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Geschrieben von Checker am 07.11.2002 um 18:08:

Augenzwinkern Schmerzen, Leiden, Qual...

... auf dem Rad, meine ich Augen rollen . Geht es euch auch so, dass ihr euch nach einiger Zeit daran nicht mehr erinnern könnt? Ich kann mir z.B. nicht mehr vorstellen, wie sich meine Beine anfühlen, wenn ich nach 170 km 'nen 12%igen Anstieg hinauffahre, obwohl das z.B. in diesem Jahr der Fall war. Oder die Leiden am Stohren und am Feldberg beim GPS - gelöscht. Ich weiß, dass es die Hölle war, aber die konkreten Empfindungen kann ich nicht mehr nachvollziehen.

Eigentlich gut, oder?? laut lachen



Geschrieben von Wolfzge am 07.11.2002 um 18:52:

  Eine

Fahrt,die vergess ich mein Leben nie.Es war vor ca 2 Jahren in den Vogesen,wir fuhren zu zweit,und als Höhepunkt einer ohnehin nicht leichten Vogesentour hatten wir den Grand Ballon vorgesehen.Das Wetter wurde mies und mieser,es goss in Strömen,egal den Grand Ballon wollten wir noch packen.Mitten im Anstieg beginnt mein Partner zu schwächeln,wurde astig.Auf die Frage,ob wir umkehren sollen,meinte er lapidar,ich solle mein Tempo weiterfahren und oben warten.Mittlerweile schneit's schon fast,ein übler Wind,man konnte durch die Brille nichts mehr sehen,ohne Brille ging es erst recht nicht.
Ich ackere also hoch und beginne tropfnass zu warten und zu frieren.Das Cafe dort oben hatte geschlossen.
Ich würde heute noch da oben warten und frieren,wäre es meinem Kollegen nicht gelungen einen einsamen Autofahrer anzuhalten,der mir dann Bescheid sagte,das er umgekehrt sei,er könne nicht mehr.Der Autofahrer kam nach ca 1 Stunde Warterei,unterdessen war ich zum Eisblock gefroren.Warum ich ihm nicht entgegengefahren bin? Das hätte er nicht ertragen,die Mists..
Wie ich die Abfahrt heruntergeeiert bin,vergess ich nie.Teilweise musste ich herunterlaufen,ich konnte vor Kälte nicht mehr bremsen.



Geschrieben von Hangebrauk am 07.11.2002 um 22:53:

 

smile kann sein ich hab keine ahnung meine hochsten Km wahren 112 Km da taten mir die beine schon weh
großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen smile



Geschrieben von ernesTo am 07.11.2002 um 23:19:

 

@checker du hast recht. vermutlich verdrängt man sowas.

mein schlimmstes erlebnis war allerdings nicht auf dem rad. bei einem triathlon. ich war in schlechter form und habe trotz schlechter bedingungen versucht mein normales bzw geplantes tempo zu fahren, laufen, schwimmen. mit dem Kopf an die Wand
im prinzip schon ziemlich dämlich, aber egal zahnlos .
was ich garnicht beachtet warm war das auf der laufstrecke über 130 treppenstufen waren geschockt (streckenplan? - nur flüchtig angeschaut. gibt doch so männchen und so bändchen).
ich kam dann halb tot an den treppen an. ich weiss nur noch, dass ich irgendwie hochgekommen bin und das mir zwischendurch ab und zu mal kurz schwarz vor augen wurde. schmerzen? - sie waren da, aber wie schlimm sie waren kann ich auch nur erahnen, weil 2 tage später meine beine noch gebrannt haben.

ich habe mich dann damit getröstet, dass ich willenskraft bewiesen habe großes Grinsen
(die zeit war eher schlecht und es hat auch nciht mehr für nen zielsprint, sondern nur für ne kleine stolpernummer gereicht)!


mfg
ernesTo



Geschrieben von phgruber am 08.11.2002 um 12:21:

  zum Glück erinnere ich mich nicht mehr so genau

an meinen ersten Wettkampf vor 4 Jahren: ein MTB-Marathon mit 110 km und 4000 Höhenmetern.

