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Geschrieben von Arno am 06.08.2007 um 15:02:
Natürliche Leistungssteigerung
Die beste natürliche Leistungssteigerung geschieht einfach durch systematisches Training, bei dem die Anpassungsfähigkeit an gezielt gesetzte Trainingsreize genutzt wird. Was gibt es aber neben so Trainingsformen wie Extreme-C4F-Posting usw. denn noch für Möglichkeiten, seine Leistung legal zu steigern?
Ich jetzt z.B. bin ja auch schon was älter, habe im Moment auch gar nicht mehr soviel Zeit dafür, blockweise halbe oder auch mal ganze Tage mit dem Rad zu verbringen und suche deswegen ständig auch nach anderen Optimierungsmöglichkeiten wie bessere Pedalierungstechnik usw. für meinen immer viel zu unbefriedigenden Leistungsstand. Im Laufe der Jahre hat sich da schon so einiges an Infos angesammelt, was ich so peu à peu hier reinhängen und zur Diskussion stellen will.
Ich denke dabei vor allem an so Dinge, die aus einem selbst herauskommen, wie Atmungs- oder mentales Training, aber auch an optimale Ernährung oder legale Nahrungsergänzungsmittel. Ich hatte auch so verschiedene Sachen ausprobiert, wie z.B. den Eiweißbaustein Kreatin, der die Sprintfähigkeit steigern sollte, aber bei mir beim Radsport nur zu Krämpfen führte. So was kann man vermeiden, wenn man sich darüber austauscht.
Die Bandbreite an legalen Möglichkeiten ist groß. Was gibt es hier für Tipps?
Folgend schon mal was Material.
| Zitat: |
Wachstumshormon von hier: http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/koerperapotheke/hormone.xml
Wenn Sie Hunger haben, eine Hungerkur machen oder eine Essstörung haben, wie zum Beispiel Magersucht, führt das immer zu einer Zunahme von Wachstumshormonen. Das ist einer der Gründe dafür, dass wenn wir am Abend wenig essen, das Wachstumshormon in der Nacht ansteigt. Es ist also gesund, abends ab und zu mal nichts oder nur wenig zu essen. Denn schnell verfügbare Zucker und Fette erniedrigen die körpereigene Wachstumshormonproduktion. Im Übrigen ist auch eine sportliche Tätigkeit und viel Schlaf ein starker Stimulus für die körpereigene Wachstumshormonfreisetzung. |
| Zitat: |
Endorphine von hier: http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/koerperapotheke/endorphine.xml
Auch der Marathonlauf ist eine anstrengende Sache, die Verspannungen, Atemnot und aufgescheuerte Füße verursacht. Um diese Wirkungen zu dämpfen, wird das körpereigene Opiatsystem aktiviert. Die Endorphine sind auf keine spezielle Form der Belastung zugeschnitten. Immer, wenn die so genannte Stresshormonachse aktiviert ist, wird auch das körpereigene Endorphinsystem in Gang gesetzt. |
Zu Cortisol habe ich noch gefunden, daß es besonders morgens im Körper vorhanden ist, daß man wenn man seine Trainingszeiten also auf den Morgen oder Vormittag legen kann, mehr aus der Einheit holen kann. Da gibt es auch eine wissenschaftliche Studie zu, die ich aber noch nicht gefunden habe, mal nach "Cortisol Awakening Response" googeln. Hier erstmal was Sekundärliteratur, mit einer detaillierten Übersicht: [
Link]
| Zitat: |
Aminosäuren
Glutamin (muskelaufbauend): Glutamin kommt in der höchsten Konzentration in den Muskelzellen vor. Es ist vor allem für die Wassereinlagerung in die Zelle verantwortlich und bewirkt bei körperlicher Belastung eine Vergrößerung des Zellvolumens. Die Vergrößerung des Zellvolumens wertet der Körper als anaboles Signal, wodurch die Protein- und Glykogenbildung gefördert wird. Glutamin wirkt nicht nur anabol sondern zusätzlich antikatabol, indem es bei körperlicher Anstrengung einem Abbau von Muskelgewebe entgegen wirkt. Ebenso verbessert sich die körperliche Regenerationsfähigkeit während des Schlafes. [Link zu Wikipedia]
