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Geschrieben von Wolfzge am 16.07.2006 um 04:13:

  Wie geht's eigentlich weiter..?..

Herr Holczer Im Interview...

"Es ist die Tour nach dem großen DopingSkandal. Favoriten wie Ullrich oder Basso fehlen. Wird nun anders gefahren?

"Die ersten Tage waren deutlich weniger umkämpft. Das lag wohl daran, dass viele Teams nicht wussten, wie viele Kräfte sie noch brauchen werden und von den Verantwortlichen gebremst wurden. Das war bei uns auch so. Jetzt scheint es, als ob die Struktur klar ist. Eine Übermacht, wie es vor einem Jahr das Discovery-Team war, gibt es nicht, seit zwei Tagen wird vom ersten Kilometer an Vollgas gefahren."


Wie ist die Stimmung nach dem Skandal?

"Es ist ein hoher Grad an Normalität eingekehrt, mit einer gewissen Unsicherheit, was noch kommen wird. Überall werden Verschwörungen gewittert."


Rad-Profi David Millar antwortete auf die Frage, ob er an ein halbwegs sauberes Peloton bei der diesjährigen Tour glaube, dies wäre so, als wenn Schweine fliegen könnten. Wie dopingfrei ist das Feld unterwegs?

"Darüber gibt es nur Mutmaßungen und Gerüchte. Selbst in meinem eigenen Rennstall kann ich ja nicht zu 100 Prozent sicher sein, dass alle sauber sind. Eine verlässliche und klare Aussage ist schwer und Spekulationen helfen niemand weiter. Man sollte tunlichst nicht behaupten, dass Doping aus der Tour de France entfernt ist. Aber Prozentzahlen zu nennen, wäre nebulös."


Sind im spanischen Doping-Skandal weitere Enthüllungen zu erwarten?

"Ich denke schon. Die Radfahrer warten allerdings auch auf die anderen Sportarten, die betroffen sein sollen. Es ist keine gute Sache, dass es den Anschein hat, als würden Dinge, die im Busch sind, nicht aufgedeckt. Das momentane Verhalten der Behörden ist ein unguter Nährboden für die fade Argumentation, dass der Radsport am Pranger steht und bei anderen Sportarten nicht sicher ist, ob etwas rausgelassen wird."


Wie wird sich das Fernsehen künftig dem Radsport gegenüber verhalten?

"Die Übertragungen stehen sicher auf dem Prüfstand. Es gibt eine Fraktion, die hausintern sehr stark andere Dinge im Visier hat als den Radsport es gibt allerdings auch Fürsprecher. Zwei Dinge werden entscheidend sein: Es muss sichtbar werden, dass sich im Radsport etwas ändert. So ein Skandal wie jetzt darf nicht noch mal vorkommen. Und zum anderen ist der Zuschauer enorm wichtig: Wenn die Quoten, an denen beim Fernsehen keiner vorbeikommt, den Übertragungsaufwand nicht rechtfertigen, ist es schnell vorbei."


Gibt es Radsport ohne Fernsehen?

"Wenn es weniger oder keine Übertragungen mehr gibt, wäre das ein schlimmer Schlag wenn nicht sogar das Aus für das Unternehmen, das wir betreiben."


Wie sieht die Zukunft des Radsports aus?

"Ich hoffe, dass alle aus dem aktuellen Doping-Skandal lernen und die notwendigen Schritte tun. Im Kreis der Sportlichen Leiter müssen wir uns wesentlicher fester organisieren und noch klarere Regeln aufstellen, nach denen zu handeln ist. Diskussionen wären dann nicht mehr nötig. Ein Beispiel: Beim spanischen Doping-Skandal werden die Fahrer eventuell juristisch nicht zu greifen sein, aber sie dürfen trotzdem keine Zukunft mehr im Radsport haben. Wir müssen zeigen: Ja, es gibt wirksame Änderungen. Nur große Gesten und leere Worten helfen nicht weiter."

Quelle

Gäubote.de

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Nach der Tour gibt's den grossen Gabentisch zwischen den öffentlich-rechtlichen, den spochtlichen Leitern der grossen deutschen Teams und man höre von der ARD gefordert und vom Gerolsteinerchef als Missververständniss bezeichnet ..Herrn Werner Franke..
Dieser alte Suderler... Bier ....



