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Geschrieben von maniroller am 08.10.2007 um 18:18:
BDR-Praktiken
Im heutigen Focus gibt es einen
Artikel, der sich mit dem Verhalten von Frauen-Bundestrainer Dornbusch und BDR-Sportdirektor Bremer befasst.
Auslöser ist der Umgang mit der vor wenigen Tagen aus dem Kader für Peking „gekickten“ Larissa Kleinmann vom Team Stuttgart.
In dem Zusammenhang unbedingt lesenswert: die
Presseerklärung von Larissa Kleinmann.
Geschrieben von ogkempf am 08.10.2007 um 18:27:
Ich habe die Presseerklaerung noch nicht ganz durch, aber sie haette vielleicht jemanden einstellen sollen, der der deutschen Sprache maechtig ist. Es liest sich wirklich fuerchterlich und das macht immer schon mal einen schlechten Eindruck...
Geschrieben von gardener am 08.10.2007 um 18:33:
| Zitat: |
Original von ogkempf
Ich habe die Presseerklaerung noch nicht ganz durch, aber sie haette vielleicht jemanden einstellen sollen, der der deutschen Sprache maechtig ist. Es liest sich wirklich fuerchterlich und das macht immer schon mal einen schlechten Eindruck... |
Immerhin scheint sie's selbst geschrieben zu haben.
Geschrieben von paolo am 08.10.2007 um 18:39:
..und was sie über den BDR schreibt, hört man auch von anderen. Dornbusch scheint ja öfter mal in den ungünstigsten Momenten blöde Sprüche loszulassen.
Geschrieben von ogkempf am 08.10.2007 um 18:46:
Ich finde es nicht sonderlich konkret und habe mich beim Lesen der ersten Seite gefragt, was sie dem BDR nun eigentlich vorwirft. Am Ende der Seite kommt der erste konkrete Punkt:
- Der BDR klaert nicht ueber Doping auf, aeussert aber ermahnend Medaillenerwartungen
Erst auf der zweiten Seite folgen dann die Gruende, die sie zu diesem Brief bewegten:
- Sie wurde in den Olympia Kader aufgenommen, aber ein halbes Jahr spaeter fuer nicht gut genug befunden und wieder rausgesetzt. In diesem halben Jahr habe sie nicht trainieren koennen und sei sie zudem durch eine Verletzung gehandicapt worden.
Dann veroeffentlicht sie einen Auszug aus einer Mail des Bundestrainers...schlechter Stil.
Den Teil mit der Fahnenflucht verstehe ich ehrlich gesagt nicht richtig...da fehlen mit als OG AD wohl die Insiderkenntnisse
Dann kommt wieder viel durcheinander, aber im Endeffekt komme der BDR wohl Absprachen nicht nach und widerspreche sich staendig selbst.
Auf Seite vier von fuenf wird es dann endlich richtig konkret. Viele Kritikpunkte am BRD, die lohnen sich!
Alles in allem laesst sich der ganze Brief schlecht lesen, aber die Anschuldigungen sind schon stark...und ich glaube jedes Wort!
Geschrieben von peso am 08.10.2007 um 20:43:
| Zitat: |
Original von ogkempf
Es liest sich wirklich fuerchterlich und das macht immer schon mal einen schlechten Eindruck... |
EDSS im fortgeschrittenen Stadium..."Erworbenes Detlef-Schrempf-Syndrom".
Persönlich finde ich den Brief unter sprachlichen Aspekten (Code-Switching) fast spannender als seinen Radsportbezug. Dieser ist zu zornig, wirr und für ihr Ziel (?) eben kaum geeignet.
Glaubhaft scheint er mir trotzdem.
Geschrieben von maniroller am 09.10.2007 um 00:27:
Ich gehe davon aus, dass sie ihrer Radsportkarriere – zumindest in Bezug auf den BDR – mit der Pressemitteilung durchaus bewusst und endgültig tschüss gesagt hat.
Bei Dornbusch und Bremer scheint das ja schon vorher der Fall gewesen zu sein.
Dass man sich als weiblicher „Radsport-Profi“ in dieser Situation Gedanken über die Einstellung von Personal zwecks korrekter Verfassung eines Schriftstückes machen könnte halte ich für eine Fehleinschätzung der wirtschaftlichen Situation einer solchen Sportlerin ...
Geschrieben von teufelsberg am 09.10.2007 um 00:55:
| Zitat: |
Original von peso
| Zitat: |
Original von ogkempf
Es liest sich wirklich fuerchterlich und das macht immer schon mal einen schlechten Eindruck... |
EDSS im fortgeschrittenen Stadium..."Erworbenes Detlef-Schrempf-Syndrom".