Am letzten Anstieg verfluchte ich so ziemlich alles, was es gibt, schwor nie wieder ein Rennen zu fahren, trank Unmengen von Flüssigkeit und als ich endlich oben war, wartete nur noch die letzte Abfahrt mit 1000 HM auf mich.

Da stellte ich dann fest, dass es nur Wurzeln und Steine gab, die für mich unfahrbar waren, weshalb ich dann auch bergab weite Strecke tragen musste und nur manchmal höchstens Schritttempo fuhr. Natürlich verfluchte ich wieder alles und jeden (außer den Streckenposten, die überall freundlich nett und aufmunternd waren).

Schlussendlich dann eine Zeit von 8 Stunden und 17 Minuten! Doch damit wurde ich nicht einmal Letzter, sondern 85. von 150.

Doch ich kam zurück und das letzte Mal schaffte ich die Strecke gerade nicht in 6 Stunden (trotz eines neuerlichen Einbruches wieder am gleichen Anstieg).

Im Training war meine schlimmste Erfahrung ein geplantes Single-Trail auf den Graten (immer so bei ca. 2000 m), das sich schlussendlich als eine durchgehende Tragepassage von ca. 3 Stunden herausstellte ... Seither lache ich nur noch, wenn man bei einem Rennen mal 5 Minuten das Bike schultern muss.



Geschrieben von Chepe Gonzales am 08.11.2002 um 19:14:

 

Meine härteste Erfahrung auf dem Rennrad war dieses Jahr die Bochumer-RTF (doch, ich bin Rennfahrer smile ). Zusammen mit Coastfreak und Alex (nicht hier im Forum aktiv) fuhren wir von Essen aus erstmal 20km nach Bochum. Dort warteten wir dann noch ca. 45min auf ein paar Kollegen von Coastie und Alex (nein, keine Rennradfahrer), die dann allerdings nie kamen. Wir hätten es wissen müssen. Erklärung am Montag danach: "Ey, wir waren zu müde, hohohoho!!!"

Also, wie gesagt, dann gings endlich los. Nach vielen Kilometern hatten wir die Qual der Wahl: Die längste Strecke oder die nächstkürzere? Coastie und ich waren fürs erste, Alex für den Rest.

Also gings munter weiter, wobei munter wenig später nicht mehr auf mich zutraf. Ich will mich hier nicht mit Hungerast oder ähnlichem rausreden, es war halt einfach zu hart für mich an diesem Tag, und ich war noch nicht mal schlecht drauf oder so. Ich kämpfte aber weiter.

Wir fuhren mit mörderischem Tempo - auf manchen Passagen ein Schnitt von 44km/h trotz Gegenwind - durch die karge Landschaft. Der Grund: Wir wollten noch im Zeitlimit ankommen, was uns übrigens am Schluss mit einer halben Stunde Vorsprung auch gelungen war.

Dann fing es auch noch zu regnen an, und zwar sehr, sehr, sehr, sehr heftig. Ich konnte kaum mehr richtig atmen, weil sonst Wasser in die Lunge gekommen wär. Zusätzlich spritzte einem noch das Dreckwasser vom Reifen des Vordermannes auf Gesicht und Radbrille, weswegen man auch noch im sprichwörtlichen Blindflug über die Bundesstraßen raste (glücklicherweise waren wir zu einer harmonischen Gruppe von ca. 6 Frauen und Männern gestoßen).

An den Verpflegungskontrollen konnten wir nur für wenige Sekunden Halt machen, wir wären sonst erfroren. Erholung, Rast oder Pause??? Da war kein Denken dran.

Naja, irgendwann waren wir wieder lebend am Startort, einer Schule, angekommen. Es gab dort übrigens für jeden Teilnehmer (uns eingeschlossen) kostenlos eine Grillwurst.