Im jüngst erschienen Tour-Tagebuch des HMH in der lokalen Presse ist sich Herr Holczer nun nicht mehr sicher, ob er einen 100% sauberen Rennstall hat....zumindest ohne Garantie..

küsschen geben - lektion 2

Das wäre einfach nur sähr symbadisch, Herr Holczer...



Geschrieben von Horatio am 16.07.2006 um 06:36:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Zitat:
Im jüngst erschienen Tour-Tagebuch des HMH in der lokalen Presse ist sich Herr Holczer nun nicht mehr sicher, ob er einen 100% sauberen Rennstall hat....zumindest ohne Garantie..



Das wäre einfach nur sähr symbadisch, Herr Holczer...




hat er doch schon öfter gesagt. "Vielleicht verarschen die mich" und so.



Geschrieben von ThunderBlaze am 16.07.2006 um 10:57:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Horatio so hat er sich aber net ausgedrückt. Er hat nur gesagt das er für niemanden die Hand ins Feuer legen würde.

Mich interessiert aber auch eine andere Frage: Wie werden Moderatoren am Zielort (versch. Radrennveranstaltungen) reagieren? Werden sie das Thema ignorieren oder wird da jetzt schon drüber gesprochen?



Geschrieben von Wolfzge am 16.07.2006 um 13:03:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Zitat:
Original von ThunderBlaze


Mich interessiert aber auch eine andere Frage: Wie werden Moderatoren am Zielort (versch. Radrennveranstaltungen) reagieren? Werden sie das Thema ignorieren oder wird da jetzt schon drüber gesprochen?


Immerhin sind die Qouten bei den deutschen Sendern um bis zu 50% eingebrochen...da wird mancher Moderator schon darüber reden.. good night



Geschrieben von ThunderBlaze am 16.07.2006 um 14:06:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Nein ich meinte nicht die Fernsehmoderatoren. Sondern die die im Wagen an der Ziellinie stehen, die für die Zuschauer vor Ort moderieren. Augenzwinkern



Geschrieben von Raymond am 16.07.2006 um 14:50:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

glaubt wirklich jemand das die quoten eingebrochen sind, weil es einen dopingskandal gibt ? doch eher weil die leute nicht dass duell ullrich - basso sehen duerfen.



Geschrieben von teufelsberg am 16.07.2006 um 15:04:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Zitat:
Original von Wolfzge
Herr Holczer Im Interview...
Wie wird sich das Fernsehen künftig dem Radsport gegenüber verhalten?

"Die Übertragungen stehen sicher auf dem Prüfstand. Es gibt eine Fraktion, die hausintern sehr stark andere Dinge im Visier hat als den Radsport es gibt allerdings auch Fürsprecher. Zwei Dinge werden entscheidend sein: Es muss sichtbar werden, dass sich im Radsport etwas ändert. So ein Skandal wie jetzt darf nicht noch mal vorkommen."



nicht etwa: es darf kein flächendeckendes doping geben.

das ist doch mal ehrlich: kein skandal, alles bestens.



Geschrieben von badorties am 16.07.2006 um 22:54:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Zitat:
Wie geht's eigentlich weiter..?..

Nun ich würd sagen, so wie bisher.-..

Nichts wirs sich ändern und alle machen so weiter wie zuvor.

Gäbe es einen von uns, der freiwillig seinen Arbeitsplatz aufgrund von ethisch-moralischen Aspekten, die ihm nicht passen, opfern mag? Schreit hier, ! ... aber das würde wohl sowohl die politischen als auch die religiösen Beschränkungen dieses Forums sprengen



Geschrieben von Wolfzge am 29.07.2006 um 17:57:

  RE: Reissleine

Zitat:
Original von Wolfzge November 2004


Wie weiter oben schon gesagt kann man durchaus davon ausgehen, das zumindest einem Teil der Sprudeltruppe eine gewisse Seriosität zuzutrauen ist und ich nehme es Holczer sogar ab, das er für einen sauberen Radsport ist...

Der Haken an der Sache ist für mich aber der...Holczer kennt den Zirkus und die Scene nicht eben erst seit gestern, und wer aus Schauff Öschelbronn innerhalb von wenigen Jahren durch Einkauf von "Menschenmaterial aus der Scene" eine GS1 baut, kann sich eben nicht zu 100% sicher sein das der Stall sauber ist.
Holczer weiss meiner Ansicht nach genau, das er sich auf zwielichtigem Terrain befindet, dieses allerdings zuzugeben käme einem Offenbarungseid gleich und will der Sponsor schon mal gar nicht hören.

