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Geschrieben von Chiappucci am 16.03.2015 um 18:22:

  Grenzen des Radsportwetters

Auf mein gestriges:
"Früher hatte man bei solchem Wetter nicht mal darüber nachgedacht die Etappe abzusagen"
Hatte Herr Doepfel freundlicherweise darauf hin gewiesen, dass es auch in anderen Arbeitsbereichen Fortschritte im Arbeitsschutz gemacht wurden.
Kaffee & News
Gut, eigentlich ging es mir da gegen das "Früher war alles besser" in Bezug auf die Streckenführung, aber das ist ein anderes Thema.
Nun würde man heute sicher den Radfahrer mit Motorkraft unterstützen, oder das Rennen ganz im Virtuellen abhalten um Sturzverletzungen zu vermeiden.
Die "Fahrer" säßen dann halt wegen der üblichen Rückenprobleme bei sitzender Tätigkeit in der Reha ...

Es gibt imho Grenzen des Arbeitsschutzes!

Bemerkungen wie Greipels bringen mich jedoch dazu das WetterThema wieder Aufzunehmen.
Klar habe ich Verständnis wenn ein Sprinter bei einer solchen Etappe jammert.
Würde ich auch tun.
Aber auch jeder normale Arbeitnehmer, der mit dem Rad zur Arbeit fährt, würde trotz Jammerns weiterfahren müssen.
Eine Bemerkung wie "Please stop that race as nobody wants to see a finish in the snow @UCI_cycling" ist falsch (ich will das sehen!) und gefährdet den Radsport als ganzes.
tja....
Trotzdem gibt es klar Grenzen des zumutbaren.
Die sollten auch von der UCI festgelegt sein.
(Schon damit jemand wie Greipel nicht jedesmal an die UCI Appellieren muss, wenn mal gerade nicht sein Lieblingswetter ist. - Hat eigentlich mal Ciolek gefordert, dass es jetzt immer Eis und Schnee geben soll, nachdem er bei diesen Bedingungen MSR gewann?)
Daher wollte ich mal fragen was ihr noch für zumutbar haltet.

Meine Grenzen:
-15° oder Kälter
+45° oder Wärmer
Wind über 60km/h
Hagel über 1cm
kalter starker Regen (+5° oder kälter) für mehr als 4 Stunden
Eisregen
Blitze in weniger als 6 Schallsekunden Entfernung (~2km)
Glatteis auf der Abfahrt.
Schnee bei dem das Rad bis zum Tretlager einsinkt.
Demnächst wird man noch eine Regel zum Sandsturm benötigen, aber da habe ich keine Erfahrung ..

Was meint ihr?



Geschrieben von Herr Doepfel am 16.03.2015 um 22:53:

  RE: Grenzen des Radsportwetters

Zitat:
Original von Chiappucci

Was meint ihr?

Dass die Zeit von Diskussionen auf diesem Totenschiff lange vorbei ist. Schade eigentlich.



Geschrieben von ogkempf am 16.03.2015 um 23:14:

 

Ich denke vor allem, dass das Thema zu schwer und teilweise hypokrit ist um da wirklich eine Dikussion fuehren zu koennen. Ich traue mir jedenfalls keinen wirklich sinnvollen Beitrag zum Thema vor, den ich nicht selbst widerlegen koennte/wollte.

So lange alles einigermassen "sicher" ist bin ich vor allem dafuer, auch und vor allem wenn es spektakulaer ist. Und das " sicher" ist wie chiapucci selbst schreibt halt ein total beknackter Begriff in einem Sport, in dem die Athleten seit Jahren wie die Fliegen fallen. Wenn auch meist ausserhalb der Wettkaempfe.



Geschrieben von Harzer Radfahrer am 17.03.2015 um 13:05:

 

Sehe ich ähnlich. Kam Po Wong
Einermaßen sicher sollte es sein, wobei ich es auch nicht für sicher halte, wenn man bei trockenem Wetter mit 80-100 km/h einen Alpenriesen runterfährt.
Bei Bergauf-Fahrten im leichten Schneetreiben sehe ich keine Gefahr für die Fahrer, außer dass der ein oder andere mal ausrutscht... Aber hier gäbe es letztendlich auch geeignete Reifen... Gegen Kälte und Regen gibt es entsprechende Kleidung.

