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Geschrieben von forza_Jan am 13.08.2009 um 07:27:
rien ne va plus => die Unvollendeten
hat ausser mir noch niemand hier erlebt?
ok, heroischer ists schon die bezwingertouren blümerant zu schildern.
ich habe mich dieses Jahr ein 2. mal am timmelsjoch versucht. Vor 2 Jahren hatte es eigentlich ohne Probleme geklappt - vielleicht fällt das scheitern auch deshalb leichter?
diesmal einen tag mit bedecktem Himmel gewählt und deshalb auch später losgefahren. Unten im Tal in Sankt Leonhard waren es schon moderate 22 Grad..... Ich bin also mal munter in den Berg reingestiefelt und anfangs lief es auch ordentlich. Es wurde aber überraschend immer frischer - war ich von den anderen Touren in den Tagen vorher nicht wirklich gewohnt. - In einer Höhe von ~1000 Metern habe ich mir also meine Windjacke angezogen und quälte mich weiter. Irgendwann während der nächsten Kilometer habe ich mir dann als Minimalziel wenigstens die Timmeljochbrücke gesetzt. Ab diesem Zeitpunkt war die Qual etwas gelindert, weil nun auch das 'Ziel' früher erreicht wurde. Zu wissen, das ich die letzten in den Berg gehauenen Serpentinen und den abschliessenden 1km unbeleuchteten Tunnel(oder besser Tropfsteinhöhle) nicht schaffen würde/wollte......An den Knien war es mittlerweile schon bitterkalt. Wenigstens kein weiterer 'Radkollege' in Sicht, der meine Kapitulation sehen würde ;-) An der Brücke dann eine kurze Rast und ein ganz kurzes Ringen mit mir selbst und dann ab ins Tal. Ist schon Übel so eine Bergkapitulation, aber an diesem Tag war auch mit Abstand betrachtet nicht mehr drin.
Geschrieben von Checker am 13.08.2009 um 09:08:
RE: rien ne va plus => die Unvollendeten
Muss gerade mal Andi fragen, wie das mit dem halben Tourmalet im letzten Jahr war...
Geschrieben von Andi am 13.08.2009 um 10:33:
RE: rien ne va plus => die Unvollendeten
| Zitat: |
Original von Checker
Muss gerade mal Andi fragen, wie das mit dem halben Tourmalet im letzten Jahr war...
|

Das habe ich bis heute nicht überwunden. Und ich wollte so gerne weiter fahren.
Geschrieben von Michelin-Männchen am 13.08.2009 um 19:54:
RE: rien ne va plus => die Unvollendeten
Hatte vor zwei Jahren am Grossglockner drei Versuche gebraucht, bis ich endlich oben war. Take it easy.
Geschrieben von Harzer Radfahrer am 13.08.2009 um 20:54:
RE: rien ne va plus => die Unvollendeten
Habe die Brocken-Nordseite von Ilsenburg aus noch nicht ohne Pause geschafft, gilt für mich als gescheitert...

Im Herbst gibt´s einen neuen Versuch.
Geschrieben von Pedalritter am 13.08.2009 um 21:16:
RE: rien ne va plus => die Unvollendeten
Meine Doktorarbeit ist auch noch unvollendet und wird als solche in die Geschichte eingehen, oder hat jemand Interesse?
Geschrieben von Gipfelstürmer am 13.08.2009 um 22:05:
Musste am Kitzbühler Horn mit 39/25 ein paar Mal anhalten, aber ich wollte auch nicht umdrehen und sagen:"Ich habs nicht geschafft!"
Geschrieben von Moreau am 14.08.2009 um 10:42:
am stohren mußte auch eine kurze pause herhalten.
Geschrieben von Checker am 14.08.2009 um 11:00:
Da fällt mir doch glatt das Drama meines ersten Dreiländergiros im Jahr 2003 ein: mit bestenfalls leidlicher Form hatte ich mich gleich an die große Strecke gewagt, war am Stilfser Joch ab Trafoi viel zu schnell unterwegs, bekam bereits dort auf den letzten Kilometern üble Krämpfe in Ober- und Unterschenkeln und musste mehrfach anhalten. Nach der Abfahrt am Anstieg zum Ofenpass - den ich seitdem hasse

- ging das Leiden weiter. Klugerweise hatte ich vorher gemutmaßt, den Berg auf dem 42er Blatt fahren zu können, und als dies nach etwa einem Kilometer nicht mehr funktionierte, gab es den nächsten moralischen Dämpfer gratis dazu. Meine Beine bestanden schon im eher flachen ersten Teil des "Ofen" nur noch aus Krämpfen, und als die steilen letzten Kilometer unter brennender Sonne begannen, war der - na - Ofen (sic!) entgültig aus. Verzweifelt und völlig erschlöpft drehte ich um, fuhr hinab nach Mals und quälte mich unendlich langsam den Reschenpass hinauf, um nach Nauders zurück zu kommen.
Das Finisher-Trikot habe ich mir trotzdem abgeholt