Arginin (durchblutungsfördernd): Arginin ist an zahlreichen Funktionen im Körper beteiligt. Arginin ist die alleinige Vorstufe von Stickstoffmonoxid (NO), einer der kleinsten und schnellflüchtigsten Botenstoffe im menschlichen Körper. Die Freisetzung von NO aus Arginin führt physiologischerweise zu einer Gefässerweiterung und Hemmung der Thrombozytenaggregation und -adhäsion. [Link zu Wikipedia]
Glycin (Sauerstoff-Bindung im Blut, Energiespeicher im Muskel): Auch für die Synthese von anderen Bestandteilen der Erbsubstanz (Purine) wird Glycin direkt benötigt. Es dient ebenfalls der Biosynthese von Häm (Sauerstoff-Bindung im Blut), Kreatin (Energiespeicher im Muskel) oder Glutathion. [Link zu Wikipedia] |
Und last but not least: Medizinische Probleme beim Radfahren
http://www.heiners.de/stories/body_medizin.html
Geschrieben von Arno am 07.08.2007 um 00:22:
Natürliche Leistungssteigerung
... möchte noch mal betonen, daß es mir keinesfalls darum geht, zu sagen, o.k. man braucht nur die Aminosäure xyz nehmen und schon braucht man nicht mehr trainieren.
Ich habe aber die Erfahrung gemacht, daß es sich selbst nach einer kleinen 75 km Fahrt mit einem 30er-Schnitt (alleine, schlechter Trainingsstand) z.B. schon für mich lohnt, ein Wenig von der vorgenannten Aminosäure Glutamin zu nehmen. Ich erhole mich einfach besser. Wer hat schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
Genauso kann es sinnvoll sein, sich mit der morgendlich Cortisolspiegel-bedingten erhöhten Leistungsfähigkeit auf eine Trainingsfahrt zu begeben oder von Zeit zu Zeit mal das Abendessen ausfallen zu lassen, um die körpereigene Wachstumshormonproduktion anzuregen.
Ich denke, daß diese Optimierungsmöglichkeiten oder auch das Wissen um die physiologischen bzw. endokrinologischen Rahmenbedingungen relevant sind sowohl für so Fahrer wie mich, der gezwungenermaßen sehr unregelmäßig seine 75 km Runden dreht (und fast immer über seine Verhältnisse fährt) aber trotzdem auf 5000+ km im Jahr kommt, als auch für Fahrer wie Donishäusle, der gerade bei der 140er Runde bei Rad am Ring 12ter geworden ist.
Ich werde mich hier bei Gelegenheit auch noch mal mit der von Peso schon an diversen anderen Stellen zusammengefassten, äußerst interessanten Trainingsmethode von Dr. Coggan beschäftigen, die das Gewicht auf ganz andere Dinge als das Grundlagentraining legt.
Mir würde es dabei um eine Vereinfachung der dort detailliert beschriebenen Trainingssteuerung gehen, so daß die ohne Power-Meter auskommt, ggf. sogar mit etwas Gefühl ganz ohne technische Hilfsmittel. Und auch für andere Sportarten wie Schwimmen nutzbar wäre. Mal schauen, ob das geht.
Geschrieben von peso am 07.08.2007 um 00:33:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
| Zitat: |
Original von Arno
Mir würde es dabei um eine Vereinfachung der dort detailliert beschriebenen Trainingssteuerung gehen, so daß die ohne Power-Meter auskommt, ggf. sogar mit etwas Gefühl ganz ohne technische Hilfsmittel. Und auch für andere Sportarten wie Schwimmen nutzbar wäre. Mal schauen, ob das geht. |
Ich mache das, da immer noch ohne PM, übrigens auch so. Die PE, also "perceived exertion", korrelliert einigermaßen vernünftig mit den unterschiedlichen Leistungsniveaus nach Coggan.
Mein "Training" beim Laufen gestalte ich übrigens nach demselben Prinzip. Also nicht die üblichen 4x1000 m oder 4x2500 m in Relation zur 10k-Zeit, sondern die (dann doch ähnlichen Trainingsformen) nach Coggan. Also 4x5 min @ Vo2max oder 2x20 min @ FTP.
