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Geschrieben von Kalmit am 25.01.2003 um 12:37:
Sportunfälle - selber zahlen?
Wenn ich das richtig verstanden habe, plant man nun, Sportunfälle in der Freizeit vom normalen Krankenversicherungsschutz rauszunehmen!?
Was soll das denn jetzt? Wenn ich das nächste Mal beim Radfahren selbstverschuldend aus der Kurve fliege; beim Fußballspielen stolpere oder beim Skifahren stürze und mir beispielsweise das Bein breche, darf ich die OP und das KH selber zahlen?
Also irgendwo hört's auf! Ich bezahl doch nicht fast monatlich höhere KV-Beträge und krieg immer weniger, noch nichtmal das selbstverständlichste wie Hilfe bei Unfällen!
Und an unverschämter Unlogik ist dieser Vorschlag doch überhaupt nicht zu überbieten!!!!! Auf der einen Seite heißt es von staatlicher Seite: "mach Sport, bleib fit und gesund" - und andererseits, wenn mal was schiefgeht "Selber Schuld"!
Also ich weiß nicht, wie das in unserem Land noch weitergehen soll...
Geschrieben von Vinyard am 25.01.2003 um 12:48:
Generll finde ich aber die Sache gar nicht so schlecht! Dafür gibt es dann sicher Privatversicherungen die das ganze abdecken und im Endeffekt kann dann jeder sein Leistungspaket selbst wählen!
Ich bin eh ein Gegner des rigorosen Sozialstaatsprinzip´s wie es wir hier in der BRD haben!
Geschrieben von Cyclist am 25.01.2003 um 12:58:
Das Problem ist, dass das Sozialsystem im Grunde nicht mehr funktioniert. Es wurde unter ganz anderen voraussetzungen ins Leben gerufen. Die Lebenserwartung ist gestiegen, es gibt wesentlich mehr Rentner für die die Allgemeinheit aufkommen muss bei gleichzeitig sinkender Erwerbstätigenzahl. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man versucht, dem auf anderer Art beizukommen. Man kann nicht erwarten, dass der Staat für alles aufkommt, es muss auch finanzierbar sein.
Geschrieben von TiMeR am 25.01.2003 um 12:59:
Kalmit hat recht. Ein totaler Widerspruch... aber es geht wie bei allem wieder mal ums liebe Geld. Wenn es um Gesundheit gehen würde, dann gäbe es beispielsweise auch weniger Raucher in Deutschland, aber der Staat braucht die Raucher, egal anderes Thema.
Vielleicht zeigen die Kassen Reaktionen in dem sie nachweisbar sportlichen Menschen die Beiträge senken.
Als Nachweis schlag ich vor: Die KM-Wertung von Cycling4fans!!!!

... danke danke danke
Grüßle TiMeR
Geschrieben von Vinyard am 25.01.2003 um 13:38:
Naja, das mit dem Sport ist so ne Sache!
Wenn ich bei mir im Bekanntenkreis so rumschauen und sehe wie oft die aufgrund Sportverletztungen (in erster Linie Fussball = Breitensport Nr. 1) einen Facharzt und Operationen brauche, dann muss man diese Überlegung schon in Betracht ziehen.
Wer sich einem besonderen Risiko aussetzt muss sich eben dann extra versichern!
Geschrieben von Cyclist am 25.01.2003 um 13:43:
Sportunfälle sind aber doch nicht in erster Linie über die Kranken-, sondern über die Unfallversicherung abgedeckt.
Es ist aber meines Wissens bereits jetzt so, daß nicht alle Sportunfälle durch die Unfallversicherung abgedeckt sind. Es gibt gewisse Risikosportarten, die vom Versicherungsschutz ausgenommen sind. Da hilft nur eine private Zusatzversicherung.
Zum Thema Radsport und Versicherung:
http://zelenka-schmidt.de/Radsport-Verband_Rheinland-Pfa/Radsport-Verband_Rheinland-Pfa/Unbenannt40/unbenannt40.html
Demnach ist jeder, der in einem Verein Radsport betreibt, auf jeden Fall versichert.
Geschrieben von Vinyard am 25.01.2003 um 13:53:
Naja, ne Unfallversicherung ist aber doch für Krankenhaustagegeld und Geldleistungen für den Patienten da!
Die Arzt- und Behandlungskosten werden doch alle für die KV verrechnet.
Geschrieben von Cyclist am 25.01.2003 um 13:59:
Gut, da hast du recht, ich wollte damit nur aufzeigen, dass die Ausgliederung von Risikofällen nicht so neu ist.
Ganz angesehen davon, wird in der Politik viel geplant, was anschliessend umgesetzt wird, ist häufig was anderes! Und das solche Überlegungen angestellt werden, halte ich für legitm, wenn man sich privat dagegen versichern kann. Es gibt eben Sportarten die überproportional für die Kosten verantwortlich sind, dass man aus dem gesetzlichen Krankenschutz ausschliessen will, halte ich für verständlich.
Geschrieben von Elborn am 25.01.2003 um 14:11:
Ich finde auch zumindest in den Fällen der haupsächlich auf FUN abzielenden Sportarten sollte jeder eine extra Versicherung nehmen.
Wieso muß die Gemeinschaft das Risiko von Brüchen und Knieverletzungen bei Skiabfahrt oder Fallschirmspringen tragen?
Generell (!) finde ich es allerdings fragwürdig, weil die Krankenkassen auf der einen Seite rieeeeeesen Kampagnen fahren, um die Leute zum Sport zu bringen - wenn ich dann beim Laufen umknicke gleicht das die prinzipiell gesundheitsförderliche Wirkung aus, find ich. Und sollte also übernommen werden.
Meine Meinung.
Geschrieben von Hangebrauk am 25.01.2003 um 14:17:
also wenn du im verein bist dan bist du fürs radfahren versichert @kalmit