, und seitdem habe ich auch bereits 5mal gefinisht.
edit: einmal habe ich 3 Kilometer vor zuhause meinen Vater angerufen und um Abholung gebeten. Ich fuhr schon 20 km lang im Hungerast und habe den 16%-Anstieg am Schluss (Alternative wäre ein 18%er gewesen

) beim besten Willen nicht mehr geschafft. Aber damals war ich noch jung und weich

.
Geschrieben von Andi am 14.08.2009 um 12:18:

Ich hatte mal einen Hungerast auf der Carolabrücke in Dresden auf einer Tour von der Südvorstadt in die Neustadt. Musste kurz anhalten.
Grund war aber wohl die Rennradtour, die eine Stunde vorher zu Ende ging.
Geschrieben von Floeri am 14.08.2009 um 12:32:

So etwas kenne ich nicht! Ich habe vorletztes Jahr beim SchwarzwaldGP beim Kandelaufstieg "kurz" mal anhalten müssen, da dort eine Ameisenkarawane über die Strasse lief

! Allerdings hat diese Pause extrem gut getan
Und als meine Frau mich dann ins Auto geschleppt und wir donishäusle abgeholt hatten, bekam ich auch mal wieder Farbe ins Gesicht

, da das Schauinsland "nomen est omen" war und meine Beine lieber treten denn kurbeln wollten
Geschrieben von Califax am 14.08.2009 um 14:48:
Ende Mai 2006 meinte ich nach 6,5h Autofahrt und Ankunft bei unseren Bekannten in Mötz auf ca. 650m Höhe, nach kurzer Pause und bei 33°C von
dieser Seite eine Runde über den Kühtai-Sattel drehen zu wollen. 3mal absteigen war ein Tiefpunkt meiner "radsportlichen Karriere".
Geschrieben von discman am 14.08.2009 um 15:50:
Bei der radsportlichen "Besteigung" dieses
"Hügelchens" mit ca. 20% in jeder Kehre musste ich mit 39x25 ein paar Mal anhalten...trotzdem waren die Kommentare, die mir von den Wanderern zugeworfen wurden, recht lustig ("Wär hier mim Fahrrad hochfährt, kann ja nur gedopt sein..."

). Aber als Tiefpunkt würde ich es trotzdem nicht ansehen!
Geschrieben von peso am 14.08.2009 um 19:00:
| Zitat: |
Original von discman
Bei der radsportlichen "Besteigung" dieses "Hügelchens" mit ca. 20% in jeder Kehre musste ich mit 39x25 ein paar Mal anhalten... |
Da ist mir mein HAC ersoffen...absteigen mußte ich allerdings nicht.
Ok, mal sehen
1. Ich brauchte vier Versuche, um endlich auf dem
Wurmberg zu stehen.
2.
Am Teufelsstein bin ich am Ende einer 3000-Hm-Tour schon mal abgestiegen...was sich als keine besonders gute Idee herausstellte.
3. Natürlich das
Nebelhorn. Aber irgendwie bin ich auch froh, mich damals verfahren zu haben.
Geschrieben von falkiboy am 22.08.2009 um 10:25:
Gescheiterte Pässe:
Seebodenalp an der Rigi. Ganz übel bei Sahara-ähnlichem Wetter. Bin öfter zum Stehen gekommen - natürlich nur wegen Verkehr, Kindern, Kühen und weiteren Ausreden. an ner Quelle dann umgedreht, weil ich drohte zu verbrennen. Hinterher hab ich gesehen, dass ich weniger als 100hm vom Ende entfernt war ... Also am nächsten Tag nochmal hin, nochmal gestorben, aber oben angekommen.
Pragelpass. Erster Versuch im Juni irgendwann. Fies, fieser, Pragel. Das iss ein ekelhafter, steiler (erinnert an die Legenden des Giro ...) und an Unregelmässigkeit nicht zu übertreffender Fiesling zwischen Muothatal und Glarus. Die ersten Rampen noch recht locker. Im Wald wurde es immer frischer und vor allem windiger. Als es dann raus ging ausm Wald und die Steigung sich einpendelte kamen eiskalte Fallwinde. Da hab ich nicht mal angehalten zum wenden. ;-) War gut so, wie ich letztens bei der endlich erfolgten Bezwingung gemerkt hab. Dieser Pass ist bis 2km vor der "Krone" nie unter 10 - oft umme 20 und hält nie für mehr als 300m mal die Steigung konstant.
Ansonsten gibts nur Pässe, an denen ich schon im Ansatz scheitere - also ganz fest vornehmen und dann doch nicht machen. ;-)
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