Wäre es allerdings so schwierig als sportlicher Leiter zuzugeben, das man für seinen Stall nichts garantieren kann..?..

Nein, in allen Interviews wäscht man seine Hände in weisser Wäsche und reiht sich somit in die Liste aller sportlicher Leiter ein, die ja geradezu aus allen Wolken fallen Das glaub ich ja nicht! , anscheinend von nichts eine Ahnung haben und in Mikrophone lügen, wenn einer ihrer Bengel mal wieder erwischt wird.

Leider.



Höhö...traurig, das solche Vorhersagen depperte Radsportfans treffen müssen und nicht Manager, die sich mit der Materie auskennen sollten...











Holczer zieht eventuell an der Reissleine... Gut gemacht


http://www.gaeubote.de/gaeubote/news.php?&artikel=108119071&red=24&ausgabe=
35974
[/quote]



Geschrieben von Luzifer am 29.07.2006 um 18:22:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

[quote]Original von Wolfzge
Herr Holczer Im Interview...

...Beim spanischen Doping-Skandal werden die Fahrer eventuell juristisch nicht zu greifen sein, aber sie dürfen trotzdem keine Zukunft mehr im Radsport haben. Wir müssen zeigen: Ja, es gibt wirksame Änderungen. Nur große Gesten und leere Worten helfen nicht weiter.

quote]

Dies ist für mich eine ganz wichtige Forderung. Die Organisatoren der Vuelta lassen Basso und Co. nicht starten. Dies war ein Anfang. An anderer Stelle schon mal gesagt, dass Betroffene unter Umständen ihr Startrecht erzwingen können vor dem CAS, wenn sie nicht vorher gesperrt werden. Wenn man dem Radsport nicht noch weiter schaden will, darf dort und anderswo ohne DNA-Test keiner der Betroffenen starten. Hier wird dann auch u.U. der verschärfte Ehtik-Code auf dem Prüfstand stehen. In einer Videotext-Meldung von Eurosport von heute ist zu lesen, dass TM "von der Umsetzung an der Spitze" sich "anscheinend auch entschiedenere Positionen im Kampf gegen Doping" erhoffe. Auch dies bewerte ich sehr positiv. Für überaus fraglich halte ich es allerdings, dass diese Haltung generell im Radsport von Sponsoren, Veranstaltern und Teamverantwortlichen vertreten wird. "Nur große Gesten und leere Worten helfen nicht weiter". Sehr richtig, insofern wird sich in der Zukunft zeigen, ob man wirklich gelernt hat.

PS: Vielleicht hat gestern jemand das Interview gesehen mit Jens Heppner bei der Nacht von Hannover. Dies hat mir dann nun wiederum überhaupt nicht gefallen und stimmt mich wenig zuversichtich. Ich möcht ihn aber hier nicht falsch zitieren. Vielleicht kann ja jemand anderes noch etwas dazu schreiben!



Geschrieben von Snebolinho am 29.07.2006 um 18:37:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Lieber Luzifer wenn ein Sportler vor einem Sportgericht freigesprochen wird(auch wenn es aus Mangel an Beweisen ist), dann muss er auch die Erlaubnis haben seinen Beruf auszuüben, alles andere wäre ein absolutes Unding und nicht zu tolerieren.

Wir leben in Europa Gott sei Dank überwiegend in einem Rechtsstaat und bloß weil einem die dopende Weltelite im Sport gegen den Strich geht(MIR AUCH!) darf man so etwas wichtiges wie die Rechtsstaatlichkeit nicht in Frage stellen, für keinen Menschen.

Eine derart hartes Vorgehen wie du es propagierst öffnet Verleumdung und Erpressung(wieviel Blut von Sportlern ist denn im Umlauf durch die ganzen tests etc. wenn klar ist, dass Radsportler immer einen DNA Test machen müssen könnten da kriminelle Elemente durchaus auf bestimmte Gedanken kommen) aus meiner Sicht Tür und Tor, das kann doch auch nicht dein Anliegen sein.

Wir müssen wirklich mal auf dem Boden bleiben, dem Doping muss der Kampf angesagt werden aber dabei darf meiner Meinung nach der Zweck nicht die Mittel heiligen...



Geschrieben von Luzifer am 29.07.2006 um 18:48:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Zitat:
Original von Snebolinho
Lieber Luzifer wenn ein Sportler vor einem Sportgericht freigesprochen wird(auch wenn es aus Mangel an Beweisen ist), dann muss er auch die Erlaubnis haben seinen Beruf auszuüben, alles andere wäre ein absolutes Unding und nicht zu tolerieren.