Besonders toll beim Laufen: Es braucht keinen PM. Uhr und vermessene Strecke bzw. die Stadionrunde reichen aus, um die Belastung extrem genau zu steuern.
Geschrieben von Arno am 07.08.2007 um 08:27:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
| Zitat: |
Original von peso
... "perceived exertion" ... Uhr und vermessene Strecke bzw. die Stadionrunde reichen aus, um die Belastung extrem genau zu steuern. |
Die stattgefundene Leistung berechnest Du aus Zeit und Strecke, bzw. bei Radfahren annährungsweise aus Zeit, Strecke, Höhenmeter, ggf. Windgeschwindigkeit? Gibts da nen Rechner im Netz oder so?
| Zitat: |
Original von peso
Also 4x5 min @ Vo2max oder 2x20 min @ FTP. |
Wie könnte man das am Besten umschreiben? 4x5 min "am Anschlag" bzw. 2x20 min "fast am Anschlag"?
Geschrieben von Donishäusle am 07.08.2007 um 09:26:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
| Zitat: |
Original von peso
Mein "Training" beim Laufen gestalte ich übrigens nach demselben Prinzip. Also nicht die üblichen 4x1000 m oder 4x2500 m in Relation zur 10k-Zeit, sondern die (dann doch ähnlichen Trainingsformen) nach Coggan. Also 4x5 min @ Vo2max oder 2x20 min @ FTP.
Besonders toll beim Laufen: Es braucht keinen PM. Uhr und vermessene Strecke bzw. die Stadionrunde reichen aus, um die Belastung extrem genau zu steuern. |
Heisst PM in diesem Zusammenhang Power-Meter oder Pulsmesser?
Wenn Du statt 4x1000 etwa 4x5min @VoMAX läufst, wie stark differieren dann die gelaufenen meter (im Stadion)?
Ein Power-Meter hätte ich allerdings trotzdem gern. Da ich ja trainingstechnisch wegen Beruf und Familie doch eingeschränkt bin versuche ich natürlich alle technischen Möglichkeiten (Gewichtstuning, Reifen, Schläuche, Sitzposition, Pedale und Plattenposition, etc.) zu optimieren, und hab dabei subjektiv schon einige bemerkenswerte Fortschritte gemacht, die ich gern objektivieren würde.
Geschrieben von peso am 07.08.2007 um 10:58:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
| Zitat: |
Original von Arno
Die stattgefundene Leistung berechnest Du aus Zeit und Strecke, bzw. bei Radfahren annährungsweise aus Zeit, Strecke, Höhenmeter, ggf. Windgeschwindigkeit? Gibts da nen Rechner im Netz oder so?
|
Radfahren:
Kreuzotter
Laufen: Da gibt es unzählige Rechner. Ich nutze einen nach Daniels:
Klick.
| Zitat: |
| Zitat: |
Original von peso
Also 4x5 min @ Vo2max oder 2x20 min @ FTP. |
Wie könnte man das am Besten umschreiben? 4x5 min "am Anschlag" bzw. 2x20 min "fast am Anschlag"? |
Es gibt eine Beschreibung der PE für die unterschiedlichen Belastungsniveaus
Klick
Die für mich wichtigsten: Vo2Max (L 5): Extrem schnelle Atmung, die keine Konversation mehr ermöglicht. Belastungsdauer zwischen 3 und 8 Minuten mit entsprechender Belastungsintensität. Auch Vo2Max-Training ist eine primär aerobe Trainingsform, wenngleich der Anteil des anaeroben Stoffwechsels schon beachtlich ist.
FTP/LT (L4): Kann ich auf dem Rad sehr gut steuern. Entweder am (bekannten) Berg über die VAM oder eben auch nach Gefühl. Man kann sich mit etwas Anstrengung noch unterhalten, wenn auch keine Romane mehr erzählen. Es zieht einigermaßen "angenehm" in den Beinen und eine Erhöhung der Leistung wäre jederzeit möglich. Belastungsdauer 15-30 min. Die FTP nach Coggan ist die MAX-Leistung über 60 min.
