicktestes Vorgehen in der ganzen Geschichte (zu Recht) kritisiert.



Geschrieben von Joe Turner am 05.04.2007 um 19:22:

  Sündenbock

Und die AdH-Zeit 2006 war auch im Spitzenbereich.


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