Wir leben in Europa Gott sei Dank überwiegend in einem Rechtsstaat und bloß weil einem die dopende Weltelite im Sport gegen den Strich geht(MIR AUCH!) darf man so etwas wichtiges wie die Rechtsstaatlichkeit nicht in Frage stellen, für keinen Menschen.

Eine derart hartes Vorgehen wie du es propagierst öffnet Verleumdung und Erpressung(wieviel Blut von Sportlern ist denn im Umlauf durch die ganzen tests etc. wenn klar ist, dass Radsportler immer einen DNA Test machen müssen könnten da kriminelle Elemente durchaus auf bestimmte Gedanken kommen) aus meiner Sicht Tür und Tor, das kann doch auch nicht dein Anliegen sein.

Wir müssen wirklich mal auf dem Boden bleiben, dem Doping muss der Kampf angesagt werden aber dabei darf meiner Meinung nach der Zweck nicht die Mittel heiligen...


Ganz unabhängig von rechtsstaatlichen Grundsätzen: Wenn sie unschuldig sind, sollen sie einen DNA-Test machen. Machen sie keinen, dürfen nicht juristische Winkelzüge dazu führen, dass sie weiterhin am Radsport teilnehmen können.



Geschrieben von Snebolinho am 29.07.2006 um 20:16:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Zitat:
Original von Luzifer

Ganz unabhängig von rechtsstaatlichen Grundsätzen: Wenn sie unschuldig sind, sollen sie einen DNA-Test machen. Machen sie keinen, dürfen nicht juristische Winkelzüge dazu führen, dass sie weiterhin am Radsport teilnehmen können.


Du kannst die ganze Sache aber doch nicht losgelöst von rechtsstaatlichen Grundsätzen sehen, die existieren nunmal!

Wenn du diese Grundsätze für Radprofis abschaffen willst, dann sage es aber verstecke dich nicht hinter einem angeblich hart geführten Kampf gegen Doping.

Zudem gehts es mir auch um die Verhältnismäßigkeit in deinen Forderungen, irgendwie habe ich den Eindruck für dich ist Doping das Schlimmste, der Teufel in Person.

Es ist mit Sicherheit nicht schön das Fahrer dopen aber es ist doch eine Lapalie gegenüber anderen Dingen die um uns herum passieren.

Wenn man nun schon darüber nachdenkt rechtsstaatliche Grundsätze wegen solchen Bagatelldelikten abzuschaffen, was machen wir dann mit Terroristen oder Mördern?

Erschiessen wir sie standrechtlich oder weisen wir sie ohne Verfahren aus wenn sie nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen?

Bitte zitiere jetzt nicht nur diesen Satz, er ist lediglich dazu da die Verhältnismäßigkeit aufzuzeigen. Ein Berufsverbot für Fahrer die nicht überführt werden können, zerstört deren Existenz(vielleicht auch die eines Unschuldigen) und ist nicht der richtige Weg.

Die Erhaltung unseres Rechtsverständnisses ist weitaus wichtiger als ein paar "Idioten" die sich nicht an Regeln ihres Sports halten, allerdings bleibt für mich festzhalten dass man als Privatperson durchaus so denken darf wie du es tust, dass aber die Medien in Deutschland ähnliche Vorgehensweisen propagieren stimmt mich sehr besorgt...



Geschrieben von ogkempf am 29.07.2006 um 20:17:

 

Will noch mal jemand schnell posten, dass es sich um Sport- und nicht um Zivilrecht handelt?



Geschrieben von Snebolinho am 29.07.2006 um 20:23:

 

Zitat:
Original von ogkempf
Will noch mal jemand schnell posten, dass es sich um Sport- und nicht um Zivilrecht handelt?


Das gilt für Deutschland, aber nicht für andere Länder wie Italien und Frankreich, dort gibt es ja durchaus strafrechtliche Verfolgung von Dopingsündern, beziehe also meinen Post einfach auf diese Fahrer und nicht auf Ullrich oder Jaksche, Deutschland ist ja nicht alles was man betrachten sollte gell ...



Geschrieben von Luzifer am 29.07.2006 um 20:56:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Zitat:
Original von Snebolinho
Zitat:
Original von Luzifer

Ganz unabhängig von rechtsstaatlichen Grundsätzen: Wenn sie unschuldig sind, sollen sie einen DNA-Test machen. Machen sie keinen, dürfen nicht juristische Winkelzüge dazu führen, dass sie weiterhin am Radsport teilnehmen können.