Persönlich bevorzuge ich Hügel/Berge mit der entsprechenden Länge, die ich dann in 5-40 min hochfahre. Näher komme ich ohne Powermeter nicht an eine kontrollierte Umgebung.
@ Donis
| Zitat: |
Heisst PM in diesem Zusammenhang Power-Meter oder Pulsmesser?
Wenn Du statt 4x1000 etwa 4x5min @VoMAX läufst, wie stark differieren dann die gelaufenen meter (im Stadion)? |
Powermeter.
Bei mir stimmen die Streckenlängen, wie Daniels sie vorschlägt, fast genau mit den Empfehlungen Coggans überein:
1400 m in 04:57 (Vo2Max) und 5000 m in 19:18 (FTP/LT)
Bei schnelleren/langsameren Läufern paßt sich bei Daniels auch die Streckenlänge an, während bei anderen Empfehlungen im Netz (vor allem in Foren), sich allein die verlangte Zeit für das Intervall ändert, wobei mir dies für sehr schnelle und sehr langsame Läufer eben nicht sinnvoll erscheint. Wichtig ist die Zeit, welche in einem bestimmten Belastungsniveau verbracht wird, nicht die damit korrespondierende Streckenlänge.
Ich war einigermaßen erfreut, daß der klassische langsame Dauerlauf so bei Daniels nicht vorkommt und sich eben auch Belastungsdauer und -intensitäten mit Coggan stark ähneln.
Einen PM hätte ich natürlich auch sehr gerne. Allerdings kann ich für den nicht unerheblichen Aufwand auch 3x im Jahr in die Alpen fahren. Das bringt sicher noch deutlich mehr.

Irgendwann...
Geschrieben von Kalmit am 07.08.2007 um 11:27:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
Ich seh hier zwar nur chinesische Schriftzeichen - aber hört sich alles irgendwie an wie Doping für Öko's!?
Geschrieben von Donishäusle am 07.08.2007 um 11:31:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
| Zitat: |
Original von peso
Bei mir stimmen die Streckenlängen, wie Daniels sie vorschlägt, fast genau mit den Empfehlungen Coggans überein:
1400 m in 04:57 (Vo2Max) und 5000 m in 19:18 (FTP/LT)
Bei schnelleren/langsameren Läufern paßt sich bei Daniels auch die Streckenlänge an, während bei anderen Empfehlungen im Netz (vor allem in Foren), sich allein die verlangte Zeit für das Intervall ändert, wobei mir dies für sehr schnelle und sehr langsame Läufer eben nicht sinnvoll erscheint. |
Ja die Zeit im Zielbereich ist sicher interessanter. Ich wollte aber eigentlich eher wissen, wie die Streckenlängen bei gleichen Belastungsdauern(erste 5min, letzte, unterschiedliche Tage).
Machst Du gar nie so etwas wie regeneratives Training?
| Zitat: |
Original von peso
Einen PM hätte ich natürlich auch sehr gerne. Allerdings kann ich für den nicht unerheblichen Aufwand auch 3x im Jahr in die Alpen fahren. Das bringt sicher noch deutlich mehr.
Irgendwann... |
Das ist wohl wahr.
Geschrieben von peso am 07.08.2007 um 11:36:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
| Zitat: |
Original von Donishäusle
Ich wollte aber eigentlich eher wissen, wie die Streckenlängen bei gleichen Belastungsdauern(erste 5min, letzte, unterschiedliche Tage).
|
Ich werde mal darauf achten, da ich jetzt erst wieder mit dem Laufen angefangen habe.
| Zitat: |
| Machst Du gar nie so etwas wie regeneratives Training? |
Es entsteht ohnehin ein falscher Eindruck. Hauptsächlich fahre ich mit anderen Verrückten am Wochenende > 150 km > 2000 hm durch die Berge. Da bleiben 2-3 echte Traningstage in der Woche übrig. Davon geht wieder einer für eine Schwatztour drauf. Also zwei Tage, die ich dann entsprechend gestalte.