und den rest musst du selber zahlen und das ist ne sauerei das muss lebst ich zu geben
Geschrieben von Cyclist am 25.01.2003 um 14:24:
Eine Sauerei wäre es nur, wenn es dafür keine privaten Versicherungen geben würde und die gibt es! Ausserdem sind das nur Pläne, bisher ist noch nicht einmal ein Antrag in den Bundestag eingebracht worden (zumindest nicht, dass ich wüsste). Also vorsichtig mit Anschuldigungen aufgrund von Gerüchten! Ansonsten stehe ich zu meiner Meinung! Wer besonders risikoreiche Sportarten ausübt, muß wenn notwendig dieses erhöhte Risiko eben gesondert versichern und kann nicht erwarten, dass dies von der Allgemeinheit getragen wird. Dadurch steigen die Beiträge enorm an, und solche Sportarten gehören nicht zu den lebenswichtigen Dingen, deren Folgen der Staat finanzieren muß. Aber sobald es an den eigenen Geldbeutel geht, schreien alle auf. Der Staat soll sparen, aber nur nicht da, wo man persönlich betroffen ist!
Geschrieben von Pedi am 25.01.2003 um 17:02:
Hier in den Staaten wird ein Radfahrunfall ueber die Autoversicherung abgewickelt, d.h. ein Teil der KfZ-Versicherungsbeitraege fliesst in einen Topf fuer notwendige medizinische Leistungen nach einem Unfall. Das System findet auch dann Anwendung wenn man selbst nicht schuld war, sprich: ich werde ueber den Haufen gefahren, muss ins Krankenhaus und bekomme eine (gepfefferte) Rechnung. Damit gehe ich (theoretisch, der Vorgang is derart kompliziert, dass man einen Anwalt braucht) zu MEINER Autoversicherung und die (nach monatelangem Zoegern und Zaudern) bezahlt einen Bruchteil der Kosten. Die Mahnungen des Krankenhauses, Pfaendungsandrohungen und negative Auswirkungen auf meine Kreditwuerdigkeit wegen unbezahlter Rechnungen muss ich in Kauf nehmen. Das einzige Gute an dem System: meine KFZ Versicherungsbeitraege erhoehen sich wenigstens nicht, ich war ja nicht schuld. Das Problem mit Privaten ist, dass die Profit machen muessen und die Sache so weit wie moeglich rauszoegern. Jeden Tag den die nicht bezahlen kassieren die Zinsen. Mein Unfall war letzten Juli, der Vorgang ist immer noch nicht abgeschlossen. Also Vorsicht wer nach Privatversicherung schreit, der koennte genau das bekommen.
Ride on,
Peter
Geschrieben von Raktajino am 25.01.2003 um 18:23:
ich finds prinzipiell nich ganz unschlecht.
schließlich gibts genug deppen, die in ihrem alltäglichen leben nie sport treiben, dann aber untrainiert jeden winter skifahren gehen müssen und sich dabei alle knochen brechen......ich denke, es wird ne unterscheidung innerhalb des ganzen sportspektrums getroffen werden, sodass man sich für bestimmte sportarten (wie z.b. auch die ganzen risiko- und funspochte) privat versichern muss, und für andere wiederrum nich. ich glaub kaum dass man selbst löhnen muss wenn man sich beim joggen den fuß verstaucht......
Geschrieben von Hangebrauk am 25.01.2003 um 18:30:
es ist scheiße für die leute die sport treiben den wennn die sich verlezen können die nemlich geldzahlen und das ist ne vrecheit wo für zahlen wir den beitrege ander krankenkassen nicht zur zum sass und des wegen solln die sich nicht so anstellen und das weiter zahlen
Geschrieben von Brägel am 25.01.2003 um 18:45:
Sportunfälle
Ich denke, man muß das ganze differenziert betrachten.
Wenn ich aktiv Sport treibe, steigt natürlich daß Risiko, durch einen Unfall, zum Kostenfaktor der Krankenkasse zu werden.
Gleichzeitig sinkt beim aktiven Sporttreiben das Risiko an einer "Wohlstandskrankheit" zu erkranken, daß heißt, die Krankenkassen sparen wiederum an mir.
Ich hätte kein Problem damit, mich zusätzlich gegen das Risiko "Sportunfall" zu versichern wenn mir die Krankenkasse gleichzeitig einen Rabat gewährt, weil ich, durch meinen "Radsport, gesünder als andere lebe.
Übrigens die Behandlungskosten für meinen letzten Unfall, müßte eigentlich die Versicherung meines Unfallgegners tragen, da ich schuldlos war.
Geschrieben von Petersen am 25.01.2003 um 18:50:
Wer will und vor allem kann die fanze Sache bewerten?
Hier muss doch unterschieden werden zwischen der gesundheitssteigernden Komponente und der gesundheitsschädigenden Komponente.
Radfahren ist gut für das Herz-Kreislaufsystem und für die Gelenke. Wenn ich aber querfeldein fahre mit 15% Gefälle auf unbefestigten Strecken, ist das Risiko so hoch, dass schon wieder Gefahren für die Gesundheit bestehen.
Hier eine eindeutige Trennungslinie zu ziehen ist fast unmöglich.
Das ganze Thema ist äusserst schwer zu handhaben, denn auch die Argumente von Cyclist sind stichhaltig.
Geschrieben von Kalmit am 25.01.2003 um 20:19:
Sagen wir mal so:
Ich würde mich - wenn´s humane Beitragssätze wären - auch evtl. privat für speziell den Fall versichern, beim Radfahren einen selbstverschuldeten (! - da kommts ja drauf an, ist jemand anders dran Schuld holt man sich ja von dem die Knete) Unfall zu fabrizieren - dass ist nicht mal unbedingt das Thema! Mich regt mehr dieser allgemeine Widerspruch auf, dass man auf der einen Seite gesagt bekommt, mach Sport, damit wir für dich so wenig wie möglich zahlen müssen, da du ja viel seltener krank wirst als ein unsportlicher, ungesund lebender Mensch! Doppelmoral ohne Ende in unserm Staat...
Ich bin wirklich in fast allen Belangen jemand, den die Kassen bislang (bis auf eine Ausnahme bei meinem Crash letztes Jahr) noch nichts richtiges gekostet haben außer Rezepte für Hustensaft!