Du kannst die ganze Sache aber doch nicht losgelöst von rechtsstaatlichen Grundsätzen sehen, die existieren nunmal!

Wenn du diese Grundsätze für Radprofis abschaffen willst, dann sage es aber verstecke dich nicht hinter einem angeblich hart geführten Kampf gegen Doping.

Zudem gehts es mir auch um die Verhältnismäßigkeit in deinen Forderungen, irgendwie habe ich den Eindruck für dich ist Doping das Schlimmste, der Teufel in Person.

Es ist mit Sicherheit nicht schön das Fahrer dopen aber es ist doch eine Lapalie gegenüber anderen Dingen die um uns herum passieren.

Wenn man nun schon darüber nachdenkt rechtsstaatliche Grundsätze wegen solchen Bagatelldelikten abzuschaffen, was machen wir dann mit Terroristen oder Mördern?

Erschiessen wir sie standrechtlich oder weisen wir sie ohne Verfahren aus wenn sie nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen?

Bitte zitiere jetzt nicht nur diesen Satz, er ist lediglich dazu da die Verhältnismäßigkeit aufzuzeigen. Ein Berufsverbot für Fahrer die nicht überführt werden können, zerstört deren Existenz(vielleicht auch die eines Unschuldigen) und ist nicht der richtige Weg.

Die Erhaltung unseres Rechtsverständnisses ist weitaus wichtiger als ein paar "Idioten" die sich nicht an Regeln ihres Sports halten, allerdings bleibt für mich festzhalten dass man als Privatperson durchaus so denken darf wie du es tust, dass aber die Medien in Deutschland ähnliche Vorgehensweisen propagieren stimmt mich sehr besorgt...



Ich will keine rechtstaatlichen Grundsätze abschaffen, auch nicht für Radsportler. Rechtsstaatliche Grundsätze dürfen aber auch nicht Gegenstand juristischer Winkelzüge sein. Verhältnismäßigkeit? Doping ist Betrug! Ullrich, Basso und Co. haben über diesen Betrug versucht, Millionen zu kassieren. Ein Toursieg ist Millionen wert! Der Vergleich mit einem mißglückten Bankraub ist hier nicht völlig abwegig. Existenz? Bassos, Ullrichs, usw. sind schon Multimillionäre. Fraglich, wieviel davon auf Lug und Betrug zurückgeht. Image triffts wohl besser, und am meisten schaden sie diesem in diesen Tagen selbst durch ihr Verhalten. Das Verhalten von Basso, Ullrich und Landis kommt einer Provokation gleich. Den letzten Höhepunkt stellt der Auftritt von Landis bei King gestern dar. Link zum Skript gibts hier irgendwo. Ich weiß, es gibt Unterschiede in der Beurteilung zwischen der Beurteilung von Landis und den Beschuldigten aus der Fuentes-Affäre, aber...es gibt auch Gemeinsamkeiten! Über die Reaktion der Medien braucht man sich da nicht wundern. Deine Aussage ist da Wasser auf die Mühlen von Landis. Aber: Du hast Deine Meinung, ich hab meine.



Geschrieben von Snebolinho am 29.07.2006 um 21:03:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Zitat:
Original von Luzifer

Ich will keine rechtstaatlichen Grundsätze abschaffen, auch nicht für Radsportler. Rechtsstaatliche Grundsätze dürfen aber auch nicht Gegenstand juristischer Winkelzüge sein. Verhältnismäßigkeit? Doping ist Betrug! Ullrich, Basso und Co. haben über diesen Betrug versucht, Millionen zu kassieren. Ein Toursieg ist Millionen wert! Der Vergleich mit einem mißglückten Bankraub ist hier nicht völlig abwegig. Existenz? Bassos, Ullrichs, usw. sind schon Multimillionäre. Fraglich, wieviel davon auf Lug und Betrug zurückgeht. Image triffts wohl besser, und am meisten schaden sie diesem in diesen Tagen selbst durch ihr Verhalten. Das Verhalten von Basso, Ullrich und Landis kommt einer Provokation gleich. Den letzten Höhepunkt stellt der Auftritt von Landis bei King gestern dar. Link zum Skript gibts hier irgendwo. Ich weiß, es gibt Unterschiede in der Beurteilung zwischen der Beurteilung von Landis und den Beschuldigten aus der Fuentes-Affäre, aber...es gibt auch Gemeinsamkeiten! Über die Reaktion der Medien braucht man sich da nicht wundern. Deine Aussage ist da Wasser auf die Mühlen von Landis. Aber: Du hast Deine Meinung, ich hab meine.