Geschrieben von Raktajino am 08.08.2007 um 13:38:
aus der aktuellen ZEIT:
Eisige Kälte ist natürliches Doping,*
fanden Sportwissenschaftler der Universitäten Dortmund und Münster heraus - und außerdem völlig legal. Die Forscher setzten mehr als 50 Testsportler vor einem Dauerlauf jeweils zweieinhalb Minuten in eine Kältekammer bei minus 120 Grad. Nach einem halben Jahr hatten die Probanden ihre Leistung erheblich gesteigert, ihr Körper war besser mit Sauerstoff versorgt. Bei Außentemperaturen ab 15 Grad wird der Körper schnell zu heiß und leistet dann weniger, auch das viel gespriesene Aufwärmen vor dem Sport ist dann eher kontraproduktiv.
*in rücksichtnahme auf den threaderöffner sogar mit großbuchstaben!

(bis zu dieser fußnote haben sie allerdings nicht gereicht)
Geschrieben von Arno am 09.08.2007 um 22:22:
RE: aus der aktuellen ZEIT:
da muss man aber nicht nur darauf achten, daß die buchstaben nicht zu klein werden, wenn es
soo kalt ist.
Edit: Peso, super Link auf den Radfahr-Rechner!
| Zitat: |
Original von Peso
| Zitat: |
| Wie könnte man das am Besten umschreiben? 4x5 min "am Anschlag" bzw. 2x20 min "fast am Anschlag"? |
Es gibt eine Beschreibung der PE für die unterschiedlichen Belastungsniveaus Klick
Die für mich wichtigsten: Vo2Max (L 5) ... FTP/LT (L4): |
Nach Deiner Beschreibung sowie der auf der Site hinter dem Link könnte man die Trainingsszenarien LT (Lactat Threshold) und Vo2Max bzw. Bereich der anaeroben Schwelle und maximale Sauerstoffaufnahme am Besten umschreiben mit 2 mal über 20 Min.
fast am Limit sowie 4 mal 5 Min.
am Limit fahren.
Also das eine eher so wie Zeitfahren, also ein wenig über die Zeit eingeteilt, das andere eher so wie ein langer Fünf-Minuten-Sprint (Berge gibts hier in der Gegend nicht). Was meinst Du, kann man das so ausdrücken?
Mir ist aufgefallen, daß sich meine Fahrten aufgrund der Zeitnot immer zu mehr als zwei Dritteln im Bereich anaerobe Schwelle abspielen. Also, ich fahre sehr viel härter als früher, wo ich noch viel mehr Zeit zum Fahren hatte. Wenn ich jetzt doch mal wieder ein paar Sprint-Intervalle hinzunehme, habe ich wahrscheinlich das Möglichste gemacht. Mal schauen.
Danke erstmal.
Geschrieben von Kalmit am 10.08.2007 um 10:43:
RE: aus der aktuellen ZEIT:
| Zitat: |
Original von Raktajino
Eisige Kälte ist natürliches Doping,*
fanden Sportwissenschaftler der Universitäten Dortmund und Münster heraus - und außerdem völlig legal. Die Forscher setzten mehr als 50 Testsportler vor einem Dauerlauf jeweils zweieinhalb Minuten in eine Kältekammer bei minus 120 Grad. Nach einem halben Jahr hatten die Probanden ihre Leistung erheblich gesteigert, ihr Körper war besser mit Sauerstoff versorgt. Bei Außentemperaturen ab 15 Grad wird der Körper schnell zu heiß und leistet dann weniger, auch das viel gespriesene Aufwärmen vor dem Sport ist dann eher kontraproduktiv.
*in rücksichtnahme auf den threaderöffner sogar mit großbuchstaben!
(bis zu dieser fußnote haben sie allerdings nicht gereicht) |
Aha, also bald finden wir bei Dopingrazzien keine Blutbeutel mehr in den Kühlschränken, sondern gleich komplette Radsportler...
Geschrieben von Donishäusle am 10.08.2007 um 11:04:
RE: aus der aktuellen ZEIT:
| Zitat: |
Original von Kalmit
Aha, also bald finden wir bei Dopingrazzien keine Blutbeutel mehr in den Kühlschränken, sondern gleich komplette Radsportler... |
Ulles Megperformance beim ZF der Tour 2003 kann, zu einem Teil, auch daran gelegen haben, dass er sich in einem klimatisierten Raum aufgewärmt hat (Sportgeschäft).