Persönlich finde ich den Brief unter sprachlichen Aspekten (Code-Switching) fast spannender als seinen Radsportbezug. Dieser ist zu zornig, wirr und für ihr Ziel (?) eben kaum geeignet.
Glaubhaft scheint er mir trotzdem. |
ihr wichtigstes ziel hat sie erreicht: sich den ganzen mist von der seele geschrieben, der da offenbar seit längerem an ihr nagt.
und einen einblick liefert sie durchaus, wenn auch nicht so präzise und griffig wie möglich; ich finde den einblick in den BDR jedenfalls durchaus spannend. es passt ins bild, welches sich aus verschiedenen bruchstücken anderer berichte zusammensetzen lässt.
was sie weiterhin vorhat, weiss sie vielleicht selbst noch nicht. leider lässt sich mit frauenradsport niemand hinter dem ofen vorlocken, ansonsten wären "schöne" talkshows denkbar.
von mir aus kann sie gerne die kronzeugin geben: zur dokumentation dieser duckmäuserstrukturen.
Geschrieben von paolo am 09.10.2007 um 10:53:
Die Aussage Dornbusch´s "du siehst aus wie ein Elefant." Ist angesichts seines Leibesumfang recht amüsant.
Geschrieben von Weischwurschtl am 09.10.2007 um 16:40:
ich verstehe das problem dieser frau nicht so ganz. aus der nationalmannschaft geschmissen zu werden ist eine sache, aber findet man dann als gute radfahrerin (was sie ja auch schreibt) nicht einen platz in einem profi-team? warum werden bahnradsportler nur von der bundeswehr angestellt, gibt es nicht auch die möglichkeit in einem (ausländischen) straßenteam unterzukommen?
übrigens glaube ich auch jedes wort von ihr. dieser komische bundestrainer passt genau in das profil der scharping-lakaien.
Geschrieben von Scout am 09.10.2007 um 16:57:
Ich verlinke ja selten Sachen von dort, aber ich finde, diesmal tut es Not.
Link
Geschrieben von Weischwurschtl am 09.10.2007 um 18:04:
ihre erfolge sprechen für sich oder?
Geschrieben von teufelsberg am 09.10.2007 um 23:54:
| Zitat: |
Original von Weischwurschtl
ich verstehe das problem dieser frau nicht so ganz. aus der nationalmannschaft geschmissen zu werden ist eine sache, aber findet man dann als gute radfahrerin (was sie ja auch schreibt) nicht einen platz in einem profi-team? warum werden bahnradsportler nur von der bundeswehr angestellt, gibt es nicht auch die möglichkeit in einem (ausländischen) straßenteam unterzukommen?
übrigens glaube ich auch jedes wort von ihr. dieser komische bundestrainer passt genau in das profil der scharping-lakaien. |
so wie ich es verstehe, geht es nicht um das geldverdienen mit dem radsport (sie sprach ja unnötigerweise von den ihr entgangenen 300.000), sondern sie wollte titel holen.
und wirklich wichtiges mit viel (ok, einigermaßen) aufmerksamkeit neben wm/olympia gibt es ja leider nicht im frauenradsport
Geschrieben von Windkante am 13.10.2007 um 01:42:
RE: BDR-Praktiken
auf ihrer Seite findet sich ein Leserbrief dazu:
October 12th, 2007: "Leserbrief zu Focus Nr.41 Sport / Radsport / Immer auf die Frauen von Peter Kramer"
Erst einmal möchte ich Larissa meinen Respekt dafür aussprechen, öffentlich zu machen, worüber alle Rad-Leistungssportler hinter vorgehaltener Hand sprechen. Ich bin bereits seit ca. 14 Jahren vereinsmäßig in der Jugendarbeit tätig, seit 3 Jahren kümmere ich mich um eine Juniorinnen-Bundesliga-Mannschaft. In diesem Zusammenhang habe ich ähnliche Erfahrungen wie Larissa Kleinmann mit den Herren Bremer und Dornbusch gemacht.
