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--- Rumsas oder die Macht der Sponsoren (http://forum.cycling4fans.de/thread.php?threadid=8076)
Geschrieben von Cyclist am 26.02.2003 um 22:24:
Rumsas oder die Macht der Sponsoren
Die Sponsoren stecken viel Geld in die Teams, aber in wieweit sie Einfluss auf die Teamgestaltung haben bzw. nehmen, weiß man häufig nicht.
Bei Lampre wurde jetzt bekannt, dass Rumsas nur aufgrund der Fürsprechung des Sponsors im Team ist.
Pietro Algeri steht seinem Fahrer sehr kritisch gegenüber.
| Zitat: |
Rumsas sei nur deshalb noch bei Lampre, weil der Chef des Sponsors das so gewollt habe. "Herr Galbusera dachte an seine Familie. Wenn Lampre, das ihm nichts vorwerfen kann, was die Leistungen angeht, (Rumsas) entlassen hätte, wäre seine Karriere vorbei gewesen."
Quelle: rsn |
Was bedeutet das für ein Team, wenn man ein Fahrer halten muss, ihn aber am liebsten feuern würde? Für die tägliche Arbeit ist das wohl eine schwere Belastung.
Oder ist die Begründung nur vorgeschoben und die Teamverantwortlichen schieben einfach dem Sponsor den schwarzen Peter zu?
Wie dem auch sei, so eine Differenz zwischen Teamverantwortlichen und Sponsor stellt auch die Frage wie lange wird diese Zusammenarbeit noch funktionieren?
Geschrieben von Michelin-Männchen am 27.02.2003 um 08:18:
Meine Meinung
Ich halte mich gerne an die Unschuldsvermutung. Rumsas konnte nichts nachgewiesen werden (offenbar auch nicht von seinem eigenen Team), also gilt er als unschuldig.
Andererseits kann ich sowohl sportlichen Leiter als auch Sponsor verstehen. Der sportliche Leiter befürchtet das schlechte Vorbild in seinem Team, was, wenn ich das richtig verstanden habe, im Wiederaufbau steckt (ausser Rumsas nur vgl. junge Fahrer).
Für den Sponsor ist Rumsas der einzige Fahrer, der bei grossen Rennen vorne dabei sein kann und somit die Marke Lampre zeigt. U.U. wäre es natürlich besser gewesen, im letzten Winter einen der vielen Top10-Fahrer zu kaufen, die auf dem Markt waren.
Sebastian
Geschrieben von Cyclist am 27.02.2003 um 10:49:
Natürlich konnte ihm nichts nachgewiesen werden und auch im Sport gilt "im Zweifel für den Angklagten", Zweifel sind aber erlaubt.
Wie dem auch sei, ich stelle mir aber eine Zusammenarbeit schwierig vor, wenn der Topfahrer nur auf Wunsch des Sponsors im Team verbleibt, welchen Stellenwert hat der Fahrer noch im Team? Werden die jungen Fahrern überhaupt für ihn Helferdienste verrichten oder es lieber auf eigene Faust versuchen wollen?
Geschrieben von blaho am 27.02.2003 um 10:59:
Auch die jungen Fahrer wissen, wo das Geld herkommt und das man sich mit ungenehmigten Aktionen seine Zukunft verbauen kann. Jedenfalls solange sie erfolglos sind.
Abgesehen davon, stellt sich ja auch die Frage, ob die Teamkollegen nicht ein gewisses Interesse an Rumsas bleiben haben.
Geschrieben von ogkempf am 27.02.2003 um 11:08:
"Umstrukturierung"
so jung sind sie aber gar nicht. Mit z.B. Casagrande und Svorada sind da noch ganz andere Haudegen dabei. Aber sie haben natürlich auch einige starke junge Leute in ihren Reihen.
Aber zum Thema:
Seine Karriere wäre garantiert nicht vorbei gewesen ( wie in Cyclists Zitat erwähnt wird ), da haben schon ganz andere neue Verträge ( nofalls eben später nochmal beim gleichen Team

) bekommen. Das wäre sicherlich weiter gegangen. Und weil Algeri das sicher auch weiß, stelle ich mal seine ganze Aussage in Frage...
Geschrieben von Cyclist am 27.02.2003 um 11:12:
@Oggi: Ich habe das eher so verstanden, als ob das die Begründung des Sponsors für Rumsas' Bleiben im Team gewesen ist und Algeri ihn nur sinngemäß zitiert hat
Wie dem auch sei, zeigt das Bleiben von Rumsas auch, dass man bewusst eine Nichteinladung für die TdF in Kauf zu nehmen scheint, sonst hätte man ihn sicher nicht behalten.
Geschrieben von joaquin am 27.02.2003 um 15:06:
Immerhin mal was anderes als wenn Sponsoren sich wegen negativer Publicity aus dem dopingverseuchten Radsport zurückziehen (wie Mapei).
Dazu passt auch die Verpflichtung von Holger Sievers (überführter EPO-Doper) als Sportdirektor bei Lamonta, wo er hoffnungsvolle Nachwuchsprofis ans "Milieu" heranführen darf.
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