Ich finde solche Erkenntnisse immer extrem spannend, und werd das bei nächster Gelegenheit (RIG- Zeitfahren) mal testen, fragt sich nur wie man eine Kältekammer simuliert? Vielleicht mit Wasser aus einer Sprühflasche auf die Extremitäten
Geschrieben von Glandon am 10.08.2007 um 11:07:
RE: aus der aktuellen ZEIT:
| Zitat: |
Original von Donishäusle
Vielleicht mit Wasser aus einer Sprühflasche auf die Extremitäten
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so ähnlich hat das landis doch schon vorgeführt.
Geschrieben von Donishäusle am 10.08.2007 um 11:20:
RE: aus der aktuellen ZEIT:
| Zitat: |
Original von Glandon
| Zitat: |
Original von Donishäusle
Vielleicht mit Wasser aus einer Sprühflasche auf die Extremitäten
|
so ähnlich hat das landis doch schon vorgeführt.
|
Vollkommen richtig
Obwohl das vermutlich nicht das war, was du sagen wolltest
Eins ist aber sicher, mit Testosteron (oder Blutdoping) allein war die Solofahrt von Landis auch nicht zu erklären.....
Geschrieben von Arno am 10.08.2007 um 12:23:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
| Zitat: |
Original von Donishäusle
Da ich ja trainingstechnisch wegen Beruf und Familie doch eingeschränkt bin versuche ich natürlich alle technischen Möglichkeiten (Gewichtstuning, Reifen, Schläuche, Sitzposition, Pedale und Plattenposition, etc.) zu optimieren, und hab dabei subjektiv schon einige bemerkenswerte Fortschritte gemacht, die ich gern objektivieren würde. |
Durch Gewichtstuning, technische Optimierung etc.?? Deine Leistungen wie 12ter RaR kommen grundsätzlich sicher eher von einem sinnvollen und geregelten Trainingsaufbau, oder? Was kannst Du denn so investieren?
Edit: Sicher besser als Kältekammer ist Folgendes.
| Zitat: |
Original von Donishäusle
Eins ist aber sicher, mit Testosteron (oder Blutdoping) allein war die Solofahrt von Landis auch nicht zu erklären..... |
Vielleicht hat er sich ja ein paar warme Gedanken gemacht:
| Zitat: |
So reicht bereits ein 3ominütiger sexuell-erregender Film, um anschließend einen deutlich höheren Testosteronspiegel messen zu können. Ähnliches läßt sich durch die eigenen »inneren Bilder«, durch erotische Phantasien erreichen (Aktives Imaginieren).
Aus: Josef Zehentbauer: Körpereigene Drogen. Die ungenutzten Fähigkeiten unseres Gehirns. ISBN 3-49169410-8 |
Edit2: bei Kältekammer fällt mir auch Höhenkammer ein. Da wir uns alle ja keine Höhenkammer leisten können, stelle ich einfach mal die Frage in den Raum, ob man durch regelmäßiges Tauchen beim Schwimmsport die körpereigene EPO-Produktion anregen kann. Ich schaffe jetzt schon wieder 25m.
Geschrieben von Donishäusle am 10.08.2007 um 13:36:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
| Zitat: |
Original von Arno
| Zitat: |
Original von Donishäusle
Da ich ja trainingstechnisch wegen Beruf und Familie doch eingeschränkt bin versuche ich natürlich alle technischen Möglichkeiten (Gewichtstuning, Reifen, Schläuche, Sitzposition, Pedale und Plattenposition, etc.) zu optimieren, und hab dabei subjektiv schon einige bemerkenswerte Fortschritte gemacht, die ich gern objektivieren würde. |
Durch Gewichtstuning, technische Optimierung etc.?? Deine Leistungen wie 12ter RaR kommen grundsätzlich sicher eher von einem sinnvollen und geregelten Trainingsaufbau, oder? Was kannst Du denn so investieren?