Im unserem ersten Jahr wollten wir mit Württemberg fusionieren, was uns auch telefonisch vom BDR zugesagt wurde. Nachdem Herr Bremer jedoch davon erfahren hatte, änderte er kurzfristig die Satzung, um einen Zusammenschluss zu verhindern. Hochwertige Anschaffungen, die bereits getätigt worden waren, waren so umsonst gewesen. Der Erfolg dieses Handelns durch den BDR war, dass eine Kadersportlerin ihre Karriere beendete, und Württemberg keine Mannschaft mehr hatte...
http://www.larissa-kleinmann.com/Scoop.html
Geschrieben von Schwabenland am 13.10.2007 um 10:14:
| Zitat: |
Original von Weischwurschtl
......
übrigens glaube ich auch jedes wort von ihr. dieser komische bundestrainer passt genau in das profil der scharping-lakaien. |
Genau , der passt richtig zum ,schulterklopfenden' BDR-Präsidenten Scharping und Vize Spenger.
Geschrieben von Verrückter am 13.10.2007 um 16:57:
weiß nicht so recht.
Wenn ein Fußballnationalspieler was gegen den Trainer sagt, fliegt er eben auch raus. Siehe Österreich.
Und wen sie mitnehmen oder nicht bleibt ja auch denen überlassen, nehm ich mal an. Der Jogi Löw ruft die Leute eben an oder auch nicht.
Wenn ich die Dame wäre, würd ichs in einem anderen Land versuchen, Das Talent ist ja wohl nicht zu bezweifeln. Wie sagt man: schön den Ball flach halten. In der Politik gilt ja bekanntlich das Gegenteil, aber das ist eine andere Geschichte....
Im Bahn-/Nominierungsbereich ist aber auch der Wurm drin, das war ja auch das Problem mit dem männl. Bahnvierer damals.
Geschrieben von paolo am 26.10.2007 um 12:07:
Was sagt Fr. Kleinmann eigentlich zu dem Thema Univega? Das war ja von ihr auch nicht so die feine englische Art, zumindest sah es nach außen so aus.
Geschrieben von teufelsberg am 26.10.2007 um 13:38:
im rsa-forum gibt es dies hier zu lesen.
<<<<<<<<<<<"October 19th, 2007: "BDR Praktiken - Teil II" & "Weiteres Update zur Radmafiabekämpfung"
Stuttgart, Germany - Saludos a todos! Mittlerweile hatte ich die Gelegenheit erste Kontakte zu bereits existierenden BDR Oppositionen zu knüpfen. Es ist sehr schön zu wissen, dass es tatsächlich Leute gibt in Deutschland, die nicht nur hinter hervor gehaltener Hand den Bund Deutscher Radfahrer und dessen mafiotischen, intriganten Praktiken kritisieren. Diese Gesellschaft ist sehr erfrischend, weil äußerst ungewöhnlich im deutschen Radsport!
Ein Aliierter der BDR Opposition hat mir einen Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 11.05.2004 zugeschickt. Dieser Artikel ist ein weiteres Beweisstück für die schockierenden Zustände im BDR, die bereits seit Jahrzehnten andauern. Ohne Verbesserung in Sicht! Weshalb? Weil immer noch dieselben Köpfe die Drähte ziehen... eine Hand wäscht die andere, da alle Hände Leichen im Keller haben. So einfach ist die BDR-Formel...
Und was passiert sonst noch? Der Herr Bundestrainer tischt weiterhin Lügen den Journalisten gegenüber auf, behauptet das Gegenteil meiner Fakten. Sein "Problem" (das er nicht als solches erkennt) ist nur, dass ich die Beweise in jeder Form auf meiner Seite habe. Zu Verlogenheit kommt also Dummheit... eine gefährliche Kombination, unter der die Radfahrerinnen Deutschlands tagtäglich, Jahr ein Jahr aus leiden müssen.
Ich bin froh aus der BDR Waschtrommel heraus zu sein. Ich denke, all dies war das Beste, was mir hätte passieren können. Die Gefahr seinen Charakter und seine Persönlichkeit auf der Strecke liegen lassen zu müssen als Mitglied der deutschen Radsportnationalmannschaft ist zu groß. Ich bin nicht bereit solche Opfer für meinen sportlichen Ehrgeiz zu bringen.
Ich habe mich immer noch nicht entschieden, ob oder wie es mit mir im Radsport weitergeht. Im Moment bin ich arbeitslose Hobbysportlerin, die sich Türen in alle Richtungen offen lassen will. Es sind mehrere Firmen an mich herangetreten, die sich eine Zusammenarbeit vorstellen können, nachdem sie von meiner öffentlichen Verbandskritik und den Hintergründen erfahren, sowie meinen Lebenslauf zu Gesicht bekommen haben. Falls diese Art von Arbeit zustande käme, gäbe es für mich die Möglichkeit weiterhin Rad zu fahren. Das unter deutscher Flagge zu tun, lehne ich jedoch kategorisch ab. In dieser Frage stehen ebenfalls noch Gespräche an. Mal sehen, was die nächsten Wochen so bringen werden. Am Besten wäre es natürlich, wenn sich ein Sponsor finden würde, aber die Wahrscheinlichkeit ist im Frauenradsport verschwindend gering. Leider...