Gerade weil ich so sportlich bin! Und da wäre wirklich mal ein Rabattsystem fällig! Jemand anders, der z. B. raucht, säuft, ungesund isst usw. ist das genaue Gegenteil und bezahlt die gleichen Beiträge!

Wenn mir die AOK wirklich - sagen wir mal 5-6% weniger am Monatsende abzieht - okay, dann wär´s ne Überlegung wert! Aber am Ende muss es immer noch günstiger sein als vorher!!! Denn ein gesunder Lebensstil darf nicht bestraft werden!
Die unterteilung der Sportarten macht auch Sinn! Das Freeclimbing und Skifahren auf schwarzen Pisten gefährlicher ist als Radsport auf der Straße ist ja wohl klar!

Hauptsächlich ging mir´s in meinem Posting oben einfach darum, speziell die Sache Straßen-Radsport damit anzusprechen! Und dass ich es gerade DA einfach für unpassend halte, da´s eine der gsündesten Sportarten überhaupt ist!!! Fun- und Risiko-Sportarten - da muss ohne Vorbehalte eine spezielle Versicherung her!!!
Aber Otto-Normalsport wie Laufen und Radfahren... wie will man denn auch unterscheiden, ob ich nun auch sportlichen Gründen mit dem Rad gg. den LKW-Anhänger gefahren bin oder das Rad nur zur normalen Fortbewegung genutzt habe...???

Deshalb bin ich was unsere Sportart angeht verhalten optimistisch, dass wir da nicht von betroffen sein werden...
Geschrieben von Cyclist am 25.01.2003 um 20:22:
@Kalmit: Rabattsystem gibt's meines Wissens nur bei Privaten! Ein Kollege von mir ist privat versichert und wenn der ein Jahr keinen Arzt benötigt, wird ein bestimmter Prozenzsatz erstattet, bei den gestezlichen gibt es so etwas aber nicht!
Geschrieben von Kalmit am 25.01.2003 um 20:25:
...
...sollte es aber geben!!! Für ne Privatversicherung bin ich als Azubi noch zu arm...
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