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Insgesamt fahr ich natürlich schon etwa 10000km pro Jahr, davon sind aber schon 70% ebene Fahrten zur/von der Arbeit die nicht länger als 40-45min dauern, da kannman höchstens mal ein kleines Intervall einbauen. Bei Gelegenheit wird das Pendeln durch Ausflüge in den Kaiserstuhl oder auch mal über den Kandel verlängert, aber als sehr geordnet würde ich das nicht bezeichnen.
Ich versuche eben die gegebne Zeit möglichst effektiv zu nutzen, vor dem RaR hätte ich aber sicher an den WE wenigstens zwei schöne Dreierblöck mit je insgesamt 12h und viel Hm gemacht, da hatte ich nur keine Zeit.
Ich bin halt auch ein kleiner Technikfreak und wenn ich die Möglichkeit sehe durch veränderte Sitzposition, neue Reifen/Schläuche oder etwa Keramiklager ein paar Watt zu gewinnen, probier ich das gern aus, allerdings doch in einem finanziell sehr überschaubaren Rahmen.
Irgendwelche Nahrungsergänzung spielt bei mir übrigens keine Rolle, in der Hinsicht bin ich ausgesprochen zurückhaltend.
Geschrieben von Arno am 10.08.2007 um 21:12:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
Du wirst also sozusagen mal so eben ohne Vorbereitung 12ter bei RaR? Hm, in einem der Berichte vom Henninger kam die Zeile "und Donishäusle übte sich mal wieder im Tiefstapeln" oder so ...
Ok. Du bist jetzt so Mitte Dreißig, damals war ich auch noch anders drauf. Aber so um das Alter 40 bis 45 soll es mit der Trainierbarkeit und Regenerationsfähigkeit stark in den Keller gehen, bis es dann auf einem recht langsam absinkenden Level bis ins hohe Alter geht.
Habe ich gehört. Wer kennt sich damit aus? Bin jetzt 41 oder 42
Zu den Nahrungsergänzungen: Eure Jodversorgung da unten ist aber gesichert, oder? Ist nämlich auch stark leistungsrelevant. Ihr nehmt doch wenigstens Jodsalz oder? Obwohl das Augenwischerei ist - und eine Nahrungsergänzung.
Zuhause kochen wir übrigens auch vollwertig, bin aber ja viel bei Kunden vor Ort und muss mich da mit Kantinenessen, Dönerbuden uisw. über Wasser halten.
Geschrieben von teufelsberg am 10.08.2007 um 21:53:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
das war ja schon lange meine erklärung für die bayrischen salzbrezeln.
Geschrieben von MiniMops am 11.08.2007 um 09:12:
RE: Natürliche Leistungssteigerung
| Zitat: |
Original von Arno
Du wirst also sozusagen mal so eben ohne Vorbereitung 12ter bei RaR? Hm, in einem der Berichte vom Henninger kam die Zeile "und Donishäusle übte sich mal wieder im Tiefstapeln" oder so ...
Ok. Du bist jetzt so Mitte Dreißig, damals war ich auch noch anders drauf. Aber so um das Alter 40 bis 45 soll es mit der Trainierbarkeit und Regenerationsfähigkeit stark in den Keller gehen, bis es dann auf einem recht langsam absinkenden Level bis ins hohe Alter geht.
Habe ich gehört. Wer kennt sich damit aus? Bin jetzt 41 oder 42
Zu den Nahrungsergänzungen: Eure Jodversorgung da unten ist aber gesichert, oder? Ist nämlich auch stark leistungsrelevant. Ihr nehmt doch wenigstens Jodsalz oder? Obwohl das Augenwischerei ist - und eine Nahrungsergänzung.
Zuhause kochen wir übrigens auch vollwertig, bin aber ja viel bei Kunden vor Ort und muss mich da mit Kantinenessen, Dönerbuden uisw. über Wasser halten. |
Also in meiner Wohngegend (Pfalz) sind die Böden usw. jodarm. Man wird um eine Jodtablette nicht rum kommen. Allerdings sollte man voher seine Schilddrüsenwerte TSH, T3 und T4 kennen. Wer in Hamburg am Meer lebt, bekommt genug Jod ab
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