Der ein oder andere Fahrer meckert sicherlich aus einer gewissen Bequemlichkeit heraus bißchen schnell. Gerade Herrn Greipel als Sprinter sollte man sagen, dass es bei Massensprints schon einige schwere Unfälle gegeben hat, was ich beim Bergauf-Fahren, egal ob Regen, Sonne oder Schnee, noch nicht gesehen habe...
Bei den Frühjahrsklassiker oder den TdF-Etappen mit Kopfsteinpflaster und Matsch sieht es ja ähnlich aus. Aber auch hier gibt es doch geeignete Räder bzw. Reifen. Das Wetter ist ja meist vor dem Rennen schon klar.



Geschrieben von Ocaña am 18.03.2015 um 09:25:

 

Die Lösung ist doch denkbar einfach. Keine Etappenankünfte auf 1600 Metern im europäischen März planen. Gerade die Regionen Toskana, Lazio, Kampanien, Marken und Abruzzen bieten genügend - hunderte - Alternativen für deutlich besser gelegene Ankünfte. Der Tirreno hat das über viele Jahre hinbekommen, erst in den letzten Jahre meinte man plötzlich, dass man sonst wie hoch muss, damit auch hier die immer gleichen Fahrer das Rennen gewinnen.



Geschrieben von gardener am 18.03.2015 um 09:33:

 

Zitat:
Original von Ocaña
Der Tirreno hat das über viele Jahre hinbekommen, erst in den letzten Jahre meinte man plötzlich, dass man sonst wie hoch muss, damit auch hier die immer gleichen Fahrer das Rennen gewinnen.


Kam Po Wong

Traurig ist dass der Unsinn ja auch noch belohnt wird. Anscheinend wollen viele Leute auch schon im März die ganzen üblichen Verdächtigen wie Contador, Froome usw. siegen sehen. Ich find's extrem langweilig.



Geschrieben von Offi am 18.03.2015 um 09:36:

 

Ich glaub da geht auch viel von den Rennställen aus, die überall ihre besten und bekanntesten Pferde vorne sehen wollen. Ist halt besser für's Geschäft als ein Sieger Cummings oder so.



Geschrieben von Bugno am 18.03.2015 um 10:54:

 

Eine Bergankunft im März ist kein Problem, es sind ja die Abfahrten das Gefährliche - da war die sechste Etappe von Paris Nizza sicher gefährlicher - einmal aufregen bitte Herr Chiapucci! ziehe den hut



Geschrieben von WINO am 18.03.2015 um 12:28:

  RE: Grenzen des Radsportwetters

Zitat:
Original von Chiappucci

Meine Grenzen:
-15° oder Kälter


Ich hoffe du meinst "gefühlte" Temperatur. Andernfalls bitte MAXIMAL -5. Das ist auf die Länge eines Radrennens schon gesundheitlich bedenklich.
Kälte ist aber glaube ich auch der Wetterzustand, der generell regulierbar wäre.



Geschrieben von Herr Doepfel am 18.03.2015 um 12:35:

  RE: Grenzen des Radsportwetters

http://www.iditabike.com/ großes Grinsen



Geschrieben von Herr Doepfel am 18.03.2015 um 13:07:

 

Der eigentliche Punkt ist doch ein anderer: T-A ist ein Saisonauftaktrennen, das eh nur ein paar Hardcorefans interessiert. Sich als Fahrer durch unnötig spektakuläre Renngestaltung bei so einem Rennen gesundheitlich etwas einzufangen und dadurch ein Handicap hinsichtlich wichtigerer Aufgaben im Lauf der Saison zu haben, wäre doch zumindest sehr ärgerlich.

(Zumal es mit den Immunabwehrkräften im Feld eh nicht weit her sein dürfte, seitdem Cortison da wieder die Volksdroge ist.)



Geschrieben von WINO am 18.03.2015 um 13:14:

 

Saisonauftaktrennen finden heutzutage doch in Quatar u.U. statt.


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