Alex und ich entschlossen uns zu duschen, obwohl wir keine Handtücher dabei hatten. Mit unseren Trikots rieben wir uns notdürftig trocken. Coastie mampfte währenddessen im Duschraum ein Corny.

Immer noch total nass gings dann durchs halbe Ruhrgebiet wieder nach Essen zurück.

Zum Schluss hatte ich 200km mit einem Schnitt von 29km/h absolviert.

Das Tolle: Nachdem ich zu Hause richtig geduscht hatte und meine Körpertemperatur wieder gestiegen war, fühlte ich mich gar nicht mehr müde oder so, und wurde - trotz des Regens und der absoluten Durchnässung - danach auch nicht krank.



Geschrieben von Checker am 09.11.2002 um 21:33:

  Zeitlimit bei RTF??

Ganz was neues. Und das man da mit 'nem 29er Schnitt Probleme bekommen sollte, kann ich mir auch nicht vorstellen.



Geschrieben von Hangebrauk am 09.11.2002 um 23:36:

 

ich kann mir das forstelen das kann pasieren ist mir soger pasirt smile



Geschrieben von Coastfreak am 09.11.2002 um 23:39:

 

Wir sind viel zu spät losgefahren -> der Zeitdruck.

Die RTF sind wir mit nem <40km/h Schnitt gefahren



Geschrieben von Chepe Gonzales am 10.11.2002 um 14:20:

 

Ganz genau. Aber beim nächsten Mal kann ich dich gerne mitnehmen, Checker. Ich garantiere dir: Wenn du das überlebt hast, ist dein Vorstellungsvermögen um einige Facetten erweitert worden.

Und wie man eine RTF organisieren soll, bei der jeder im Ziel sein darf, wann er will, musst du mir auch nochmal erklären.



Geschrieben von Checker am 10.11.2002 um 17:14:

  Naja,

mit so ein paar Teenies nehme ich es gern auf... laut lachen Augenzwinkern

Also, ich bin dieses Jahr zwei 130-km-RTFs und den Seiffener Marathon über 200 km (besser, ihr kommt hierher, hier gibt es wenigstens richtige Berge großes Grinsen ) gefahren, und nirgendwo habe ich irgend etwas von Zeitlimit gehört. Wenn die Verpflegungsstände schon abgebaut sind, hat man eben Pech gehabt. Zunge raus



Geschrieben von Coastfreak am 10.11.2002 um 17:53:

  RE: Naja,

Welchen Schnitt hattest du denn bei dem Marathon? 20er oder 30er laut lachen



Geschrieben von Checker am 10.11.2002 um 18:04:

  Ungefähr

33 km/h. Bei 3200 Höhenmetern.

Knapp innerhalb der Karrenzzeit. Augenzwinkern



Geschrieben von zabelfan am 10.11.2002 um 18:07:

 

Respekt: könnt ich nicht. ziehe den hut



Geschrieben von Checker am 10.11.2002 um 18:10:

  Ich könnte

es momentan auch nicht. großes Grinsen



Geschrieben von Coastfreak am 10.11.2002 um 18:58:

Daumen hoch! Respekt!

Besser als ich dachte Zunge raus



Geschrieben von Chepe Gonzales am 11.11.2002 um 17:34:

  RE: Ungefähr

Zitat:
Original von Checker


Knapp innerhalb der Karrenzzeit. Augenzwinkern


Aha. Also doch Zeitlimit volltrottel .



Geschrieben von Moreau am 11.11.2002 um 22:18:

großes Grinsen

Na Chepe, die leckere und dazu noch kostenlose Grillwurst hat doch bestimmt für die Strapazen des Tages entschädigt, oder ?? Augenzwinkern Augenzwinkern Augenzwinkern



Geschrieben von Chepe Gonzales am 12.11.2002 um 14:57:

 

Ein wenig smile .


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