Will keep you updated. Stay tuned. Cheers, Lilli >>>>>>>>>>>>>
Geschrieben von teufelsberg am 26.10.2007 um 13:43:
und einen leserbrief eines insiders an den focus,
aus übersichtlichkeitsgründen neues posting.
Cologne, Germany - Hier ist ein Leserbrief an FOCUS eines weiteren BDR Betroffenen, der sich entschieden hat den Mund ebenfalls aufzumachen.
Erst einmal möchte ich Larissa meinen Respekt dafür aussprechen, öffentlich zu machen, worüber alle Rad-Leistungssportler hinter vorgehaltener Hand sprechen. Ich bin bereits seit ca. 14 Jahren vereinsmäßig in der Jugendarbeit tätig, seit 3 Jahren kümmere ich mich um eine Juniorinnen-Bundesliga-Mannschaft. In diesem Zusammenhang habe ich ähnliche Erfahrungen wie Larissa Kleinmann mit den Herren Bremer und Dornbusch gemacht.
Im unserem ersten Jahr wollten wir mit Württemberg fusionieren, was uns auch telefonisch vom BDR zugesagt wurde. Nachdem Herr Bremer jedoch davon erfahren hatte, änderte er kurzfristig die Satzung, um einen Zusammenschluss zu verhindern. Hochwertige Anschaffungen, die bereits getätigt worden waren, waren so umsonst gewesen. Der Erfolg dieses Handelns durch den BDR war, dass eine Kadersportlerin ihre Karriere beendete, und Württemberg keine Mannschaft mehr hatte.
Im Jahre 2006, beim Bundesligarennen in Queidersbach fuhr eine unserer Kaderathletinnen schlecht. Beim Überqueren der Ziellinie wurde sie darauf von Herrn Dornbusch angehalten und dermaßen "runtergeputzt", dass sie noch Stunden danach am Boden zerstört war. Ich schickte die Sportlerin zum Arzt, welcher schließlich Pfeiffersches Drüsenfieber diagnostizierte. Bis heute hat die Krankheit Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Sportlerin. Anfang der Saison bestritt diese Athletin mit unserer Mannschaft die Deutsche Bergmeisterschaft, wo sie am Steilstück der Strecke die Spitzengruppe ziehen lassen musste. Als wir mit dem Materialwagen an Dornbusch vorbeikamen, demonstrierte er durch ein ekliges Verhalten einen "Daumen nach unten" seine Einstellung zu dieser Situation, wobei er durch Rufen des Namens der Athletin keinen Zweifel ließ, wen er meinte.
Die beiden Herren verhalten sich absolut diktatorisch, und das in unserer demokratischen Gesellschaft. Herrn Scharping, der mit Sicherheit den Anspruch erhebt, ein Demokrat zu sein, sollte in seiner Amtszeit als Präsident wohl das Verhalten dieser Personen nicht unbemerkt geblieben sein.
Herr Dornbusch sollte Sportlerinnen, die einen hohen Leistungsstand erreicht haben, nicht gleich mit der nachfolgenden Athletin austauschen, sobald sie nur ein wenig kränkeln. Für das Auswechseln der Sportler nach Stand der Rangliste braucht es keine sonderliche Qualifikation, diese Praktik spricht jedoch nicht unbedingt von großem Sachverstand. Stattdessen sollten sportliche Leiter, Vereinstrainer und Sportwissenschaftler mit einbezogen werden, um einen runderen Ablauf zu gewährleisten. Unter dem falschen Druck, den der BDR den Sportlern auferlegt, macht Leistungssport in unserem Lande keinen Spaß. Dabei sollte man gerade jetzt daran arbeiten, daß er zu normalen menschlichen Bedingungen möglich sein kann.
Peter Kramer, Köln
im folgenden ruft sie im focus offen zur rebellion auf, gefällt mir.
Geschrieben von paolo am 23.11.2007 um 15:16:
Laut Teamwebsite fährt Larissa Kleinmann 2008 für die Equipe Nürnberger Versicherung.
Gehts also doch weiter, nur die Nationalmannschaft kann sie sich wohl abschminken.
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