Also im Fall Landis kann ich deine obere Aussage nachvollziehen, da kann ich dich aber beruhigen, es wird nicht klappen.

Bei Ullrich und Basso sehe ich ehrlich gesagt keine juristischen Winkelzüge, sie sagen schlicht und einfach dass man Ihnen die Schuld beweisen soll, nicht umgekehrt und das ist nunmal ihr gutes Recht.

Das zweite fettierte Aussage kann ich ehrlich gesagt nun gar nicht nachvollziehen, da müsstest du nochmal erklärend tätig werden...



Geschrieben von Luzifer am 29.07.2006 um 22:45:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Zitat:
Original von Snebolinho
...Das zweite fettierte Aussage kann ich ehrlich gesagt nun gar nicht nachvollziehen, da müsstest du nochmal erklärend tätig werden...


Deine Denke mündet in letzter Konsequenz in die Aussagen von Landis. Ganz nach dem Motto: Eine positive Probe bedeutet nicht, dass ich gedopt habe. Das muss man mir erst beweisen. Schließlich gilt die Unschuldsvermutung und wir leben ja auch in einem Rechtsstaat! Analog zu Landis gilt gleiches für Basso und Co., wobei es hier anstelle einer positiven Probe erdrückende Indizien gibt.



Geschrieben von Snebolinho am 29.07.2006 um 23:01:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Zitat:
Original von Luzifer

Deine Denke mündet in letzter Konsequenz in die Aussagen von Landis. Ganz nach dem Motto: Eine positive Probe bedeutet nicht, dass ich gedopt habe. Das muss man mir erst beweisen. Schließlich gilt die Unschuldsvermutung und wir leben ja auch in einem Rechtsstaat!


Ja und die Beweise sind doch schon erbracht, also ist jedenfalls in diesem Fall alles in Ordnung. Dass du mir unterstellst dass ich solche Aussagen wie "positive Probe ist nicht Doping" teilen bzw. selbst "andenken würde" ist wirklich quatsch.

Es kann nicht Sinn und Zweck der Sache sein in schwierigeren Fällen(mMn liegen solche bei Basso, Ullrich und Co. vor) getreu dem Motto "Im Zweifel gegen den Angeklagten" zu entscheiden, vielmehr sollte man mehr Geld für neue Tests und engmaschigere Kontrollnetze zur Verfügung stellen.

Eine zweite Möglichkeit wäre endlich entsprechende Gesetze in europa und den USA zu schaffen damit die Verbände auf die Methoden der Staatsanwaltschaft oder auf diese selbst zurückgreifen zu können, anstatt irgendwelche unsinnigen Ethik Codes getreu dem Motto, "Wer beschuldigt wird, ist auch zwangsläufig schuldig, deswegen darf er seinen Beruf nicht mehr ausüben solange er seine Unschuld nicht beweist", ( ich möchte dich mal in so einer Situation sehen ) zu verfassen die sowieso vor dem CAS nicht standhalten werden.

Populistische Äußerungen, die von den Medien wie der Bildzeitung zwar dankend angenommen werden(leider von anderen auch), werden dem Radsport nicht langfristig aus der Krise helfen, da sie Unrecht und Undurchsichtigkeit eher fördern anstatt zu verhindern, dabei bleibe ich...



Geschrieben von Snebolinho am 30.07.2006 um 00:34:

  RE: Wie geht's eigentlich weiter..?..

Zitat:
Original von Tomboy
Mal fernab jeglichem Juristendeutsch:

Du wirst doch wohl nicht leugnen können, dass es Ullrich ausschließlich darum geht das Rad nicht an den Nagel hängen zu wollen. Würde er gestehen, wäre die Karriere vorbei, aber wenigstens hätte er sich eienn Funken Würde bewahrt. So schlängelt er sich über das letzte Mittel, das ihm bleibt, die Bürokratie, wahrscheinlich aus der ganzen Geschichte raus, um nächstes Jahr wieder in Frankreich am Start zu sein und mit Sicherheit gute Siegchancen zu haben. Wenn er dann wirklich gewinnt, hoffe ich nur, dass Radsportdeutschland nicht vergessen hat, was zur Zeit passiert. Aber ich befürchte es...


was hat das jetzt mit meinem vorherigen Post zu tun?


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